10 weitere pflanzliche Potenzmittel, die rezeptfrei sind!

10 weitere pflanzliche Potenzmittel, die rezeptfrei sind!

10 weitere pflanzliche Potenzmittel, die rezeptfrei sind!

Wir stellten schon einmal 10 pflanzliche Potenzmittel / Aphrodisiaka vor, hier nun die Fortsetzung zu dieser Liste!
Zu der ersten Liste (10 natürliche Potenzmittel) geht es hier.

Neben Viagra und Cialis gibt es noch viele weitere natürliche Potenzmittel im pflanzlichen Bereich, die vollkommen rezeptfrei und für jeden im Internet zu bestellen sind.

Die aphrodisierende Wirkung dieser Pflanzen ist teils wissenschaftlich bestätigt, beruht teils auch auf der traditionellen Volksmedizin und der Verwendung von naturreligösen Stämmen.

Weitere pflanzliche Potenzmittel gibt es hier!

Grundsätzlich gilt:
Nicht nur das Aphrodisiakum muss stimmen, das sogenannte „Set und Setting“ ist mindestens ebenso wichtig!
Set ist die Umgebung, in der man konsumiert und die Personen, mit denen man konsumiert.
Letzteres ist bei Potenzmitteln natürlich besonders wichtig!
Eine romantische Einrichtung mit Kerzen und Rosenduft hilft für manche.

Das Setting ist die Stimmung in der man sich befindet. Man sollte sich auf die Erfahrung und die Wirkung einlassen und gut gelaunt sein.

Hier sind sie nun,

10 rezeptfreie pflanzliche Potenzmittel!

  • 1. Ditabaum (Alstonia scholaris)

Der Ditabaum ist ein aus Indien stammender, aber auch in Asien und den Tropen und Australien verbreiteter Baum.
Die unterschiedlichen Pflanzenteile dieses Baums werden seit vielen Jahrhunderten für verschiedene Zwecke verwendet.
So wird die Rinde des Ditabaum in der indischen Volksmedizin als Heilpflanze und Stärkungsmittel zusammen mit Reis gekocht.
In der Rinde befinden sich Ditamin, Ditain und Echitenin.

Die Samen der Pflanze haben psychoaktive Wirkungen und einige Inhaltsstoffe wirken MAO-hemmend, dementsprechend vorsichtig muss mit ihnen umgegangen werden!
Sie enthalten unter anderem die Indolalkaloide Alstovenin, Venenatin, Chlorogenin, Reserpin und die Chlorogensäure.
Diese Samen werden meist als Aphrodisiakum (Potenzmittel) genutzt, scheinen aber in höheren Dosen auch halluzinogene Effekte zu haben.
Bei Männern verzögert sich der Orgasmus und die Erektion wird gesteigert.

Es werden etwa 2-3g Samen zerstoßen und dann über Nacht in Wasser liegen gelassen.
Dann wird die Flüssigkeit abgefiltert und getrunken.
Die Dosis kann, je nach Person, sehr unterschiedlich sein. Es muss sich vorsichtig herangetastet werden.

Bei zu hoher Dosierung könnt es zu Nebenwirkungen oder, bei extremer Überdosis, sogar zu lebensgefährlichen Symptomen kommen.
Es ist nicht allzu viel über den Konsum der Ditabaum Samen bekannt, daher kann es auch bislang nicht bekannte Nebenwirkungen geben.

Auch die Blätter enthalten wahrscheinlich Wirkstoffe, dies ist aber nicht gesichert.

Mehr über die Wirkung, Zubereitung, Dosierung usw. vom Ditabaum gibt es hier!

  • 2. (Indischer) Kalmus (Acorus calamus)Kalmus (Acorus calamus)

Diese asiatische Sumpfpflanze ist seit einigen Jahrhunderten in Europa verbreitet und wird wohl seit noch längerer Zeit schon als Heil- und leichtes Rauschmittel konsumiert.
Kalmus wird so wohl in der asiatischen Medizin wie auch bei naturverbundenen Völkern in Nordamerika als Medizin, Gewürz, Räucherstoff und für Tees verwendet.
Kalmus Wurzel wirkt leicht euphorisch und in hohen Dosen angeblich psychedelisch, auch eine aphrodisierende Wirkung ist gut bekannt!

In Ägypten wird Acorus calamus heutzutage sehr oft als natürliches Potenzmittel angewandt.
Er sollte nicht zu hochdosiert und oft konsumiert werden, da die enthaltenen Asarone schädliche Wirkungen haben können.
Neben der Möglichkeit des Räucherns und des Brauens eines Tees kann man Kalmus (oder Kalmusöl) zu alkoholischen Tränken hinzufügen.

Mehr über die Wirkung, Nebenwirkungen, Zubereitung usw. von Kalmus erfahrt ihr hier!

 

  • 3. Kanna (Sceletium tortuosum)Kanna (Sceletium tortuosum)

Kanna ist ein sehr effektives und mächtiges Aphrodisiakum!
Es steigert die Lust, intensiviert den Orgasmus und verbessert auch die sexuelle Leistungsfähigkeit.
Hinzu kommt, dass Kanna ein sehr deutliche, euphorische und empathogene Wirkung hat, man kann sich also sehr gut in seinen Partner hinein fühlen und spürt viel Liebe.

Kanna (Sceletium tortuosum) wirkt auf die menschlichen Serotonin Rezeptoren als selektiver Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und darf deswegen nicht mit anderen serotonergen Substanzen (wie MDMA und diversen antidepressiven Psychopharmaka) kombiniert werden, da es sonst zu einem potentiell tödlichen Serotoninsyndrom kommen kann.
Dosiert man das Kanna richtig, handelt es sich hier um eine wirklich intensive Rauschdroge!

So wohl der orale, der sublinguale, der inhalative wie auch der nasale Konsum ist möglich.
Es gibt einige Kanna Extrakte, die teils deutlich potenter als die normale Pflanze sind. Bereits 100mg nasal reichen für eine Wirkung.

Einen ausführlichen Artikel über Kanna findet ihr hier!
Einen Artikel zum Anbau von Kanna aus Samen gibt es hier.

 

  • 4. Betelnuss (Areca catechu)Betelnuss (Areca catechu)

Die Betelnüsse der Betelpalme sind in Asien eine wahre Volksdroge, die von millionen Menschen konsumiert wird.
Berühmt und beliebt ist der Betelbissen, der aus Löschkalk (hier kaufbar) und einer viertel bis halben Betelnuss, in einem Blatt der Betelpalme gerollt, besteht.
Die enthaltenen Alkaloide (Arecolin, Arecain, Arecaidin, Arecilidin, Guvacolin, Isoguvacin und Guvacin) wirken stimulierend (aufputschend) und eben auch aphrodisierend.

Sie fördern die Potenz und wirken leicht euphroisch.
Der Löschkalk greift leider die Zähne an, weshalb zu häufiger Konsum nicht gerade gesund für das Gebiss und das Zahnfleisch ist.
Die Zähne färben sich charakteristisch rot, was unter asiatischen Betel-Konsumenten als positiv gilt.

 

  • 5. Safran (Crocus sativus)

Safran ist ein begehrtes und teures Gewürz, das auch psychoaktive Wirkungen hat.
Früher wurde er als Wein oder Sake-Zusatz verwendet und bereits seit Jahrhunderten ist er als Aphrodisiakum sehr beliebt.
Er wirkt euphorisch und steigert die sexuelle Lust wie auch die Potenz, in höheren Dosen kommt es zu sedierenden, narkotischen Eigenschaften.

Man nimmt für eine Wirkung 0,5-2g Safran ein, eine gefährliche Überdosis soll bei einem Erwachsenen mit etwa 10g erreicht werden.
Entweder schluckt man den Safran einfach so oder macht sich einen wohlschmeckenden Safran-Tee, am besten noch mit weiteren wohlschmeckenden Gewürzen.
Rezepte für Salben mit Safran wurden überliefert, die aphrodisisch wirken sollen!

 

 

  • 6. Muskatnuss (Myristica fragrans)Muskatnuss - Aphrodisiakum und Gewürz

Die Muskatnuss genannten Nüsse des Muskatnussbaumes Myristica fragrans sind weit verbreitete Gewürz-Nüsse mit psychoaktiver Wirkung.
Muskatnuss-Pulver findet man in jeder gut sortierten Küche, da es einen sehr aromatischen Geschmack hat, der gut zu deftigen Gerichten passt.
Doch Vorsicht – in hohen Dosen löst Muskatnuss einen sehr unangenehm, Delirium-artigen Rausch aus, der mehrere Tage andauern kann. Bei einer Überdosis kann es auch zum Tod oder zu bleibenden psychischen Schäden führen! Als Rauschpflanze ist Muskatnuss also nicht geeignet und die allermeisten, die die Nüsse als Rauschmittel einnahmen, raten davon ab.

Wann genau dieser zu meidende Rausch eintritt, ist schwer zu sagen, da die Wirkstoffkonzentration stark schwankt.
Eine halluzinogene Dosis tritt laut einiger Literatur ab etwa 7-10g des Nusspulvers ein.
Während die Muskatnuss hierzulande einen sehr schlechten Ruf genießt, da missbräuchlicher Konsum zu schrecklichen Räuschen und lebensgefährlichen Zuständen führen kann, wurde diese Pflanze in Indien schon seit Jahrhunderten medizinisch und berauschend verwendet, auch als Aphrodisiakum / Potenzmittel.

Für den aphrodisischen Wirkbereich dosiert man Muskat allerdings deutlich niedriger!
Schon 0,5-2g getrocknetes Nusspulver sollten genügen, da die Wirkung nicht eindeutig aphrodisisch sondern auch sedierend ist, wird Muskatnuss meist mit anderen Aphrodisiaka gemischt.
Muskatnuss ist, gemeinsam mit Vanille und Zimt, das perfekte Gewürz für einen alkoholischen Liebestrunk!

Einen Infoartikel über Muskatnuss als psychoaktive Pflanze & Heilkraut findet ihr hier!

 

  • 7. Aufrechte Studentenblume (Tagetes erecta)

Die Tagetes (Studentenblumen) Arten sind noch kaum erforscht und recht unbekannt.
Sicher ist aber, das so wohl die bekanntere Tagetes lucida (hier mehr findet ihr mehr Infos zu Tagetes lucida!) wie auch diese Art, Tagetes erecta, psychoaktiv ist!

Die Wirkstoffe sind Salvinorin ähnlich, wirken aber doch ganz anders.
In hohen Dosen kann eine leichte psychedelische Wirkung vernommen werden, manchmal wird von CEVs (Visionen bei geschlossenen Augen) berichtet.

In Mexiko wird die Aufrechte Studentenblume (Tagetes erecta) als Aphrodisiakum verwendet.
Hierfür werden die frischen Blätter zerstoßen und mit Flüssigkeit geschluckt, oder der aus dem Pflanzenmaterial gepresste Saft wird getrunken.
Die Anwendung dieser Pflanze sollte nur erfahrenen Ethnobotanik Forschern vorbehalten sein, da sie so wenig erforscht ist und es bisher unbekannte Nebenwirkungen & Risiken geben kann.

 

  • 8. Galgant / Galanga / Gewürzlilie (Kaempferia galanga)

Galanga, auch Thai-Ingwer, Galgant & Gewürzlilie genannt, ist ein Ingwergewächs, welches aus Asien und Afrika stammt.
Seine Wurzeln werden, ähnlich wie der hier heimische Ingwer, als aromatisches Gewürz und als Heilkraut konsumiert.
Neben den tonisierenden, leicht stimulierenden und schmerzstillenden Wirkungen, die auch andere Ingwergewächse haben, wirkt Galgant wohl auch aphrodisierend.

Kaempferia galanga ist eine wichtige Zutat in der beliebten indonesischen Kräuterzubereitung Jamu.
Jamu wird als natürliches Potenzmittel für Männer und Frauen verkauft.
Es enthält 20% Kaempferia galanga, Ingwerwurzel (Zingiber officinale), Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) und Sindora Früchte.

Diese Mischung (oder Galgant im Monokonsum) muss über mehrere Tage hinweg regelmäßig morgens eingenommen werden, um eine potenzierende, leistungssteigernde und Immunsystem-stärkende Wirkung zu erzielen.
Die getrockneten Kräuter werden in heißem Wasser ein paar Minuten lang ziehen gelassen. Der Tee wird traditionell morgens vor dem Frühstück getrunken.

 

  • 9. Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum)Zimt Pulver

Auch Echter Zimtbaum genannt, ist ein sehr beliebtes Gewürz und auch eine Heilpflanze.
Sie wird für seine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung geschätzt und auch schon seit Jahrhunderten als Aphrodisiakum genutzt.

Zimt darf in keinem Liebestrunk (mit Alkohol und anderen pflanzlichen Potenzmitteln) fehlen.
Sein Geschmack ist verführend und intensiv, passt so wohl zu süßen wie auch zu deftigen Speisen.
Die psychoaktive Wirkung des Zimts ist nur sehr leicht ausgeprägt, gerade im Mischkonsum mit anderen Aphrodisiaka ist er allerdings schon alleine wegen seiner Tradition eine sehr wichtige Pflanze.

Ceylon Zimt enthält, im Gegensatz zu Cassia-Zimt, viel weniger Cumarin.
Cumarin ist toxisch und verursacht in zu hohen Dosen unangenehme Vergiftungserscheinungen.
Verwendet man Zimt in höheren Dosen muss man also unbedingt zu dem etwas teureren Ceylon Zimt greifen!

 

  • 10. Vanille (Vanilla planifolia u.a.)

Vanille fällt in die gleiche Kategorie wie Zimt.
Der verführende Geschmack der Vanilleschoten, die von verschiedenen Arten der Vanilla Gattung (bspw. Vanilla palnifolia) geerntet werden, findet sich in vielen süßen Gerichten und auch in fast jedem Liebestrunk wieder.

Zimt, Vanille und Muskat – das sind die drei Gewürze, die für Zubereitungen von pflanzlichen Potenzmitteln unverzichtbar sind.
Vanille hat eine Heilwirkung, die leicht schmerzstillend ist, weshalb wir diese Pflanze auch schon im Artikel Heilpflanzen gegen Kopfschmerzen erwähnten.
In hohen Dosen können sich sogar leichte psychedelische Wirkungen einstellen, schon das Riechen an Vanille kann leichte Euphorie auslösen und antidepressiv wirken.

1-2 Teelöffel Vanillemark pro Konsumeinheit genügen.

 

 

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