10 weitere natürliche Schlafmittel / Beruhigungsmittel – Die 3. Liste mit 10 beruhigenden Pflanzen!

10 weitere natürliche Schlafmittel / Beruhigungsmittel – Die 3. Liste mit 10 beruhigenden Pflanzen!

10 natürliche Schlafmittel

Hier möchte ich euch zehn pflanzliche / natürliche Schlafmittel / Beruhigungsmittel, also sedierende (schlaffördernde) Heilpflanzen, vorstellen.

Dies ist die zweite Fortsetzung – ich veröffentlichte bereits zwei andere Listen mit sedierenden Kräutern!

Bei anhaltenden Schlafproblemen solltet ihr einen Arzt aufsuchen, pflanzliche Medizin ist zwar oft wirksam, birgt jedoch auch Gefahren, wenn sie unbedarft & uninformiert eingesetzt werden!
In dieser Liste werden einige leicht psychoaktive (also berauschende) Pflanzen genannt, sollte dies nicht erwünscht sein, müssen diese Kräuter außen vor gelassen werden!

 

Liste mit 10 pflanzlichen Schlafmitteln

1. Indian Warrior (Pedicularis densiflora)Indian Warrior (Pedicularis densiflora)

Indian Warrior ist eine aus Nordamerika stammende Pflanze, die recht stark GABA-erg wirkt und eine sehr deutliche, intensive schlaffördernde Wirkung hat.

Desweiteren wirkt sie muskelrelaxierend, angstlösend und beruhigend. Die Effekte werden manchmal sogar mit Benzodiazepinen oder Z-Benzos (Zopiclon, Zolpidem) verglichen, auch wenn sie deutlich weniger intensiv sind – die Suchtgefahr ist ebenso geringer.

Es handelt sich hier also um eine recht stark psychoaktive Pflanze, die legal ist und auch selbst angebaut werden kann.
Sie darf auf keinen Fall täglich eingenommen werden, dies kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen! Man sollte sie höchstens 3-4 mal im Monat einnehmen und auch nur, wenn man nicht anfällig für Schlafmittel-Sucht ist.
Indian Warrior ist also ein Mittel, das nur im Notfall bei Schlaflosigkeit verwendet werden darf.

Pedicularis densiflora kann geraucht / vaporisiert (0,3-1,5g) oder als Tee getrunken werden (0,5-3g).

Mehr Infos zur Wirkung, den Risiken, der Einnahme etc. von Indian Warrior (Pedicularis densiflora) findet ihr hier!

 

2. Akuamma (Picralima nitida) Samen

Akuamma (Picralima nitida) (bzw. die Samen) haben eine leicht opioide Wirkung, die jedoch deutlich geringer als bei Kratom ist, dennoch wird sie manchmal als Kratom-Ersatz beworben.
Die Wirkung ist entspannend, leicht sedierend, muskelrelaxierend und manchmal auch euphorisch und bewusstseinsverändernd.

Wegen der leicht opioiden (und dadurch psychoaktiven) Wirkung darf diese Pflanze auf keinen Fall täglich eingenommen werden! Maximal sollte man sie ein mal pro Woche, besser nur 2-3 mal im Monat konsumieren.
Es gibt eine leicht Suchtgefahr, die jedoch deutlich geringer als bei Cannabis oder Kratom ist, da die Wirkung weniger intensiv ist.

Manchmal kann es jedoch auch zu stimulierenden / aufputschenden Effekten kommen, daher sind Picralima nitida Samen kein allzu verlässliches Schlafmittel!
Außerdem sollten keine zu hohen Dosierungen eingenommen werden, dies kann zu unangenehmen Nebenwirkungen und einer stärkeren Rauschwirkung führen.

Wird keine psychoaktive Wirkung gewollt, sollte Akuamma nicht eingenommen werdne.

Mehr Informationen zu Picralima nitida (Dosis, Risiken, Wirkung etc.) findet ihr hier!

 

3. CBD Cannabis Blüten / Buds (Cannabis sativa / indica / ruderalis)

In einer der letzten Listen erwähnte ich bereits CBD Öl, nun erobern CBD-haltige Hanf Blüten immer weiter den Markt.

In Deutschland sind Cannabis Blüten mit bis zu 0,2% THC legal, in Österreich bis zu 0,3% und in der Schweiz sogar bis 1% THC. Der CBD Gehalt schwankt je nach Qualität stark und reicht von 2-20%.

CBD wirkt recht deutlich sedierend, beruhigend und hat viele positive medizinische Effekte, es wird beispielsweise experimentell in der Krebsbekämpfung eingesetzt, auch wenn die Wirksamkeit hier nicht sicher bestätigt ist.

Desweiteren ist es beispielsweise entzündungshemmend, antiepileptisch und muskelrelaxierend.

Die CBD-reichen Cannabisblüten können geraucht, vaporisiert oder als Tee / in Kakao getrunken, oder auch in Gebäck eingebacken werden (jedoch nur mit Zugabe von Fett, da THC nur fettlöslich ist, bspw. Pflanzenmilch oder Pflanzensahne).

CBD hat so gut wie keine Suchtgefahr und wirkt im Gegensatz zum THC nicht oder kaum psychoaktiv und antipsychotisch!

Mehr Infos zum Wirkstoff CBD (Dosis, Anwendung, Wirkungen etc.) findet ihr hier!

 

4. Gotu Kola / Tigergras (Centella asiatica)

Gotu Kola ist eine Heilpflanze, die in der Ayurveda und der traditionellen Chinesischen Medizin als Tonikum (Stärkungsmittel) eingesetzt wird.
Sie hat eine sehr vielfältige Wirkung, sie ist bspw. antioxidativ, aphrodisierend, magenschützend, steigert die geistige Leistungsfähigkeit, hilft bei Lepra, ist vorbeugend gegen Krebs & Alzheimer, magenschützen u.v.m.
Außerdem ist sie eben auch beruhigend und schlaffördernd (in ausreichend hoher Dosierung), da ein Inhaltsstoff GABA-erg wirkt, also einen ähnlichen Wirkmechanismus wie Benzodiazepine, Phenibut oder Gabapentin hat.

Paradox hierzu kann Gotu Kola auch antreibende, energetisierende Wirkungen haben, je nach Set & Setting und Dosierung.

Damit diese Pflanze gut wirkt, nimmt man sie am besten täglich über mehrere Wochen hinweg ein, wobei auch eine einmalige Einnahme einer höheren Dosierung schlaffördernd sein kann.

Mehr Informationen zu Gotu Kola findet ihr hier!

 

 

 

5. Indischer Lotus / Pinker Lotus (Nelumbo nucifera)Nelumbo nucifera / Pinker Lotus / Indische Lotusblüte

Der Indische Lotus ist eine schön blühende Wasserpflanze, die heilende und leicht psychoaktive Effekte hat.

Sie wirkt leicht stimmungsaufhellend, kann (in höheren Dosierungen) die Wahrnehmung verändern und wirkt beruhigend, bis hin zu schlaffördernd, außerdem können Stress und Unruhe gelindert werden.

Wegen der leichten psychoaktiven Wirkung sollte man den Pinken Lotus nicht täglich einnehmen, auch wenn es so gut wie keine Suchtgefahr gibt, da die Wirkung wirklich deutlich schwächer, als von anderen psychoaktiven Pflanzen (wie etwa Cannabis) ist. Sie wird übrigens auch häufiger vor der Meditation eingenommen.

1-2 Einnahmen pro Woche sollten jedoch keinerlei Probleme mit sich bringen.

Man nimmt das getrocknete Kraut in Form von Tee, geraucht oder vaporisiert (deutlich gesünder für die Lunge!) ein. Für’s Vaporisieren benötigt man einen guten Vaporizer, bei dem die Temperatur frei einstellbar ist.

Üblicherweise wird eine Dosierung von 1-5g verwendet.

Mehr Infos zum Pinken Lotus findet ihr hier!

 

6. Brahmi / Tigergras / Kleines Fettblatt (Bacopa monnieri)Brahmi (Bacopa monnieri)

Diese Heilpflanze wird vor allem in der Ayurveda angewendet. Sie scheint eine sehr vielfältige Wirkung zu haben, die jedoch wissenschaftlich nur teilweise bestätigt wurde.

So wirkt sie beispielsweise lindernd auf die durch Opioide ausgelöste Toxizität, ist antidepressiv, verbessert das Gedächtnis (und wirkt vorbeugend gegen Alzheimer), hilft gegen Stress und ist beruhigend / schlaffördernd, antioxidativ (zellschützend) & entzündungshemmend.
Sie muss, wenn eine ordentliche Wirkung verspürt werden soll, täglich über eine längere Zeit eingenommen werden. Nach etwa 3-8 Wochen täglicher Einnahme muss eine Konsumpause von 2-4 Wochen eingehalten werden, danach kann die Einnahme auf Wunsch wiederholt werden.

Täglich nimmt man etwa 3-5g des getrockneten Krauts oder 0,5-2g der getrockneten Wurzel ein, außerdem kann die Pflanze auch selbst angebaut werden und dann der Saft gepresst & getrunken werden (10-20ml).

Desweiteren wird frisches Brahmi in der asiatischen Küche verwendet, es hat einen leicht bitteren Geschmack und wird mit Reis gemischt.

Es gibt jedoch auch potentielle Nebenwirkungen! So wurde im Tierversuch festgestellt, dass die Spermaqualität der Tiere, denen hohe Dosierungen täglich über einen Monat hinweg verabreicht wurden, gesenkt wurde.
Außerdem kann es Wechselwirkungen mit diversen Medikamenten geben.

Mehr Infos zu den Wechselwirkungen, Risiken, der Wirkung & der Einnahme von Brahmi findet ihr hier!

 

7. Bay Bean / Meeresbohne (Canavalia maritima / rosea)

Die Meeresbohne ist eine leicht psychoaktive Heilpflanze, die in naturreligiösen Stämmen in Südamerika gebraucht und als heilig erachtet wird.

Hierzulande wird sie meist als legale psychoaktive Pflanze verkauft, da sie leicht euphorische und wahrnehmungsverändernde Effekte hat. Diese Effekte sind wohlgemerkt deutlich schwächer als bei Cannabis, Bay Bean hat eine weitaus geringere (bis kaum vorhandene) Suchtgefahr.

Dennoch zählt sie, ebenso wie der Pinke Lotus, zu den Schlafmitteln, die nicht täglich, sondern maximal 1-2 mal pro Woche konsumiert werden sollten.

Sie wirkt entspannend und beruhigend und kann daher als Anti-Stress- und Schlafmittel eingesetzt werden. Hierfür wird meist das getrocknete Kraut als Tee getrunken, geraucht oder vaporisiert.
Außerdem hat sie heilende Effekte, für die Anwendung als Heilpflanze wird meist die Wurzel verwendet. Sie soll schmerzhemmend und entzündungshemmend sein, sowie gegen Rheuma und Hautprobleme helfen.

Wissenschaftlich bestätigt sind die meisten dieser Anwendungsbereiche jedoch nicht.

Es könnte toxische Wirkungen (Nebenwirkungen) geben, auch wenn von diesen keine Berichte existieren. Vorsichtshalber sollte man die Meeresbohne jedoch wirklich nicht häufig und nicht zu hochdosiert einnehmen!

Meist wird die Pflanze geraucht oder vaporisiert (etwa 0,3-2g), seltener wird sie auch als Tee getrunken.

Außerdem werden die geschälten, gekochten Früchte als Gemüse verwendet!

Mehr Infos zur Wirkung, den Risiken, der Einnahme etc. findet ihr hier!

 

8. Maconha Brava (Zornia latifolia)Maconha brava / Zornia latifolia

Auch Zornia latifolia ist eine Heilpflanze mit leichter psychoaktiver Wirkung, die beruhigende, stimmungsaufhellende und stresslindernde Effekte hat.

Sie wird zwar oft als Cannabis-Alternative angepriesen, die Wirkung ist jedoch deutlich subtiler und die Suchtgefahr weitaus geringer. Sie ist also ähnlich wie der Pinke Lotus oder die Meeresbohne einzuordnen und sollte maximal 1-2 mal pro Woche eingenommen werden.

Traditionell wird sie außerdem als pflanzliches Aphrodisiakum verwendet, in Afrika wird es hierfür in Milch gekocht.

Für einen beruhigenden Effekt werden meist etwa 3-7g als Tee aufgebrüht und getrunken, auch das Rauchen & Vaporisieren ist verbreitet. Auch hier gilt wieder, dass das Vaporisieren deutlich gesünder ist und man sich einen guten Vaporizer mit frei einstellbarer Temperatur kaufen sollte. Außerdem gibt es auch Extrakte zu kaufen.
Gute Vaporizer findet ihr hier!

Mehr Informationen zu Risiken, Wirkungen & Einnahme findet ihr hier!

 

9. Palo Santo (Bursera graveolens)

Palo Santo (Bursera graveolens) Holz
Palo Santo Holz – ganz & zerkleinert

Palo Santo bedeutet Heiliges Holz und wird vom Bursera graveolens Baum gewonnen (wobei manchmal auch andere Pflanzen als Palo Santo verkauft werden, also aufgepasst!).
Die Holzstücke dieses Baumes werden oft als Räucherstoff verwendet, sie haben einen sehr angenehmen Geruch und ihnen wird eine geistklärende, beruhigende Wirkung zugeschrieben.

Sehr zuverlässig ist die durch Palo Santo ausgelöste Wirkung nicht, wenn sie als Schlafmittel / Beruhigungsmittel verwendet wird. Sie soll nämlich manchmal entspannend & schlaffördernd, manchmal jedoch auch aufputschend & energetisierend wirken, abhängig von Set & Setting.

Auch das direkte Inhalieren des Palo Santo Rauchs, also das Rauchen, ist verbreitet. Hier soll eine deutlich psychoaktive Wirkung erzeugt werden, die für die Verwendung als Schlafmittel für die meisten zu stark sein wird.

Daher ist es besser, Palo Santo abends als Räucherung zu verwenden und dann, vor dem Einschlafen, durchzulüften (sodass man nicht im Rauch schläft).

Bursera graveolens hat außerdem einige heilende Wirkungen, in der Volksmedizin wird sie als schmerzhemmendes, schleimlösendes, aphrodisierendes & antibakterielles Mittel angewendet, es soll außerdem das Immunsystem stärken.

Äußerlich wird das verdünnte Palo Santo Öl gegen Muskelkater aufgetragen.

Räuchern ist nicht für jeden etwas, einen Versuch ist es jedoch wert! Für viele Menschen ist das Räuchern von Pflanzen ein tolles Hobby & eine stresslindernde Ergänzung des Alltags.

Mehr Infos zur Anwendung, den Wirkungen, Nebenwirkungen & co. des Palo Santo findet ihr hier!

 

10. Sakae Naa (Combretum quadrangulare)Sakae Naa (Combretum quadrangulare)

Combretum quadrangulare ist eine aus Asien stammende Heilpflanze mit leicht psychoaktiver Wirkung. Die Intensität der berauschenden Wirkung ist ähnlich wie die vom Pinken Lotus oder der Meeresbohne, sie ist also deutlich schwächer als die von Cannabis und die Suchtgefahr ist sehr gering.

Zum wiederholten Male gilt: Keine tägliche Anwendung, Einnahme maximal 1-2 mal pro Woche!

Sakae Naa wird häufig als Pulver verkauft und oral eingenommen, die Dosis beträgt etwa 3-10g. Auch das Rauchen / Vaporisieren des nicht pulverisierten, lediglich zerkleinerten, getrockneten Krautes ist möglich.

Die Wirkung ist stimmungsaufhellend, entspannend / sedierend, kann in niedrigen Dosierungen (je nach Set & Setting) jedoch auch energetisierend / aufputschend sein.
Es soll einem nach der Einnahme leichter fallen, unangenehme, stupide Arbeiten durchzuführen.

Auch eine Heilwirkung ist vorhanden, diese Pflanze wirkt wohl antibekateriell, entzündungshemmend, leberschützend und schmerzhemmend. In der Volksmedizin werden Samen & Wurzeln gegen Bandwürmer, Geschlechtskrankheiten und Muskelschmerzen eingesetzt. Diese Heilwirkungen sind teils nicht wissenschaftlich bestätigt.

Bei Überdosierung kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen (wie Schwindel, Übelkeit etc.) kommen!

Mehr Informationen zu Sakae Naa findet ihr hier!

 

Schlusswort

Dies war nun die dritte Liste mit zehn entspannenden, beruhigenden pflanzlichen Schlafmitteln. Insgesamt stellten wir euch also nun schon dreißig Beruhigungsmittel vor!

Solltet ihr Erfahrungen mit pflanzlichen Schlafmitteln haben würden wir uns sehr über ein Kommentar oder eine Mail freuen, ebenso bei Verbesserungsvorschlägen und Ergänzungen.
Wenn euch dieser Artikel gefallen hat teilt ihn doch mit euren Freunden oder beim Social Media Netzwerk eurer Wahl.

Einen schönen Tag euch noch!

Schreibe einen Kommentar

Solve : *
9 + 23 =