Psychoaktiven Absinth selbst herstellen – Rezepte mit Wermut, Kalmus etc.

Psychoaktiven Absinth selbst herstellen – Rezepte mit Wermut, Kalmus etc.

Selbst einen psychoaktiven Absinth herstellen

Absinth ist ein sehr stark alkoholisches, psychoaktives Getränk, das verschiedene Pflanzen enthält.
Eine der wichtigsten enthaltenen Pflanzen ist Wermut (Artemisia absinthium), diese enthält Thujon.
Heutzutage sind im Absinth, der im Supermarkt erhältlich ist, kaum mehr psychoaktive Stoffe neben dem Alkohol. Wermut wird zwar trotzdem noch verwendet, darf allerdings nicht zu hochdosiert hinzugegeben werden, es ist also unwahrscheinlich, dass er noch eine eigene Wirkung entfaltet.

Diese Beschneidung des magischen Trankes Absinth ist unschön, aber nicht tragisch.
Schließlich kann sich jeder selbst einen Absinth herstellen!
Hierfür braucht man keineswegs eine eigene Destille.
Die Herstellung zuhause läuft so ab wie bei den meisten anderen Kräutern, wenn man ein „alkoholisches Extrakt“ mit ihnen herstellen will.

Man muss allerdings beachten:
Den Geschmack und die Farbe eines professionell hergestellten Absinths erreicht man ausschließlich mit einer eigenen Destille (hier klicken)!
Benutzt man das Rezept ohne Destille, wird das Ergebnis sehr bitter sein.

 

Absinth-Kits & reinen Alkohol kaufen

Bezugsquellen (Kauflinks) zu den einzelnen Kräutern gibt es weiter unten, bei den Rezepten.

 

Absinth Herstellung (ohne Destille)

Zunächst müssen die Pflanzen zerkleinert werden wenn sie zu grob vorliegen, beispielsweise mit einem Grinder oder einer Küchenmühle.

Man gibt die Kräuter (ein genaues Rezept folgt) in ein verschließbares Gefäß (ein Schraubglas eignet sich gut) und gibt den Alkohol drauf.
Am effektivsten ist es 85% bis 95%igen Trinkalkohol zu verwenden, zur Not kann auch 40%iger Korn (oder bspw. holländischer Jenever) benutzt werden.
Den Trinkalkohol erhält man in der Apotheke oder im Internet, den hochprozentigen Korn auch im Supermarkt.
Schütteln – dann das Gebräu 1-7 Tage lang im Dunkeln stehen lassen.
Nach einem Tag erhält man einen deutlich weniger bitteren Absinth, als nach 7 Tagen!

Während dieser Zeit am besten oft schütteln, nach der gesamten Ziehzeit dann nochmals schütteln und anschließend das Pflanzenmaterial mit einem Küchensieb abfiltern.
Die Pflanzen drückt man dann noch (bspw. über einem Filter, den man in die Flasche gibt) aus, um jeglichen Alkohol heraus zu bekommen.

Absinth Rezepte

Um die einzelnen Pflanzen kaufen zu können, einfach auf den Namen klicken.

Ein ganz klassisches Rezept für Absinth auf 0,75 Liter 95%igen Alkohol ist:

Es gibt allerdings noch einige weitere Absinth Rezepte. Hier ist eines, welches vom Ethnobotaniker Dale Pendell erfunden wurde.
Es enthält noch Kalmus, welches auch eine psychoaktive Wirkung hat. Auf 800ml 95%igen Alkohol werden gegeben:

Es gibt noch viele weitere Kräuter, die man in einen Absinth geben kann. Beispielsweise Arznei-Engelwurz (Angelica archangelica), Zimtrinde (Cinnamomum veriim), Majoran (Majoran hortensis), Muskat (Myristica fragrans), Oregano (Origanum vulgare), Kamille (Matricaria chamomilla), Petersilie (Petroselinum crispum), Wacholder (Juniperus) und Spinat (Spinacia oleracea) oder auch Stevia (Stevie rebaudiana) um das ganze süßer zu machen.

Wirkung des selbst hergestellten Absinth

Die Wirkung ist in niedrigen Dosen (20-40ml) aufputschend und stimmungsverbessernd, außerdem treten typische Wirkungen des Alkohols ein.

Höher dosiert kann ein solcher Absinth leicht psychedelisch werden und ist für seine inspirierende, künstlerische Wirkung bekannt.
Die Kräuter steigern die Euphorie und fügen dem Alkohol eine mystische, mächtige Komponente hinzu, die man auch als Pflanzengeist bezeichnen kann.

Dass Absinth tatsächlich eine psychedelische Wirkung hat ist nicht unumstritten.

 

Absinth traditionell trinken

Man kann den Absinth entweder einfach mit Wasser vermengen und dann trinken oder eine kleine „Absinth-Zeremonie“ veranstalten.
Um den 89-95%igen Absinth trinkbar zu machen gibt man mindestens 50% Wasser hinzu, eventuell auch 70%. Man kann ihn dann auf Eiswürfeln oder mit Säften trinken.

Eine Absinth Zeremonie funktioniert so:
Zunächst verdünnt man den 85-95%igen Absinth auf etwa 70% Alkoholgehalt.
Man benötigt einen Absinth-Löffel, der Schlitze hat und durchlässig ist, diesen legt man auf ein Glas. Darauf gibt man einen Zuckerwürfel und schüttet 20-40ml des Absinths auf ihn.
Jetzt der spannende Teil – man zündet den Zuckerwürfel an, der brennen und karamellisieren sollte.
Das Karamell tropft nun ins Glas und der Absinth ist fertig!

 

 

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7 Gedanken zu “Psychoaktiven Absinth selbst herstellen – Rezepte mit Wermut, Kalmus etc.

    • Bubiyashi: war er auch mit Zucker zu bitter? Am Ende des Artikels wird dass Absinth Ritual erklärt. Ich trinke Absinth nur so. Selbst gemachter abainth sxhmeckt eigentlich nur so.

  1. kann man zur herstellung des absinths denn auch den wilden wermut (wilder estragon) verwenden? oder bestehen zwischen dem wilden und dem „echten“ wermut so gravierende unterschiede?

    • Danke für das Rezept! Ich habe hochprozentige Ansatzspirituose (für Eierlikör o.ä.) verwendet. Die hat zwar weniger Alkohol als Neutralalkohol (ca. 70 Prozent im Gegensatz zu 95), ist aber einfacher zu bekommen, als der nur in der Apotheke erhältliche andere Alkohol. Von Wodka würde ich abraten, da er doch einen mehr oder minder starken Eigengeschmack hat. Dann wäre vielleicht Korn fast besser, da er nahezu nach nichts schmeckt. UND: 1-2 Wochen ziehen lassen bei 40 g Wermut, Hui! Das würde in der Tat bitter werden. Ich habe den Ansatz genauso wie oben beschrieben gemacht und ihn dann aber nur 24 Stunden ziehen lassen. Er war danach tiefgrün, angenehm bitter und auch die anderen Komponenten (Melisse, Pfefferminze) hat man gut rausgeschmeckt. Ich denke nach zwei Wochen ist er selbst verdünnt nur noch schwer trinkbar. Ich habe übrigens zwei Steviablätter in meine Kräutermischung gegeben – dadurch hat der Absinth eine leicht süßliche Note. Man kann auch Süßholzrinde nehmen (harmoniert auch gut mit Fenchel, Anis und Minze).

      • Guten Tag, vielen Dank für dein Kommentar & die Hinweise!
        Den Absinth nur 24 Stunden ziehen zu lassen ist eine sehr gute Idee. Das hier angegebene Rezept richtet sich eher nach der Wirksamkeit als nach dem Geschmack.^^

        Ich ergänze das im Artikel!
        Das Verwenden von Steviablättern finde ich auch sehr interessant, die muss ich mir für andere Kräuter-Schnäpse & Teemischungen mal zulegen!

        Liebe Grüße

  2. Hallo zusammen

    Erstmals danke für die Rezepte und für die wertvollen Hinweise in den Kommentaren.

    Ich habe das Projekt „Absinth“ noch nicht in Angriff genommen, wollte aber dennoch nachfragen, wie man (auch) den blauen Absinth herstellt. Hat jemand hierzu Tipps und oder Links zum Thema?

    Grüsse Manu

    • Mir wurde gesagt, die ganze Hexerei beruht auf Lebensmittelfarbe. Hmm… hätte ich mir „spektakulärer“ vorgestellt. (Ist jetzt nicht abschätzig gemeint, hoffe ich Spucke mit der Bemerkung niemanden in die Suppe…)

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