Mein Pflanzen Blog: Selbstversorgung, Heilpflanzen Anbau, Wildpflanzen sammeln, Containern & Bushcrafting – Meine Erfahrungen Teil 1

Mein Pflanzen Blog: Selbstversorgung, Heilpflanzen Anbau, Wildpflanzen sammeln, Containern & Bushcrafting – Meine Erfahrungen Teil 1

Mein persönlicher Pflanzen-Blog Teil 1

Hiermit starte ich eine persönliche Blog-Artikel-Reihe, in der ich über meine Erfahrungen mit Pflanzen berichte. Hier soll es um Selbstversorgung & Pflanzenanbau, Heilkräuter & Wildpflanzen sammeln, vegane Kräuterküche, Bushcrafting / Trekking, Containern (Foodsaving), Gewürze, psychoaktive Pflanzen & okölogische Nahrungsbeschaffung gehen.
Ich möchte euch mitnehmen, auf meinem Weg hin zu einem umweltbewussteren und pflanzenerfahreneren Menschen und euch bestenfalls auch Motivation, Medien-Tipps (Bücher, Pflanzen-Youtuber etc.)  & Ideen mit auf den Weg geben, wenn ihr etwas ähnliches wollt!

Im ersten Teil dieser Blog-Reihe gehe ich genauer auf meine Vorgeschichte, Ziele und Interessensgebiete so wie auf die Vorarbeit im frühen Jahr ein.
Unregelmäßig sollten dann weitere Teile erscheinen, in denen ich auf geschaffte und misslungene Ereignisse, Tipps & Tricks und Medien-Entdeckungen eingehe, auch Bilder werde ich euch zeigen.

Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal einen Garten verfügbar, in dem ich einige Quadratmeter selbst mit Pflanzen bestücken kann, nämlich den meiner Freundin.
Zusammen haben wir nun vor, Gewürze, Gemüse, Heilkräuter und ein paar legale psychoaktive Pflanzen anzubauen.

Außerdem häufe ich Wissen im Bereich des Pflanzen sammelns an, dem Trekking (/ Bushcrafting) und möchte dieses Jahr unbedingt sehr oft auf „Pflanzen-Jagd“ gehen, so wie draußen übernachten und dort Lager bauen, auf dem Lagerfeuer kochen und Wasser suchen, so jedenfalls der Plan.

 

Meine Vorgeschichte (Pflanzen, Selbstversorgung, Anbau, Wildpflanzen….), Bücher & Youtube Tipps

Bislang habe ich zwar ein paar Erfahrungen im Bereich der Pflanzenzucht machen können, jedoch immer nur am Fensterbrett und in recht geringem Umfang.
Im Vergleich zu richtigen Selbstversorgern (wie etwa die Youtuber Selbstversorger Rigotti oder der Gartengemüsekiosk) habe ich natürlich auch jetzt nicht wirklich viel Platz, es ist jedoch schon mal ein Anfang.

Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) Jungpflanze
Meine Bilsenkraut Pflanze in jungem Stadium (2015)

Die genannten (und noch viele weitere) Youtuber haben in mir das Interesse für Selbstversorgung geweckt. Auch vorher experimentierte ich schon mit Pflanzen-Anzucht, kaufte mir immer mal wieder interessante Pflanzen im Supermarkt & Gartencenter und brachte bestellte Samen zum Keimen, wie etwa das Schwarze Bilsenkraut oder Kresse.
Jetzt jedoch möchte ich ernsthaft versuchen, zumindest einen Teil meines Gemüse-, Tee-, Heilpflanzen- und Gewürzkonsums selbst zu decken.
Neben dem Anbau der Nahrungspflanzen bin ich auch an der Zubereitung und Verarbeitung interessiert, etwa dem Einkochen & Einmachen, Trocknen & Lagern, Likörs & Tintkuren herstellen, Gären, Extrahieren, Destillieren und Fermentieren.

Da ich selbst nicht über ein Haus mit Grundstück verfüge, bleibt mir hierfür nur der Garten meiner Freundin, die intensive Nutzung meiner und ihrer Fensterbänke und eventuell der Vorgärten meiner Freunde und des, hier in der Stadt von einem Verein gegründeten, öffentlichen Gartens.

Auch mein Feuer für das Thema des Pflanzensammelns und, damit verbunden, das Bushcrafting / Trekking (also das längere Verweilen in der Natur mit Übernachtung, Wandern, Kochen & co.) wurde durch Youtuber, aber auch Bücher, entfacht.
Ich kann beispielsweise wärmstens das Buch „Pflanzliche Notnahrung: Survivalwissen in Extremsituationen“ von Johannes Vogel empfehlen, ebenso die Kosmos-Naturführer „Welche essbare Wildpflanzen wächst da?„, „Welcher Pilz ist das?“ und „Welche Heilpflanze wächst da?“, außerdem die Youtube Kanäle von Kai Sackmann und der Wildnisschule Nawisho!

Wildpflanzen gesammelt, mit einem Fokus auf Heilkräuter & essbare Pflanzen, habe ich schon die letzten zwei Jahre.
Gerade letztes Jahr hat sich eine nette Ansammlung von Heil- und Teekräutern (z.B. Odermennig, Kamille, Erdeerblättern, Beifuß, Hopfen…) ergeben, außerdem jede Menge Haselnüsse und einige bereits gegessene Beeren und Äpfel.

Einiges habe ich jedoch auch verpasst und möchte dieses Jahr noch intensiver Pflanzen sammeln, auch mit den Pilzen beschäftige ich mich jetzt erst so richtig und bin der Meinung, einige erkennen zu können.

 

Pflanzen-Anbau & Selbstversorgung – Letztes Jahr (2017)

Mit das erste, das ich nach meiner Infizierung mit der Selbstversorgung Thematik tat, war der Gang ins Gartencenter und der Kauf von einigen Samen, darunter leider auch einigen F1 Hybriden (nicht samenfeste, neue Sorten).
So kaufte ich beispielsweise Spinat, Portulak, Blattsenf, Rote Rüben, Süßkraut (Stevia), Radieschen und Ysop.

Jene davon, die man auch im Herbst anbauen kann, säte ich dann auch gleich im

Junger Spinat anbauen
Sehr junger Spinat – Mein erstes Gartengemüse

September 2017 aus, je eine Reihe Spinat, Portulak, Feldsalat & Radieschen im Garten.
Das klappte recht gut, allzu groß wurden Spinat & Radieschen jedoch nicht (einiges davon wurde geerntet, die Überleibsel verwelkten im Januar / Februar), der Feldsalat lebt noch immer und ist leider noch recht klein, weshalb hiervon bislang nicht mehr als ein paar Blätter geerntet werden konnten. Der Portulak blieb sehr klein und wurde vom mehrtägigen, krassen Frost wohl dahin gerafft, wobei ich noch ein klein wenig Hoffnung habe, dass ein paar wenige Exemplar überlebt haben.

Bereits im Garten befanden sich übrigens zwei schwarze und eine rote Johannisbeer Sträucher, außerdem etwas Frauenmantel, Minze, Rosmarin, Basilikum, Thymian, Oregano, Olivenkraut, Melisse und Salbei. Auch ein Apfelbaum, der allerdings so wurmstichige Früchte produziert, dass diese nicht essbar sind. Vielleicht sollte ich mal eine Pheromonfalle gegen die Schädlinge ausprobieren.

Salvia nemorosa Blüte (Steppen-Salbei)
Meine Salvia nemorosa Pflanze

Im Supermarkt kaufte ich außerdem die psychoaktiven Pflanzen Salvia nemorosa (Steppensalbei), Katzenminze & Dendrobium nobile (auf die Namen klicken für Infoartikel zu den jeweiligen Pflanzen!) und die Gewürze Minze, Thymian & Petersilie in Töpfen. In einem kleinen Pflanzenverkaufsstand legte ich mir noch ein sehr robustes und schön blühendes Weihrauchbäumchen zu.

Außer ein paar Kresse-Schalen bauten wir sonst nicht viel an, dieses Jahr soll es erstmals so richtig los gehen!

Pflanzen-Anbau, Heilkräuter, psychoaktive Pflanzen & Selbstversorgung – 2018

Die ersten Vorbereitungen – das Graben von Beeten und das Mulchen dieser – wurde letztes Jahr schon durchgeführt, vor wenigen Monaten räumten wir dann das im Garten stehende Gewächshaus aus (es war seit einigen Jahren nur noch als Gartengerät-Lager in Gebrauch).
Außerdem besorgten wir uns zwei Zimmergewächshäuser für die Pflanzen-Anzucht, einen Pflanzensprüher (hauptsächlich für das einfachere Gießen von Jungpflanzen & Lichtkeimer-Samen) und etwas biologische Erde ohne Torf, so wie Kokosquellerde für die Anzucht.

Schließlich bestellte ich vor etwa einem Monat einige Samen, darunter Zucchini, Kräuter & GemüsesamenKatzenminze, Feuersalbei (Salvia splendens), Karotte, Oregano, Bauerntabak, Indianertabak, Lemongras, Zimt- & Zitronenbasilikum.
Des Weiteren war in meiner Stadt letzten Monat ein Saatguttag, bei dem alte Sorten & Bio Saatgut verkauft wurden, auch dort griff ich wieder ordentlich zu.

Vor etwa einem Monat, am 25.02.2018, begannen wir dann mit der Anzucht.
Wir füllten die Topfpalette, die beim Zimmergewächshaus dabei war, mit einer Mischung aus Anzucht- und Blumenerde (teils benutzten wir auch nur Anzuchterde) und gaben die Samen verschiedenster Pflanzen nebeneinander in die Töpfchen.
So fanden beispielsweise Zitronen- & Zimtbasilikum, Karotten (Sorte Berlicum), Bauerntabak, Feuersalbei, Baldrian, Süßkraut und Lemongras Samen ihren Weg unter bzw. auf die Erde.
Bereits nach einigen Tagen gabs schon die ersten Keimungen, inzwischen (am 20.03.) ist das allermeiste gekeimt und einige Pflanzen (darunter die Karotten) wurden schon pikiert und etwa zu je 2-5 Stück in größere Töpfe gesetzt. Die frei gewordenen Gewächshaus-Töpfchen wurden dann vor einer Woche mit Tagetes lucida und Alflafa wieder aufgefüllt.

Zimmergewächshaus Anbau
Bestücktes Zimmergewächshaus & Töpfe

Ich habe übrigens auch ein paar Kresse Samen in einem Töpfchen keimen und sie leben lassen, wollte nämlich unbedingt mal sehen, wie Kresse Pflanzen aussehen würden, wenn man sie nicht im Jungstadium tötet.
Aus ähnlich experimentellen Gründen steckte ich auch eine schon gekeimte Knoblauchzehe & eine Zwiebel in einen großen Topf, das Blattgrün wächst auf der Fensterbank gut vor sich hin – Zwiebel- und Knoblauchblätter sind wirklich köstlich und schmecken sehr intensiv!

Auch das zweite Zimmergewächshaus (welches deutlich kleiner ist) wurde vor etwa 2-3

Zucchini Pflanze
2 Zucchini Jungpflanzen

Wochen bestückt, hier säten wir Physalis, Oregano, Monatserdbeere, Kamille, Afrikanisches Löwenohr (psychoaktiv), Liebstöckel, Zucchini, Tomaten (Tschernij Prinz & ein Wild-Kirschtomaten Mix), Zitronengurke, Anis, Ysop, Glockenchili, Paprika (Schoko- & Nocturnpaprika), Kohlrabi, Scharlachsalbei (ist psychoaktiv) und Indianertabak aus.
Vieles davon keimte noch schneller als die Pflanzen im anderen Gewächshaus, gerade die Zucchini haben schon eine wirklich stattliche Größe erreicht.

Das ist also der Stand der Dinge, bald werden wir damit beginnen, das Gewächshaus vollends vorzubereiten (es hat derzeit nur extrem staubige, trockene Erde), die Karotten draußen direkt auszusäen, den Knoblauch raus zu stellen und die Jungpflanzen, die sich jetzt noch auf der Fensterbank befinden, abzuhärten und tagsüber nach draußen zu platzieren.

 

Wildpflanzen sammeln – Heilkräuter, essbare Pflanzen selbst in der Natur finden

Nicht nur dem Pflanzenanbau gelten meine Bestrebungen – auch das Sammeln von Wildpflanzen hat einen Platz in meinem Herzen.
Wie schon geschrieben ernteten wir letztes Jahr schon einige Heil- & Nahrungspflanzen draußen in der Natur, jetzt legten wir uns einen eigenen, handgeschriebenen Pflanzen-Sammelguide an, in dem wir den Standort, die Verwechslungen, die Sammelzeit und die Merkmale vieler wild wachsenden Kräuter ud Pilze bescheiben. Dieser soll eine leichtere Alternative zu gedruckten Büchern sein, die oft zu unspezifisch sind, oft unnötge Informationen enthalten.
Gerade beim Trekking, also Übernachtungen in der Natur, ist ein leichterer Pflanzenguide goldwert.

Bislang sammelten wir 2018 schon ein paar wenige Wurzeln (natürlich mit einem Grabstock ausgegraben), nämlich die vom Beifuß und von Gänsefingerkraut.
Jetzt beginnt die Bärlauch-Saison, weswegen wir so bald wie möglich viele Wald-Wanderungen machen wollen, beginnen wollen wir schon diese Woche.
Ich hoffe, hier bald von erfolgreichen Bärlauch Ernten berichten zu können!

Haselnuss Baumknospen
Knospen des Haselstrauchs

Auch Baumknospen (wie etwa Buchen-, Birken-, Eichen-, Linden- oder Haselnussknospen) finde ich sehr interessant und probierte jetzt schon einige, von denen manche einen wirklich angenehmen Geschmack hatten, andere sehr bitter waren oder gar Schleim produzierten.

Ich freue mich schon sehr auf die Begrünung der Landschaft und die vielen essbaren Kräuter & Früchten, Heilpflanzen und psychoaktiven Pflanzen!

 

Bushcraft, Trekking & Survival – Naturübernachtungen & „Überlebenstraining“

Feuer im Hobo
Feuer machen im Hobo

Für’s Bushcraften wurde ich durch einige Youtuber begeistert, ich kaufte mir auch gleich ein wenig Equipment (ein Mora Messer, einen Feuerstahl, einen Hobo und einen Poncho bspw.) und begab mich letzte Woche mit meiner Freundin etwas in die Natur und entfachte im Hobo ein Feuer mit Birkenrinde & Fichtenharz, auf dem wir uns dann einen FIchtennadeltannen kochten.

Da es recht kalt ist und wir keine guten Schlafsäcke und Isomatten besitzen warten wir allerdings noch etwas, bis wir draußen übernachten.
Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf das Erkunden meiner Umgebung und die Naturverbindung!
Am Lagerfeuer werden wir dabei sicher einiges interessantes kochen, natürlich alles vegan.

 

Containern – Lebensmittel retten Erfahrungen

Ein letztes Thema, welches weit gefasst zum Bereich der Naturverbindung & des ökologischen Lebens gezählt werden kann, ist das Containern (auch Foodsaving).
Dies bedeutet,  in Supermarkt-Containern (wo jeden Tag etliche noch gute, jedoch optisch mangelhafte Lebensmittel entsorgt werden) nach diesen noch essbaren Nahrungsmitteln zu suchen und sie selbst zu essen oder zu verteilen.

Containern / Foodsaving
Lebensmittel von einem Mal Containern

Bereits vier Mal containerte ich, auch wenn leider die allermeisten Supermärkte in meiner Stadt ihren Müll unerreichbar wegschließen. Ein paar wenige tun dies jedoch nicht und so konnte ich insgesamt einige Kilo Salat, ca. 20 Tomaten, 20 Bananen, etliche Radieschen, einige Kaki, eine halbe Gurke, einige Kiwis, Quark, ein paar Coffe to Go und sogar pfenniggute Pflanzentöpfe & auch schon eine Blume im Topf retten.

Auch hier möchte ich noch weit mehr Container-Touren machen, da ich es für eine sehr sinnvolle und auch spaßige Sache halte!

 

Dies soll nun erstmal genügen, ich hoffe dieser Blog stößt auf einige Interessenten und würde mich sehr über eure Kommentare, bspw. eure Erfahrungen mit den genannten Themen, freuen.
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