Pituri / Pituristrauch (Duboisia hopwoodii) – Unbekanntes psychoaktives Nachtschattengewächs (enthält Nikotin, Scopolamin u.v.m.) Infos!

Pituri / Pituristrauch (Duboisia hopwoodii) – Unbekanntes psychoaktives Nachtschattengewächs (enthält Nikotin, Scopolamin u.v.m.) Infos!

Pituri / Pituristrauch (Duboisia hopwoodii)

Pituri bzw. Pituristrauch (Duboisia hopwoodii) ist ein recht unbekanntes psychoaktives Nachtschattengewächs, welches in Australien wächst.

Pituri (Duboisia hopwoodii)
Quelle: Mark Marathon (wikimedia)

Im Gegensatz zu Bilsenkraut, Engelstrompete & Co. ist der Hauptwirkstoff in Pituri nicht Scopolamin, Hyoscyamin und Atropin (Tropanalkaloide, die stark delirant und halluzinogen wirken), sondern unter anderem Nikotin, wie im Tabak.

Auch wenn Duboisia hopwoodii als Giftpflanze einzuordnen ist, wird sie als Rauschpflanze und auch Heilkraut eventuell bereits seit langer Zeit von den Aborigines in Australien konsumiert.
In unserem Kulturkreis ist der Konsum des Pituri kaum bekannt, nur einige wenige Ethnobotaniker testeten sie, man findet daher auch nur selten Erfahrungsberichte im Internet.

Teils wird die Wirkung von Duboisia hopwoodii (besonders gemischt mit Pflanzenasche) als sehr intensiv beschrieben!
Wegen der potentiellen Giftigkeit muss sehr vorsichtig mit dieser Pflanze umgegangen werden!

Auch bei den Aborigines wird vor Duboisia hopwoodii Konsum gewarnt, er kann suchterzeugend sein und anscheinend, beim Kauen der Pflanze, eine über mehrere Tage hinweg andauernde Wirkung erzeugen!
Wegen der natürlichen Wirkstoffschwankungen kann es schnell zu einer Überdosierung kommen (mehr bei der Überschrift Risiken & Nebenwirkungen)!

Andere Namen: Giftbusch (Poison bush), Kamelgift (Camel poison), Bedgery, Petscherie, Picherie, Pitchiri, Pituribaum, Pizuri, Bedgerie, Emu plant, Anthoceris hopwoodii, Duboisia piturie

 

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Duboisia hopwoodii Inhaltsstoffe

Es sind einige psychoaktive, giftige Alkaloide enthalten, wobei Nornikotin als Hauptwirkstoff gilt.
Ansonsten sind Nikotin, Duboisin, Myosmin, Cotinin, Anabasin, Anatabin, Anatalline, Bipyridyl, N-Formylnornikotin und N-Acetylnornikotin in den Blättern gefunden worden.
Die getrockneten Blätter können bis 2,4-5% Nikotin & Nornikotin enthalten.

In der Wurzel wurde außerdem das Tropanalkaloid Hyoscyamin, welches sich auch in Tollkrische, Bilsenkraut etc. befindet, entdeckt.
In Spuren fand man in der Wurzel des Weiteren Scopolamin, Metanikotin, Myosmin, Nikotin, Nornikotin und N-Formylnornikotin.

Auch die Blätter scheinen manchmal Hyoscyamin aufzuweisen!

 

Pituri (Duboisia hopwoodii) Wirkung

Pituri als psychoaktive Pflanze

Wegen des enthaltenen Nikotins (und den Nikotin-Derivaten) wirkt das Rauchen der Duboisia hopwoodii Blätter ähnlich wie Tabak, hat jedoch noch eine deutlich andere, zusätzliche Wirkung.
Sie wird als stimulierend, stimmungsaufhellend, stresslindernd, aphrodisierend und psychedelisch beschrieben, in Christian Rätsch’s Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen wird das Pituri Rauchen mit der Wirkung von Cannabis verglichen (wobei sie von der Wirkart her mit Sicherheit sehr anders ist).

Laut Carl Hartwich soll Pituri „leidenschaftliche Träume“ hervorrufen und das „das Gefühl von Hunger und Durst“ nehmen.

Die wenigen Erfahrungsberichte, die man zum Konsum dieser psychoaktiven Pflanze findet, beschreiben sie als eine sehr positive, angenehm rauchbare Rauschpflanze.

Es gibt Berichte, laut denen die Wirkung über mehrere Tage hinweg anhielt (beim Pituri Kauen), wobei es sogar zu mehrtägiger Schlaflosigkeit kam!

Alte Menschen bei den Aborigines scheinen Pituri zur Erzeugung von visionärem Sehen & Denken einzusetzen.

Über die Wirkung der Duboisia hopwoodii Wurzel ist mir nichts bekannt.

Pituri als Heilpflanze

In der australischen Volksmedizin werden die Blätter als Schmerzmittel verwendet, außerdem werden sie als Anästhetikum geräuchert.
Angeblich soll Pituri gegen Krebs helfen, es besteht jedoch auch die Gefahr, dass es Krebs auslöst / begünstigt.
Auch gegen Süchte soll es angeblich wirken, da es die Gedankenprozesse verändert (vielleicht ähnlich wie Iboga). Auch hier besteht jedoch die Gefahr, dass man von Pituri abhängig wird.

 

Video zur psychoaktiven Pflanze Pituri (Duboisia hopwoodii)

Übrigens: MagischePflanzen.de hat einen D-Tube (hier klicken) und einen Youtube Channel (hier klicken)! D-Tube ist eine neue Videoplattform, die auf der Block Chain basiert und bei der man eine Cryptowährung erhält, wenn Videos oder Kommentare geliket werden, oder wenn man aktiv Videos liket.
Dort stelle ich den Inhalt einiger Artikel, so auch diesen hier über Pituri, in gesprochener Form mit Bilduntermalung vor:

In Zukunft wird auch eigenständiger Content mit selbstgedrehtem Videomaterial folgen, schaut also doch mal auf den Youtube & D-Tube Kanälen vorbei und lasst ein Abonnement & einen Like da!

 

Duboisia hopwoodii / Pituri Nebenwirkungen & Risiken

Da der Konsum dieser Pflanze in unserem Kulturkreis so unbekannt ist, kann es viele Risiken und Nebenwirkungen geben, die uns einfach nicht bekannt sind. Einem Einsteiger in Sachen psychoaktive Pflanzen ist vom Konsum daher dringend abzuraten!
Nur Experten, die selbst viel recherchierten und extrem vorsichtig an die Sache rangehen, sind für Selbstversuche geeignet.

Anscheinend wirkt Pituri Konsum besonders stark auf die Bauchspeicheldrüse ein.
Laut einem Forscher kann Pituri aufgrund dessen zu einer Abhängigkeit von einer Substanz führen, die innerhalb 1-2 Wochen nach Pituri-Einnahme konsumiert wird. Wird also bspw. einige Tage nach Pituri Einnahme Alkohol getrunken, kann es zur körperlichen Alkoholabhängigkeit kommen. Dass dies tatsächlich so ist, ist wissenschaftlich nicht gesichert, in den Kulturen in Australien, in denen Pitori eingenommen wird, scheint dies jedoch bekannt zu sein.

Die Wirkung kann, wie schon beschrieben, extrem lange anhalten (eine Person berichtet sogar von einer 7-tägigen Wirkung, wobei die ersten drei Tage schlaflos waren), wenn Pituri gekaut wird.
Dies scheint nicht die Regel zu sein, da außerhalb dieses Berichtes nichts von einer so enorm langen Wirkung erwähnt wird.
Beim Rauchen sollte die Wirkdauer deutlich geringer sein.

Man sollte, wenn man sich trotzdem für den Konsum von Duboisia hopwoodii entscheidet, das Inhalieren der Blätter vorziehen.

Beim Kauen wird viel schneller eine Überdosierung erwischt, die tödlich, sehr toxisch oder stark negativ berauschend sein kann.

Rauchen ist natürlich auch ungesund, jedoch dennoch als sicherer anzusehen. Hier muss sich ganz langsam heran getastet werden, d.h. man beginnt zunächst mit einer Menge, die keine Wirkung entfalten sollte (bspw. 10-50mg, also 0,01-0,05g des Blattes) und erhöht die Dosierung nachdem man etwa 30-60 Minuten nach Inhalation wartete.

Pituri kann echte Halluzinationen auslösen, bei denen der Berauschte nicht weiß, dass es sich um falsche Wahrnehmungen und nicht um die Realität handelt. Ein Tripsitter ist daher recht wichtig, sonst könnte der Konsument in lebensgefährliche oder sozial peinliche Situationen kommen.

Ähnlich wie bei Tabak kann das regelmäßige Duboisia hopwoodii Rauchen vermutlich zu einer Vielzahl von Krankheiten führen, darunter Krebs und Herzinfarkt.
Auch eine Suchtgefahr besteht (v.a. beim Rauchen), welche ebenfalls Tabak-typisch ist, wobei sie schon deutlich geringer als beim Rauchen von Zigaretten sein sollte!

 

Duboisia hopwoodii Zubereitung / Einnahme

Am üblichsten werden die getrockneten, oft fermentierten Blätter geraucht. Sie können natürlich auch gut mit anderen psychoaktiven Pflanzen kombiniert werden, ebenso wie es mit Tabak getan wird.

Die Blätter werden entweder pur, oder angefeuchtet & gemischt mit Pflanzenasche zu Zigarren gedreht und geraucht.

Es werden, neben den Blättern, auch die getrockneten Beeren und ungeöffneten Blütenknospen in die Zigarre gegeben.

Außerdem ist auch die Herstellung eines Kautabaks, welcher ebenfalls Pituri genannt wird, gemeinsam mit einer oder mehreren anderen Pflanzen bekannt.
Hierfür werden die Blätter in der Asche eines gerade erloschenen, noch warmen Lagerfeuers vergraben und dort über zwei Stunden leicht erhitzt.
Anschließend werden sie abgekühlt, zerkleinert und so gelagert, nun können die Blätter mit Pflanzenasche (wegen des hohen Calcium-Gehaltes vorzugsweise Blätter eines Acacia Baumes) vermengt und gekaut werden.

Anscheinend wirkt Duboisia hopwoodii alleine gekaut nicht so stark, die beigesetzte Pflanzenasche soll die psychoaktive Wirkung erst richtig entfalten.

Nach dem Kauen wird das Pflanzenmaterial ausgespuckt!

 

Duboisia hopwoodii Dosierung / Dosis

Über die genaue Dosierung  des Pituristrauch ist uns nichts bekannt.
Vermutlich werden die Duboisia hopwoodii Blätter ähnlich wie Tabak dosiert, es werden also etwa 0,3-1g geraucht oder ähnlich viel als Kautabak verwendet.
Da die Wirkung & die Nebenwirkungen so unvorhersehbar sind, sollte jedoch mit einer deutlich niedrigeren Dosis begonnen werden!

Etwa 0,05-0,1g dürften bereits für Effekte genügen.

 

Andere psychoaktive Duboisia Arten

Es gibt insgesamt drei Duboisia Arten (und noch weitere Hybride dieser), welche alle psychoaktiv sind.
Neben Duboisia hopwoodii gibt es außerdem Duboisia leichhardtii und Duboisia myoporoides. Sie enthalten beide ebenso Tropanalkaloide, in D. leichhardtii ist Scopolamin das Hauptalkaloid, in D. myoporoides Scopolamin & Hyoscyamin, Nikotin ist zwar weniger, aber dennoch vorhanden.

Eventuell werden zu diesen Arten noch einzelne Artikel folgen, diese werde ich dann hier verlinken!

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Über Erfahrungsberichte von euch zu Pituri würden wir uns sehr freuen, hinterlasst doch ein Kommentar oder schreibt eine Mail!

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