Psychoaktive Pflanzen, die als Ecstasy / XTC Ersatz wirken – MDMA ähnliche Pflanzen

Psychoaktive Pflanzen, die als Ecstasy / XTC Ersatz wirken – MDMA ähnliche Pflanzen

Psychoaktive Pflanzen die als legaler XTC Ersatz verkauft werden

Psychoaktive Pflanzen als (oft) legalen XTC Ersatz zu vermarktet liegt nahe, da Ecstasy (bzw. das enthaltene MDMA) eine der beliebtesten illegalen Drogen ist. Es entfaltet eine stark empathogene, euphorische und leicht stimulierende / aufputschende Wirkung und kann als therapeutische Substanz gegen Posttraumatische Belastungsstörung eingesetzt werden.

Dem XTC ähnlich wirkende Pflanzen sind also ein verbreitetes Thema, bei dem es jedoch auch viele Werbelügen und Irrtümer gibt.
Im Folgenden wollen wir euch ein paar psychoaktive Pflanzen vorstellen, die als XTC Ersatz dienen könnten.

Doch vorher sei gesagt:
An die tatsächliche Wirkung von MDMA kommt keine Pflanze heran, diese Substanz entfaltet eine ganz eigene Wirkung und löst eine starke Erhöhung der Serotonin-Konzentration im Gehirn aus.
Eine solche stark empathogene Wirkung lässt sich leider kaum reproduzieren, außer durch sog. Research Chemicals, die ähnlich wie MDMA wirken.

 

Liste der Ecstasy Ersatz Pflanzen

1. Kanna (Sceletium tortuosum)Kanna (Sceletium tortuosum)

Kanna ist definitiv eine der am häufigsten als legaler XTC Ersatz vermarktete Pflanze.
Dies liegt daran, dass es (bzw. das enthaltene Mesembrin & die anderen Wirkstoffe)) als Serotonin Ausschütter im menschlichen Gehirn wirkt und tatsächlich eine leicht MDMA ähnliche Wirkung auslöst.

Der Peak der Wirkung von hochdosiert eingenommenem Kanna fühlt sich für viele Menschen so wie das Hochkommen von MDMA an und kann auch kurz etwas unangenehm / anstrengend sein.

Die Wirkung ist antidepressiv, euphorisierend, empathogen, leicht stimulierend, kann jedoch auch sedierend und entspannend sein.
Konsumiert wird Kanna üblicherweise nasal, sublingual oder oral, entweder in Form von Extrakten oder als fermentiertes, getrocknetes Pflanzenmaterial.

Deshalb wird Sceletium tortuosum Extrakt auch in den sog. Euphor-E der Happy Caps Marke (pflanzliche Legal Highs) verwendet, welche klar als XTC Ersatz vermarktet werden, jedoch eher mild wirksam sind.

Mehr Informationen zu Kanna (inkl. effektivere Konsumformen) findet ihr hier!

 

2. Hawaiianische Baby-Holzrose (Argyreia nervosa) u. andere LSA-haltige PflanzenHawaiianische Holzrose Samen (Argyreia nervosa)

Die Hawaiianische Holzrose (bzw. Babyholzrose), Argyreia nervosa, ist eine von einigen Pflanzen deren Samen das psychoaktive, psychedelische und empathogene Mutterkornalkaloid / Ergolin LSA (Lysergsäureamid) enthalten. LSA ist ein naher Verwandter von LSD.

Die Wirkung von LSA ist klar von XTC / MDMA zu unterscheiden, da es sich bei ersterem um einen psychedelischen, bei zweiterem um einen empathogenen Wirkstoff handelt.
Psychedelika sind unspezifische Verstärker der Gefühle, Empathogene öffnen die Gefühlswelt und wirken stabiler positiv und die Empathie steigernd.
Das heißt, es kann bei LSA und anderen Psychedelika bei falschem Set & Setting schnell zu einem stark unangenehmen Badtrip kommen, was bei MDMA seltener der Fall ist!

Generell ist die Art der Wirkung von LSA-haltigen Samen schon sehr deutlich anders als die von Ecstasy.
Dennoch, gerade in niedrigeren Dosierungen können die Effekte tatsächlich an MDMA erinnern, natürlich nur wenn ein gutes Set & Setting vorliegt und auch nicht immer, jeder LSA Trip kann komplett unterschiedlich sein!
Man kann also nicht mit einer bestimmten Wirkung rechnen.

LSA ist ein eher atypisches Psychedelikum, das stark körperlich und weniger stark psychedelisch wirkt, viele Menschen nehmen es deshalb als nicht ganz vollwertiges Psychedelikum wahr.
In höheren Dosierungen treten oft jedoch sehr stark psychedelische Effekte ein, manche Konsumenten berichten sogar von mit LSD vergleichbaren Wirkungen.
Diese hohen Dosen sind bei LSA-haltigen Samen jedoch mit sehr unangenehmen körperlichen (und oft auch psychischen) Nebenwirkungen verbunden. Es sind bspw. vasokonstriktive / gefäßverengende Stoffe neben dem Lysergsäureamid enthalten, die zu heftigen Schmerzen in den Extremitäten führen können!

Aufgrund der in niedrigen Dosen mit Ecstasy vergleichbaren Wirkung wird LSA (bzw. ein Argyreia nervosa Extrakt) auch in Happy Caps, sog. Herbal XTC eingesetzt.
Space-E enthält eine geringere Dosis, Trip-E eine höhere Dosis.

Neben Argyreia nervosa enthalten bspw. noch Ololiuhqui Samen (Rivea corymbosa), Morning Glory (Ipomoea tricolor) und einige weitere Windengewächse LSA.
Man sollte keine LSA-Samen aus dem Gartencenter kaufen, da diese mit Pestiziden o.ä. behandelt worden sein können und nicht zum Verzehr geeignet sind!

Mehr Informationen zu LSA Samen findet ihr hier!

 

3. Sassafras (Sassafras albidum)

Der Sassafras Baum ist eine stark aromatische Heilpflanze mit psychoaktiver Wirkung, die jedoch auch starke Nebenwirkungen erzeugen kann.
Sie enthält sehr große Mengen Safrol, einem Stoff der u.a. für die Synthese von Amphetaminen verwendet wird, und der krebserregend wird.
Die Einnahme größerer Mengen Sassafras kann außerdem schädlich auf die Niere wirken und Kreislaufprobleme (im schlimmsten Fall einen Kreislaufkollaps), Zittern, Unruhe, Angstzutände u.v.m. erzeugen.

Die Wirkung vom im Sassafras enthaltenen Safrol ist manchmal leicht euphorisch & auch empathogen (andere Empathogene sind MDMA, Methylon oder Ethylon, wobei Sassafras deutlich weniger stark empathisch wirkt als diese Stoffe), aphrodisierend und die Wahrnehmung wird verändert (man könnte die Substanz also auch als leichtes Psychedelikum bezeichnen).
Konsumiert wird entweder ein Tee der Sassafras-Wurzel oder das ätherische Öl, das hohe Mengen Sassafras enthält. Der Tee ist nicht so stark psychoaktiv (so wird Sassafras auch als Heilpflanze angewendet), für einen Tee verwendet man 2-5g der Wurzel.
Das ätherische Öl wird mit etwa 100-200mg dosiert, wobei sehr langsam angefangen werden muss, da es schnell zu unangenehmen & evtl. auch gefährlichen Nebenwirkungen kommt!

Zu häufige und/oder hochdosierte Einnahme von Safrol-haltigen Pflanzen ist wegen der krebserregenden Wirkung definitiv zu vermeiden!

 

4. Goldpfeffer / Mexikanischer Blattpfeffer (Piper auritum)

Das ätherische Öl des Goldpfeffers enthält ebenfalls große Mengen Safrol, es besteht zu etwa 70% aus Safrol. Die Wirkung wird also wohl ähnlich ausfallen wie bei Sassafras, wobei sie durch die anderen enthaltenen Wirkstoffe etwas anders ausgeprägt sein.
Genaue Berichte zum Konsum von Piper auriotum zu psychoaktiven Zwecken sind uns nicht bekannt – solltet ihr welche kennen oder selbst einen schreiben können hinterlasst doch bitte ein Kommentar oder meldet euch hier per Mail!

5. Kath (Catha edulis)Kath / Catha edulis Blätter

Kath ist ein Strauch, der in einigen afrikanischen Ländern eine übliche Alltagsdroge ist, in Deutschland ist Catha edulis jedoch verboten und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz.
Es enthält unter anderem Cathinon und Norpseudoephedrin und hat stimulierende, euphorisierende und evtl. auch leicht empathogene Effekte.
Kath sollte nur frisch konsumiert werden, da sich bei der Trocknung einige der Wirkstoffe umwandeln & die Wirkung damit schwächer & weniger angenehm wirkt.
Die Catha edulis Blätter werden gekaut, oft über mehrere Stunden hinweg. Kath ist in Afrika eher eine Kaffee-Alternative, jedoch auch eine gesellschaftliche, berauschende Droge.

Wirklich mit MDMA / Ecstasy verglichen werden, kann die Wirkung von Kath nicht. Sie ist eher mit 3-MMC, Methcathinon oder Mephedron vergleichbar.
Es gibt hierzulande sehr wenige Personen, die schonmal eine Rauschdosis Kath einnahmen, da die Pflanze so schwer zugänglich und auch noch verboten ist.

Genauere Infos zu Kath (wie Wirkung, Dosis, Zubereitung etc.) findet ihr hier!

In Deutschland ist Kath illegal und darf nicht gekauft werden! Wir raten vom Kauf ausdrücklich ab!
In Österreich darf aktuell eine Pflanze gezogen werden, solang sie nicht für psychoaktiven Zwecken gedacht ist.

Sollte euch diese Liste mit XTC ähnlichen Pflanzen gefallen haben, teilt ihn mit euren Freunden oder beim Social Media Netzwerk eurer Wahl!

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