Elemi Öl / Manilaelemi (Canarium luzonicum) – Räucherstoff, psychoaktive, psychedelische Pflanze & Heilpflanze (ähnlich Muskatnuss / Sassafras)

Elemi Öl / Manilaelemi (Canarium luzonicum) – Räucherstoff, psychoaktive, psychedelische Pflanze & Heilpflanze (ähnlich Muskatnuss / Sassafras)

Elemi / Manilaelemi / Canarium luzonicum

Elemi Öl (canarium luzonicum)
Elemi Öl

Manilaelemi / Elemi Manila / Elami / Pili (Canarium luzonicum) ist ein in den Philippinen wachsender Baum aus der Gattung der Balsambaumgewächsen (Burseraceae).
Das Harz, das dieser Baum absondert, wird als Räucherstoff verwendet und oft zu einem Öl (Elemiöl / Elemi Öl genannt) verarbeitet.

 

Wenig bekannt ist, dass dieses Öl auch psychoaktive, sogar psychedelische Wirkungen hat. Es enthält den psychoaktiven Stoff Elemicin, der auch in der Muskatnuss enthalten ist. Die Inhaltsstoffe sind allerdings deutlich unterschiedlich, Elemi enthält beispielsweise kein Myristicin.

Elemiöl ist potentiell gefährlich und kann ernsthafte körperliche Schäden erzeugen, bei einer starken Überdosis könnte es sogar zum Tod kommen!
Ich rate klar vom Konsum ab, gerade weil es so wenige Informationen zur Einnahme gibt.
Weitere Sicherheitshinweise und Risikofaktoren findet ihr unter der Überschrift „Elemiöl (Canarium luzonicum) Nebenwirkungen & Risiken“.

 

Elemi Öl / Manila Elemi (Canarium luzonicum) kaufen


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Elemi (Canarium luzonicum) Wirkung

Manilaelemi / Elemiöl als psychoaktive Pflanze / Psychedelikum

Es gibt sehr wenige Berichte zur oralen Einnahme von Elemiöl, Extrakten aus Canarium luzonicum oder anderen Zubereitungen aus dem Canarium luzonicum Baum.
Selbst in der Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen von Christian Rätsch (hier kaufbar, sehr empfehlenswert!) findet man keine genaueren Informationen hierzu.

Nur ein paar wenige Selbstversuche sind im Internet nachzulesen.

Manchmal wird Elemi mit Meskalin verglichen (der Stoff, der bspw. im Peyote Kaktus enthalten ist). So soll es zu visuellen Veränderungen („Optics“ / „Visuals“), wie auch zu psychedelischen gedanklichen Effekten, also andere Gedankengänge und Verstärkung von Emotionen, kommen.
Oft werden CEVs (Closed Eye Visuals, also visuelle Pseudohalluzinationen bei geschlossenen Augen) wahrgenommen, veränderte Farbwahrnehmung und Optics bei offenen Augen.

Manchmal wird auch von Euphorie und Stimmungsverbesserung berichtet, was jedoch sehr stark von Set & Setting abhängt.
Oft fühlt sich der Körper vibrierend / kitzlig und etwas betäubt an.
Die Gefühle werden generell verstärkt und es kann zu erhöhter Empathie und Rededrang kommen.
Auch eine leichte Stimulation / Aufputschung wird hin und wieder verspürt, wie es bei psychedelischen Phenethylaminen oftmals der Fall ist. Bei höheren Dosierungen kann Canarium luzonicum aber sedierend wirken!

Eventuell könnte Elemi traumintensivierend sein und das Erinnerungsvermögen an Träume verbessern. Dies liegt vermutlich am leichteren Schlaf, vielleicht wird auch die REM Phase verlängert, hierzu gibt es allerdings keine Untersuchungen und nicht jeder Konsument berichtet davon (hin und wieder stößt man jedoch auf diesen Effekt, auch bei anderen Pflanzen, die Elemicin enthalten).

In den Dosierungen, in denen Elemi von den Selbsttestern eingenommen wurde, waren die psychedelischen Effekte nicht so stark wie bei Meskalin, LSD, Psilocybin & Co. Bei höheren Dosierungen könnte die Intensität zwar zunehmen, allerdings kommt es hier höchstwahrscheinlich zu deutlichen Nebenwirkungen, die körperlich wirklich gefährlich werden können (siehe die nächste Überschrift zu den Gefahren).

Es gibt sowohl Menschen, die von der Wirkung überzeugt sind, als auch welche, die die Wirkung für schwach, langweilig oder gar unangenehm halten.
Ein Tripbericht, den man in einem Forum findet, wird diskreditiert, da der Poster einen Shop betreibt, der Elemi Öl verkauft und er das Produkt so eventuell nur bewerben wollte. Ob das der Wahrheit entspricht oder nicht, kann man nicht sagen.

 

Elemi Öl (Canarium luzonicum) Nebenwirkungen & Risiken

Möchte man das Öl konsumieren, muss man auf medizinische Reinheit oder Lebensmittelqualität achten. Ist dieses Qualitätsmerkmal nicht vermerkt, sollte man das ätherische Öl nur für das Räuchern / Verdampfen nutzen.

Schwangere & Stillende sollten vom Konsum absehen, ebenso unter 18 Jährige. Am besten wird die Substanz (wenn überhaupt) erst ab 23 Jahren eingenommen (da das Gehirn sich auch nach dem Alter von 18 noch in der Entwicklung befindet).

In Tierversuchen (die nicht unbedingt auf Menschen übertragbar sind) war Elemicin genotoxisch, allerdings nicht karzinogen. Wie gefährlich der genotoxische Effekt für Menschen ist, ist unklar.

Welche Folgen eine Überdosis oder zu häufige Einnahme von Elemi Öl haben kann, ist bislang nicht ausreichend untersucht worden.
Daher sollte Vorsicht walten und der Konsum gelassen werden oder nur selten und nicht in zu hohen Dosierungen praktiziert werden.

Da der Elemicin Gehalt stark schwanken kann (sowohl im ätherischen Öl als auch im Harz oder in Extrakten), kann man sich nicht sicher sein, wie stark die Wirkung bei einer bestimmten Dosis ausfällt.
Daher muss, auch wenn man Elemi bereits kennt, immer mit einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden, wenn man ein neues Produkt testet!

Manche Personen reagieren empfindlicher, manche kaum auf Elemi Öl. Das ist eine Gefahrenquelle!
Es wird sogar davon berichtet, dass das selbe Material, das bereits Wirkungen erzeugte, bei der selben Person plötzlich nicht wirkte. Dennoch darf bei dem nächsten Versuch keine viel höhere Dosis eingenommen werden, da es dann vielleicht wieder genau so gut wie anfangs wirkt und es dann zu einer Überdosierung kommt.
Dies könnte an Toleranz oder an einer verfehlten Verstoffwechslung liegen (falls es tatsächlich zutrifft, dass Elemicin zu TMA verstoffwechselt wird und erst das TMA wirksam ist).

Das ätherische Öl ist brennbar und sollte deswegen nicht mit Feuer in Kontakt kommen, da es zu einer Stichflamme kommen kann.

Wie bei anderen psychedelisch wirkenden Substanzen auch kann es zu einem Bad Trip kommen, also zu Angstzuständen, Paranoia und weiteren psychischen Problemen. Das Risiko auf eine Psychose, posttraumatische Belastungsstörung oder andere psychische Erkrankungen könnte erhöht werden.
Daher muss unbedingt auf Set & Setting geachtet werden, der Konsument muss sich also wohl fühlen und gut gelaunt sein und die Umgebung muss sicher & vertraut sein.
Am besten ist es, wenn ein Tripsitter dabei ist, der Erfahrungen mit Psychedelika hat und den Konsumenten gut betreuen kann.

 

Elemi / Manilaelemi (Canarium luzonicum) Einnahme / Verwendung

Rausch induzierende Einnahme von Elemi

Für psychoaktive Zwecke wird bislang eigentlich immer das Elemiöl verwendet, was ein ätherisches Öl ist.
Dieses wird entweder oral eingenommen (bspw. gemischt mit Wasser und dann getrunken) oder auch vaporisiert.

Das Vaporisieren klappt wohl am besten mit einer Duftlampe, deren Dämpfe man dann inhaliert, oder mittels Alufolie, welche über eine Kerze gehalten wird.
Vorsicht: Ätherisches Elemiöl ist hoch entzündlich, weswegen direktes Anzünden keine gute Idee ist und auch zu hohe Temperaturen zu einer Flamme führen könnten!

Der Geschmack ist zitronig und eher angenehm, wobei vorsichtshalber nicht das reine ätherische Öl auf die Mundschleimhaut treffen sollte und daher verdünnt werden muss.

Manila Elemi als Räucherstoff

Um den Duft von Elemi Manila im Raum zu verbreiten, wird entweder das ätherische Öl auf eine Duftlampe getropft und mittels einer Kerze erhitzt, oder aber das Manilaelemi Harz in einer Räucherschale mittels einem Stück Räucherkohle verbrannt.
Eine gute Räucherschale findet ihr hier und Räucherkohle mit einer Räucherzange gibt es hier.

Elemi als Heilpflanze

Das Öl wird in der Aromatherapie verwendet, außerdem auch innerlich und äußerlich für Massagen. Anwendungbereiche sind unter anderem Husten & Lungenkrankheiten, zur Linderung von Chemotherapie, gegen Entzündungen, Akne und Neurodermitis.
Wissenschaftlich bestätigt ist die Wirkung gegen diese Krankheiten nicht.

 

Elemi (Canarium luzonicum) Wirkzeit

Eine genaue Wirkzeit ist wegen der wenigen Berichte nicht ausmachbar.
Beim oralen Konsum scheint die Wirkung etwa 5-10 Stunden anhalten, wobei man am besten damit rechnen sollte, den ganzen Tag berauscht zu sein.

Die Wirkung setzt nach etwa 10 Minuten bis erst nach mehreren Stunden ein. Möchte man nachlegen, sollten mindestens zwei, besser noch drei bis vier Stunden nach der Einnahme vergangen sein.
Woran diese unterschiedlichen Anflutzeiten liegen, ist nicht klar. Es könnte jedoch mit einer möglichen Verstoffwechslung des Elemicin im Körper zusammenhängen, die je nach Person, Mageninhalt etc. unterschiedlich ausfällt.

Beim Inhalieren startet die Wirkung früher und hält etwas kürzer an.

 

Elemi (Canarium luzonicum) Dosis / Dosierung

Auch hierzu können keine genauen Angaben gemacht werden. Es ist nicht klar, ob manche Personen vielleicht viel empfindlicher auf das Elemiöl reagieren als andere, weshalb mit einer sehr geringen Dosis gestartet werden muss.

Zu oralem Konsum findet man Berichte zu Dosierungen von 1-18 Tropfen Elemi Öl, wobei zehn Tropfen etwa 0,26ml entsprechen.

Inhaliert sollte man die Dosis geringer ansetzen, hier führten bei einem Tester bereits 2 Tropfen zu einer sehr deutlichen Wirkung.

Selten sind auch Extrakte erhältlich, welche dann nochmal angepasst dosiert werden müssen, je nach Stärke des Extraktes. Hierzu müssen unbedingt Informationen vom jeweiligen Händler eingeholt werden.

 

Canarium luzonicum Inhaltsstoffe

Elemicin Strukturformel
Strukturformel von Elemicin

Der wichtigste Inhaltsstoff, wenn es um die psychoaktive Wirkung geht, ist das Elemicin. Im ätherischen Elemi Öl sind etwa 4% Elemicin enthalten, es kann jedoch auch deutlich mehr oder weniger als 4% sein!
Dieser Stoff kommt, wie oben schon erwähnt, auch in der Muskatnuss vor, und ist strukturell nahe mit TMA verwandt. TMA (auch alpha-Methylmeskalin) ist ein synthetisches, psychedelisch wirkendes Phenethylamin und wiederum nahe mit Meskalin verwandt.

Es wird spekuliert, dass das Elemicin im Körper aminisiert und somit zu TMA umgewandelt wird und dass erst das TMA die oben beschriebene Wirkung erzeugt.
Wissenschaftlich bestätigt ist diese These bislang jedoch meines Wissens nach nicht.

Weitere Inhaltsstoffe sind Limonene (laut einer Analys 56% im ätherischen Öl, was für den zitronigen Geruch / Geschmack verantwortlich ist), Phellandrene, Sabinen, Terpinolen, Terpineol, Elemol, Eudesmol, Methyl Eugenol, Pinen und noch viele mehr.

Habt ihr Erfahrungen mit Canarium luzonicum? Würde mich sehr interessieren, bitte hinterlasst ein Kommentar!
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