Gelber Hornmohn (Glaucium flavum) – Unbekannter legaler Mohn mit opioider Wirkung

Gelber Hornmohn (Glaucium flavum) – Unbekannter legaler Mohn mit opioider Wirkung

Gelber Hornmohn / Glaucium flavum
Quelle

Gelber Hornmohn (Glaucium flavum) ist eine legale psychoaktive Pflanze, die zu den Mohn Arten zählt (Papaveraceae) und einen sedierenden, schmerzstillenden (wohl opioiden) Wirkstoff, das Glaucin, enthält. Er stammt aus dem Mittelmeerraum und ist inzwischen an vielen anderen Küstengebieten als Neophyt wild zu finden, auch als Zierpflanze wird er hin und wieder verwendet.

Es ist nur sehr wenig über den Konsum dieser Pflanze bekannt, deutlich weniger als über den Schlafmohn (Papaver somniferum), welcher der Opium Lieferant ist und Morphin, Codein, Thebain & weitere Opiate enthält.
Glaucin ist kein Opiat, hat aber opioide Effekte. Dennoch wird der Stoff als nur wenig süchtigmachend bezeichnet, wobei dies auch eine Fehleinschätzung sein und an der geringen Erforschung & Verbreitung liegen könnte. Sicher ist jedenfalls, dass die Suchtgefahr weitaus geringer als die von Heroin, Morphin, Tramadol etc. ist.
Für viele Menschen wirkt Glaucin eher wie ein Benzodiazepin / Phenibut / Pregabalin und nicht wie ein Opioid.

Es gibt einige negative Erfahrungen mit Glaucium flavum, man darf keineswegs davon ausgehen, man würde zuverlässig eine positive, opioide Wirkung verspüren! Nebenwirkungen kommen häufiger vor, auch das Ausbleiben einer Wirkung kann passieren.

Da es so wenige Erfahrungsberichte & wissenschaftliche Untersuchungen gibt, ist der Konsum zu Rauschzwecken mit einem erheblichen Risiko verbunden! Es könnte unbekannte Nebenwirkungen, Wirkungen und Langzeitrisiken geben, eine Überdosierung kann höchstwahrscheinlich tödlich enden. Nicht mal in der Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen von Christian Rätsch, dem Standardwerk schlechthin, ist viel über diese Pflanze zu finden.

Ich rate klar vom Konsum dieser Pflanze ab, es handelt sich nicht um eine sichere Droge – mehr Informationen zu den Nebenwirkungen findet ihr bei der jeweiligen Überschrift.

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Glaucium flavum Wirkung

Gelber Hornmohn als psychoaktive Pflanze / Droge

Die Wirkung ist teils umstritten. Manche verspüren keine oder nur eine sehr leichte Wirkung, andere sind überzeugt von der Intensität und der Art des Effekts.

Glaucium flavum wirkt beruhigend, sedierend (schlaffördernd), angstlösend (anxiolytisch), muskelrelaxierend, stimmungsaufhellend / manchmal auch euphorisch, hin und wieder kommt es auch zu visuellen Veränderungen (bspw. stärkere Farbwahrnehmung, leichtes morphen etc., vor allem merkbar bei Dunkelheit / geschlossenen Augen).

In manchen Berichten wird davon gesprochen, dass der Gelbe Hornmohn (bzw. auch das reine Glaucin) ähnlich wie ein Opioid wirkt und auch zu Nodding (einem Halbschlaf-ähnlichen, sehr angenehmen Zustand) führen kann.
Andere erzählen wiederum davon, dass die Wirkung nicht mit der von Opioiden verglichen werden kann, sondern dass sie eher an eine GABA-erge, sedierende Substanz (wie Benzodiazepine, Zopiclon, Phenibut & Pregabalin) erinnert.

Einige Personen verspüren keinerlei Euphorie und empfinden die Wirkung als sehr langweilig, andere empfinden durchaus eine Stimmungsverbesserung und Euphorisierung.
Manchmal wird der Rausch sogar als unangenehm sedierend & schwindelerregend empfunden.

Die meisten Menschen sind sich jedenfalls einig, dass Kratom deutlich angenehmer und zuverlässig positiver wirkt, als der Gelbe Hornmohn.

 

Gelber Hornmohn als Heilpflanze

Das enthaltene Glaucin wird unter anderem in Bulgarien als Tabletten gegen Husten in Apotheken verkauft, ähnlich wie Codein oder Dihydrocodein bei uns. Es wirkt recht gut antitussiv (also hustenstillend)!

Die Wurzel wurde früher in Großbritannien gegen Schmerzen (in den Innereien, dem Magen oder der Brust) und blaue Flecken angewendet.
Bereits die alten Griechen kannten den Gelben Hornmohn – dort verwendete man ein Wasserextrakt der Wurzeln, oft in Kombination mit Wein, gegen Ruhr.
In der Vergangenheit waren auch Geschwüre ein Einsatzgebiet.

Es wurde außerdem festgestellt, dass Glaucin das Wachstum von Brustkrebs Zellen hemmt. Hierzu gibt es jedoch noch nicht genug Untersuchungen, der Wirkstoff könnte jedoch gegen Brustkrebs und auch gegen andere Krebs Arten helfen.

Außerdem wirkt Glaucin leicht entzündungshemmend und muskelrelaxierend (spasmolytisch).

 

Gelber Hornmohn Nebenwirkungen & Risiken

Die Wirkung ist nicht durchgängig positiv, manchmal kann es zu gesteigerter Angst, Rastlosigkeit, Unruhe, Nervosität und generell einem unangenehmen Zustand kommen.

Normale Nebenwirkungen sind Übelkeit, Schwindel, Juckreiz und noch einige mehr.

Es könnte ein Suchtpotential geben, wobei in manchen Quellen behauptet wird, dass Glaucin & somit auch der Hornmohn nicht suchterzeugend ist. Da die Wirkung jedoch durchaus spürbar und GABA-erg ist, wäre es sehr seltsam, wenn überhaupt keine Suchtgefahr besteht.
Täglicher Konsum könnte zu einer körperlichen Abhängigkeit & einem Entzug (wenn die Einnahme unterbrochen wird) führen.

Bei einer starken Überdosierung könnte es zum Tod kommen, Mischkonsum mit anderen zentraldämpfenden, opioiden und/oder GABA-ergen Substanzen (wie Benzodiazepinen, Alkohol, Phenibut, Pregabalin oder Heroin) kann extrem gefährlich sein.
Mir ist kein dokumentierter Todesfall bekannt, es gibt allerdings auch sehr wenig zum Konsum zu Rauchzwecken zu finden, also könnte eine starke Überdosis dennoch tödlich sein.

Konsumenten, die höhere Dosierungen einnehmen (ca. 200mg reines Glaucin), verspüren manchmal eine Lähmung des Atemzentrums, bzw. haben das Gefühl, sie würden flacher atmen. Dies geht dann oft mit Angstgefühlen einher, da sie sich Sorgen darüber machen, bald ganz mit dem Atmen aufzuhören.
Dies kann man verhindern, indem man einfach deutlich geringere Dosierungen einnimmt.

Wie bei jeder Substanz kann es zu einer allergischen Reaktion oder Überempfindlichkeit kommen, weswegen man zunächst mit einer sehr niedrigen Dosis beginnen sollte (0,1g Pflanzenmaterial oder 10-20mg Glaucin).

Glaucium flavum Einnahme / Zubereitung

Üblicherweise werden die Blätter, Stiele, Blüten, Kapseln oder auch Wurzeln zu einem Tee aufgekocht.
Alternativ kann man das Pflanzenmaterial auch möglichst gut zerkleinern (bspw. mit einer elektrischen Küchenmühle mahlen) und in Leerkapseln füllen.

Es ist auch möglich, Glaucium flavum zu rauchen und zu vaporisieren, auch wenn es hierzu so gut wie keine Erfahrungsberichte gibt.
Theoretisch sollte es jedoch funktionieren, Glaucin zeigt inhalativ eine Wirkung.
Wie gut das Rauchen wirksam ist, ist jedoch unbekannt und auch die richtige Temperatur fürs Vaporsieren hat noch niemand heraus gefunden.

Manchmal sind auch Extrakte oder isoliertes, reines Glaucin in Umlauf, diese müssen mit einer Feinwaage abgewogen werden und können dann ebenfalls in Leerkapseln gefüllt oder in Getränke o.ä. gerührt werden.
Seit neuerem gibt es Happy Caps (Legal High Kapseln) mit einem Glaucium flavum Extrakt, diese heißen Special-E und sind hier erhältlich.

 

Glaucium flavum Inhaltsstoffe

Verschiedene Isoquinolin Alkaloide sind in den Blättern, Kapseln, Blüten & Wurzeln des Hornmohns enthalten.
Das Hauptalkaloid ist Glaucin, der Stoff, der hauptsächlich für die psychoaktive Wirkung verantwortlich ist.

Weitere enthaltene Alkaloide sind Magnoflorin und Chelerythrin.

 

Glaucium flavum Dosis / Dosierung

Genaue Dosisangaben können nicht angegeben werden, da so wenige Erfahrungsberichte existieren.

Vom Kraut oder den Kapseln scheinen bereits 1-2,5g für eine Wirkung genügen.

Das reine Glaucin wird mit etwa 20-100mg dosiert, als maximale Tagesdosis werden in der Patentliteratur 200mg angegeben, was jedoch schon eine sehr hohe Dosierung ist und nicht als Einzeldosis eingenommen werden sollte.

Man sollte sich definitiv langsam heran tasten, die Pflanze kann natürlich schwankende Mengen an Wirkstoffen enthalten, anfangs wäre es also sinnvoll, mit 0,2-0,3g zu beginnen!

 

Gelber Hornmohn Wirkzeit

Die Wirkung tritt nach etwa 15-45 Minuten ein und hält dann um die 4-8 Stunden an, wobei der Peak etwa eine Stunde nach Konsum beginnt und dann 2-4 Stunden anhält.

 

Gelber Hornmohn Mischkonsum / Kombinationen

Glaucium flavum + Alkohol: Diese Kombination ist sehr gefährlich und wird vermutlich zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen führen.
Bei einer zu hohen Dosis kann sie auch tödlich enden, bspw. durch Atemdepression.
Die sedierende, narkotische Wirkungen der beiden Substanzen verstärken sich gegenseitig, insgesamt nicht zu empfehlen!

Glaucium flavum + Cannabis: Diese beiden Pflanzen vertragen sich recht gut und die sedierende, GABA-erge Wirkung des Hornmohns wird durch die Cannabinoide verstärkt.
Kann natürlich auch zu negativen Reaktionen führen.

Glaucium flavum + Benzodiazepine: Ebenso gefährlich wie Alkohol, kann zum Tod führen! Nicht kombinieren!

Glaucium flavum + Kratom: Wäre eine Kombination mit Potential, kann jedoch auch gefährlich sein und wieder zum Tod durch Atemdepression führen.
In kleinen Mengen eventuell möglich, die sedierende, opioiden Effekte werden sehr verstärkt, die Kombination führt jedoch auch schnell zu einem unangenehmen, zu intensiven Rausch, Übelkeit & Schwindel.
Man findet jedoch kaum etwas zu diesem Mischkonsum!

Glaucium flavum + Mulungu: Dies könnte zu einer starken sedierenden, narkotischen Wirkung führen, in hohen Dosierungen jedoch auch gefährlich und unangenehm sein.

Glaucium flavum + L-DOPA: Diese Kombinationen wurden in (meiner Meinung nach verwerflichen & ersetzbaren) Tierversuchen getestet und es wurde festgestellt, dass die Dopamin-Konzentration so stärker stieg, als bei der Gabe von ausschließlich L-DOPA.
Mit dieser Kombination sollte man jedoch besser nicht experimentieren, es könnte unbekannte Wechselwirkungen geben.

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