Kanna (Sceletium tortuosum) anpflanzen – Kanna Anbau!

Kanna (Sceletium tortuosum) anpflanzen – Kanna Anbau!

Kanna (Sceletium tortuosum) Anbau aus Samen – Tipps & Tricks

 

Kanna (Sceletium tortuosum) ist eine aus Afrika stammende psychoaktive Pflanze, die Kanna Samen für den Kanna Anbauseit Jahrhunderten traditionell verwendet wird und eine stimulierende, euphorische und antidepressive Wirkung hat.
Sie ist mehrjährig und lebt maximal 5 Jahre.

Mehr über Kanna (Sceletium tortuosum), die Wirkung, Dosis, Risiken etc. erfahrt ihr hier!

Zum Glück kann man diese wundervolle magische Pflanze auch in Europa anpflanzen, wenn auch nicht ganzjährig draußen!

 

Kanna Samen kaufen

 

Erde für Kanna

Welche Erde man für die Kanna Aufzucht verwendet ist natürlich eine der ersten Fragen die man sich stellen muss.
Da Sceletium tortuosum sehr empfindlich gegenüber Staunässe ist, braucht sie ein Substrat, in der Wasser gut abfließen kann.

Perfekt eignet sich hierfür Kaktuserde (/ Kakteenerde), manchmal auch Kräutererde genannt.

Alternativ kann man sich die Erde auch selbst zusammen mischen, dies kommt einen deutlich günstiger.
Eine gute Mischung ist (auf die Zutaten klicken um sie bei Amazon kaufen zu können):

 

Kanna (Sceletium tortuosum) Samen zum Keimen bringen

Um Kanna Samen erfolgreich keimen zu lassen, muss man sie zunächst 12 Stunden bis Kanna (Sceletium tortuosum) Samenzwei Tage lang in ein Gefäß mit lauwarmem Wasser geben.
Von Natur aus ist auf den Samen ein Keimungsinhibitor, der das Keimen verhindert.

Fügt man dem Wasser das Wachstumshormon Gibberellinsäure (hier kaufbar) hinzu, wird das Keimen deutlich verschnellert!
1g Gibberellinsäure pro Liter Wasser genügen, füllt man einen Becher mit Wasser (200ml), benötigt man also 0,2g.

Nach dieser Vorbehandlung kann man sie dann einpflanzen.
Bevor man die Samen in die Erde gibt, muss man diese ordentlich bewässern, sodass sie feucht ist!
Kanna ist ein Lichtkeimer, das bedeutet, man darf die Samen nicht mit Erde überdecken sondern muss sie an der Oberfläche lassen.
Sie werden nur leicht ins feuchte Substrat gedrückt.

Als Töpfe verwendet man am besten Tontöpfe mit großen Ablauflöchern. Dies verbessert die Wasserableitung zusätzlich.

Sehr wichtig ist die Temperatur, die während dem Keimen herrscht.
Tagsüber sollte es 22-25 Grad Celsius, nachts etwa 14°C haben. Der Temperaturunterschied ist absolut nötig fürs erfolgreiche Keimen von Sceletium tortuosum!

Nach einigen Wochen sollte das Kanna dann beginnen zu wachsen, wenn es mit Gibberellinsäure behandelt wurde, kann das Wachstum sogar schon nach ein paar Tagen starten.

 

 

Temperatur und Licht beim Kanna Anbau

Die ganz jungen Pflanzen sollten nicht sofort in direktes Sonnenlicht, wohl aber an einen hellen Platz gestellt werden.
Erst wenn sie größer sind (also nach ein paar Wochen bis Monaten) stellt man das Kanna dann am besten an einen Platz mit direkter Sonneneinstrahlung.

Die Temperatur von 22-25 Grad tagsüber und 14 Grad nachts einzuhalten, ist auch nach der Keimung noch sinnvoll. 10-15 Grad hält die Pflanze aber auch ohne Probleme aus.
Wie oben beschrieben ist Kanna nicht winterfest, da es in Afrika natürlich bei weitem nicht so kalt wird wie hier. Überwintern muss man die Pflanze also auf jeden Fall drinnen, daher sollte man sie auch nicht in ein Beet pflanzen, sondern final in einem großen Topf belassen.

 

Gießen & Schimmelprävention bei Kanna (Sceletium tortuosum) Pflanzen

Während der Keimung und in der Wachstumsphase darf man das Kanna nicht zu oft gießen, da keine Staunässe entstehen darf und das Substrat zwischen den Gießungen immer etwas trocknen soll. Einmal wöchentlich reicht meist.

Wenn die Pflanze größer ist muss man dann etwas öfter gießen.
Beim Überwintern schraubt man das Gießen dann wieder ordentlich runter!

Um Schimmel entgegen zu wirken kann man Chinosol (hier kaufbar) verwenden, ein Anti-Schimmelpilz (bzw. generell Anti-Pilzerkrankung) Mittel. Für’s biologische Gärtnern ist Chinosol natürlich nicht geeignet, es handelt sich hier schließlich um eine Chemikalie.
Bevor man das Kanna konsumiert sollte man mehrere Wochen kein Chinosol einsetzen.

 

Ernte & Verarbeitung von Kanna

Die frischen Blätter von Sceletium tortuosum sind noch nicht wirksam und enthalten den reizenden Stoff Oxalsäure (3,6-5,1%).
Um diesen Stoff aus der Pflanze zu bekommen und den Alkaloidgehalt an wirksamen Stoffen zu steigern, muss man die frischen gepflückten Blätter zunächst zerstoßen.
Das zerstoßene Material wird dann in einen Ziplock-Beutel gegeben.

Den Beutel verschließt man und lässt ihn dann für 2-3 Tage unter Sonneneinstrahlung liegen.
Nun wird der Beutel geöffnet und das Pflanzenmaterial ordentlich gemischt. Dann den Beutel wieder schließen.
Jetzt lässt man den Beutel weitere 7 Tage (wieder unter Sonneneinstrahlung) liegen.

Das fertig fermentierte Kanna muss jetzt noch getrocknet werden, hierfür gibt man es bei 80° C für einige Minuten in den Backofen.
Wenn man will, kann man das getrocknete Kraut jetzt noch pulverisieren. Hierfür verwendet man entweder einen Mörser mit Stößel oder eine Küchenmühle.

Weiteres zu dieser Pflanze – bspw. über die Einnahme, die richtige Dosierung und die Wirkung findet ihr hier!

 

 

Um Magischepflanzen.de zu unterstützen, würden wir uns freuen, wenn ihr diesen Artikel über den Anbau von Kanna kommentiert oder beim Social Network eurer Wahl teilt! 🙂

2 Gedanken zu “Kanna (Sceletium tortuosum) anpflanzen – Kanna Anbau!

  1. Als Substrat empfehle ich eine Mischung aus Fibotherm (Trockenschüttung aus Blähton, die deutlich günstiger ist als Blähton, der als Substrat verkauft wird) und Kokoserde in einem Verhältnis von ca. 3:1. Die Mischung hat eine gut Wasserhaltekraft, kann aber nicht einschlämmen und wird nicht nass, da überschüssiges Wasser abfließt und ein angenehm erdfeuchtes Substrat hinterlässt. Zudem ist das wahrscheinlich die mit Abstand günstigste Variante.

Schreibe einen Kommentar

Solve : *
24 + 7 =