Indianer Tabak / Lobelientabak (Lobelia inflata) – Psychoaktive Pflanze, Starker Tabak Ersatz

Indianer Tabak / Lobelientabak (Lobelia inflata) – Psychoaktive Pflanze, Starker Tabak Ersatz

Indianertabak / Lobelien Tabak (Lobelia inflata)

Der Indianertabak / Lobelientabak / Aufgeblasene Lobelie (Lobelia inflata) ist eine aus Nordamerika stammende legale psychoaktive Indianertabak / LobeliePflanze, die zwar botanisch nicht mit Tabak verwandt ist (es handelt sich hier nicht um ein Nachtschattengewächs, sondern um ein Glockenblumengewächs), aber dennoch wie Tabak konsumiert wird.

Die Wirkung ist ähnlich, jedoch auch deutlich unterscheidbar von der Wirkung des Tabaks (oder auch des Bauerntabaks). Es handelt sich um eine durchaus starke, intensiv wirkende psychoaktive Pflanze.
Lobelia inflata ist ein wichtiger Teil in vielen Rauchmischungen, die teils von schamanischen Stämmen konsumiert werden.
Lobelia inflata wird auch zur Entwöhnung von Nikotin Sucht genutzt!

Übrigens: Damianá (Turnera diffusa) wird auch manchmal Indianertabak genannt, Lobelia inflata hat diesen Namen allerdings eher verdient.
Mehr Infos zu Damiana findet ihr hier!

Andere Namen: Aufgeblasene Lobelie, Indianer Tabak / Indianertabak, Lobelientabak / Lobelien Tabak, Lobelie, Kotzkraut / puke weed

 

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Indianertabak Wirkung

Lobelia inflata psychoaktive Effekte

Wie schon erwähnt ist die Wirkung des Lobelientabak ähnlich wie die des Tabaks. Sie ist stimulierend und entspannend zugleich. Der Kopf wird geklärt, man könnte den Effekt für Meditationen nutzen. Der Körper kann sich wärmer anfühlen, manchmal tritt zunächst eine Stimulation und etwas später dann eine sedierende Wirkung ein. Auf manche wirkt Lobelientabak sogar auch leicht angstlösend.

Für einige Menschen hat das Rauchen von Lobelientabak keinen so starken, schnell eintretenden „Rush“ (welcher oft Nikotin Flash genannt wird).

Es gibt deutliche Effekte auf die Atmung, sie wird oft tiefer und langsamer. Manchmal fühlen sich Konsumenten friedlich oder meditativ.

Vor allem im Mischkonsum mit anderen psychoaktiven Pflanzen kann die Lobelie eine sehr starke Wirkung und sehr positive Synergien (also gute Wechselwirkungen) erzeugen. Weiter unten (bei der Überschrift Rauchmischungen / Mischkonsum) gehen wir genauer auf die Effekte vom Kombinieren ein.

Nach dem Sport kann die Einnahme (hier natürlich nicht geraucht sondern oral eingenommen) zu einer tieferen Atmung und einer Entspannung der Muskeln führen, was als sehr angenehm empfunden wird.

Lobelia inflata als Heilpflanze

Heutzutage wird diese Pflanze immer öfter gegen Tabak-Sucht angewendet, sie wird meist geraucht, um sich von Zigaretten, Pfeifentabak etc. zu entwöhnen. Das funktioniert gut, da Lobelin, ebenso wie Nikotin, als Agonist an den Nikotinrezeptoren wirkt. Der Suchtdruck wird also befriedigt. Natürlich sollte man aufpassen, dass man, nachdem man den Tabak abgesetzt hat, danach die gleiche Menge Lobelientabak raucht. Das ist selbstverständlich ähnlich schädlich wie Tabak-Konsum.
Die Suchtgefahr der Lobelie ist jedoch etwas geringer als die vom Tabak, daher kann man, wenn man sich auf den Indianertabak umgestellt hat, diesen dann leichter absetzen. Die geringere Suchtgefahr liegt unter anderem an der etwas niedrigeren Potenz und an Nebenwirkungen, die manchmal eintreten (siehe weiter unten, bei der Überschrift Nebenwirkungen & Risiken).

Gegen Tabaksucht kann Lobelia inflata auch oral oder sublingual aufgenommen werden, wenn man komplett vom Rauchen weg kommen möchte, etwa durch eine Tinktur oder durch das Kauen des Pflanzenmaterials.

Unbekannter, aber manchmal praktiziert, ist die Verwendung von Lobelia inflata als Medizin auch gegen andere Süchte (wie etwa Alkohol- oder Opioidsucht). Dies ist natürlich nicht so effektiv wie bei einer Tabaksucht, soll für manche jedoch tatsächlich hilfreich sein.

In der Volksmedizin der amerikanischen Ureinwohner wird der Lobelientabak gegen Asthma, Husten und Bronchitis geraucht.Wird die Pflanze geraucht ist dies natürlich potentiell eher schädlich, da Rauchen den Hals immer zusätzlich belastet.
Eine akute Wirkung gegen Asthma & Bronchitis ist jedoch vorhanden, da die Atmung stimuliert (also angeregt) wird.
Möchte man Lobelia inflata als Mittel gegen Asthma verwenden, sollte man sie oral einnehmen (siehe weiter unten).
Außerdem wurden / werden die Blätter zerrieben und äußerlich gegen Hautkrankheiten eingesetzt, die Wurzel wird gegen Geschlechtskrankheiten und Geschwüren genutzt, des weiteren wirkt sie muskelrelaxierend.

Experimentell wird Lobelia inflata manchmal als AD(H)S Medizin angesehen, es gibt ein paar Studien zur Verwendung von Lobelin und Methylphenidat in Kombination gegen diese Krankheit.
Einzelne Erfahrungsberichte bestätigen diesen Effekt – die Menschen fühlen sich klarer und normaler.
Im Vergleich zu Methylphenidat ist Lobelin wohl die weitaus gesündere, sicherere Alternative.

 

Indianertabak Nebenwirkungen & RisikenLobelientabak / Lobelia inflata

Nicht selten kann es zu Übelkeit & Brechreiz kommen. Bei sublingualem / oralem Konsum und seltener auch beim Rauchen tritt ein Hitzegefühl in Mund, Rachen, Hals & Magen auf. Der Appetit wird gemindert, manche empfinden die Wirkung als eher unangenehm und können der Lobelie nichts abgewinnen.

Bei einer Überdosis kann der Rausch, ähnlich wie beim Tabak, sehr unangenehm sein. Menschen ohne Toleranz (also Menschen, die nur selten Tabak oder Lobelientabak rauchen) sollten mit einer geringen Dosis beginnen!

Es gibt eine gewisse Suchtgefahr, die geringer als die von Tabak, jedoch durchaus vorhanden und größer ist als die von bspw. Damiana, Blauer Lotus oder Dendrobium nobile.

Es sind keine Todesfälle durch eine Überdosis bekannt, eine zu hohe Dosierung kann allerdings natürlich trotzdem sehr unangenehm und auch ungesund sein.
Dass keine Tode auftraten liegt daran, dass Lobelia inflata oral aufgenommen sehr schnell in ungefährliche Abbauprodukte verstoffwechselt werden. Beim Nikotin ist das nicht der Fall, weswegen es einige Todesfälle durch oral eingenommenes Nikotin (aus Tabak) gibt.

Natürlich kann es, wie bei allen Pflanzen, zu einer allergischen Reaktion kommen. Ein weiterer Grund, weswegen anfangs mit einer sehr geringen Dosis beginnen werden sollte.

Indianertabak Einnahme / Zubereitung

Indianertabak rauchen / vaporisieren

Am häufigsten wird die Pflanze natürlich geraucht, wie Tabak eben auch. Sei es in einer Pfeife, in einem Zigarettenpapier gedreht oder gar in der Bong.
Hier tritt die Wirkung am schnellsten auf, ist am intensivsten und Nebenwirkungen wie Übelkeit, Brechreiz, Unruhe etc. sind seltener als bei oralem / sublingualem Konsum. Dennoch ist Rauchen natürlich schädlich für die Lunge und sollte nicht zu häufig praktiziert werden.

Gerade in Rauchmischungen ist Lobelia inflata sehr beliebt, bei den Indianern ist es eine häufige Zutat von Pfeifentabak Mischungen, der typischen Friedenspfeife (siehe weiter unten bei der Überschrift „Rauchmischungen / Mischkonsum“).

Natürlich ist auch das Vaporisieren möglich, dies ist selbstverständlich weitaus gesünder für die Lunge als das Rauchen. Welche Temperatur benötigt wird, sodass das Pflanzenmaterial nicht verbrennt, die Wirkstoffe aber dennoch verdampfen, ist mir nicht bekannt.
Man sollte mit etwa 150-170°C beginnen und wenn nötig höher gehen.

Indianertabak Tee / oraler Konsum

Da es beim oralen Konsum dieser Pflanze, im Gegensatz zum Tabak, nicht zum Tode kommen kann, ist dies eine gute, recht oft praktizierte Konsumform.
Die Blätter werden manchmal einfach im Mund zerkaut, meist wird ein Tee hergestellt.

Hierfür einfach das trockende oder frische Pflanzenmaterial mit kochendem Wasser übergießen und 10-15 Minuten ziehen lassen, abfiltern & trinken.

Mit der Dosis muss man hier dennoch mehr aufpassen als beim Rauchen, da schneller eine Überdosis eingenommen ist, die zu sehr unangenehmen Symptomen (wie Erbrechen, Übelkeit, Schwindel etc.) führt.

Lobelia inflata Tinktur

Selten sind Tinkturen dieser Pflanze in Umlauf, welche sehr vorsichtig dosiert werden sollten.
Natürlich kann auch eine eigene Tinktur hergestellt werden, in dem Pflanzenmaterial in Alkohol eingelegt, 1-2 Monate ziehen gelassen und dann abgefiltert wird. Am besten in einer Braunglasflasche lagern.

 

Indianertabak Inhaltsstoffe

Die ganze Pflanze (Wurzel, Blätter, Blüten, Stängel) enthält große Mengen an psychoaktiven Alkaloiden, genauer Piperidinalkaloide.
Getrockneter Lobelientabak enthält ca. 6% Alkaloidgemisch, hauptsächlich Lobelin (ein Agonist an Nikotinrezeptoren – den Nikotinische Acetylcholinrezeptoren). Gezüchtete Lobelia inflata enthalten etwa 1-2% Lobelin in der Trockenmasse, wild wachsende Exemplare sind etwa um die Hälfte weniger potent.

Weitere enthaltene Alkaloide sind bspw. Lobelanin und Lobelanidin.

 

Lobelia inflata Dosierung / Dosis

Indianertabak / Lobelia inflataNatürlich kann der Wirkstoffgehalt recht stark schwanken, frische Blätter scheinen etwas stärker zu sein als getrocknete (wobei dies durch den Wasserverlust beim Trocknen wieder ausbalanciert werden könnte, wenn man das Gewicht betrachtet).
Wie schon geschrieben sind kultivierte Pflanzen wohl meist etwa doppelt so potent wie wild wachsende.

Daher muss man sich vorsichtig an die richtige Einnahmedosis heran tasten.

Menschen, die schon öfter mit dem Lobelientabak zu tun hatten, können die Stärke der jeweiligen Pflanze (bzw. dem gekauften Pflanzenmaterial) heraus finden, in dem sie zunächst an den Blättern riechen (sie leicht zerreiben) und dann eine sehr kleine Menge zerkauen. Je nach dem, wie stark das Brennen (wie bei Pfeffer / Chili) ist, desto mehr / weniger Alkaloide sind enthalten.

Indianertabak oral Dosierung

Man verwendet für einen Tee bzw. zum Kauen etwa 0,1-0,7g.

Bei oraler Aufnahme kann es schneller zu unangenehmen Symptomen kommen, wenn auch (soweit man weiß) nicht zum Tod, etwas, dass den Indianertabak deutlich vom Tabak unterscheidet, der oral eingenommen schnell zum Tod führt.

Man sollte den Tee sehr langsam trinken, immer mal wieder 5-10 Minuten nicht daran trinken, so kann man sich recht sicher sein, dass man nicht zu viel erwischt. Das gleiche kann man auch beim Kauen der Blätter tun, indem man nicht gleich die ganze Dosierung in den Mund nimmt, sondern immer kleinere Teilmengen.

Fertige Tinkturen werden, je nach Stärke, sehr unterschiedlich dosiert. Man beginnt am besten mit wenigen Tropfen (1-2) und dosiert sich vorsichtig goch, wenn man nicht weiß, wie stark die Tinktur exakt ist.

Indianertabak rauchen / vaporisieren Dosis

Geraucht oder vaporisiert ist die Dosis ähnlich hoch wie beim oralen Konsum. In eine Zigarette (in ein Pape) werden meist etwa 0,5-1g getrocknetes Pflanzenmaterial gedreht, in einer Pfeife / Bong / Vaporizer genügen 0,1-0,4g locker.

 

Indianertabak Wirkzeit

Oral eingenommen hält die Wirkung etwa 2-3 Stunden an, geraucht nur etwa 20-90 Minuten.

 

Indianertabak Rauchmischungen Rezepte / Mischkonsum

Lobelia inflata + Cannabis / Hanf: Dies ist eine sehr beliebte Kombination. Während Nikotin die Wirkung von THC wohl eher unterdrücken & abschwächen soll, scheint Lobelin sehr synergistisch und positiv mit Cannabis zusammen zu wirken. Oft tritt ein sehr beruhigender, sedierender, meditativer Effekt auf, der Rausch wird meist als sehr angenehm und stimmungsaufhellend befunden. Die Mischung kann auch sehr aphrodisierend sein. Je nach Hanfsorte (THC, CBD Gehalt & co.) kann die Wirkung auch energiereich sein.
Meist wird der Indianertabak als Ersatz für normalen Tabak in einem Joint mit Cannabis gemischt.

 

Lobelia inflata + Damiana (Turnera diffusa) + Hopfen (Humulus lupus): Dies ist eine nette legale Rauchmischung, die mild aber durchaus spürbar entspannend & angenehm wirkt. Theoretisch kann man diese Mischung sogar auch oral aufnehmen, beispielsweise als Tee oder Tinktur (hier muss der Indianertabak sehr vorsichtig dosiert werden!). Ohne Lobelia inflata ist die Kombination der beiden anderen Pflanzen sehr subtil und nur wirklich leicht spürbar, der Indianertabak gibt dem ganzen allerdings eine deutlichere Psychoaktivität.
Insgesamt ist die Mischung meist meditativ, beruhigend, entspannend, kann auch leicht aphrodisierend und gut für’s Kuscheln sein.

 

Rezept für fertige Rauchmischung als Tabak Ersatz zum Mischen mit Cannabis:

Auf die Namen klicken für Infoartikel zu diesen psychoaktiven Heilpflanzen!

Dieses aus der Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen (hier kaufbar) stammende Rezept wird Yoba Gold genannt und hat zum einen psychoaktive & synergistische Qualitäten, zum anderen auch geschmackliche (die Pfefferminze ist eine Beigabe nur für den Geschmack und hat selbst keine Wirkung).
Muss natürlich nicht mit Hanf gemischt werden, hat alleine geraucht auch schon milde, angenehme Rauscheffekte, die wahrnehmungsverändernd, beruhigend, entspannend, evtl. angstlösend und stimmungsaufhellend sind.

 

Rezept für „Legal Grass“ – also eine legale Cannabis Ersatz Rauchmischung:

Auch hier bitte auf die Namen klicken, wenn ihr mehr zu den Pflanzen erfahren wollt.

Dieses Rezept stammt ebenso aus der Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen und wird dort beschrieben, als Rauchmischung, die als legaler Cannabis Ersatz vermarktet (also verkauft) wird. Wirklich gleich werden die Effekte definitiv nicht sein, man sollte keine THC identische Wirkung erwarten.
Dennoch eine sehr interessante psychoaktive Rauchmischung, wie ich finde. Man kann mit aphrodisierenden, entspannend, aber auch stimulierenden / energetisierenden und meditativen Effekten rechnen.
Mischt man noch etwas Cannabis dazu, wird die Wirkung sicher weitaus intensiver und wahrscheinlich sehr angenehm ausfallen.

 

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