Peyoté / Peyote (Lophophora williamsii) – Klassischer Meskalin haltiger Kaktus (Infos)

Peyoté / Peyote (Lophophora williamsii) – Klassischer Meskalin haltiger Kaktus (Infos)

Peyoté / Peyote (Lophophora williamsii) – Klassischer Meskalin haltiger Kaktus (Infos)

Peyoté / Peyote (Lophophora williamsii) ist neben dem San Pedro (Echinopsis Peyote Kaktus (Lophophora williamsii)pachanoi) der wohl berühmteste Meskalin haltige Kaktus.
Meskalin entfaltet eine sehr stark psychoaktive, psychedelische Wirkung, weshalb Peyote seit Jahrtausenden von Naturvölkern und schamanischen Kulturen eingenommen wird.

In diesem Artikel wollen wir euch den Peyote Kaktus genauer vorstellen, auf die Wirkung, Nebenwirkungen, Dosierung, Geschichte u.v.m. eingehen!

Wegen seiner psychedelischen Wirkung erwähnten wir Lophophora williamsii auch schon in unserem Artikel „10 pflanzliche Psychedelika“ (zu dem es hier geht)!

Andere Namen: Peyote, Peyoté, Peyotl, Challote, Mescal, Mescal Button

Wissenschaftliche Namen: Lophophora williamsii, Lophophora lewinii, Lophophora echinata, Lophophora lutea, Lophophora fricii, Lophophora jourdaniana, Lophophora diffusa subsp. fricii

 

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Peyote / Peyoté (Lophophora williamsii) Wirkung

Der Effekt, weshalb Peyote hauptsächlich eingenommen wird, ist der stark psychedelische / halluzinogene und empathogene / entaktogene, der durch Meskalin ausgelöst wird.
Bei Meskalin handelt es sich um ein psychedelisches Phenethylamin, am ehesten ist die Art der Wirkung also mit anderen psychedelischen Phenethylaminen vergleichbar (bspw. Eskalin, 2C-B oder 25C-NBOMe). Alle genannten Substanzen sind Designerdrogen die von Meskalin abgeleitet wurden!

Eine allgemeine Beschreibung der Wirkung von Psychedelika fällt sehr schwer und ist eigentlich nicht ausreichend möglich. Nur jemand, der bereits eine solche Droge einnahm, wird sich etwas genaues unter der Wirkbeschreibung vorstellen können.

Am ehesten kann man psychedelische Drogen als unspezifische Verstärker einordnen.
Das heißt, dass der aktuelle Bewusstseinszustand, die Gefühle, Ängste und Gedanken werden verstärkt und deutlich intensiver erlebt.
Deshalb muss man bei der Einnahme von Peyote und anderen Psychedelika penibel auf das Set & Setting achten, also auf die Umgebung und die Laune, in der man die Substanz nimmt.
Mehr zu den möglichen Nebenwirkungen findet ihr bei der nächsten Überschrift!

Die Wirkung kann also sehr unterschiedlich ausfallen. Es kann zu einem sehr unangenehmen, herausfordernden oder zu einem sehr angenehmen, spaßigen Trip kommen.

Die Farben werden intensiviert, häufig sehen die Berauschten starke visuelle Veränderungen (wie geometrische Muster, unbekannte Farben, oder stille Flächen die sich bewegen, das sog. „morphen“), manchmal haben sie auch akustische Pseudohalluzinationen.
Die Gedankengänge werden enorm verändert, in hohen Dosierungen kann es zu einer Auflösung des Egos (Egotod) kommen. Oft wird die Empathie und die Liebe gegenüber anderen Lebewesen und der Welt verstärkt, natürlich kann jedoch auch das Gegenteil eintreten.

Der Unterschied zwischen Halluzinationen und Pseudohalluzinationen ist wichtig zu wissen:
Halluzinationen können vom Betroffenen nicht von der Realität unterschieden werden und sind üblicherweise ein Symptom von Psychosen, Schlafentzug oder deliranten Drogen (bspw. Nachtschattengewächsen wie das Schwarze Bilsenkraut). Echte Halluzinationen können sehr gefährlich sein, da Menschen sich durch sie in lebensgefährliche Situationen bringen können!
Pseudohalluzinationen hingegen können eben schon von der Realität unterschieden werden und sind als Effekt einer Droge erkennbar. Alle Psychedelika lösen diese Art von visuellen Verändrungen aus.

Von der Intensität her ist die psychedelische Wirkung des Meskalin mit der von LSD, Psilocin & co. vergleichbar. Einige Menschen empfinden Meskalin sogar als noch stärker / mächtiger, was vermutlich jedoch nur an der Dosierung, der Erwartungshaltung und dem Set & Setting liegt.

 

Peyote Kaktus als Heilpflanze

Die psychedelische Wirkung kann bei psychischen Problemen und zum spirituellen Wachstum eingesetzt werden, jedoch nur von Personen die sich gut mit der Materie auskennen und die eine Ausbildung in diesem Bereich machten.
In schamanischen Naturstämmen wird Peyote von Schamanen eingesetzt, um fast jede Art von Krankheit zu heilen, was laut schamanischem Glauben ein psychischer (bzw. spiritueller / mystischer) und kein körperlicher Prozess ist.

Auch die westliche Medizin weiß um das große Potential dass Psychedelika in der Bekämpfung schwerer psychischer Krankheiten innewohnt.
Es gibt einige Studien zur sogenannten psycholytischen Therapie / mit psychedelischen Substanzen unterstütze Psychotherapie, wobei dort meist LSD, seltener Psilocin verwendet wird.
Meskalin aus Peyote Kakteen wird wegen der schweren Dosierbarkeit & der Wirkstoffschwankungen in den Kakteen (es sei denn der Wirkstoff wird isoliert) eher seltener dafür benutzt.

Doch es gibt noch weitere Effekte vom Lophophora williamsii, die ihn zu einer außergewöhnlichen Heilpflanze machen!
Der im Kaktus enthaltene Stoff Peyocactin (auch Hordenin genannt) ist ein Antibiotikum und zwar ein sehr wirkungsvolles. Peyocactin wirkt antibiotisch gegen 18 Arten von Bakterien die Penicillin resistent sind, außerdem gegen einen Pilz (fungizid).

 

Nebenwirkungen & Risiken von Peyote & Meskalin

Vorab: Psychedelika wie Meskalin sind eine der stärkst wirksamsten Wirkstoffarten die existieren.
Ich kann hier nicht alles aufzählen was zu beachten ist, man sollte sich also intensiv mit dem Thema auseinander setzen (Tripberichte & Bücher lesen) bevor man selbst das erste mal ein Psychedelikum einnimmt!

Der Konsum von Psychedelika (und Peyoté ist ein ausgewachsenes Psychedelikum!) birgt sehr große Gefahren, mindestens ebenso viele wie er Potential birgt.
Menschen die eine genetische Prädisposition für psychische Probleme haben (d.h. deren Verwandte Psychosen o.ä. ausbildeten) sollten vom Konsum absehen, da Meskalin eine latente (also eine bereits vorhandene, versteckte) Psychose ans Tageslicht bringen kann.
Bei psychisch gesunden Menschen kommt es bei korrektem Gebrauch jedoch kaum zu solchen Psychose-Ausbrüchen, anders als die Anti-Drogen-Propaganda der Medien uns glauben lassen will.

Man muss schlicht extrem auf Set & Setting achten, das heißt man darf die Pflanze nur einnehmen wenn man gut gelaunt ist, fest im Leben steht und nichts einen zu sehr belastet und in einer Umgebung in der man sich sicher fühlt, nur mit Menschen die man gut kennt & gerne hat und in der man sich auch mal zurückziehen & hinlegen kann.
Eine Party, die Innenstadt, oder eine Wohnung eines Freundes in der man selten ist sind keine passenden Orte für einen Trip, besser man legt sich bei schönem Wetter in die Natur!
Der sogenannte Badtrip oder Horrortrip, vor dem in den Medien so oft gewarnt wird, lässt sich normalerweise durch passendes Set, Setting & Dosis verhindern, dennoch kommt es manchmal auch zu unangenehmen Räuschen.
Hierbei spüren die Konsumenten Angst bis hin zu Panik, Verwirrtheit und sind nur schwer zu beruhigen.
Man sollte sich dennoch darüber im klaren sein dass man aus solchen unangenehmen Trips oft mehr lernen kann als aus angenehmen (wenn man sie richtig verarbeitet) und dass jeder böse Trip auch wieder vorbei geht. Die Angst des „kleben oder hängen bleibens“ ist recht unbegründet.

Außerdem sollten Anfänger unbedingt einen Tripsitter (also einen nicht-trippenden, der auf den / die Berauschten aufpasst) dabei haben, der selbst bereits Psychedelika konsumierte und einfühlsam ist.
Dies ist auch für Menschen die schon öfter trippten empfehlenswert, erst Recht in höheren Dosierungen.

Ein besonderes Risiko ist der Konsum der Peyote Kakteen, da der Wirkstoffgehalt stark schwankt und so keine verlässlichen Dosisangaben gemacht werden können.
Man kann zwar in etwa abschätzen wie viel Kaktus man einnehmen muss, genau sagen wie viel Meskalin enthalten ist kann man jedoch nicht. Der Trip kann also viel stärker oder schwächer als gewollt werden!
Dementsprechend sollte man immer auch auf eine extrem starke Wirkung gefasst sein und die Möglichkeit haben, sich ins eigene Heim zurückzuziehen wenn es überfordernd wird.
Sicherer wäre das Meskalin zu extrahieren, das ist jedoch illegal (weil es als Produktion von BtMG zählt) und nur für Menschen mit chemischem Wissen machbar.

Konsumiert man zu oft Psychedelika wie Peyoté kann man das Erlebte nicht ausreichend in den Alltag integrieren und verarbeiten, was die Gefahr eine Psychose, eine Angststörung oder andere psychische Probleme zu entwickeln drastisch erhöht.
Man sollte so lange Pause machen, wie man benötigt die erlebte psychedelische Wirkung zu verarbeiten, dies können Wochen, Monate oder gar Jahre sein, je nachdem wie einschneidend der Trip war.
Als Grundregel sind 3-4 Wochen Pause einzuhalten jedoch vernünftig.

Wegen der antibiotischen Wirkung von Hordenin/Peyocactin sind keine gesundheitlichen Probleme zu erwarten, da man wohl keine so hohen Dosierungen dieser Substanz einnimmt, wenn man Peyote (oder ein stark Meskalin-haltiges Peyote Extrakt) für eine psychedelische Wirkung konsumiert.

 

Peyote Inhaltsstoffe

Insgesamt enthält der Peyoté Kaktus mehr als 50 verschiedene Alkaloide, von denen einige psychoaktiv sind.

Der wichtigste Inhaltsstoff von Lophophora williamsii (und auch von den nahe verwandten Lophophora jourdaniana, Lophophora diffusa und Lophophora fricii) ist Meskalin.
Im frischen, lebenden Peyote Kaktus wurden 0,7-0,73mg pro Gramm Pflanze nachgewiesen.

Ein weiterer psychoaktiver Wirkstoff im Peyote ist Pellotin (auch Peyotin), welches nicht psychedelisch sondern beruhigend, sedierend und krampflösend wirkt.
Dieser ist im frischen Lophophra williamsii mit 0,275-0,3mg pro Gramm enthalten.

Außerdem zählen Hordenin (auch Peyocactin), Tyramin, N-Methyltyramin, N-Methylmeskalin, Anhalinin, O-Methylanhalinin, Anhalidin, Anhalamin, Anhalonidin, Anhalonin, Anhalotin, N-Acetylanhalonin, Epin, Dopamin und Lophophorin zu den enthaltenen Alkaloiden.

 

Peyote Dosis / Meskalin Dosierung

Wie bereits gesagt gibt es in den Peyote Kakteen deutliche Wirkstoffschwankungen, weshalb nicht genau gesagt werden kann, wie viel man einnehmen soll und wie viel Meskalin im Kaktus enthalten ist.
Die Angaben hier sind also nur Orientierungshilfen, am besten man nimmt zunächst eine niedrigere Dosis ein!

Als übliche Dosierung für einen starken psychedelischen Trip werden meist 15-20g getrockneter Lophophora williamsii eingenommen. Dies entspricht etwa 200-600mg Meskalin, was einen mittelstarken bis sehr starken Trip auslöst.
Eine leichte Wirkung wird durch etwa 100-200mg Meskalin ausgelöst, also etwa 4-10g getrockneter Peyote.

Getrockneter Peyote Kaktus enthält normalerweise etwa 2-4% Meskalin, kann jedoch auch 1-7% enthalten!

Eine Möglichkeit um Peyote sicherer dosieren zu können ist (neben der Isolation des Meskalins, was ohne chemisches Wissen kaum möglich ist), einen Sud aus vielen Peyote Buttons (deutlich mehr als nur eine Dosis, am besten um die 3-4 Portionen) herzustellen und diesen haltbar zu machen, bspw. durch Propylenglykol oder Ethanol.
Den lagert man dann kühl und tastet sich sehr langsam an, d.h. man trinkt zunächst, wenn der Sud 4 Portionen sind, kein ganzes Viertel sondern erst bspw. ein Achtel.
Sollte die Wirkung nicht stark genug sein trinkt man dann (nach mindestens 1-2 Wochen Pause) das nächste mal mehr des Suds, bspw. ein Sechstel oder ein Viertel!

 

Wirkzeit von Peyote / Meskalin

Die Wirkung setzt üblicherweise nach 45 bis 120 Minuten ein, abhängig vom Mageninhalt, der Art der Zubereitung und vom Metabolismus der jeweiligen Person.
Die Wirkdauer von Meskalin beträgt etwa 6-12 Stunden, wobei die Einnahme von sehr hohen Dosierungen auch einen deutlich längeren Trip auslösen kann! Es gibt Berichte von Meskalintrips die 24 Stunden lang anhielten.

Auch noch einige Stunden nachdem die Hauptwirkung abklang können Nacheffekte spürbar sein, weshalb man mindestens zwei freie Tage (den Tag der Einnahme und den Tag nach der Einnahme) einplanen muss, während denen man kein Fahrzeug führt!

 

Peyote Kaktus Zubereitung & Einnahme

Bei allen Einnahmearten sollte man darauf achten, die Peyote Kakteen über etwa eine Stunde verteilt einzunehmen, nicht auf einmal.
Nimmt man das ganze Pflanzenmaterial auf einmal auf kommt es häufig zu Übelkeit, welche durch die zeitversetzte Einnahme oft reduziert oder sogar komplett verhindert werden kann.
Außerdem sollte man 3-6 Stunden vor der Einnahme nichts essen. Während des Trips sollte man dann jedoch darauf achten Nahrung (und natürlich genug Flüssigkeit) zu sich zu nehmen, am besten Obst, Nüsse & anderes gesundes, schönes Essen.

Die Stachel muss man natürlich vor der Einnahme sorgsam entfernen.

Traditionell werden die Peyote Buttons oft einfach frisch oder getrocknet gekaut, wodurch das Meskalin sublingual (über die Mundschleimhaut) aufgenommen wird. Entweder wird er dann so lange gekaut bis der Wirkstoff komplett aufgenommen wurde und die Reste dann ausgespuckt, oder nur kurz und dann geschluckt.
Diese Methode ist jedoch sehr unangenehm da der Peyote extrem bitter ist und die Übelkeit so oft deutlich verstärkt wird. Das gleichzeitige Trinken von Fruchtsaft (bspw. Sauerkirschensaft, Ananassaft) kann die Bitterkeit ein wenig erträglicher machen.

Alternativ kann man den Kaktus auch einfach trocknen, pulverisieren (mit einer elektrischen Küchenmühle bspw.) und in Leerkapseln füllen.
So umgeht man den Geschmack und wenn man kein Problem damit hat Kapseln zu schlucken ist dies eine sehr angenehme Methode.

Auch das Kochen eines Peyote Tee ist üblich, hierfür wird der frische oder getrocknete Kaktus möglichst klein zerschnitten und in Wasser gegeben, am besten mit Zitronensaft oder Essig (Saft einer halben Zitrone pro Portion sollte genügen). Dann wird das Gebräu mindestens eine Stunde bei niedriger bis mittlerer Temperatur leicht gekocht.
Nun wird das Pflanzenmaterial abgesiebt, man kann es anschließend nochmal auskochen, da eventuell nicht all das enthaltene Meskalin gelöst wurde.
In schamanischen Naturvölkern werden häufig noch andere psychoaktive Pflanzen zum Trank hinzugegeben, beispielsweise Traumkräuter, beruhigende oder klärende Kräuter.
Der Tee schmeckt jedoch ebenso extrem bitter und unangenehm, man kann ihn mit Zucker süßen oder mit Fruchtsaft mischen.

 

Peyote Extrakt / Tinktur

Ein einfaches und haltbares Peyote Extrakt lässt sich recht einfach herstellen.
Man pulverisiert einfach die getrockneten Peyote Buttons und übergießt sie mit möglichst reinem Ethanol oder hochprozentigem Schnaps. Diesen Trank füllt man in ein geschlossenes Gefäß und lässt ihn im Dunkeln & Kühlen für 2-7 Tage stehen.
Auf 100ml reines Ethanol kann man etwa 50g getrockneten Peyote geben, vielleicht auch mehr.
Nach dem das Peyote Extrakt ziehen konnte, filtert man das Pflanzenmaterial durch eine Mullbinde o.ä. heraus. Man kann den übrig geblibenen Peyote Brei noch einmal in 50ml Ethanol geben und den Prozess wiederholen, wenn man nichts verschwenden will.

Für die bei der Überschrift „Peyote Dosis / Dosierung“ erwähnte Methode der sichereren Dosierung durch das herantasten an eine standartisierte Lösung ist ein solches Peyote Extrakt sehr gut geeignet. da es im Gegensatz zu Peyote Tee gut haltbar ist!

 

Rechtslage von Peyote

In Deutschland, Österreich, der Schweiz und den meisten anderen Ländern auch ist der Kauf, der Besitz und der Anbau von Peyote Kakteen zu privaten Zwecken vollkommen legal, weshalb man Lophophora Arten auch ganz einfach im Internet bestellen kann.

Der enthaltene Wirkstoff ist dennoch im Betäubungsmittelgesetz (BtMG)!
Dadurch ist das Extrahieren von Meskalin strafbar, auch der Besitz von Peyote Kakteen zum Zweck des Konsums (wenn sie also bspw. schon zubereitet wurden) ist illegal!

Der Verkauf von Peyote Kakteen zu Konsumzwecken ist natürlich ebenso streng verboten.

 

Peyote Geschichte & traditioneller Gebrauch

Vermutlich wird der Peyote bereits seit prähistorischer Zeit wegen seiner psychedelischen Wirkung eingenommen, wohl in Südamerika.
Die Azteken kannten und konsumierten die Pflanze, ebenso wie viele schamanische Naturvölker. Nachwievor ist Peyote eine sehr wichtige und oft konsumierte Pflanzen in dieser in Südamerika anzutreffenden Kultur!

In der neueren Geschichte wird Peyote von der Native American Church in den USA legal als heiliges Sakrament gebraucht.

Schon immer galt Peyote als Heilmittel und wurde gegen fast alle Krankheiten konsumiert, in Anleitung eines Schamanen / Heilers, der den Patienten durch einen mystischen Vorgang heilt.
Die Vorstellung, auf der diese Tradition basiert ist, dass alle Krankheiten des Körpers durch Krankheiten / Probleme des Geistes / der „Seele“ ausgelöst werden.

 

Peyote Mischkonsum

Peyote + MAO-Hemmer: Diese Kombination ist sehr gefährlich und nicht zu empfehlen! N,N-DMT und einige andere Tryptamine werden manchmal mit MAO-Hemmern (MAOI) gemischt, bei DMT ist dies bspw. nötig um es oral wirksam zu machen.
Außerdem wird die Wirkung von Psychedelika durch MAOI enorm verstärkt und verlängert.
Die Kombination vonn Peyote und MAO-Hemmern ist jedoch potentiell lebensgefährlich!
Und zwar, weil der Peyote Kaktus noch weitere Alkaloide enthält, darunter Tyramin und seine Analoge. Diese werden durch die Monoamin oxidase abgebaut, welche wiederrum durch MAO-Hemmer gehemmt wird. Dadurch wird Tyramin (und auch Tyrosin) für den Körper zu Gift!

Man muss eine strenge Diät mindestens 24 Stunden vor und nach der Einnahme von MAOI einhalten, welche komplett auf Tyramin-reiche Nahrungsmittel verzichtet (dazu zählen Bananen, Fisch, alter Käse, fermentierter Tofu, Fleisch u.v.m.). Das im Peyote enthaltene Tyramin & seine Verwandten können also sehr gefährlich sein!

Außerdem soll selbst isoliertes Meskalin nicht gut mit MAO-Hemmern kombiniert werden können und unberechenbar verstärkt werden, es kommt auch zu körperlichen Nebenwirkungen.
Das gleiche gilt wohl für alle anderen psychedelischen Phenethylaminen auch, man sollte MAOI besser nur mit Tryptaminen kombinieren.

Peyote + Cannabis: Cannabis verstärkt die psychedelische Wirkung von Meskalin enorm, kann jedoch auch zu Paranoia und Angst führen.
Nur erfahrene Konsumenten dürfen diese beiden psychoaktiven Pflanzen mit einander kombinieren.
Viele Menschen denken fälschlicherweise, auf Psychedelika Gras / Hasch zu rauchen würde sie entspannen / beruhigen, oft ist jedoch genau das Gegenteil der Fall!
Körperlich ist diese Kombination allerdings sicher.

Peyote + Kratom: Kratom (Mitragyna speciosa) ist ein Opioid und wirkt beruhigend, sedierend, euphorisch und schmerzstillend.
Die psychedelische Wirkung des Meskalins wird durch Kratom leicht abgeschwächt, sie ist dann jedoch immer noch sehr deutlich zu spüren.
Die beruhigenden, entspannenden Effekte können den Trip weniger nervös / angenehmer machen, es kann sich jedoch auch negativ anfühlen. Es ist nicht garantiert, dass man sich durch den Konsum von Kratom während eines Trips entspannter fühlt!
Außerdem wird die Übelkeit sehr verstärkt, da Kratom bereits im Monokonsum schnell Übelkeit erzeugen kann. Erst Recht wenn das Pulver in ein Getränk gemischt und nicht in Leerkapseln gefüllt wird, da der Geschmack so bitter und ekelhaft ist!
Körperlich sollte die Kombination sicher sein.

Peyote + Benzodiazepine (wie Diazepam, Clonazolam oder Clonazepam): Die psychedelische Wirkung wird durch Benzos unterdrückt und stark abgeschwächt.
Außerdem werden Benzodiazepine auch im Krankenhaus bei heftigen Panikattacken gegeben, auch bei von Psychedelika Berauschten.
Dennoch sollte man nur im äußersten Notfall während eines Badtrips ein Benzo einnehmen, da es besser ist wenn man den unangenehmen Trip selbst überwindet und ihn nicht einfach abbricht.
Die Gefahr dass sich eine posttraumatische Belastungsstörung nach einem schlimmen Trip entwickelt ist evtl. höher, wenn man ein Benzodiazepin einnimmt!

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