Psychoaktive Salvia Arten – Nicht nur Salvia Divinorum ist berauschend!

Psychoaktive Salvia Arten – Nicht nur Salvia Divinorum ist berauschend!

Psychoaktive Salvia (Salbei) Arten – Heil- und Rauschpflanze Salvia

Wenn man von berauschendem Salbei hört, denkt man sofort an Salvia Divinorum, den Zaubersalbei / Azteken-Salbei, der weltweit als starkes dissoziatives Psychedelikum bekannt ist.
Doch nicht nur Salvia Divinorum hat eine Wirkung!
Es gibt noch viele weitere Salbei / Salvia Arten, die entweder psychoaktiv sind oder eine gute Heilwirkung haben und als Heilpflanzen verwendet werden können.

Die folgenden Pflanzen sind tatsächlich alle legal, Salvia Divinorum ausgenommen!

Neuigkeit (Juli 2017): Es wurden 26 Salvia Arten die Salvinorin A und/oder Salvinorin B enthalten entdeckt! Einige hiervon haben hohe Konzentrationen von Salvinorin A und können wohl als psychoaktive Pflanzen eingenommen werden.
Zuvor dachte man, nur Salvia Divinorum würde Salvinorin A enthalten, dies ist also eine Sensation!

Einen Artikel mit genaueren Infos zu dieser Studie findet ihr hier!

Liste aller wirksamen Salbei Arten der Gattung Salvia

  • Salvia Divinorum (Azteken-Salbei, Zaubersalbei, Wahrsage-Salbei…)

Wie oben schon erwähnt ist dies der bekannteste psychoaktive Salbei.
Salvia Divinorum enthält unter anderem Salvinorin A und Salvinorin B, ersteres ist wissenschiftlich gesichert psychoaktiv.
Salvinorin A ist schon bei sehr niedrigen Dosierungen (~0,2mg) wirksam und zählt somit zu den potentesten Halluzinogenen.

Salvia Divinorum unterliegt in Deutschland seit 2008 dem BtMG und ist somit illegal. Er darf weder besessen, importiert noch angebaut werden.
In Österreich ist Salvia Divinorum hingegen vollkommen legal, da dieses Land weitaus liberaler mit Ethnobotanik umgeht! Auch in den Niederlanden ist diese Pflanze erlaubt.

 

  • Salvia officinalis (Echter Salbei, Küchensalbei, Heilsalbei…)

Salvia officinalis ist der in Europa verbreitetste als Gewürz und Heilpflanze benutzte Salbei.
Er enthält unter anderem Thujon (auch in Wermut und Absinth enthalten), Linalool, 1,8-Cineol und etliche Flavonoide.
Da Salvia officinalis Thujon enthält sollte man nicht zu viel von ihm einnehmen, da diese Substanz in höheren Dosierungen giftig sein kann.
Der Thujon Gehalt ist allerdings nicht im bedenklichen Bereich und bei normalem Gebrauch ist diese Pflanze keineswegs schädlich!
Es sollte nur darauf verzichtet werden täglich über einen längeren Zeitraum Salbei-Tee zu trinken, da Thujon sich im Körper ablagern kann.

Als Heilpflanze ist dieser Salbei vielfältig einsetzbar.
Er wirkt entzündungshemmend und antibakteriell, weshalb Salvia officinalis Spülungen (mit Tee oder einem alkoholischen Entzug) bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich wahre Wunder wirkt. Auch bei Halsschmerzen wirkt das Trinken und Gurgeln des Salbeitees.

Desweiteren gibt es schweißhemmende und verdauungsfördernde Eigenschaften, der Tee kann also gegen zu viel Schwitzen und bei Magen-Darm Problemen eingesetzt werden.

Eine Liste mit Thujon-haltigen Pflanzen findet ihr hier!

 

 

  • Salvia splendens (Feuersalbei)

Der Feuersalbei ist ein aus Brasilien stammender, feuerroter Salvia.
Er enthält die Wirkstoffe Salviarin und Splendidin und wirkt leicht psychedelisch, angstlösend und beruhigend.
Er ist deutlich schwächer als Salvia Divinorum, aber definitiv wirksam!

Es gibt recht wenige Erfahrungsberichte zum Feuersalbei, die meisten die es gibt, berichten jedoch sehr positiv von der Wirkung dieser Pflanze.

Mehr über den Feuersalbei (Salvia splendens) erfahrt ihr hier.

 

  • Salvia sclarea (Muskatellersalbei, Muskat-Salbei, Römischer Salbei)

Der Muskatellersalbei ist eine Heilpflanze mit milder psychoaktiver Wirkung.
Sie wird manchmal als subtiler Cannabis-Ersatz geraucht und hat aphrodisierende, antidepressive, stimmungsaufhellende und wahrnehmungsverändernde Effekte.

Auch oral eingenommen ist sie wirksam, das Brauen von Muskatellersalbei-Bier war früher verbreitet, auch die Zugabe zu Wein (Muskatellerwein) ist bekannt!
Die Wirkung vom Alkohol soll  durch den Muskatellersalbei verstärkt & verändert werden.

Mehr Infos zum Muskatellersalbei (Dosis, Verwendung, Wirkung etc.) findet ihr hier!

 

  • Salvia aethiopis (Ungarischer Salbei, Wollsalbei, Mediterraner Salbei, Afrikanischer Salbei oder Mohren Salbei)

Der Ungarische Salbei ist schon weitaus unbekannter als die beiden vorigen Arten.
Er enthält ca. 0,15% des Wirkstoffs Aethiopinon, der in Tieren eine schmerzstillende Wirkung erzeugte.
Es ist allerdings nichts über den menschlichen Konsum von Salvia aethiopis bekannt!

 

  • Salvia coccinea (Blutsalbei, Roter Salbei, Scharlachsalbei, Texas sage, Tropischer Salbei)

Über den Konsum von Salvia coccinea ist schon etwas mehr bekannt als bei Salvia aethiopis.
Seit wenigen Jahrzehnten ist Blutsalbei in der Ethnobotanik-Szene verbreitet, hier wird das Blattmaterial meist geraucht.
Hierfür werden die Blätter der Pflanze gepflückt und getrocknet und anschließend in einer Pfeife, Bong, Vaporizer oder einem Joint konsumiert.

Der Geschmack von Salvia coccinea ist wohl recht ekelhaft und auch der Rauch kratzig und unangenehm.
Dennoch – beim Rauchen von etwa 1-3g treten beruhigende Effekte ein, zusätzlich können auch leichte psychedelische Effekte eintreten.
CEVs (Visionen bei geschlossenen Augen) können wahrgneommen werden, Empathie kann verspürt und Emotionen verstärkt werden.
Salvia coccinea kann auch gut als Traumkraut verwendet werden, da es beruhigt und leicht halluzinogen ist!
Mann kann sich aus dieser Pflanze auch ein Extrakt herstellen, mit dem dann noch stärkere psychedelische Wirkungen erreicht werden können.

Einen ausführlichen Infoartikel zum Blut Salbei (Salvia coccinea) findet ihr hier!

Eine Liste mit 10 Traumkräutern findet ihr hier!

 

  • Salvia elegans (Salvia rutilans, Honigmelonen-Salbei, Ananas-Salbei)

Salvia elegans ist ein aus Mexiko und Guatemala stammender Salbei.
Er wird so wohl als Zierpflanze wie auch als Gewürz verwendet – denn er hat einen ähnlichen Geschmack wie der hier verbreitete Salvia officinalis. Es gibt widersprüchliche Berichte über den Konsum von Honigmelonen-Salbei zu Rauschzwecken.

Die meisten Berichte deuten darauf hin, dass der Salbei oral wenig bis gar nicht wirksam ist, geraucht allerdings durchaus milde Effekte erzielt. Es gibt eine wissenschaftliche Studie, die antidepressive und angstlösende (anxiolytische) Wirkungen bei Ratten bestätigt!
Und es gibt tatsächlich auch Konsumenten, die nach dem Rauchen von Salvia elegans / Salvia rutilans eine Entspannung und Angstlösung verspüren konnten.

Alles in Allem zählt diese Salbei-Art zu den wenig erforschten, die nur von erfahrenen Konsumenten die wissen was sie tun experimentell erforscht werden sollten.

 

  • Salvia viridis (Salvia hormium, Buntschopf-Salbei)

Salvia viridis Samen und Blätter wurden und werden dazu verwenden, die Wirkung von Schnaps zu intensivieren.
Aus den zermahlenen Blättern des Buntschopfsalbeis soll man sich einen guten Schnupftabak ( bzw. Schnupfpulver) herstellen können.

Es ist wahrscheinlich, dass sich auch beim Rauchen von Salvia viridis eine Wirkung einstellt.
Diese wird vermutlich beruhigend und könnte auch schmerzlindernd und/oder leicht psychedelisch sein.

Eine sehr interessante Salbei Art, über deren Konsum heutzutage wenig bekannt ist, da sie auch nicht sehr verbreitet ist.
Es könnte sich durchaus lohnen, ein Experiment mit dem Buntschopf-Salbei einzugehen!

 

  • Salvia miltiorrhiza (Rotwurzel-Salbei, Dan Shen)

Dieser Salbei ist schon deutlich bekannter:
In der chinesischen Medizin wird er bei vielen verschiedenen Krankheiten als Heilpflanze eingesetzt, so zum Beispiel bei Stoffwechsel-, Kreislauf- und Durchblutungsstörungen.
Salvia miltiorrhiza steht auch in Verdacht, tumorhemmend und somit krebslindernd zu sein, und auch antibakteriell.

Neben diesen tollen Heilwirkungen ist der Rotwurzel-Salbei auch noch psychoaktiv und leicht berauschend!
Wurzeln und Blätter wirken angstlösend (anxiolytisch) und beruhigend, können somit als natürliches Benzodiazepin / Schlafmittel verwendet werden.
Die Samen der Pflanze wirken angeblich stimulierend, also aufputschend und wachmachend!


 

  • Salvia nemorosa (Hain-Salbei, Steppen-Salbei)

So wohl Blätter, Blüten wie auch Wurzeln des Steppensalbeis Salvia nemerosa sollen Berichten zu Folge schmerzlindern, beruhigend, schlaffördernd und als Tee getrunken sogar traumintensivierend wirken.
Salvia nemorosa ist somit ein Traumkraut, wenn man es abends vor dem Schlafen gehen oral zu sich nimmt.
Bei einigen Leuten erzielt es eine Cannabis ähnliche, berauschende Wirkung!

Die beruhigende, schmerzstillende Wirkung soll eintreten wenn man den Salbei sublingual aufnimmt oder raucht / verdampft, entweder in einer Bong, einem Vaporizer, einem Joint oder einer Pfeife.

Es gibt viele verschiedene Unterarten von Salvia nemorosa, die teils aktiv, teils weniger oder gar nicht aktiv sind.
Es handelt sich hier um eine beliebte Garten- und Zierpflanze, die nicht extra für den Konsum gezüchtet wird, weshalb eine Psychoaktivität nicht garantiert werden kann!

Einen Artikel mit vielen Infos zu Salvia nemorosa findet ihr hier!

 

Dies waren noch längst nicht alle Salvia Sorten, die eine Wirkung haben.
Es gibt hunderte verschiedene Arten dieser Gattung, von denen sich einige unentdeckte psychoaktive Pflanzen darunter sind!

Die Wirkung von den verschiedenen Salvia Arten ist allerdings durchaus nicht unumstritten (die von Salvia Divinorum mal ausgenommen)!

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