Sandmalve / Indische Malve (Sida cordifolia) – Pflanzlicher Upper mit Ephedrin, Heilpflanze & Fatburner

Sandmalve / Indische Malve (Sida cordifolia) – Pflanzlicher Upper mit Ephedrin, Heilpflanze & Fatburner

Sandmalve / Indische Malve (Sida cordifolia)

Sandmalve / Indische Malve (Sida cordifolia)
Quelle Flickr

Die Sandmalve / Indische Malve (Sida cordifolia) ist eine in den Tropen & Subtropen beheimatete Malven-Art, die wegen ihrer stimulierenden, aufputschenden Effekte eingenommen wird. Sie wird auch Bala genannt.
Sandmalve ist eine psychoaktive Pflanze und ein Heilkraut, in Indien wird sie vielfach angebaut.

Sida cordifolia ist ein beliebter Ephedrin-Lieferant (ebenso wie der Mormonentee Ephedra sinica oder andere Ephedra Arten), enthält jedoch auch noch andere psychoaktive Inhaltsstoffe, welche die Wirkung von Ephedra Arten unterscheidbar machen.
Es handelt sich bei der Indischen Malve also um ein stark wirksames pflanzliches Aufputschmittel!

 

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Sida cordifolia Inhaltsstoffe

Neben den beiden dem Amphetamin nahen Substanzen Ephedrin (0,8-1,2% in den oberirdischen Teilen & der Wurzel, bis zu 4% in den Samen) & Pseudoephedrin enthält die Sandmalve außerdem das Chinazolin-Alkaloid Vasicin, Vasicinon, Vasicinol, Hypaphorin und Phytosterol.

 

Sida cordifolia WirkungIndische Malve / Sandmalve (Sida cordifolia)

Sida cordifolia psychoaktive Pflanze

Sida cordifolia wirkt wegen des enthaltenen Ephedrin & Pseudoephedrin stark stimulierend (aufputschend), kann stimmungsaufhellend sein, die Konzentrations- & Leistungsfähigkeit stärken und Hunger & Durst unterdrücken.
Die Wirkung ist zwar vergleichbar mit der von Koffein (& koffeinhaltigen Pflanzen wie Guarana, Kaffee, Kakao oder Guayusa), viele Konsumenten empfinden Ephedrin-haltige Pflanzen jedoch als etwas angenehmer & „berauschender“ – wobei sie bei weitem nicht so berauschend wie beispielsweise Kath oder Koka.

Auch wenn die Hauptwirkstoffe bei Sida cordifolia und Ephedra sinca (& anderen Ephedra Arten) gleich sind (Ephedrin & Pseudoephedrin), spüren die meisten Konsumenten einen deutlichen Unterschied zwischen diesen psychoaktiven Pflanzen.
Sida cordifolia enthält Substanzen, die die Ephedra Arten nicht enthalten, welche die Wirkung modifizieren.
Einige Menschen berichten davon, dass Sida cordifolia stimmungsaufhellender / euphorischer als die Ephedra Arten wirkt.

Selten wird Sida cordifolia als Substitut bei einer ehemaligen Amphetamin / Methamphetamin Sucht verwendet, da die Wirkung ein wenig ähnlich ist, der Konsum jedoch mit deutlich weniger psychischen & physischen Schäden einher geht.

Sandmalve / Sida cordifolia als Heilpflanze

Erwiesenermaßen wirkt diese Pflanze fiebersenkend und entzündungshemmend, außerdem hilft sie gegen Erschöpfung & Müdigkeit und könnte theoretisch als Diätmittel eingesetzt werden (wobei dies ungesund sein, zu Leberschäden und zu einem Jojo-Effekt führen kann).
Während der Sandmalve-Wirkung verbrennt der Körper einige Kalorien mehr, weshalb Sida cordifolia oft als Fatburner bezeichnet wird (oder eher wurde, inzwischen ist die Verwendung als Fatburner in vielen Ländern, inkl. Deutschland, verboten).

In der Volksmedizin in Indien und Afrika wird sie des Weiteren gegen Durchfall, Menstruationsbeschwerden, Malaria, Syphilis, Wunden, Schwellungen, Hals- und Lungenbeschwerden und als luststeigerndes Mittel (Aphrodisiakum) genutzt.
In der Ayurveda (die indische Volksmedizin) gilt Sida cordifolia als Herzstärkungsmittel, außerdem wird sie dort äußerlich als kühlender & zusammenziehender (adstringirender) Umschlag angwendet.

 

Sida cordifolia Nebenwirkungen & Risiken

Generelle Nebenwirkungen sind eine Erhöhung der Körpertemperatur, Unruhe, Schlaflosigkeit, Nervosität, Dehydrierung, Zittern, Herzklopfen Unterdrückung von Hunger & Durst und Schwierigkeiten beim Urinieren.
Bei einer Überdosierung kann es zu Angstzuständen, Übelkeit, extremer Nervosität bis hin zum Tod kommen.
Es muss darauf geachtet werden, genug Wasser zu sich zu nehmen um der Austrocknung des Körpers entgegen zu wirken!

Während einer Schwangerschaft darf die Indische Malve auf keinen Fall eingenommen werden, sie kann zu Fehlgeburten führen!
Menschen mit Kreislauf- & Herzproblemen dürfen Ephedrin-haltige Pflanzen ebenso nicht einnehmen, da sie auf die Herzfunktion einwirken.
Bei regelmäßigem Konsum großer Mengen könnte es auch bei gesunden Personen zu Herzschäden kommen.

Wie bei allen Substanzen kann es allergische Überreaktionen geben, einige Menschen reagieren auch einfach empfindlich auf die stimulierende Wirkung.
Es muss daher mit einer geringen Dosierung begonnen werden, um die subjektive Reaktion des Körpers kennnen zu lernen.

Als Diätmittel / Fatburner sind Ephedrin- und Pseudoephedrin-haltige Pflanzen nicht mehr zugelassen, da es zu Leberschädigungen kommen kann, wenn sie über längere Zeit hinweg in höheren Dosierungen täglich eingenommen werden.

Angststörungen könnten durch den Sida cordifolia Konsum verstärkt werden, ebenso wie Psychosen und andere psychische Störungen.

Es gibt ein gewisses Suchtpotential, welches ähnlich hoch wie bei Koffein ist.
Wird über einen längeren Zeitraum täglich Ephedrin eingenommen, kann es beim Absetzen zu Entzugssymptomen (wie Erschöpfung, schlechte Laune, Gereiztheit) kommen.

Mischkonsum mit anderen Substanzen kann gefährlich sein, Sida cordifolia darf bspw. auf keinen Fall mit MAO-Hemmern und herzwirksamen Glykosiden gemischt werden. Weitere Infos zum Mischkonsum von Ephedrin / Pseudoephedrin findet ihr ganz unten, bei der Überschrift „Sida cordioflia Mischkonsum / Kombinationen“.

 

Sida cordifolia / Sandmalve Einnahme / Zubereitung

Je älter diese Pflanze wird, desto mehr sinkt ihr Gehalt an Wirkstoffen. Jüngere Pflanzen sind daher für den Gebrauch vorzuziehen.
Neben den Blättern, Stängeln, Wurzeln & Blüten können auch die Samen verwendet werden, diese enthalten bis zu vier mal mehr Alkaloide als die grünen Pflanzenteile.

Üblich ist das Kochen eines Tees, entweder aus dem oberirdischen Kraut oder aus den Wurzeln.
Hierfür wird das Pflanzenmaterial so klein wie möglich geschnitten und anschließend in eine Tasse gegeben, welche mit kochend heißem Wasser übergossen wird.
Zur Verbesserung der Löslichkeit der Wirkstoffe kann noch etwas Zitronensaft oder Zitronensäure hinzugegeben werden, dies ist jedoch nicht unbedingt nötig.
Nach 10-20 Minuten Ziehzeit kann das Pflanzenmaterial entfernt und der Sida cordifolia Tee getrunken werden.
Der Tee schmeckt nicht allzu bitter & intensiv, ist also sehr leicht trinkbar!

Natürlich kann das pulverisierte Pflanzenmaterial auch in Leerkapseln gefüllt und geschluckt oder in Getränke eingerührt werden, ebenso wie die Samen (welche man für eine besser Wirkstoffaufnahme am besten zerkaut oder vor dem Schlucken mörsert).

 

Sida cordifolia Dosis / Dosierung

Das Kraut und die Wurzeln sind etwa mit 1-5g zu dosieren, wobei 2-3g eine normale Dosierung ist.
Die Samen sind etwa vier mal potenter, daher ist die Dosis bei diesen 0,25-1,5g, normalerweise 0,5-1g.

Es gibt einige Sida cordifolia Extrakte zu kaufen, die meist vordosiert in Kapseln vorliegen. Diese müssen entsprechend der Packungsbeilage eingenommen werden, hier kann es schnell zu Überdosierungen kommen!
Reines Ephedrin dosiert man übrigens mit 5-40mg, wobei 10-30mg eine übliche Dosierung ist.

 

Sida cordifolia Rechtsstatus / Rechtslage

In Deutschland unterliegt diese Pflanze nicht dem BtMG und ist frei verkäuflich (im Gegensatz zu den Ephedra Arten, welche verschreibungs- & apothekenpflichtig sind und dem Grundstoffüberwachungsgesetz unterliegen). Als Fatburner ist der Verkauf dennoch untersagt.
Beim privaten Kauf für Tees ist mit keinen rechtlichen Problemen zu rechnen (natürlich ohne Gewähr, ich bin kein Anwalt).

 

Sida cordifolia Anbau / Anzucht

Die Sandmalve gilt als wohl effektivste Ephedrin-Quelle im Anbau hierzulande.
Die Anzucht aus Samen fällt relativ leicht und ist nicht allzu kompliziert, außerdem ist die Pflanze recht robust und benötigt wenig Pflege.
Im Gegensatz zu Ephedra wächst die Sandmalve deutlich schneller, weswegen eine recht hohe Ausbeute erzielt werden kann.
Sie lässt sich außerdem recht gut überwintern, bei etwa 17°C im Haus!

Die Aussaat erfolgt ab März bei etwa 20°C drinnen in Anzuchterde (bspw. Kokosquellerde), die Keimzeit beträgt 2-6 Wochen. Anschließend werden die Jungpflanzen in nährstoffreiche Erde gesetzt und können bis zum Herbst nach draußen gestelllt werden. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort und muss regelmäßig, jedoch nicht zu sehr, gegossen werden.

 

Sida cordifolia Mischkonsum / Kombinationen

Sida cordifolia + Upper / stimulierende Substanzen (wie Koffein, Amphetamin & co.): Verstärkt die Nebenwirkungen potentiell enorm und wird meist nicht als positiv empfunden.

Sida cordifolia + Koffein (Kaffee, Guarana, Guayusa, Schwarzer / Grüner Tee, Kakao, Kolanuss usw.): Diese Kombination ist hervorzuhaben, da sie von einigen Konsumenten schon als positiv angesehen wird.
Wird die Dosierung beider Substanzen niedrigerer angesetzt, kann es durchaus zu positiv synergistischen Wirkungen kommen, manche empfinden eine stärkere Stimmungsaufhellung, oder einen stärkeren stimulierenden Effekt.
Bei zu hoher Dosierung kann es jedoch auch zu negativen Wirkungen kommen, wie etwa starker Unruhe bis hin zu Angst, Zittern, Rastlosigkeit, Herzklopfen etc. Auch wenn Koffein ein legaler Upper ist, sollte man, gerade im Mischkonsum, sehr vorsichtig mit ihm umgehen!

Sida cordifolia + Psychedelika (LSD, Zauberpilze, 2C-B…): Führt schnell zu angstvollen Trips und ergibt keinen Sinn, ebenso wenig wie das Mischen mit Empathogenen. Kann den Trip unangenehm nervös & aufgeregt machen.

Sida cordifolia + Cannabis (THC): Kann bei manchen Konsumenten positiv & euphorisch wirken, bei anderen jedoch auch negativ.
Die Wahrscheinlichkeit für eine angsterzeugende Wirkung ist deutlich erhöht, Menschen, die durch Cannabis oft Angst / Paranoia bekommen, sollten diese Kombination nicht eingehen.
Die stimulierende Wirkung wird durch das Cannabis etwas geschwächt (noch stärker geschwächt wenn mehr CBD enthalten ist), es kann zu einem seltsamen, unruhigen Zustand kommen.

Sida cordifolia + Melisse, Passionsblume, Lavendel, Mulungu, Indian Warrior: Die Kombination der Sandmalve mit beruhigenden, angstlösenden Pflanzen (die oft leicht GABA-erg wirken) kann die Nebenwirkungen reduzieren und Unruhe & Nervosität vorbeugen.
Eine Teemischung mit Melisse, Passionsblume o.ä. ist also sehr sinnvoll, der Geschmack des Tees lässt sich so ebenfalls verbessern.

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Falls ihr Erfahrungen mit der Sandmalve habt, hinterlasst doch ein Kommentar. 🙂

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