Bauerntabak (Nicotiana rustica) – Tabak Art mit viel Nikotin (leicht anzubauen)

Bauern-Tabak / Rundblatt-Tabak (Nicotiana rustica) ist eine Tabak Art, die (wie alle Tabak Arten) zu den Nachtschattengewächsen zählt. Sie kommt ursprünglich aus Peru, Nicotiana rusticaBolivien und Ecuador und spielt in der Zucht nur noch in wenigen Ländern eine Rolle.
Dennoch kann man den Bauerntabak auch hierzulande sehr einfach anbauen! Aus diesem Grund wird sich dieser Artikel auch um den Anbau des Nicotiana rustica drehen.
Sie enthält hohe Mengen Nikotin, höhere als der bei uns verkaufte Virginia Tabak (Nicotiana virginia).

Andere Namen: Bauerntabak, Veilchen Tabak, Rundblatt Tabak

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Bauerntabak Wirkung

Die Wirkung ist mit der vom bekannten Tabak vergleichbar, allerdings natürlich intensiver.
Ich merkte etwa bei einem Pfeifentopf, gefüllt mit selbst angebautem Bauerntabak, eine sehr starke stimulierende Wirkung. Da merkt man erst richtig, weshalb Nikotin als Upper / Stimulanz gilt.

Manche verwenden Nikotin zur Stressreduktion, wobei dies wohl eher am antrainierten Ritual des Rauchens liegt, weniger an der tatsächlichen Wirkung.
Tatsächlich macht Tabak eher kurzzeitig wacher und steigert vielleicht die Konzentrationsfähigkeit und die Motivation.

Manchmal wird davon berichtet, dass schamansiche Stämme mit sehr hohen Dosierungen visionäre Zustände erreichen, oft wird dies jedoch auch bestritten.
Bei Nikotin handelt es sich eher nicht um ein Halluzinogen.

 

Bauerntabak Nebenwirkungen / Risiken

Wegen des Nikotingehalts ist diese Pflanze natürlich sehr suchterzeugend.

Wird er geraucht, ist er krebserzeugend, verengt die Arterien, erhöht das Risiko auf Herzkrankheiten, Schlaganfälle, Lungenkrankheiten und mehr. Es gelten dieselben Risiken wie bei handelsüblichem Tabak.

Bei oraler, sublingualer oder nasaler Einnahme gibt es das Risiko einer tödlichen Überdosis, da Nikotin eine recht niedrige letale Dosis hat.
Außerdem wird beim Schnupfen natürlich auch die Nasenschleimhaut verletzt.

Eine nichttödliche Nikotin Überdosis geht mit Übelkeit, Schwindel, Unwohlsein und Nervosität einher.

Bauerntabak Verarbeitung & Einnahme

Bauerntabak fermentieren

Es ist immer eine gute Idee, seinen Tabak zu fermentieren. Das gilt für den Bauerntabak genau so wie für den „normalen“ Virginia Tabak.
Hierfür pflückt man die schon gelblichen Blätter (man kann natürlich auch die Grünen pflücken) und legt sie frisch zum Beispiel in eine Holzkiste. Zigarrenkisten sind hierfür gut geeignet.
Hat man die Blätter schon getrocknet, sollte man sie mit etwas Wasser besprühen.

Für den Fermentationsvorgang ist es nämlich wichtig, dass etwas Feuchtigkeit vorhanden ist und die Blätter in einem geschlossenen Behältnis sind.

Nach etwa 2-3 Tagen muss man die Blätter unbedingt heraus nehmen, da sie sonst schimmeln könnten.

Bauerntabak als Feinschnitt

Die fermentierten Blätter kann man dann übereinander legen und in feine Streifen schneiden, sodass man einen Feinschnitt erhält.

Eine weitere, einfachere Möglichkeit ist es, mehrere frische Blätter übereinander zu legen und aufzurollen, in die Form einer Zigarre. Diese Rollen werden dann mit einer Schnur zusammen gebunden, aufgehängt und getrocknet. So findet nur ein leichter Fermentationsprzess statt. Dann werden die Rollen in Scheiben geschnitten, welche dann ebenfalls einen Feinschnitt ergeben.

Bauerntabak in Zigaretten Rauchen (als Feinschnitt Tabak)

Sehr fein geschnitter Feinschnitt kann natürlich gut in Zigaretten gerollt werden. Es ist natürlich etwas ungewohnt, wenn man sonst Filterzigaretten gewohnt ist, wäre allerdings ein durchaus viel günstigerer Ersatz.

Bauerntabak in der Pfeife rauchen

Die meiner Ansicht nach beste Möglichkeit ist das Rauchen in einer Tabakpfeife.
Ich empfehle eine Pfeife, die mit einem Aktivkohlefilterfach ausgestattet ist, sodass zumindest ein paar der Schadstoffe heraus gefiltert werden. Natürlich sind immer noch viel zu viele Schadstoffe enthalten, das ist keine Frage.
Hier gibt es eine große Auswahl an Tabakpfeifen zu bestellen!

Beim Rauchen in einer Pfeife kann natürlich auch schneller eine unangenehme Überdosis erreicht werden, da mehr auf einmal geraucht wird als bei einer Zigarette.
Dafür raucht man aber immerhin kein Papier mit.

Bauerntabak in der Zigarre

Natürlich können gelbe/braune Blätter auch als Zigarrenblätter verwendet und dann mit Feinschnitt als Füllung eingerollt werden, sodass eine Zigarre entsteht.
Hier ist es allerdings sehr wichtig, dass wirklich nur gepafft wird, da ansonsten viel zu viel Nikotin aufgenommen wird.

Bauerntabak in Rapé

Ich veröffentlichte bereits einen Artikel zu Rapé, dem schamanischen Schnupfpulver, das auf Pflanzenasche, Bauerntabak und weiteren teils heilenden, teils aromatischen und teils auch psychoaktiven Pflanzen basiert.

Zu dem Rapé Artikel mit vielen Infos gelangt ihr hier!

Die Kurzform ist, dass die Zutaten fein pulverisiert und dann geschnupft bzw. durch von einer Person durch ein Blasrohr in die Nase einer anderen Person gepustet wird. Es gibt auch Selbstapplikatoren, die sogenannten Kuripe. Durch diese kann man selbst sich das Rapé Pulver in die eigene Nase pusten.
Einen solchen Selbstapplikator könnt ihr euch hier kaufen!

Rapé wird viele Wirkungen nachgesagt, die oft auf schamanischem Glauben basieren, Reinigung des Energiekörpers etc. Wissenschaftlich gesehen gibt es jedenfalls durchaus Wirkungen, die vor allem durch den hohen Nikotingehalt kommen, da Rapé oft auf pulverisiertem Bauerntabak basiert und damit ähnlich wie der hier bekannte Schnupftabak ist.
Die Wirkung wird dann teils durch bspw. Kanna, Banisteriopsis caapi (MAO-Hemmer!), Passionsblume, Guayusa (Koffein-haltig) oder selten wohl sogar durch psychedelische DMT-haltige Pflanzen (hier eine Liste) modifiziert.

Natürlich kann man sich ein solches Rapé Schnupfpulver auch selbst herstellen, am besten mit einer guten elektrischen Gewürzmühle.

Allerdings immer sehr gut auf die Dosis achten, da beim nasalen Konsum von Nikotin schneller eine gefährliche Überdosis erreicht werden kann als beim Rauchen!

 

Bauerntabak Inhaltsstoffe

Der Hauptwirkstoff ist Nikotin, mit etwa 3,9-8,6% Gehalt. Damit ist Nicotiana rustica die Tabak-Art mit dem höchsten Nikotingehalt. Im getrockneten Tabakprodukt können sogar bis zu 16% Nikotin enthalten sein!
Außerdem sind weitere mit Nikotin verwandte Alkaloide enthalten, etwa Nornikotin und Anabasin.
In Spuren sind auch MAO-hemmende Harmala-Alkaloide vorhanden.

 

Bauerntabak Geschichte / Verwendung in anderen KulturenNicotiana rustica Anbau

Bei schamanischen Stämmen am Amazonas wird der Bauern-Tabak, als auch andere Tabak Arten, als spirituelles Heilmittel verwendet. Hierfür wird er in einer Zigarette („Mapacho“) oder seltener in einer Pfeife gepafft.
Dort herrscht der Glaube vor, der Pflanzengeist des Tabaks würde den Geist öffnen und einen vor bösen (Krankheits-) Geistern schützen.

Teils wird der Tabak auch als Alltagsdroge verwendet, jedoch in vielen Stämmen gar nicht.

Möchtet ihr euch mehr mit diesem Thema befassen, empfehle ich sehr die beiden Buch-Bände „Schamanenpflanze Tabak“ von Christian Rätsch:

Auch in Mitteleuropa wurde Nicotiana rustica angebaut, bereits seit dem 17. Jahrhundert.
Inzwischen ist der Verkauf von Bauerntabak als Rauchware in Deutschland und allen anderen EU-Staaten wegen des hohen Nikotingehalts verboten.

In Russland und weiteren osteuropäischen Ländern hingegen gibt es den Bauerntabak nach wie vor zu kaufen. In Russland ist er als Machorka bekannt und wird entweder selbst zu einer Zigarette gedreht oder von Firmen als Fertigzigarette vertrieben.

 

Bauerntabak Anbau / Anpflanzen

Im eigenen Garten ist Nicotiana rustica sehr einfach zu kultivieren. Es reicht, die Samen im März bis Mai einfach auf die Erde zu streuen, es handelt sich nämlich um Lichtkeimer.
Möchte man sicherer sein, kann man sie auch zuvor im Haus vorziehen.

Normale Gartenerde ist vollkommen okay und ein sonniger Standort ist von Vorteil. Beim Gießen muss man sich nicht sonderlich anstrengen, die Pflänzchen tolerieren auch durchaus mal einige Trockentage.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Anbau des Bauerntabaks sehr einfach ist und problemlos funktioniert, auch ohne den Pflanzen viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Geerntet werden die Blätter meist, wenn sie gelb werden. Das geschieht im Spätsommer bis Herbst.

Die Samen bilden sich zahlreich in den Kapseln und sind im Spätsommer bis Herbst erntereif.
Lässt man die Pflanzen einfach stehen, fallen die Samen auf den Boden und es werden im nächsten Jahr ein paar neue Bauerntabak Pflanzen erscheinen.

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Ein Gedanke zu „Bauerntabak (Nicotiana rustica) – Tabak Art mit viel Nikotin (leicht anzubauen)“

  1. Hallo, ich habe die Absicht Bauerntabak abzubauen . Hierzu ist Ihr Artikel für mich sehr hilfreich und informative ! Dankeschön !!
    Hierzu ein kleiner Nachtrag. Feinschnitt kann man sehr einfach mit einer Nudelmaschine herstellen ( erst breit dann fein und dann wieder breit. So ist er nun leicht verwendbar ) ⁽⁽ଘ( ˊᵕˋ )ଓ⁾⁾

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