Feuersalbei (Salvia splendens) – Der feuerrote psychoaktive Salbei (Salvia)!

Feuersalbei (Salvia splendens) – Der feuerrote psychoaktive Salbei (Salvia)!

Feuersalbei (Salvia splendens) – Der rote psychoaktive Salbei

Der Feuersalbei (Salvia splendens) ist eine aus Brasilien stammende Salbei (Salvia) Art mit psychoaktiver Wirkung, die eher unbekannt ist und über die es nicht allzu viel zu finden gibt.
Sie sticht besonders durch ihre feuerroten Blüten hervor.
Da sie wunderschön aussieht, wird sie in vielen tropischen und gemäßigten Klimazonen als Zierpflanze angebaut.

Der Feuersalbei ist weltweit vollkommen legal und kann in Gartenhandlungen gekauft oder im Internet bestellt werden!

Man muss allerdings aufpassen:
Es existieren verschiedene Sorten Feuersalbei, von denen manche psychoaktiv, manche nicht wirksam sind. Die Sorten „Bonfire“ und „Blaze of Fire“ scheinen zu wirken, die Sizzler-Reihe nicht.

Wir versuchen hier einige Informationen zu dieser legalen psychoaktiven Pflanze zu sammeln, auch wenn es eher wenige Berichte & wissenschaftliche Untersuchungen gibt.
Dennoch sind die Angaben hier mit Vorsicht zu genießen, es kann immer unbekannte Wirkungen und Risiken geben!

 

Feuersalbei (Salvia splendens) Inhaltsstoffe

Die beiden Neo-Clerodanditerpene Salviarin und Splendidin wurden aus Salvia splendens isoliert.
Diese Wirkstoffe sind weniger potent als das in der Salvia Divinorum enthaltene Salvinorin A.

Ob noch mehr wirksame Stoffe im Feuersalbei sind, ist unsicher.
Die Wirkstoffe und ihre psychoaktive Wirkung auf den Menschen sind generell recht wenig erforscht.

 

Feuersalbei (Salvia splendens) kaufen

 

Wirkung des Feuersalbei (Salvia splendens)

Euphorie kann eintreten, die Stimmung verbessert werden, sogar Lachanfälle können vorkommen.
Leichte psychedelische Effekte sind von manchen Konsumenten zu spüren, so wohl visuell, audiovisuell wie auch gedanklich.

Die psychedelische Wirkung ist, wie oben schon geschrieben, geringer und weniger intensiv als die vom Zaubersalbei (Salvia Divinorum).
Viele empfinden die Wirkstärke des Feuersalbeis als wirklich ordentlich an, sie ist höher als bei bspw. Damianá, Habichtskraut oder Marihuanilla.
Die meisten empfinden die Art der Wirkung außerdem auch als sehr positiv.

Die Farbwahrnehmung wird verstärkt, Musik kann als besser empfunden werden, Lachanfälle und andere stimmungsaufhellende Effekte auch.

Die Wirkung wird auch als anxiolytisch (angstlösend) beschrieben, der Feuersalbei ist also ein experimentelles pflanzliches Beruhigungsmittel.
Es wirkt desweiteren entspannend / sedierend, meist wollen sich Konsumenten lieber hin setzen / legen.

Man könnte Salvia splendens potentiell auch als Traumkraut verwenden, bei manchen Menschen verstärkt es die Träume oder verbessert die Erinnerung daran. Dass der Feuersalbei auch noch entspannend / sedierend wirkt, macht ihn natürlich besonders gut geeignet, um ihn abends vor dem Schlafen zu konsumieren.

Die Wirkung ist mit der vom Blutsalbei (Salvia coccinea) vergleichbar, wenn auch unterscheidbar! Über S. coccinea veröffentlichte wir auch schon eine Substanzinfo, zu der gelangt ihr einfach, indem ihr auf den Namen klickt.

 

Feuersalbei Nebenwirkungen und Risiken

Da es sich beim Feuersalbei um eine recht unbekannte psychoaktive Pflanze handelt, besteht die Gefahr von bislang unbekannten Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder Langzeitschäden.

Außerdem besteht die Gefahr eines negativen Trips, der mit Unruhe, Schwindel bis hin zu Panik einhergehen kann.
Diese Gefahr ist natürlich deutlich geringer als bei üblichen Psychedelika (wie LSD, LSA, Psilocybin oder 4-HO-MET), aber durchaus vorhanden.

Man sollte mit einer geringen Dosierung beginnen, um eine Überempfindlichkeit des Körpers auszuschließen. Es kann außerdem immer zu einer allergischen Reaktion kommen.
Schwangere und Stillende sollten Salvia splendens nicht konsumieren, es könnte unbekannte schädliche Wirkungen für das Baby geben!

Normale Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel und schlechte Laune können natürlich ebenfalls eintreten.

Konsum und Dosierung des Feuersalbei (Salvia splendens)

Es kann keine generell sichere Dosis angegeben werden, da der Konsum von Salvia splendens so wenig verbreitet ist.

So wohl die Blätter wie auch die Blütenblätter dieses Salbeis enthalten Wirkstoffe und können konsumiert werden.
Üblich ist das Rauchen des Feuersalbeis, man benötigt etwa 1-4 getrocknete Blätter oder ähnlich viele Blütenblätter um Effekte zu verspüren.
Vermutlich sind frischere Pflanzenteile potenter als bereits länger gelagete.

Vorsicht!
Es kann starke Schwankungen in der Wirkstoffkonzentration geben, sogar innerhalb der Pflanzen!
Man muss sich immer möglichst langsam an eine gute Dosis rantasten.

Auch der sublinguale Konsum scheint wirksam zu sein, hierfür zerkaut man die frischen Blätter (etwa 1-5 Blätter) und belässt sie 10-30 Minuten im Mund, wodurch die Wirkstoffe über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Anschließend schluckt man die Feuersalbei Blätter.

Ob das Schlucken oder das Trinken eines Tees etwas bringt, ist nicht ganz klar. Solltet ihr Erfahrungen damit haben, hinterlasst doch bitte ein Kommentar!
Am effektivsten ist sicherlich, ein Feuersalbei Extrakt herzustellen.

Salvia splendens Extrakt

Das Salvia splendens Extrakt stellt man am besten mit 95%igem Ethanol (Trinkalkohol, unvergällt, hier kaufbar) her.
Man kann das Pflanzenmaterial entweder für ein bis zwei Wochen in einer Flasche mit Alkohol liegen lassen und regelmäßig schütteln oder den Alkohol für ein oder zwei Stunden leicht erhitzen.
Letzteres auf keinen Fall auf einem Herd sondern im Wasserbad oder mit Glaskolben und vorsichtiger Erhitzung!
Wenn der Alkohol zu warm wird, kommt es zu einer lebensgefährlichen Stichflamme.
Es darf keine Hitzequelle in der Nähe sein, am besten man macht das draußen! Nochmal: Potentiell sehr gefährlich!

Anschließend muss das Pflanzenmaterial raus gefiltert und der Alkohol verdampft werden.
Hierfür wieder entweder im Wasserbad vorsichtig (ohne Deckel) erhitzen oder einige Zeit lang offen stehen lassen.

Das erhaltene, ölge Extrakt kann sublingual aufgenommen oder mit Kräutern gemischt und geraucht werden.

 

Salvia splendens Inhaltsstoffe

Die Wirkung basiert vermutlich auf dem enthaltenen Salvianin. Auch Chlorogensäure ist enthalten.
Es gibt jedoch bislang nicht genug Analysen & Forschung zu den Wirkstoffen des Feuersalbei, man kann hier meines Wissens nach keine detaillierten Angaben machen.

 

Aufzucht von Salvia splendens

Der Feuersalbei wird hierzulande meist als einjährige Pflanze gehalten, kann bei richtiger Pflege allerdings durchaus auch fünf oder mehr Jahre überleben.
Sie kann so wohl im Zimmer wie auch draußen gehalten werden.

Vor dem Einpflanzen muss man die Samen nicht in Wasser einlegen.
Fürs Keimen verwendet man als Substrat am besten Kokosquellerde, oder auch Anzucht- oder Kakteenerde.
Es handelt sich nicht um Lichtkeimer – man bedeckt sie also mit ein paar Millimetern Erde. Sie sollte feucht, aber nicht zu nass sein.
Die Feuchtigkeit soll bis zur Keimung gleichmäßig feucht gehalten werden.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist dem Keimen zuträglich, weshalb man einen durchsichtigen Plastikbeutel über den Blumentopf stülpen kann, oder man verwendet gleich ein Zimmergewächshaus.
Tut man das, muss allerdings täglich gelüftet werden!

Eine einfache Alternative ist das Verwenden von Plastikbechern, die man zu einem Dreiviertel mit Erde befüllt und über die man dann Klarsichtfolie spannt.

Die perfekte Keimtemperatur ist 20-25°C.
Die Keimdauer beträgt etwa eine bis zwei Wochen.

Sind die kleinen Feuersalbei Pflänzchen dann etwa 5cm groß, pikiert man sie vorsichtig und pflanzt sie in einen Topf mit normaler Blumenerde (am besten troffrei!) ein.
Nach draußen darf man die Pflanzen nur stellen, wenn es nicht fröstelt!

Salvia splendens benötigt täglich mindestens 3 Stunden Sonne und bevorzugt einen sonnigen Standplatz.

 

Um Magischepflanzen.de zu unterstützen, würden wir uns freuen, wenn ihr diesen Artikel über Salvia Splendens kommentiert oder beim Social Network eurer Wahl teilt! 🙂

6 Gedanken zu “Feuersalbei (Salvia splendens) – Der feuerrote psychoaktive Salbei (Salvia)!”

  1. Ich habe mir jetzt auch mal einen Seeds-Päckchen bestellt und werde die guten mit Sorgfalt aufziehen und danach ein paar Experimente mit Rauchen, Vaporisiern und Extrakten wagen.
    Finde den Artikel hier auch echt stark, soviel Infos finde ich auf den anderen Seiten nicht 😉
    Danke schon mal dafür.

    Falls bei mir alles glatt läuft werde ich nochmal hier berichten, dass es auch mal ein Review zur Wirkung gibt 😛

    Greetz,

    Mr. Haze Amaze

    • Hi,
      vielen Dank für das Lob, freut mich! 🙂

      Ich bau dieses Jahr auch Feuersalbei an, hab das beschriften jedoch etwas verpeilt und bin mir nun gar nicht sicher, ob überhaupt Feuersalbei gekeimt ist oder nur Salvia coccinea^^
      Viel Erfolg dir bei der Anzucht!

      LG

  2. Als Hinweis für die Leute die den Feuersalbei selbst anpflanzen möchte: Es sind eine Menge an nicht wirksamen Reihen im Umlauf, deshalb ist es besser man geht auf Nummer sicher und kauft direkt die genannten Sorten „Bonfire“ oder „Blaze of Fire“!

    Alle Feuersalbei-Sorten keimen extrem gut und sind sehr leicht aufzuziehen.

  3. Hallo. Ich habe September 2018 zwei verschiedene Sorten von Feuersalbei gekauft und zeitnah eingepflanzt.

    Sorten:
    – Scarlet King (https://www.amazon.de/gp/product/B000PH97TS)
    – Carrabiniere (https://www.amazon.de/gp/product/B004APXIVO)

    Ich habe absolut keine Ahnung, ob das die mit der Wirkung sind, oder nicht.
    Vielleicht weiß es einer von euch.

    Ich kenne Feuersalbei von meiner Oma. Aber die hatte immer ganz kleine Pflanzen. Die höchste von mir ist fast 1 Meter hoch und die anderen alle auch so um die 80 cm. Das wundert mich etwas. Oben ist dann die bekannte rote Spitze.

    Ich habe mir das alles viel komplizierter vorgestellt. Aber es war ganz easy, obwohl ich das ganze Theater mit „erst vorziehen“, „Folie drüber“, … gar nicht gemacht habe. Einfach 2 längliche Töpfe geholt, Aussaaterde rein und dann die Samen in etwa nach Anleitung, aber angeblich viel zu eng beieinander, verbuddelt. Dann nach Bedarf gießen, ungefähr 2x Woche. Alle 4 bis 6 Wochen kam in das Gießwasser Flüssigdünger rein.

    Nach ein paar Tagen (< 1 Woche) hat man schon etwas gesehen. Die Töpfe stehen von Anfang an auf der Fensterbank, wo nur Vormittags direkte Sonne ist. Nach ca. 5 Monaten haben sie die 50cm-Marke locker überschritten, außer die eine (die hat im Kleinkindalter einen Basketball abbekommen). Von ihr ist nur ein kleiner Stiel übrig geblieben. Aber selbst die ist inzwischen über 40cm hoch; aber noch ohne diese roten Blüten).

    Also wirklich sehr pflegeleicht. Habe aber das Gefühl, dass sie jetzt extrem viel Wasser saufen. Am übernächsten Tag nach dem Gießen ist die Erde richtig staub trocken (nicht nur oberflächig). Das einzig Fummelige (aber auch nicht wirklich), war es so hinzubekommen, dass sie gerade aus nach oben wachsen. Ich steckte diese Holzstäbchen vom Chinesen in die Erde und stützte die noch recht kleine Pflanze ab. Inzwischen hat sie einen dicken Stamm und braucht keine Hilfe. Die Stäbe stecken aber noch in der Erde 🙂 Ach so… und aus Spaß klemmte ich so eine Rot-Blau-LED-Leuchte an die Fensterbank und bestrahlte die Pflanze hin und wieder über ein paar Stunden damit. Ich glaube aber nicht, dass dieser Hokus-Pokus sooo großen Einfluss auf das Wachstum hatte.

    Konsum:
    Vermutlich sind die Pflanzen jetzt erntereif. Keine Ahnung. Vielleicht bin ich aber schon viel zu spät dran.
    Weiß jemand, ab wann man die Blätter abzupfen kann? Erst, wenn die roten Blüten oben gewachsen sind? Vorher schon? Viel später erst? Wann ist der optimale Zeitpunkt, indem die relevanten Wirkstoffe am meisten/besten vorhanden sind?

    Der Plan ist, die grünen Blätter und die rote Blüte im Dörrautomaten zu trocknen und im Vaporisator zu konsumieren. Der Vorrat wird dann vakuumdicht verpackt und bei Zimmertemperatur gelagert. Vielleicht friere ich es auch ein. Wie ist der Plan? Mache ich etwas falsch?

    Ich bin kein Freund von Drogen. Selbst Alkohol trinke ich nicht mehr (wobei ich das Wort "selbst" nicht angebracht finde. Ich halte Alkohol für eines der gefährlichsten Drogen, die es gibt). Bin aber ein sogenannter Psychonaut; aber selbst bei den RCs suche ich mir die "harmlosesten" aus und keine, die berauschend wirken, lediglich motivierend – z.B. "IPH", also relativ schwach von der Wirkung her; mir sogar oft zu schwach, dann greife ich zu "3-FPM" (auch eine eher mildere Substanz). Stärkere Sachen nehme ich nicht. Konsumform ist nur "Schlucken in Kapseln" (pro Kapsel 100 mg. Ich finde die Angaben zu "3-FPM", was die Dosis angeht, viel zu niedrig angesetzt. Oft nehme ich 2 Kapseln auf einmal und es würden wahrscheinlich auch viel mehr locker gehen. Aber vielleicht vertrage ich nur viel. War beim Alk auch so). Mit dem Nachlegen übertreibe ich manchmal. Trotzdem gibt es keinen Kater am nächsten Tag. Mit Schlafen habe ich auch keine Probleme; aber auch keine paar Nächte hintereinander nicht zu schlafen. Diese Substanzen hätte ich vor 20 Jahren gebrauchen können 🙂 Da ich diese RCs recht häufig nehme, habe ich quasi durchgängig eine Toleranz entwickelt (erhöhe aber nicht die Dosis). Deswegen wird es mir schwer fallen, etwas über die Wirkung zu schreiben. Falls ich keine Wirkung verspüre, wüsste ich nicht, ob es an der Pflanze oder der Toleranz liegt. Und falls eine Wirkung da ist, wüsste ich nicht, ob diese ohne Toleranz berauschend oder überhaupt anders wäre.

    Sorry, dass der erwartete Bericht zur Wirkung nicht kommt! Vielleicht schreibe ich trotzdem irgendwann mal etwas. Dann muss sich der Leser eben irgendwie "meine Toleranz" rausrechnen oder "rausvermuten".

    Also… Nur zu, holt euch die Samen. Mir macht das Spaß, selbst wenn keine Wirkung da wäre.

    • Freut mich immer, wenn hier so ausführliche Kommentare kommen.
      Vielen Dank!
      Versuche dieses Jahr auch den Feuersalbei anzubauen. Wenn der so wächst wie Salvia coccinea (hat sich extrem verbreitet letztes Jahr) gibt’s da recht pflegeleicht viel zu ernten.

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