Kratom Sucht

Kratom Entzug – Sucht / Abhängig von Kratom & Tipps für den Entzug

Kratom wurde in den letzten Jahren immer bekannter und da dieser asiatische Baum Opioide enthält (Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin) kann Kratom definitiv süchtig, sogar abhängig machen.Kratom (Mitragyna speciosa)
In diversen Internetforen (etwa auf Reddit) finden sich immer wieder Menschen, die große Probleme mit einer Kratom Abhängigkeit haben und die eventuell nicht richtig informiert waren, dass Kratom überhaupt süchtig machen kann.

Oft wird lediglich von den positiven Seiten von Mitragyna speciosa gesprochen. Etwa, wie sehr diese Pflanze als Substitution bei Abhängigkeit von starken Opioiden / Opiaten helfen kann, dass sie viel weniger Nebenwirkungen hat & weniger süchtig macht als andere Opioide und dass sie gegen starke Schmerzen, RLS (Restless Leg Syndrome) und viele weitere Krankheiten helfen kann.

Das ist alles richtig, allerdings muss man auch klar sagen, dass es definitiv ein Suchtpotential gibt und dass täglicher Kratom Konsum zu einer körperlichen Abhängigkeit führt.
Hört man dann wieder auf, wird man Entzugssymptome verspüren.

Hierzu zählen Muskel-, Gelenk- und Gliederschmerzen, unangenehme Hitzewallungen, Depressionen, Stimmungsschwankungen, Rastlosigkeit und Nervosität.

Da unser Gesetzesgeber nicht in der Lage ist, Risiken rational abzuwägen und dazu tendiert, alle Pflanzen & Substanzen sofort zu verbieten, die Spaß bereiten können, sollte man hierüber nur vorsichtig und ausgewählt sprechen.

Klar ist, dass Kratom unheimlich vielen Menschen geholfen hat, oder ihnen wunderschöne Erfahrungen ermöglicht hat. Beides ist nicht zu unterschätzen.
Dennoch möchte ich hier über die möglichen negativen Folgen berichten und wie man diese überwinden kann.

 

Kratom Entzug Tipps & Hilfe

Ist man erst mal in eine Kratom Sucht (besser: Substanzgebrauchsstörung) gerutscht, sollte man sich möglichst schnell um einen Entzug bemühen.
Je länger man abhängig ist, desto stärker werden die Entzugssymptome und desto eher tritt eine schwer zu kontrollierende Gewohnheitsbildung ein.

Nimmt man das Kratom erst seit einigen Wochen oder wenigen Monaten täglich, wird der Entzug normalerweise sehr mild verlaufen.
Mehrere Jahre führen dann schon zu unangenehmeren Folgen, wobei auch diese zu überstehen sind, wenn man es richtig macht.

Das wichtigste bei einem anstehenden Kratom Entzug ist ganz klar das Abdosieren, auch ausschleichen genannt.
Das bedeutet, dass man die Dosis langsam senkt, also jeden Tag weniger nimmt und nicht gleich auf Null geht.

Nimmt man beispielsweise 10g täglich, nimmt man am nächsten Tag 8g, dann 7g, 6g und so weiter, bis man auf Null ist.
Die Geschwindigkeit der Abdosierung kann man flexibel wählen, manche kommen vielleicht besser klar, wenn sie mehrere Tage auf z.B. 6 Gramm bleiben, oder vor der Null noch länger winzige Mengen nehmen, wie 0,5g, nur um das Ritual noch etwas länger zu behalten, ohne eine Wirkung zu spüren.

So kann man den körperlichen Entzug fast gänzlich übergehen. Das größte Problem ist dann nur noch die psychische Sucht.

Sehr wichtig ist außerdem, dass man die zu erwartenden Entzugssymptome nicht überschätzt.
Oft kommt es vor, dass man sich alles viel schlimmer ausmalt, als es dann sein wird und sich dadurch länger davor drückt, es durchzuziehen.
Ein Kratom Entzug ist absolut schaffbar und ist nach dem Ausschleichen meist nicht schlimmer als eine Erkältung.

Den Entschluss zu fassen und mit dem Abdosieren zu beginnen ist wohl einer der schwierigsten Schritte.
Wo ein Wille ist, da ist ein Weg.

 

Kratom Sucht – Psychische Gewohnheit brechen

Wie bei jeder Sucht ist es wichtig, dass man wirklich aufhören will. Man muss sich über die negativen Folgen der Abhängigkeit bewusst sein und das beenden wollen.

Außerdem sollte man sich ein Ersatzhobby suchen – etwa Sport, Wanderungen, sich mit Freunden treffen oder auch Sex.
Körperliche Betätigung ist hier sehr gut und deutlich besser, als wenn man zuhause sitzt, wo man vermutlich viel mit dem Kratom Konsum verbindet.

Trefft ihr gerne drastische Maßnahmen?
Dann wäre vielleicht sogar ein Umzug das Richtige.

Wichtig ist einfach, dass man die Kratomsucht nicht durch herum sitzen oder das Alte, Gewohnte ersetzt.

Suchtverlagerung nach Kratom Abhängigkeit

Aufpassen muss man, wenn man merkt, dass man die Kratom Einnahme durch die Einnahme anderer Drogen ersetzt, etwa durch Alkohol oder Cannabis.
Suchtverlagerung ist ein sehr häufig auftretendes Phänomen, dass die eigene Situation nicht unbedingt verbessert.

Ist man z.B. Heroin abhängig, ist es natürlich sehr gut, wenn man dies durch eine Cannabis oder auch Kratom Sucht ersetzt.
Da Kratom nicht so enorm schädlich & teuer ist, ist eine Suchtverlagerung von Kratom auf andere Substzanzen aber keineswegs sinnvoll.

 

Suchttagebuch & sozialer Druck

Für viele Menschen ist es motivierend, wenn sie sich in soziale Drucksituationen begeben, um eine schlechte Angewohnheit abzulegen.
Man könnte sich zum Beispiel seinen Freunden anvertrauen, oder auch in Internetforen darüber berichten, dass man jetzt von der Kratom Abhängigkeit wegkommen will.

Sehr gut ist es außerdem, ein Suchttagebuch zu führen.
Dort kann man über seine Emotionen, eventuellen Suchtdruck, seine Fortschritte beim Abdosieren und über positive, wie auch negative Ereignisse berichten.
Wenn man möchte, kann man dies natürlich auch in Internetforen posten.

Heilkräuter gegen Kratom Entzug

Ich habe bereits einen Artikel zu Heilpflanzen verfasst, die man beim Opioid Entzug zur Linderung der Symptome einsetzen kann.

Hier findet ihr diesen Artikel

Dies sollte allerdings nur als Kombination mit den anderen hier genannten Punkten genutzt werden. Es gibt einfach kein Wundermittel für den Kratom Entzug (außer vielleicht Iboga, dies ist aber ein anderes, komplexes und auch nicht ungefährliches Thema).

Habt ihr Erfahrungen mit Kratom Sucht und dem Entzug?
Falls ja, kommentiert gerne.

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