Kava Kava / Kawa (Piper methysticum) – Der traditionelle Rauschpfeffer

Kava Kava / Kawa (Piper methysticum) – Der traditionelle Rauschpfeffer

Kava Kava (Piper methysticum) – Der Rauschpfeffer

Kava Kava (Piper methysticum) ist eine der kulturreichsten psychoaktiven Pflanzen. In der polynesischen Kultur, Kava Kava (Piper methysticum)zum Beispiel Hawaii, Vanuatu und Molinesien, wird Kawa schon seit Jahrhunderten als Rausch- und Heilmittel verwendet.
Auch in der westlichen Kultur ist es verbreitet – so gibt es in vielen Staaten der USA Kava Bars, in denen Getränke mit Kava Kava ausgeschenkt werden.

Es gibt verschiedene Schreibweisen und Synonyme – Kava, Kava Kava, Kawa Kawa oder auch Rauschpfeffer.

Piper methyistcum, auch Rauschpfeffer genannt, ist eine sedierende, entspannende und enthemmende Pflanze, die ähnlich wie Alkohol wirken kann, jedoch deutlich weniger schädlich für den Körper ist.

 

Rechtsstatus von Kava Kava in Deutschland

Früher war Kava Kava in Deutschland mal ein zugelassenes pflanzliches Medikament, diese Zulassung wurde ihm dann allerdings wegen Leberschäden die bei Kava Konsumenten eintraten entzogen.
Sinnvoll ist das allerdings nicht – die Leberschäden traten nur äußerst selten auf und der Entzug der Zulassung wurde von vielen Seiten aus kritisiert.
Bei sachgemäßem Umgang mit Kava Kava nimmt die Leber keinen Schaden.

Die Einfuhr und der Besitz von Piper methysticum zu Konsumzwecken ist ein Verstoß gegen das AMG und wird wohl meist mit einer Geldstrafe geahndet.

Es gibt allerdings auch in Deutschland noch zugelassene Arzneimittel mit Kava als Wirkstoff, es handelt sich hier aber um homöopathische Mittel, deren Wirksamkeit auf einem Placebo-Effekt basiert.
Das Kava darf nur in sehr geringer Konzentration in diesen Medikamenten enthalten sein.

 

 

Kava Kava legal kaufen

In Österreich ist Kava Kava vollkommen legal, weswegen österreichische Staatsbürger ihr Kava bei folgendem (äußerst guten!) Online-Shop kaufen können:

Außerdem gibt es auf Amazon homöopathische Präparate, die jedoch vermutlich keine Wirksamkeit besitzen (nur für Menschen, die an Homöopathie glauben):


 

Kava Kava (Piper methysticum)Wirkung von Kava Kava

Die Wirkung wird oft mit der von Alkohol verglichen.
Man fühlt sich enthemmt, euphorisiert und beruhigt/entspannt. Kava hat eine sedative Wirkung, ist also ein gutes Schlafmittel bzw. Beruhigungsmittel.
Die angstlösende (anxiolytische) Komponente ist sehr deutlich zu spüren – manchmal wird Kava Kava deswegen als „pflanzliches Benzodiazepin“ bezeichnet. Auch die Entspannung der Muskeln (muskelrelaxierend) spricht für diesen vergleich.

Kava wirkt außerdem antidepressiv und verbessert generell die Stimmung.
Es kann also so wohl medizinisch als auch zum Spaß auf Partys oder alleine eingesetzt werden.
Auch als Aphrodisiakum ist es tauglich, sorgt vor allem für entspannten, trance-artigen Sex.

Die leberschädigende Wirkung von Kava, die zu seiner Aufnahme ins Arzneimittelgesetz führte, ist wahrscheinlich auf die nur in den Blättern und der Rinde, nicht aber in den Wurzeln enthaltenen Piperidin-Alkaloide zurückzuführen.
Normalerweise wird deswegen nur Kava-Wurzel verarbeitet, manche Pharma-Unternehmen scheinen aber auch Rinde verarbeitet zu haben.

 

Kava Kava Nebenwirkungen und Risiken

Bei Mischkonsum von Kava mit anderen zentraldämpfenden Substanzen (wie Alkohol, Benzodiazepine oder Opioide) verstärken sich die Wirkungen gegenseitig, ebenso wie die Nebenwirkungen.
Es kommt beispielsweise schnell zu Übelkeit und Schwindel! Man sollte vom Mischkonsum also Abstand halten.

Wenn oft große Mengen Kava eingenommen werden, kann es zu Leberschäden kommen!
Erst recht, wenn das Pflanzenmaterial mitgetrunken oder die Wirkstoffe mit Alkohol extrahiert werden.

Außerdem kann es sein, dass das Piper methysticum mit Pestiziden behandelt wurde. Man sollte das Kava nur aus seriösen Quellen beziehen.

Desweiteren gibt es ein geringes Abhängigkeitspotential, welches deutlich niedriger als bei Alkohol oder Benzodiazepinen ist (auch niedriger als bei Kratom), es ist jedoch durchaus vorhanden.

 

Konsum von Kava Kava

Kava Kava (Piper methysticum)Weit verbreitet sind Kava haltige Getränke.
Hierfür wird die Kava Wurzel mit Wasser oder (noch besser!) Pflanzen-Milch ausgekocht, beziehungsweise pulverisiert und einfach mit kaltem oder warmen Wasser aufgeschüttet. Bei letzterer Methode muss das Pflanzenmaterial natürlich unbedingt mitgetrunken werden.

Das Mittrinken des Kava-Pulvers ist jedoch potentiell riskant, da die Substanz so leberschädigend wirken kann.
Es kann auch ein alkoholisches Extrakt hergestellt werden, hier ist die Leberschädigung jedoch noch größer.

Am ungefährlichsten kann man Kava konsumieren, in dem man die traditionelle Methode wählt. Bei dieser wird das Kava-Pulver in ein Leinentuch gegeben und dieses dann in einer größeren Menge Wasser oder Pflanzenmilch hin und her geschoben wird.
Dieser Vorgang wird über 10-20 Minuten hinweg wiederholt und dann das Kava im Tuch ausgedrückt, anschließend weggeworfen. So sollten viele der Wirkstoffe extrahiert werden, ohne dass das Pflanzenmaterial mitgetrunken werden muss!

Das Kauen auf Kava Wurzeln ist in den Ländern verbreitet, in denen die Pflanze wild wächst und angebaut wird. Die frische Wurzel enthält mehr Wirkstoff und ist somit deutlich stärker als die getrocknete.

Auch andere Pflanzenteile von Kava werden konsumiert, manchmal wird einfach die ganze Pflanze zur Herstellung von Getränken verwendet.
In einigen Kulturen ist Kava ein Bier-Ersatz, der in jeder sozialen Schicht von Frauen und Männern konsumiert wird.

Mag man den Geschmack nicht und will man auf die traditionelle Konsummethode verzichten, kann man das Kava auch in Leerkapseln füllen.

 

Kava Kava (Piper methysticum) vaporisieren

Tatsächlich ist auch das vaporisieren / verdampfen von Kava Kava (Piper methysticum) möglich.
Man benötigt hierfür einen Vaporizer, bei dem man am besten die Temperatur frei einstellen können sollte.

Die benötigte Temperatur für das Verdampfen von Kava ist 175-200°C.
Man sollte etwa 1-3g Kava für eine ordentliche Wirkung vaporisieren.

 

Dosierung von Kava

Das normale Kawa Wurzepulver wird mit 3-6g dosiert.
Es gibt Extrakte die teils deutlich niedriger dosiert werden müssen!
Bei der traditionellen Methode (wie ich sie weiter oben beschrieben habe) werden oft deutlich höhere Dosierungen verwendet – etwa 5-15g.

Kava Kava Inhaltsstoffe

Die Kava Wurzeln enthalten 3-20% Kavapyrone, diese sind hauptsächlich für die psychoaktive Wirkung verantwortlich.
In der Rinde und den Blättern sind zusätzlich zu den Kavapyronen noch Piperidin-Alkaloide enthalten, darunter Pipermethystin, Awain und 3a,4a-Epoxy-5b-Pipermethystin.

In allen Pflanzenteilen sind zusätzlich Stärke, Proteine (3,6%) und Mineralstoffe (3,2%) enthalten.

 

 

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5 Gedanken zu “Kava Kava / Kawa (Piper methysticum) – Der traditionelle Rauschpfeffer

  1. kava ist einzige pflanzen welche ist gute ohne nebenwirkung nächste tage,alle was gibt auf markt als hilfschlafmittel sind nicht gute und nächste tage ganz schlimme nebenwirkungen.ich habe 20 Jahre in der nacht gearbeitet und in der tag müsste schlafen.Ich möchte sagen das Kava Kave ist einzige Pflanzen welche ist gute auf Markt .Und so Kava Kava hat mich gehölfen.

  2. So, ich widme mich nun dem“pflanzlichen Alkohol“ (kavakava).
    Also zunaechst ist zu sagen, dass man hoch dosieren muss, um einen rauschaehnlichen Zustand zu erreichen.
    Ich habe heute 15 gehaufte Teeloeffel genommen. Das hat dann schon ordentlich reingehauen und das Koordinationsgefuehl wurde stark eingeschraenkt; man sieht alles wie wenn man volltrunken ist und die Reaktionsgeschwindigkeit laesst auch zu wuenschen uebrig. Das groesste problem jedoch ist die leichte Uebelkeit im Hintergrund sowie das leichte Kribbeln in Unterarm- und Schenkeln.

    Erste Bieraehnliche Effekte habe ich nach 4 fetteb Teeloeffeln verspuert. Es wirkt schon gewissermassen muskelrelaxiered, leicht hypnotisierend und enthemmend, jedoch ohne auf Dritte auffallend zu sein.
    Anxiolytisch auch, allerdings -im Vergleich zu Alkohol – etwas schwaecher, wuerde ich sagen.

    Insgesammt- wenn nicht zu hoch dosiert (empfehlenswerterweise 7-9 Teeloeffel) – ganz nice fuer den Mittwoch oder Donnerstagabend, aber als Partydroge wuerde ich eher ausschliesen, es sei denn man bringt die ensprechende Stimmung mit an den Tag!

    Effekte, allgemein gesagt, sehr wie die von Alkohol, jedoch faehlt mir etwas die Waerme und Benommenheit. Bei Kavakava bleibt man zuerst tatsaechlich „klar“, allerdings wird man durch den eintretenden hypnotisierenden Effekt verpeilt und etwas durcheinander. Wer also denkt, Kava eignet sich gut fuer Praesentation, dem sei vorsicht geboten.
    Besser fuer Dates!

    Oral kann man Kava geschmacklich gut mit Kakao mischen/trinken oder mit nem Alster!

    Vorteile gegenueber Alkohol:

    a) Kann nicht bei Polizeikontrollen nachgewiesen werden
    b) nicht so leberschaedigend wie Alkohol (?
    )
    c) unaufdringlicher und man bleibt etwas klarer

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