Sinicuichi (Heimia salicifolia) – Psychedelische, beruhigende Pflanze & Traumkraut

Sinicuichi (Heimia salicifolia) – Psychedelische, beruhigende Pflanze & Traumkraut

Sinicuichi (Heimia salicifolia)Sinicuichi (Heimia salicifolia)

Sinicuichi (Heimia salicifolia, auch Sinicuiche, Herva da Vida oder Abre-o-sol) ist eine bereits seit vielen Jahrhunderten bekannte psychoaktive Pflanze mit psychedelischer Wirkung.
Sie wurde bereits von den Mayas und den Azteken als rituelle, geistöffnende und halluzinogene Rauschpflanze eingenommen. Gilt auch als Traumkraut!

Sie zählt zu den myrtenartigen (Myrtales) Weiderichgewächsen (Lythraceae) und ist in Südamerika (vor allem in Mexiko) bis nach Argentien verbreitet.

Die Wirkung wird generell hauptsächlich als sedierend, bewusstseinsverändernd und leicht psychedelisch beschrieben.
Konsumiert werden kan Sinicuichi als Tee, Extrakt oder geraucht, wobei ein Tee sehr bitter schmeckt und geraucht oft nicht genug Pflanzenmaterial eingenommen werden kann, da die Dosis recht hoch angesetzt werden muss.

 

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Wirkung von Sinicuichi

Insgesamt ist die psychoaktive Wirkung von Heimia salicifolia zwar stärker als von bspw. Blauem Lotus, Damiana oder Katzenminze, jedoch schwächer als von starken Psychedelika (wie Salvia divinorum, Cannabis, DMT oder Magic Mushrooms)

Die psychedelische Wirkung wird vor allem als akustisch beschrieben.
Geräusche werden verzerrt wahrgenommen, Musik kann intensiviert und schöner wirken.
Manchmal treten auch visuelle Veränderungen auf, angeblich kommt es häufiger zu einer gelblichen Farbveränderung der visuellen Wahrnehmung.

Aufgrund der psychedelischen, akustischen Effekte dieser Pflanze erwähnten wir sie in unserer Liste der 10 pflanzlichen Psychedelika!

Außerdem wird manchmal leichte bis mittelstarke Euphorie verspürt, häufig fühlt sich der Konsument entspannt und kann in höheren Dosierungen in einen Trance-artigen Zustand gelangen.

Gerade in geringeren Dosierungen (bspw. wenn diese Pflanze geraucht wird) tritt eine entspannende, sedierende Wirkung ein.
Der Bewegungsdrang sinkt und man kann gut einschalfen, weshalb Sinicuichi auch als natürliches Beruhigungs- und Schlafmittel gilt.

Das Gedächtnis / Erinnerungsvermögen kann verbessert werden, weshalb Sinicuichi auch als Traumkraut verwendet werden kann.
Wird es vor dem Schlafen eingenommen, berichten manche Konsumenten von intensivierten Träumen und dass man sich besser an sie erinnern kann.
Wegen dieser Eigenschaft dieser „magischen Pflanze“ erwähnten wir sie bereits in unserem Artikel „10 weitere Traumkräuter„!

Die Wirkung hält etwa 3-5 Stunden an.

 

Sinicuichi als Heilpflanze

Neben der Rauschwirkung, die in manchen Situationen auch heilsam sein kann, wird Heimia salicifolia in der Volksmedizin auch als krampflösendes und beruhigendes Mittel verwendet.
Dies wohlgemerkt in geringeren Dosierungen, als für einen Rausch benötigt werden!

 

Nebenwirkungen und Risiken von Sinicuichi Konsum

Viele Konsumenten berichten von unangenehmen Nebenwirkungen während des Sinicuichi Rausches, die teils bis zum nächsten Tag nach dem Konsum anhalten können.
Es kann zu Muskelkater, Gelenkschmerzen, Erschöpfung, Ausgelaugtheit und Kopfschmerzen kommen.
Wird das Heimia salicifolia abends eingenommen, kann das Aufstehen am nächsten Morgen etwas schwieriger werden, weil ein Alkohol Kater ähnliches Gefühl verspürt werden kann.

Natürlich kann es, wie bei allen wirksamen Pflanzen, allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten geben. Man muss deswegen mit einer sehr geringen Dosis beginnen!

Auf Set & Setting muss geachtet werden, es handelt sich hier schließlich um ein Psychedelikum (wenn auch um ein leichteres).
Es kann zu einem Badtrip kommen, der mit Angstzuständen oder unangenehmer Stimmung einher gehen kann.
Menschen mit psychischen Störungen sollten Sinicuichi nicht konsumieren, ebenso wenig wie Schwangere oder Stillende.

 

Sinicuichi Dosis / Dosierung

Man muss recht viel getrocknetes Heimia salicifolia einnehmen um eine berauschende Wirkung zu verspüren.
Je nach Person werden für eine starke Wirkung etwa 10-20g (als Tee gekocht) benötigt.
Eine leichte bis mittlere Wirkung sollte mit 3-5g auch erzielt werden können!

Es gibt auch Sinicuichi Extrakte, die deutlich potenter als das normale getrocknete Kraut sind.
Je nach Stärke können von diesen schon 0,5-2g genügen.

Möchte man diese psychoaktive Pflanze als Heilkraut einnehmen (siehe oben beim Unterpunkt Sinicuichi als Heilpflanze), verwendet man in einem Tee eher 1-3g.

Zubereitung / Einnahme von Sinicuichi

Sinicuichi Tee

Am besten bereitet man sich einen Sinicuichi Tee zu.
Hierfür gibt man die gewünschte Dosierung getrocknetes Kraut in einen Topf und lässt es, gemeinsam mit 500ml Wasser 10-20 Minuten lang köcheln.
Anschließend wird das Pflanzenmaterial raus gefiltert und der fertige Tee nun noch gesüßt (bspw. mit Agavendicksaft) und dann getrunken.

Der aus dieser Pflanze hergestellte Tee ist sehr bitter und schwierig herunter zu bekommen!
Außerdem verspüren viele Menschen keine Wirkung, wenn der Tee nicht fermentiert wird.

Damit es auch in niedrigeren Dosierungen als Tee eine ordentliche Wirkung erzeugt, kann man diesen fermentieren, wodurch er an Alkoholgehalt gewinnt.
Dies ist das traditionelle Rezept zur Zubereitung eines Sinicuichi Tranks, der Gärungsprozess dauert mehrere Tage.

Traditionell werden die verwelkten Blätter der Pflanze für einen Tee genutzt, dies könnte die Wirksamkeit eventuell auch verstärken.

 

Sinicuichi rauchen / vaporisieren

Alternativ kann Sinicuichi auch geraucht oder vaporisiert werden, wegen der sehr hohen benötigten Menge ist dies aber nicht sehr wirksam.
Man müsste mehrere Gramm Material Rauchen um eine Wirkung zu verspüren, was nur sehr schwer möglich ist.
Vaporisierbar ist Heimia salicifolia bei etwa 200-220°C.

Gute Vaporizer mit frei einstellbarer Temperatur könnt ihr hier kaufen!

Heimia salicifolia kann hervorragend in einer Rauchmischung (aka. Kräutermischung / Räuchermischung) verwendet werden, da es sich nicht schlecht rauchen lässt und eine synergetische Wirkung im Mischkonsum mit anderen Pflanzen entfaltet werden kann.

Hier veröffentlichten wir einen Artikel mit 10 exotischen Räuchermischungen, bei der ein Rezept auch Sinicuichi enthält!

Sinicuichi Extrakte können theoretisch geraucht werden, ob dies gut funktioniert ist aber fraglich.
Extrakte gibt man am besten einfach in ein Getränk oder füllt sie in Leerkapseln (klick), so kann auch ohne die Einnahme von viel Tee oder Rauch eine starke Wirkung verspürt werden.

 

Sinicuichi Extrakt

Man kann ein Extrakt dieser Pflanze im Internet bestellen oder selbst aus dem Pflanzenmaterial herstellen.
Als Extrakt ist diese Pflanze deutlich psychoaktiv wirksam!

Das Extrakt muss weitaus niedriger dosiert werden, es kann leicht zu einer Überdosis kommen, der zu einem sehr unangenehmen Rausch & zu vielen Nebenwirkungen führt.

Einige Menschen ziehen das Pflanzenmaterial Extrakten fast immer vor, da die normale Pflanze meist anders wirkt, als das Extrakt.
In der Pflanze sind ja sehr viele Inhaltsstoffe enthalten, die vielleicht synergetisch mit einander wirken (die Wirkung wird also durch das Zusammenspiel der Substanzen verändert / verstärkt). Davon werden nicht alle extrahiert.

Die Herstellung eines Heimia salicifolia Alkoholextraktes kann die Wirkstoffe so sehr konzentrieren, dass sich auch ohne Fermentierung eine Wirkung entfalten kann! Hierfür gibt man das Pflanzenmaterial mit Alkohol (reiner Trinkalkohol ist hier kaufbar) in ein Gefäß, lässt das ganze 4-8 Wochen ziehen und filtert das Kraut dann ab.

 

Sinicuichi Inhaltsstoffe

Für die berauschende Wirkung verantworltich sind vermutlich Chinolizidin und die Alkaloide:

  • Cryogenin
  • Lytrhin
  • Lyfolin
  • Nesidin
  • Vertin
  • Hemidin

Wirklich sicher, welcher Wirkstoff für welchen Teil der Wirkung verantwortlich ist, ist man sich nicht.
Es gibt recht wenige Forschungen zu dieser psychoaktiven Pflanzen.

 

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