10 weitere natürliche Antidepressiva – Pflanzen gegen Depressionen

10 weitere natürliche Antidepressiva – Pflanzen gegen Depressionen

10 (weitere) natürliche Antidepressiva (Pflanzen gegen Depressionen)

Dies ist die Fortsetzung zur Liste 10 pflanzliche Antidepressiva.
Wir möchten euch erneut zehn natürliche Antidepressiva (Heilpflanzen gegen Depressionen) vorstellen, welche unter anderem stimmungsverbessernd, leistungssteigernd, schlaffördernd und angstlösend wirken und somit eine sehr positive Wirkung auf eine Depression haben können.

Wie in der letzten Pflanzen-Liste möchten wir euch auch hier ganz klar dazu raten, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, wenn ihr denkt, ihr könntet Depressionen haben.
Es handelt sich hier um eine Krankheit die man, je nach Stärke und Form, vielleicht nicht allein überwinden kann.

Hier werden Pflanzen genannt, die teils berauschend wirken können (wenn sie höher dosiert werden). Diese sollten bei einer schweren Depression nicht eingenommen werden!
Wenn kein Rausch erwünscht ist, müssen sie niedrig dosiert werden. Die Einnahme sollte nicht täglich erfolgen!

Die Selbstmedikation mit Heilkräutern sollte bei einer Depression nur zusätzlich zu einer Therapie als Unterstützung eingenommen werden!
Werden pharmazeutische Antidepressiva eingenommen muss es mit dem Arzt besprochen werden, ob die jeweiligen Heilkräuter keine negativen Wechselwirkung haben.

Hier geht es zu weiteren natürlichen Mitteln gegen Depressionen.

 

 

Liste: 10 natürliche Antidepressiva / Heilpflanzen gegen Depression

 

  • 1. Damiana (Turnera diffusa)Damiana (Turnera diffusa)

Damianá ist eine vor allem in Mexiko weit verbreitete Heilpflanze.
Sie wird auch als Indianertabak bezeichnet und als Rauchkraut verwendet.
Natürlich muss Damiana nicht geraucht werden sondern kann auch als Tee getrunken werden.
Hierfür gibt man einfach 3-5g pro Tasse in einen Teefilter und lässt den Damiana Tee 10 Minuten lang ziehen.

Die Wirkung von Turnera diffusa ist leicht aufputschend und wachmachend, außerdem gilt es als Potenzmittel und natürliches Aphrodisiakum.
In dieser Liste taucht Damiana auf, weil es auch ein natürliches Antidepressivum ist!
Es wirkt stimmungsverbessernd und hilft auch, in die Gänge zu kommen.

Die Wirkung ist subtil, aber deutlich genug!
Man kann täglich morgens oder mittags einen Damiana Tee trinken, etwas davon rauchen oder vaporisieren und so sehr von der antidepressiven, stimulierenden Wirkung profitieren.
Damiana löst eine subtil berauschende Wirkung aus, die v.a. beim Rauchen des Krauts zu spüren ist. Wird kein Rausch erwünscht, sollte ein niedrig dosierter Tee (2-5g) oder wenig im Vaporizer (0,1-0,4g) eingenommen werden!

 

 

  • 2. Blauer Lotus (Nymphaea caerulea)Blauer Lotus (Nymphaea caerulea)

Der Blaue Lotus (Nymphaea caerulea) ist eine seit Jahrhunderten bekannte psychoaktive Pflanze, die schon von den Azteken als rituelle magische Pflanze gebraucht wird.
Die Wirkung des Blauen Lotus ist eher subtil aber durchaus spürbar, ähnlich wie bei Damiana.
Dieser Lotus hat viele verschiedene Wirkaspekte, er soll aphrodisierend, sedierend (beruhigend), euphorisierend und psychedelisch wirken!

In hohen Dosierungen kann man eventuell CEVs (Visionen bei geschlossenen Augen) nach dem Konsum von Blauem Lotus sehen.
Er wirkt auch antidepressiv, da er den Geist klärt, entspannt und die Laune verbessert!
Am besten trinkt man Blauen Lotus Tee abends. 3-6g pro Tasse genügen für eine Wirkung!

Blauer Lotus ist subtil berauschend, ist keine Rauschwirkung erwünscht, sollte man etwa 1-4g für eine Tasse verwenden, oder nur wenig (0,1g) rauchen / vaporisieren.

Alternativ kann man den Blauen Lotus auch rauchen oder vaporisieren.
Beliebt ist der Mischkonsum von Damiana und Blauer Lotus, man macht sich am besten einen Tee aus jeweils 1-2 Teelöffeln beider Kräuter.
Dies ergibt einen recht wohlschmeckenden Tee!

 

Kanna (Sceletium tortuosum) enthält unter anderem Turtuosamin, Mesembrin und Mesembrinin, Stoffe, die Serotonin wiederaufnahmehemmend wirken.
Somit wird die Konzentration des Serotonin im Gehirn stark erhöht, wodurch ein euphorisches, empathisches Gefühl entsteht.

Vorsicht: Diese Pflanze ist nicht für richtige Depressionen geeignet, sie kann lediglich als stimmungsverbesserndes Mittel gesehen werden!

Kanna ist eine starke psychoaktive Pflanze.
Sie wirkt aphrodisierend und potenzsteigernd, antidepressiv und wird von naturreligiösen Stämmen als traditionelle Rauschpflanze konsumiert.
Kanna kann entweder nasal aufgenommen (geschnupft), geraucht / vaporisiert oder geschluckt werden.
Nasal ist die Wirkung sehr stark, um einen angenehmen, stimmungsverbessernden Effekt zu erzielen nimmt man Kanna am besten oral ein.

Kanna ist eine recht intensiv berauschende Pflanze! Bei schwerer Depression und wenn kein Rausch erwünscht ist, sollte sie nicht konsumiert werden, oder man nimmt nur sehr geringe Dosierungen ein (0,1g des normalen Krauts).
Kann in seltenen Fällen suchterzeugend sein (wenn auch deutlich weniger als bekanntere Drogen, wie etwa Cannabis oder Alkohol).

Kanna Extrakt
Kanna 5:1 Extrakt

Der Mischkonsum mit anderen serotonergen Substanzen (wie Antidepressiva) ist eventuell gefährlich!
Es kann zu einem gefährlichen Serotonin Syndrom kommen.
In Sachen natürliche Antidepressiva ist Kanna ganz weit vorn dabei, die Intensität der Wirkung ist wirklich nicht zu unterschätzen!

 

 

  • 5. Ashwagandha (Withania somnifera)

Ashwagandha ist eine in der ayurvedischen Medizin weit verbreitete Heilpflanze, sie gilt dort als Allheilmittel.
Im Ayurveda ist Withania somnifera so etwas wie Ginseng in der chinesischen Volksmedizin!
Die heilenden Wirkungen von Ashwagandha sind vielseitig, so wird die Pflanze unter anderem als Aphrodisiakum / Potenzmittel, Schlafmittel und Beruhigungsmittel oder als Tonikum eingenommen.

Generell wirkt sie beruhigend und stresslindernd, man fühlt sich entspannt und kann gut einschlafen.
Die sexuelle Leistungsfähigkeit wie auch die Lust wird durch den regelmäßigen Konsum von Ashwagandha erhöht.
Die Einnahme erfolgt meist wie die eines Nahrungsergänzungsmittels, nämlich täglich über einen Zeitraum von mehreren Wochen.
Ashwagandha kann aber auch bei einmaliger Einnahme eine antidepressive, angstlösende und beruhigende Wirkung entfalten, wenn man es hoch genug dosiert!

Nimmt man Withania somnifera regelmäßig, stärkt es die Nerven, gibt Energie und hilft auch gegen Altersgebrechen.

 

 

  • 6. Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Der Rosenwurz (Rhodiola rosea) ist eine beliebte Heilpflanze, die eine stimulierende, stimmungsverbessernde und antidepressive Wirkung entfalten kann.
Sie wird als Tonikum konsumiert, das heißt täglich über einen längeren Zeitraum.
Rosenwurz hat keine akute Wirkung. Die Effekte treten nach etwa 1-2 Wochen täglichem Konsum ein!

Neben den oben genannten Wirkungen wirkt der Rosenwurz auch noch angstlösend, stärkend auf das Immun- und Nervensystem und schützt vor freien Radikalen.
Rhodiola rosea könnte auch antikarzinogen sein und vor Krebs schützen bzw. Krebszellen bekämpfen.

Man nimmt täglich einmal morgens (und je nach Bedarf noch ein weiteres mal) 1-1,5g Rosenwurz in einer Kapsel oder 2-2,5g gekocht als Tee ein.

 

 

  • 7. Marihuanilla (Leonurus sibiricus)

Marihuanilla, auch Sibirisches Herzgespann, Sibirischer Löwenschwanz oder Sibirisches Mutterkraut genannt, ist eine leicht psychoaktive Pflanze.
Sie wird oftmals als Cannabis Ersatz beworben und ist weltweit komplett legal.
Die Wirkung von Marihuanilla ist eher subtil und von der Intensität her deutlich geringer als Cannabis. Sie ist trotzdem durchaus spürbar und macht Leonurus sibiricus zu einem brauchbaren pflanzlichen Antidepressivum.
Es hat auch ein weitaus geringeres Suchtpotential als Cannabis. Es gibt nur extrem seltene bis gar keine Fälle von einer Suchterkrankung durch diese Pflanze.

Die Wirkung von Marihuanilla ist leicht euphorisch, entspannend (aber nicht sedierend) und in hohen Dosierungen bei manchen auch leicht psychedelisch.
Das Körpergefühl wird verändert und der Geist wird etwas geklärt, man kann Leonurus sibiricus also gut vor dem Meditieren konsumieren.

Marihuanilla löst ein subtil berauschtes Gefühl aus, wird keine Rauschwirkung gewollt, sollte nur etwa 2-4g pro Tasse Tee getrunken oder 0,1-0,5g geraucht / vaporisiert werden (die benötigte Temperatur beim Vaporisieren findet ihr im unten verlinkten Haupt-Infoartikel zu Leonurus sibiricus).

Die Einnahme erfolgt entweder als Tee, geraucht oder vaporisiert.
5-10g getrocknetes Marihuanilla pro Tasse Tee oder 1-2g geraucht sollten für eine angenehme Wirkung reichen.
Alternativ kann auch Leonurus sibiricus Extrakt gekauft werden, von dem man deutlich weniger benötigt und das man einfach in eine Kapsel füllen oder ins Getränk mischen kann.

 

 

  • 8. Kava Kava / Kawa Kawa (Piper methysticum)Kava Kava (Piper methysticum)

Kava, auch Rauschpfeffer genannt, ist eine sehr kulturreiche psychoaktive Pflanze.
Aus Kava Kava hergestellte Tränke werden sogar heute noch in den USA in besonderen Kava-Bars zur Berauschung getrunken.
Viele naturreligiöse Stämme kennen die Wirkung von Piper methysticum und schätzen sie als Gesellschaftsdroge.

Das Wirkspektrum von Kava ist recht groß.
Es wirkt generell berauschend und narkotisierend, beruhigend, sedierend und angstlösend.
Die Laune wird verbessert, Sorgen belasten nicht mehr so, man wird enthemmt und es kann sogar eine starke Euphorie eintreten.
Oftmals wird die Wirkung dieser Rauschpflanze mit der von Alkohol verglichen.

Kava ist in Deutschland leider dem Arzneimittelgesetz unterstellt, nur homöopathische Kava Tinkturen sind legal erhältlich.
Diese sind recht schwach dosiert und entfalten keine ausgeprägte Rauschwirkung.
In den meisten anderen Ländern der Welt, wie auch Österreich und der Schweiz, ist Piper methysticum allerdings erlaubt und frei verkäuflich!

Kava hat ein Suchtpotential!
Dieses ist zwar nicht so hoch wie das von beispielsweise Cannabis oder Kratom, Kava darf aber nur mit Abständen von mindestens einer Woche in höheren Dosierungen eingenommen werden!

Es handelt sich um eine berauschende Pflanze! Wird kein Rausch gewollt, darf nur wenig Kava eingenommen werden.

 

 

  • 9. Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)

Das Kleine Habichtskraut ist eine euphorisch und leicht psychedelisch wirkende Pflanze, die geraucht oder als Tee getrunken werden kann.
Die stimmungsverbessernde Wirkung macht das Kleine Habichtskraut zu einem pflanzlichen Antidepressivum, das akut wirkt.
Es hat außerdem einen leicht stimulierenden, anregenden Effekt und kann leicht leistungssteigernd sein!

Man nimmt etwa 3-6g pro Tasse Tee, oder raucht / vaporisiert 0,5-1,5g des getrockneten Pflanzenmaterials.
Die Wirkung des Habichtskrauts ist subtil aber spürbar, es wird auch als milder Cannabis Ersatz angepriesen. Habichtskraut hat, ebenso wie Marihuanilla, kaum ein Suchtpotential und Suchtfälle sind unbekannt, auch wenn es zu den leichten psychoaktiven Pflanzen zählt.

Mehr über den Konsum, die Zubereitung, die Dosierung & mehr von Habichtskraut erfahrt ihr hier!

 

  • 10. Blaue Klitorie (Clitoria ternatea)

Die Blaue Klitorie (Clitoria ternetea), auch Schamblume, Blau-Tee oder Schmetterlings-Erbse genannt, ist eine vielfältig eingesetzte Heilpflanze.
Sie wird vor allem im Ayuverda und in der asiatischen Medizin verwendet, die Blüten sollen aphrodisierend wirken, die Samen wirken abführend und das getrocknete Kraut wird als Antidepressivum verwendet.
Das Kraut ist auch anxiolytisch (also angstlösend) und antiepileptisch!

Man kann aus den getrockneten Blättern wie auch aus den Blüten einen Tee kochen, indem man etwa 3-5g pro Tasse 10 Minuten lang in heißem Wasser ziehen lässt.
Es ist nicht ganz klar, ob in den getrockneten Blüten auch psychoaktive Stoffe enthalten sind, sicher aber ist, dass sie Antioxidantien enthalten.
In der historischen Pflanzenmedizin werden immer die Blätter und nicht die Blüten verwendet um heilende Wirkungen zu erzielen.


 

 

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1 Gedanke zu “10 weitere natürliche Antidepressiva – Pflanzen gegen Depressionen

  1. pflanzliche Alternativen bei Depressionen sind sehr wichtig, damit endlich die ganzen Nebenwirkungen wegbleiben. Mit Johanniskraut bin ich nicht klar gekommen. Ich habe mich im Forum fitfortalk eingelesen, da wird das Thema ganz gross behandelt. Die traditionell thailändische Medizin wird mit Joyful empfohlen, die Thais helfen sich schon seit mehr als 5.000 jahren damit, dass kann nichts schlechtes sein.

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