Cannabis in der Volksmedizin – Marihuana als Heilmittel?

Cannabis in der Volksmedizin – Marihuana als Heilmittel?

Cannabis in der Volksmedizin – Marihuana als Heilmittel?

Cannabis (auch Weed, Hanf bzw. die Blüten (Gras / Marihuana), das Harz Cannabis in der Volksmedizin(Haschisch) oder Extrakte) hat eine sehr lange Tradition als Heilpflanze und wurde im Laufe der Menschheitsgeschichte schon gegen etliche verschiedene Krankheiten und Beschwerden eingesetzt.
Cannabis in der Volksmedizin ist also keine Erfindung der Neuzeit.
Dennoch, seit einigen Jahren erlebt Cannabis in der Volksmedizin einen Boom, auch trotz der Illegalisierung von Cannabis gibt es nachwievor einige legale Hanf-Medizinprodukte, so bspw. CBD Öl.
Auch Hanfsamen sind in Deutschland an sich nicht illegal, da sie kein THC enthalten!

In diesem Artikel wollen wir auf die historische und die aktuelle Verwendung dieser magischen Pflanze eingehen, die sich so viel Hetze und Gegenpropaganda ausgesetzt sah wie keine andere Pflanze unserer Welt.
Doch auch die weltweite Illegalisierung und Prohibition von Cannabis (die in den USA begann, angeführt und vertreten durch Harry J. Anslinger und unterstützt durch die Pharma-, Alkohol- und Textilindustrie, mehr zur Geschichte der Cannabis-Prohibition gibts in diesem Artikel von cannabislegal.de) konnte die medizinische Verwendung dieser uralten Heilpflanze nicht unterdrücken!

Verschiedene CBD Produkte (Öl, Kristalle, Pasten, Hanftee, Cremes, Zäpfchen etc.) können hier gekauft werden

 

Geschichte & Historie von Cannabis in der Volksmedizin

Es gibt Funde aus prähistorischen Zeiten, die darauf hindeuten, dass Hanf schon vor 10.000 bis sogar 27.000 Jahre verwendet wurde.
Diese Funde wurden vor allem in Asien gemacht (beispielsweise in einem Dorf in Taiwan) und es wird spekuliert, dass das Cannabis damals in einem schamanischen Rahmen und als Rohstoff für handwerkliche Arbeiten genutzt wurde.

Die frühesten uns bekannten Aufzeichnungen von Cannabis in der Volksmedizin sind entweder die eines chinesischen Buches über Heilkräuter und Botanik, welches etwa 4700 Jahre v. Chr. geschrieben wurde, die Erwähnung des chinesischen Eroberers Fu Hsi, welcher Hanf 2900 v. Chr. als beliebte Medizin seines Volkes beschrieb, oder das Buch des (ebenfalls chinesischen) Eroberers Shen Nung von 2737 v. Chr.. Dieser Eroberer (der auch Pharmakologist war und als Vater der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt) entdeckte neben der von Cannabis auch die medizinische Wirkung von Ginseng und Ephedra Kraut.
Sicher ist, dass Cannabis in der chinesischen Heilkunst schon sehr lange eine wichtige Rolle spielt.

Auch den alten Ägypter war die Heilkraft dieser Pflanze vermutlich bekannt.
Es gibt ein Papyrus (Fayyum Medical Pyprus genannt), bei welchem vermutet wird, dass es um die Anwendung von Cannabis gegen Krebs geht.

Gleiches gilt für die antiken Griechen, die Cannabis dazu benutzten, die Verletzungen ihrer Pferde nach einem Kampf zu behandeln und es auch Menschen gegen Schmerzen und Entzündungen gaben.

In Indien wird Cannabis seit vielen Jahrhunderten in der Volksmedizin und auch zur Berauschung eingenommen, seit vermutlich etwa 1000 v. Chr. ist der Hanf-haltige Trank Bhang in Indien verbreitet und bekannt.
Es ist dort eine der wichtigsten Kultur-, Rausch- und Heilpflanzen und die psychoaktive Wirkung der Cannabis Pflanze ist in Indien schon sehr lange bekannt.

Wenn man in der aktuelleren Geschichte forscht, findet man einige Schriften und Aufzeichnungen, die belegen dass Cannabis schon mindestens seit dem 17. Jahrhundert nach Christus in Europa als Heilpflanze (für die verschiedensten Krankheiten, darunter Depressionen, Geschlechtskrankheiten, Darmverstimmungen, Schwellungen, Migräne, Schlaflosigkeit & Krämpfen) angewendet.
Teils wurden die Samen eingenommen (die keine psychoaktiven Wirkstoffe besitzen), manchmal allerdings auch die anderen Pflanzenteile und die psychoaktive Wirkung des Cannabis (insbesondere der Blüten des weiblichen Hanfs) ist sicherlich schon seit einigen hundert Jahren bekannt.

Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts wurden dann etliche wissenschaftliche Untersuchungen und Abhandlungen zum Thema Cannabis als Heilmittel veröffentlicht, in den USA beispielsweise gab es in dieser Zeit etliche verschiedene Präparate & Arzneien, die in Apotheken verkauft und ohne Reglements von Ärzten verschrieben wurden.
Cannabis galt als wirkvollstes Mittel gegen Migräne, sollte Zuckungen, Reizhusten und sogar den Entzug von Opioiden (/ Opiaten) und Alkohol.
Selbst die Gründerväter der USA (darunter Thomas Jefferson & George Washington) priesen den medizinischen Nutzen von Cannabis in der Volksmedizin an!

 

Verbot & Prohibition von Cannabis

Der offizielle, legale Umgang mit Cannabis als Heilpflanze fand Anfang des 20. Jahrhunderts ein jähes Ende, als es 1937 in den USA und dann bald auch weltweit illegalisiert wurde.
Es wurde als Freizeit & Partydroge dargestellt, die angeblich nur von verantwortungslosen Jugendlichen, Künstlern, Afroamerikanern und anderen Volksgruppen konsumiert worden wäre, die nicht in das Weltbild der gutbürgerlichen amerikanischen Mittelschicht passten.

Der bekannte Anti-Cannabis-Propaganda-Film Reefer Madness ist eines der bekanntesten Machwerke der Anti-Hanf-Bewegung und verdeutlicht gut, mit welchen Mitteln (nämlich mit dreister Lüge & Verbreitung von Angst) das Volk gegen den Gebrauch von Marihuana und Haschisch aufgebracht wurden.
Mächtige wirtschaftliche und politische Kräfte (teils aus Geldgier, teils aus rassistischen und teils aus fundamentalistischen Gründen) kämpften für eine Illegalisierung dieser seit Jahrtausenden bekannten Nutzpflanze, allen voran Harry J. Anslinger.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde aufgrund dieser Hetze & Propaganda nicht nur der Konsum von Cannabis zur Berauschung, sondern auch der medizinische Gebrauch und sogar die Verwendung von Hanf (meist THC-armem, männlichen Faserhanf) als Nutzpflanze fast vollständig verdrängt.

 

Re-Legalisierung von Cannabis in der Volksmedizin

Nachdem (der weibliche) Hanf etwa in der mitte des letzten Jahrhunderts fast weltweit verboten wurde, wurden jene, die Cannabis medizinisch einnahmen in den Untergrund gedrängt und zu Straftätern und sogar Verbrechern degradiert.

In den letzten Jahren / Jahrzehnten fand, auf Druck von Wissenschaft und Volk, ein Umdenken der Politik statt.
Inzwischen ist Cannabis als Medizin in sehr vielen Ländern wieder legal, wenn auch meistens nur mit strengen Auflagen (bei sehr schweren Krankheiten, bei denen die synthetischen Medikamente der westlichen Schulmedizin versagten) und nur selten übernimmt die Krankenkasse das mitunter sehr teuere aus der Apotheke beziehbare Marihuana / Haschisch.
So ist es zumindest in Deutschland.
Hier ist der Anbau von psychoaktivem Marihuana nach wie vor (auch zu medizinischen Zwecken, mit nur sehr wenigen Ausnahmen, die sich das Recht auf Cannabis Anbau nach jahrelangem Rechtsstreit erkämpfen mussten) verboten, weshalb die Apotheken ihr Gras aus Holland importieren müssen.
Dies führt dazu, dass es immer mal wieder Engpässe gibt und Patienten, die auf ihre Medizin angewiesen sind, auf sie verzichten müssen.

In den USA, der Mutter der Cannabisprohibition, sieht es in den meisten Bundesstaaten bereits ganz anders aus.
Dort gibt es eine recht umfangreiche Liste an Krankheiten und Symptomen, bei denen eine Behandlung mit medizinischem Cannabis in Frage kommt, außerdem gibt es „Cannabis dispensaries“, das sind Läden die an die holländischen Coffeshops erinnern und die sich auf den Verkauf von „medical marihuana“ und die Beratung dazu spezialisiert haben.
Die Preise können dort durchaus mit dem Schwarzmarkt konkurrieren und es gibt immer genug Nachschub und Auswahl.

Es ist wünschenswert und unabdingbar, dass sich eine flächendeckende, günstige Versorgung der Patienten mit medizinischem Cannabis auch in Deutschland (und allen anderen Ländern weltweit) etabliert, was das Recht auf den Anbau von Hanf-Pflanzen für jeden bedürftigen Patienten einschließt.

 

Medizinische Anwendungsgebiete von Cannabis

Nachdem die medizinische Nutzung von Hanf in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurück in den legalen Markt geholt wurde und Patienten, die auf Cannabis als Medizin angewiesen sind, inzwischen nicht mehr (bzw. immer weniger) als Straftäter stigmatisiert werden, entstand ein neuer Boom im Bereich der Cannabis-Forschung.
Inzwischen ist man sich (im Gegensatz zu den Menschen, die Cannabis vor vielen Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden als Heilpflanze verwendeten) über die Wirkstoffe und die beste Verwendung der Cannabis-Pflanze im Klaren, man weiß dass die enthaltenen Cannabinoide für die psychoaktive und die medizinische Wirkung des Hanfes verantwortlich sind.

Doch, wie das bei Pflanzen nun mal so ist, Cannabis enthält natürlich nicht nur einen oder wenige Wirkstoffe, sondern gleich duzende.
Und diese Wirkstoffe haben auch unterschiedliche Wirkungen auf den menschlichen Organismus und können teils sogar gegensätzliche Effekte auslösen.

 

Medizinische Anwendungen von THC

Der wohl bekannteste und auch am stärksten psychoaktiv wirksame Inhaltsstoff ist THC, Tetrahydrocannabinol. Er ist hauptsächlich für die euphorisierende, psychedelische, schmerzstillende und angeblich sogar für die krebshemmende Wirkung des Cannabis verantwortlich und hat auch eine krampflösende, antiepileptische und appetitfördernde Wirkung.
Deshalb gilt Tetrahydrocannabinol auch als potentielles Medikament bei (unter anderem) Depressionen, Epilepsie, multipler Sklerose, chronischen Schmerzen und Krebs.
Es ist nicht bestätigt dass THC tatsächlich krebshemmend wirkt, sicher ist jedoch, dass es die Nebenwirkungen der Chemo-Therapie (wie Appetitlosigkeit, Schmerzen & Depression) deutlich bekämpft!

Als THC wird der Stoff delta-9-tetrahydrocannabinol (Δ9-THC) bezeichnet, Cannabis enthält noch andere Tetrahydrocannabinole.

Die Nebenwirkungen umfassen unter anderem Paranoia, Angstzustände, Dehydration, Trägheit und es gibt ein Suchtpotential.

Lediglich die Blüten der weiblichen Cannabis Pflanze enthalten genug THC, um eine psychoaktive Wirkung auslösen zu können.
Auch die anderen Pflanzenteile enthalten geringe Mengen THC, einen Artikel zum THC-Gehalt von Blättern, Stielen etc. von Cannabis gibt es hier!

 

Medizinische Anwendung von CBD

CBD, auch Cannabidiol, ist ein weiterer sehr wichtiger und besonders in den letzten Jahren oft verwendeter Wirkstoff von Cannabis, der auch eine medizinische Wirkung auf den Menschen hat.
Die Wirkung von CBD stellt sich dem von THC entgegen, da es die psychedelische Wirkung etwas abmildert und dem Hanf eine sedierende (also schlaffördernde), beruhigende, angstlösende und antipsychotische Wirkkomponente hinzufügt, außerdem wirkt es im Gegensatz zu THC laut einigen Quellen sogar leicht appetitzügelnd!
Dementsprechend gibt es den Verdacht, dass CBD bei Psychosen (die beim Konsum von THC bei dafür anfälligen Personen angeblich sogar leichter auftreten sollen) helfen und Schlaflosigkeit & Durchschlafstörungen verbessern soll.

Desweiteren wirkt CBD entzündungshemmend, krampflösend und verringert Übelkeit.
Es kann also, ebenso wie THC, bei Epilepsie, MS, Entzündungen u.v.m. helfen und sogar die Symptome von Krebs (bzw. der Chemo-Therapie) lindern.
Das Suchtpotential ist bei Cannabidiol fast gar nicht vorhanden, da es nicht sehr stark psychoaktiv, sondern hauptsächlich gesundheitsfördernd wirkt.

Nebenwirkungen von CBD sind Schläfrigkeit, Mundtrockenheit, eine Minderung des Appetits und Trägheit, dafür verringert es die angststeigernden, Paranoia fördernden Effekte vom THC!

Auch CBD findet sich hauptsächlich in den Blüten, je nach Sorte enthält Cannabis jedoch sehr unterschiedliche Konzentrationen von Cannabidiol.
Sativa Sorten sind meist etwas CBD-ärmer und THC-reicher, Indica Sorten meist CBD-reicher. Dies ist nur eine Faustformel und trifft nicht immer zu!
Viele gezüchtete Sorten, die für den Rausch-Konsum gedacht sind, enthalten sehr viel THC und so gut wie gar kein CBD, da hier eine stark psychedelische, nicht so beruhigende Wirkung gewünscht wird.
Es gibt aber auch jede Menge Marihuana-Sorten, die extra gezüchtet wurden um einen hohen Gehalt an CBD zu erreichen, solche Sorten werden oft als „medizinisches Cannabis“ bezeichnet (auch wenn einige Krankheiten die Einnahme von THC-reichen, CBD-armen Sorten induzieren!).

Da Cannabis & THC (derzeit noch) fast weltweit illegal ist, existieren einige CBD Extrakte, die kein oder so gut wie kein THC enthalten und die deshalb für die medizinische Anwendung verkauft werden dürfen.
CBD ist nämlich fast weltweit legal, da es so gut wie keine „berauschende“ / „spaßige“ Wirkung hat.

Es erschien erst 2015 im Nachtschattenverlag ein Buch von Franjo Grotenhermen, Markus Berger & Kathrin Gebhardt namens Cannabidiol (CBD): Ein cannabishaltiges Compendium, welches sich ausführlich mit diesem sekundären Cannabis-Wirkstoff beschäftigt.

 

Medizinische Anwendung der anderen Inhaltsstoffe von Cannabis

Neben den beiden psychoaktiven Cannabinoiden THC und Cannabidiol (CBD) enthält Cannabis noch jede Menge andere Cannabinoide und Terpenoide.
Letztere sind für den besonderen Geruch des weiblichen Hanfes verantwortlich, teils haben sie selbst eine schwach psychoaktive Wirkung, teils können sie die Wirkung des THCs & CBDs verändern.
Gleiches gilt auch für die sonstigen enthaltenen Cannabinoide wie Cannabigerol (CBG), Cannabichromen (CBC) oder Cannabinol (CBN).
Deshalb wirkt Marihuana oder Haschisch auch spürbar anders als extrahiertes oder künstlich synthetisiertes THC (wie das Pharmazeutikum Dronabinol)!

Es gibt bislang wenige Erkenntnisse über die medizinische Wirkung und die potentiellen Anwendungsgebiete für die anderen Wirkstoffe von Cannabis.
Delta-8-tetrahydrocannabinol (Δ8-THC) beispielsweise wirkt weniger psychoaktiv als das als THC bezeichnete Δ9-THC, wirkt jedoch sehr gut gegen Übelkeit und Erbrechen, Cannabichromen (CBC) wirkt beruhigend, vermutlich antipsychotisch und es wurde sogar festgestellt, dass es eine antibiotische Wirkung auf gegen übliche Antibiotika resistente Bakterien hat.
Außerdem soll CBC die schmerzstillende und antiepileptische Wirkung des THC & CBD verstärken.

 

Einnahme & Konsumformen von Cannabis

Möchte man Hanf medizinisch anwenden, ist es sinnvoll das Marihuana / Haschisch nicht einfach zu rauchen, wie es beim Spaß-Konsum üblich ist, sondern sich einen alternativen Applikationsweg auszusuchen.
Rauchen ist sehr belastend für die Lunge und Cannabis hinterlässt, ebenso wie Tabak, viele Teerablagerungen. Auf Dauer ist dies natürlich nicht gesund.

 

Cannabis vaporisieren

Hat man Marihuana oder Haschisch, kann man es stattdessen in einem Vaporizer vaporisieren / verdampfen, was keine Verbrennungsprodukte verursacht, den Wirkstoff aber aus dem Pflanzenmaterial in Dampf „löst“.
Die fürs Verdampfen von Cannabis benötigte Temperatur ist etwa 180-210°C.
Es gibt Vaporizer, die eine feste Temperatureintstellung haben und welche, bei denen man sie frei einstellen kann.
Letzteres hat den großen Vorteil, dass die unterschiedlichen Wirkstoffe der Hanf-Pflanze bei unterschiedlichen Temperaturen verdampfen und man dementsprechend steuern kann, welche Wirkstoffe der Dampf enthalten soll.

THC (Δ9-THC) verdampft bereits bei 157°C, delta-8-Tetrahydrocannabinol (Δ8-THC) bei 175-178°C, CBD bei 160-180°C, CBN bei 185°C, THCV und CBC bei 220°C.

Tendentiell gilt also, dass niedrigere Temperaturen einen eher psychedelischen, berauschenden & euphorisierenden Rausch auslösen („high“ sein), während höhere Temperaturen die beruhigende, körperliche Wirkung („stoned“ sein) in den Vordergrund stellen.

Neben Cannabis können übrigens auch weitere Kräuter mit psychoaktiver oder heilender Wirkung im Vaporisator verdampft werden, wir veröffentlichten bereits eine umfangreiche Liste mit den Temperaturen, die man fürs Vaporisieren der verschiedenen Heil- und Rauschkräuter benötigt.

 

Cannabis oral einnehmen

Wer eher gewohnt ist, seine Medikamente zu schlucken, kann natürlich auch bei Hanf auf den oralen Konsum zurückgreifen.
Hierfür muss das enthaltene THC jedoch erst aktiviert werden, dies erreicht man durch eine Decarboxylierung des Cannabis.
Dies bedeutet, dass man die an sich nicht psychoaktiven THC-Säuren, die im Pflanzenmaterial enthalten sind, in neutrales THC umwandelt.
Praktisch erreicht man dies entweder durch das Verbrennen beim Rauchen, durch lange Lagerung (mehrere Monate bis Jahre), oder durch das leichte Erhitzen, wie man es beim Kochen erreicht.

Man sollte das Cannabis bei etwa 110-125°C in Fett köcheln lassen (THC ist fettlöslich, jedoch nicht wasserlöslich), über einen Zeitraum von mindestens 20, besser 60 Minuten.
So lässt sich das meiste an THC umwandeln und die Terpene, die für den Geschmack verantwortlich sind (und wie schon gesagt auch die Wirkung modulieren) bleiben erhalten. Diese verdampfen bei höheren Temperaturen leicht.
Beim oralen Konsum von Cannabis setzt die Wirkung deutlich langsamer ein (es dauert je nach Mageninhalt und Person 1 1/2-4 Stunden bis die Wirkung voll da ist!), hält dafür aber weitaus länger (3-6 Stunden).

Das Kochen mit Cannabis ist ein eigener riesiger Themenkomplex für sich und bedarf einiger Erfahrung um eine optimale Nutzung des Marihuana / Hasch / Extrakts zu gewährleisten.
Es erschienen etliche Bücher zu dem Thema, empfehlenswert ist Backen mit Hanf: Berauschend gut! von Kathrin Gebhardt.

 

Cannabis Extrakte

Natürlich gibt es noch jede Menge unterschiedliche Extrakte und Fertigarzneien, die THC, CBD oder beides zusammen enthalten.
Das bereits erwähnte CBD Öl ist hierfür ein gutes Beispiel, CBD Extrakt ist sogar legal (solange kaum THC enthalten ist).

 

Auf dem Schwarzmarkt und dort, wo Cannabis legal ist (gerade in den USA) gibt es außerdem sogenannte Dabs und „Haschöl“, hierbei handelt es sich um stark THC (und oft auch CBD) haltige Extrakte, die hergestellt wurden indem die Wirkstoffe mit einem Lösemittel (beispielsweise Butan, DMSO oder Ethanol) aus dem Marihuana extrahiert wurden.
Diese Extrakte werden entweder verdampft und inhaliert oder oral eingenommen.

 

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2 Gedanken zu “Cannabis in der Volksmedizin – Marihuana als Heilmittel?

  1. Magische Pflanzen.de widmet sich den Themen rund um den Zauber mit Kräutern auf sehr ambitionierter und entspannter Art und Weise.

    Viel Erfolg wünscht Marcel

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