Lampionblume (Physalis alkekengi) – Unbekanntes psychoaktives Nachtschattengewächs
Inhaltsverzeichnis [verstecken]
- 1 Lampionblume (Physalis alkekengi) – Unbekanntes psychoaktives Nachtschattengewächs
- 1.1 Physalis alkekengi kaufen
- 1.2 Inhaltsstoffe von Physalis alkekengi
- 1.3 Lampionblume (Physalis alkekengi) als Heilpflanze
- 1.4 Richtiger Konsum von Physalis alkekengi
- 1.5 Psychoaktive Wirkung der Lampionblume
- 1.6 Lampionblume Risiken & Nebenwirkungen
- 1.7 Physalis alkekengi Dosis / Dosierung
- 1.8 Woher bekommt man die Lampionblume (Physalis alkekengi)?
Die Lampionblume (Physalis alkekengi) (veraltet, politisch inkorrekt: Judenkirsche) ist
eine besondere Gattung der Pysalis (Blasenkirschen), deren Früchte auch im Supermarkt angeboten werden. Physalis alkekengi ist eine der psychoaktiven Physalis Arten, anscheinend sollen auch noch andere Arten eine Rauschwirkung erzeugen können!
Die Physalis zählen zu den Nachtschattengewächsen, genau so wie das Bilsenkraut, der Stechapfel oder die Tollkirsche.
Dies bedeutet natürlich noch nicht, dass jedes Nachtschattengewächs psychoaktiv ist, Tomaten und Kartoffeln sind es beispielsweise nicht.
Doch, bei dieser besonderen Gattung, der Lampenblume, ist eine Wirkung (also eine Psychoaktivität) tatsächlich gesichert.
Verbreitet ist der Konsum dieser Pflanze allerdings nicht.
Es handelt sich hier um ein Nachtschattengewächs, welches nur von sehr erfahrenen Ethnobotanikern eingenommen werden darf.
Die psychoaktive Wirkung dieser Pflanze ist sehr unbekannt und es gibt wenige Berichte, weshalb man sehr vorsichtig sein muss, es kann zu bislang unbekannten Nebenwirkungen kommen & Risiken geben!
Es ist nicht gesichert, welche Inhaltsstoffe sich in der Lampionblume befinden!
Physalis alkekengi kaufen
Inhaltsstoffe von Physalis alkekengi
Wie oben schon beschrieben ist nicht gesichert, welche Inhaltsstoffe sich in der Pflanze befinden. Dennoch, manche Wirkstoffe wurden schon entdeckt!

Amédée Masclef
So sind in den Beeren die leicht giftigen Bitterstoffe Physalin A, B und C.
Diese sind Margen-Darm-reizend und sollten nicht eingenommen werden.
Die Blütenblätter und Wurzeln enthalten dann den gewünschten Wirkstoff (oder die Wirkstoffe), nämlich wahrscheinlich Tropanalkaloide und Alkaloide die mit Hygrin verwandt sind.
Hygrin selbst kommt unter anderem in der Coca Pflanze, dem berühmten Kokain Lieferant, vor.
Weniger (aber dennoch immer noch!) wirksame Inhaltsstoffe der Lampionpflanze sind Carotinoide wie Zeaxanthin, Gerbstoffe und Schleimstoffe.
Lampionblume (Physalis alkekengi) als Heilpflanze
In der Volksmedizin wurde diese Pflanze früher gegen Rheuma, Gicht und bei Nieren- und Blasenbeschwerden eingesetzt.
Angeblich soll es sogar eine schmerzstillende Wirkung geben.
Die Lampionblume wird stark verdünnt in der Homöopathie eingesetzt, wobei dies kein Indikator für irgendeinerlei Wirkung ist.
Richtiger Konsum von Physalis alkekengi
E
s ist sehr wichtig, diese Pflanze richtig einzunehmen.
Nicht jedes Pflanzenteil enthält die selben Wirkstoffe und kann konsumiert werden!
Vom Verzehr (der oralen Aufnahme) der Blätter oder sonstigen Teile der Lampionblume (außer der Beeren in geringeren Mengen) ist abzuraten.
Die Blätter und Füchte enthalten giftige Bitterstoff die Magen und Darm reizen können.
Ein oder zwei Beeren zu essen wird höchstwahrscheinlich noch keine Vergiftungserscheinungen bewirken – viel mehr sollte man aber nicht essen!
In den Wurzeln und Blütenblättern der „Judenkirsche“ sind diese giftigen Bitterstoffe nicht oder in deutlich geringerer Konzentration enthalten.
Dennoch – auch diese Pflanzenteile sind nicht zum Verzehr geeignet.
Zumindest gibt es sehr wenige bis keine Berichte über einen erfolgreichen Rausch, der durch das orale Aufnehmen der Lampionblume erzielt wurde.
Der korrekte Konsum geht so:
Die Beeren sind in einem Kelch von Blütenblättern eingehüllt.
Diese Blüttenblätter, die sich, wenn die Beeren reif sind, gelblich verfärben, werden gepflückt und getrocknet.
Die getrockneten Blüttenblätter werden dann geraucht. Die orale Aufnahme (also das Schlucken) ist unsicherer, da die Wirkung beim Rauchen schnell einsetzt und man so weiß, ob man noch mehr konsumieren muss oder die konsumierte Menge schon für eine Rauschwirkung reicht.
Alternativ zum Rauchen funktioniert wahrscheinlich auch das Vaporisieren der Blütenhüllen, die genaue Temperatur ist mir jedoch nicht bekannt. Man sollte sich einfach von einen niedrigen zu einer hohen Temperatur durchprobieren, hierfür benötigt man natürlich einen Vaporisator mit frei einstellbarer Temperatur.
Vaporisieren ist natürlich viel gesünder als Rauchen, da keine schädliche Verbrennungsprodukte entstehen!
Solche guten Vaporizer könnt ihr hier kaufen!
Psychoaktive Wirkung der Lampionblume
Grundsätzlich wird die Wirkung der Physalis alkekengi als narkotisch beschrieben.
Eine leichte Sedierung und Beruhigung tritt ein, zusammen mit einer Downer-typischen hypnotischen Komponente.
Die „Judenkirsche“ ist sehr schmerzstillend.
Die Wirkung ist generell nicht so intensiv wie von anderen Nachtschattengewächsen, aber durchaus spürbar und übers Subtile hinaus gehend.
Manche Konsumenten beschreiben ein stoned Gefühl.
Es spürt jedoch wohl nicht jeder etwas – ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass geringere Dosierungen der Blütenhüllblätter eher leicht wahrnehmungsverändernd wirkt, eine wirklich Sedierung habe ich noch nicht davon verspürt.
Lampionblume Risiken & Nebenwirkungen
Da der Konsum dieser psychoaktiven Pflanze zu Rauschzwecken so wenig verbreitet ist, ist er riskanter als die Einnahme bekannterer Pflanzen!
Es kann zu bislang unbekannten Nebenwirkungen oder auch Wechselwirkungen kommen.
Außerdem sollten auf keinen Fall aus dem Supermarkt gekauft Physalis (also deren Kelchhülle) geraucht werden – diese könnten mit Pestiziden verunreinigt sein.
Entscheidet man sich trotz der Risiken dazu, Physalis alkekengi zu konsumieren, sollte man selbst angebaute verwenden.
Akute Nebenwirkungen die beim Rauchen auftreten können, sind bspw. Kopfschmerzen, Schwindel und Dysphorie.
Physalis alkekengi Dosis / Dosierung
Es gibt kaum Informationen zur richtigen Dosierung dieser Pflanze, was ein weiterer Gefahrenfaktor ist.
Man sollte mit einer sehr geringen Dosis beginnen und langsam höher dosieren, nachdem man etwa 30 Minuten (beim Rauchen / Vaporisieren) gewartet hat.
0,1-0,2g der Blütenhüllblätter dürften für eine Wirkung genügen.
Woher bekommt man die Lampionblume (Physalis alkekengi)?
Wenn man die Pflanze nicht irgendwo wild (oder im Garten gezüchtet) findet, kann man
sie sich auch selbst anpflanzen.
Um Samen zu erhalten, kann man sie entweder im Internet bestellen oder von Früchten der Physalis alkekengi „ernten“.
Hierfür öffnet man die Früchte einfach, in jeder einzelnen befinden sich ungefähr 10-30 Samen.
Die Samen befeuchtet man leicht und gibt sie einfach in einen kleinen Topf mit Blumenerde.
Nach wenigen Tagen wachsen dann die ersten Keimlinge.
Die Aufzucht der Lampionblume ist recht einfach und die Pflanze ist nicht sehr
anspruchsvoll.
Wichtig ist ein sonniger, warmer Standort, weshalb man die Pflanze im Frühling, Sommer und Herbst draußen halten kann.
Alternativ kann man sie auch an eine sonnige Fensterbank stellen.
Überwintern ist draußen allerdings etwas problematisch, da sie sehr kalte Temperaturen nicht vertragen kann.
Ein Wintergarten und ein Zimmer eignet sich für die Überwinterung – die Lampionblume ist mehrjährig und immergrün.
Mit Glück überwintert sie jedoch auch draußen!
Für’s Überwintern ist es ratsam, diese Physalis in einem großen Topf zu ziehen, sodass man diesen dann rein stellen kann.
Das Ausgraben aus dem Beet kann die Wurzeln beschädigen und die erfolgreiche Überwinterung gefährden.
Quellen
- Christian Rätschs Enzyklopädie der Psychoaktiven Pflanzen
- Verschieden Foren (Eve&Rave, Salvia-Community etc.)