Psychoaktiver Mohn – Liste der berauschenden Mohn Arten (Berauschende Papaver Pflanzen)

Psychoaktiver Mohn – Liste der berauschenden Mohn Arten (Berauschende Papaver Pflanzen)

Psychoaktiver Mohn – Liste der berauschenden & heilenden Mohn Arten

Psychoaktiver Mohn – davon hörte schon so ziemlich jeder.
Mohn (Papaveraceae) ist eine Gattung, welche viele Pflanzen enthält und die vorallem für den Schlafmohn (Papaver somniferum) bekannt ist, der weltweit kultiviert und für seine nahrungsspendenden und berauschenden & medizinischen Eigenschaften bekannt ist.

Doch nicht nur der Schlafmohn ist ein psychoaktiver Mohn, es gibt einige verschiedene Mohn-Arten mit berauschenden oder heilenden Effekten, welche wir in einer Liste aufzählen wollen!

Hauptsächlich wird die Mohn Gattung als Papaver bezeichnet, es gibt jedoch auch einige nicht Papaver Mohn-Arten.

 

Psychoaktiver Mohn – Liste:

Schlafmohn (Papaver somniferum)Schlafmohnkapseln

Der Klassiker zuerst – Schlafmohn (engl. opium poppy), auch Blaumohn, wird seit vielen Jahrhunderten, gar Jahrtausenden, kultiviert und konsumiert.

Die ganze Pflanze enthält einige verschiedene Alkaloide, darunter Morphin, Codein, Thebain und Noscapin. Sie zählen zu den Opioiden (auch Opiate genannt) und haben eine stark berauschende, schmerzstillende, euphorisierende und suchterzeugende Wirkung (zumindest Morphin und Codein, einige Alkaloide haben auch keine oder nur eine schwach ausgeprägte berauschende und suchterzeugende, dafür bspw. schmerzstillende oder krampflösende Effekte).

Zu Rauschzwecken darf der Schlafmohn in den allermeisten Ländern weltweit nicht mehr angebaut werden, dieser Bereich ist deswegen nun in der Hand der Drogenkartelle, korrumpierten Regierungen & Polizeistrukturen und mafiösen Organisationen, die mit dem illegalen Schlafmohn Anbau Milliarden-Beträge verdienen.
Der Konsum vom aus dem Schlafmohn gewonnenen Opium und dem halbsynthetisch aus dem Morphin hergestellten Heroin kann durch das Verbot jedoch nicht verhindert oder stark genug eingeschränkt werden, weshalb die Prohibition lediglich in die Hände der kriminellen Vereinigungen spielt.
Die Konsumenten sind ebenfalls Leidtragende – ihnen wird nicht geholfen sondern sie werden strafrechtlich verfolgt, erhalten womöglich gefährlich verstreckte und von der Stärke her komplett uneinschätzbare Ware. Vom Konsum abgehalten hat das die wenigsten.

Die reifen Samen werden als Lebensmittel verwendet, auch wenn sie ebenfalls Alkaloid-Reste enthalten.
Heutzutage werden in Deutschland die im Supermarkt und auf Mohnsemmeln verwendeten Mohnsamen gewaschen und nur besonders wirkstoffarme Sorten sind zum Anbau zugelassen.
In Österreich hingegen ist der Schlafmohn Anbau vollkommen legal und traditionsreich – Stichwort Mohnzuzler!

Mehr Infos rund um den Schlafmohn (Geschichte, Dosierung, Nebenwirkungen, Risiken etc.) findet ihr hier!

 

Kalifornischer Mohn (Eschscholzia californica)Goldmohn (Eschscholzia californica)

Der Kaliforische Mohn, auch Goldmohn ist deutlich unbekannter als der Schlafmohn und stammt, wie der Name vermuten lässt, ursprünglich aus Kalifornien. Inzwischen ist sie in Europa, Australien, Süafrika und Südamerika verbreitet.
Die Wirkung des Goldmohn ist nicht mit der des Schlafmohn vergleichbar – sie ist nicht berauschend und euphorisierend, es handelt sich bei den Inhaltsstoffen nicht um Opioide.
Dementsprechend ist Eschscholzia californica auch noch weltweit legal!

Psychoaktiv ist Kalifornischer Mohn dennoch, er wirkt schlaffördernd, beruhigend, stressreduzierend und angstlösend.
Als Tee genossen oder als Extrakt geschluckt zählt er zu den pflanzlichen Schlafmitteln mit sehr wenigen Nebenwirkungen und keinem Abhängigkeitspotential!
Eschscholzia californica ist also keine Rausch-, jedoch eine Heilpflanze.

Die Inhaltsstoffe des Goldmohn sind unter anderem Allocryptopin und Californidin.

Mehr Infos zum Goldmohn / Kalifornischen Mohn gibts hier!

 

Arznei-Mohn (Papaver bracteatum)

Arznei-Mohn, auch Armenischer Mohn ist eine aus dem Iran und Kaukasus stammende Mohn-Art die optisch leicht mit dem Schlafmohn zu verwechseln ist.
Von den Inhaltsstoffen her gibt es jedoch einen ganz markanten Unterschied: Im Gegensatz zum Schlafmohn (Papaver somniferum) enthält Papaver bracteatum kein Morphin und Codein, dafür jedoch die Opiat Thebain und Oripavin.

Zu Rauschzwecken ist der Konsum von Arznei-Mohn nicht geeignet, da das enthaltene Oripavin zwar ähnlich wie Codein / Morphin (also auch berauschend) wirkt, jedoch im Gegensatz zu Codein oder Morphin sehr toxisch ist.
Bedeutung hat diese Pflanze vorallem, weil sie als Thebain Lieferant in der Medizin verwendet wird. Dieses wird chemisch zu Oxycodon, Morphin, Codein oder anderen Opioiden umgewandelt und wird wegen dem geringen Berauschungspotential häufig anstatt von Schlafmohn angebaut.
Thebain wirkt stimulierend und schmerzstillend.

 

Mexikanischer Stachelmohn (Argemone mexicana)

Auch beim Mexikanischen Stachelmohn handelt es sich nicht um eine Pflanze die Opioide enthält, aber dennoch um eine psychoaktive Mohn Art.
Die Inhaltsstoffe sind unter anderem Berberin, Protopin und Argemonin, sie lösen eine sedierende, beruhigende und angstlösende Wirkung aus, manchmal wird auch ein aphrodisierender Effekt beschrieben.
Geraucht sollen die getrockneten Blätter und Blüten euphorisierend wirken, jedoch deutlich weniger intensiv euphorisch als Schlafmohn Tee, dementsprechend ist das Abhängigkeitspotential weitaus geringer bis kaum vorhanden.

Angeblich wirken die Stachelmohn Samen leicht halluzinogen / psychedelisch!
In der Volksmedizin ist Argemone mexicana als Malaria Heilmittel so wie bei Asthma, Augen- und Nierenproblemen verbreitet.

Mehr Infos zum Mexikanischen Stachelmohn gibt es hier!

 

Türkischer Mohn (Papaver orientale)

Türkischer Mohn, auch Orientalischer Mohn oder Feuer-Mohn ist eine aus dem Iran, der Türkei & dem Kaukasus stammende Mohnart welche psychoaktive & opioide Inhaltsstoffe besitzt.
Es sind bis zu 3% Alkaloide im Milchsaft, also im „Opium“ der Papaver orientale Kapseln enthalten, darunter Oripavin und Thebain.
Oripavin ist, wie oben bereits beschrieben, ein Opioid mit stark analgetischer Wirkung (jedoch schwächer als Morphin) und recht hohem Suchtpotential, welches aufgrund der körperlichen Toxizität jedoch nicht zum Konsum geeignet ist.
Thebain ist hauptsächlich stimulierend und wenig analgetisch / schmerzstillend, es besitzt kaum Rauschpotential.

Die Einnahme von türkischem Mohn ist also nicht empfehlenswert, da das Oripavin toxisch ist!
In der Pharmaindustrie wird dieser Mohn, ebenso wie der Arznei-Mohn (Papaver bracteatum), zur Synthetisierung von Codein, Morphin, Oxycodon & weiteren Opioiden angebaut, da er im Gegensatz zum Schlafmohn kein sogenanntes Missbrauchspotential hat und nur auf dem industriellen Wege eine Quelle für Rausch & Medizin ist.

 

Unbekanntere & wahrscheinlich/eventuell psychoaktiver Mohn

Marienkäfer Mohn (Papaver commutatum)

Marienkäfer-Mohn oder Zwerg-Mohn ist ein leicht mit dem Klatschmohn zu verwechselnder Mohn, der leicht psychoaktiv aber giftig ist. Er stammt aus Asien und ist im Iran, der Türkei, Armenien und Aserbaidschan verbreitet.
Der menschliche Konsum dieser Pflanze ist nicht dokumentiert und auch nicht empfehlenswert, in der Pharmaindustrie wird er auch kaum als Grundstoff für Opioide verwendet.
Inhaltsstoffe des Milchsafts ist unter anderem das Alkaloid Isocorydin.

Gelber Hornmohn (Glaucium flavum)

Der Gelbe Hornmohn enthält Glaucin, ein Stoff der medizinisch eingesetzt wird und opioide, GABA-erge Effekte hat.
Er wirkt sedierend und auf manche auch stimmungsaufhellend, wobei eher umstritten ist, ob die Wirkung eher an Opioide oder an Benzodiazepine erinnert.
Glaucium flavum ist jedenfalls deutlich unbeliebter als Kratom, wenn es um legale Opioide geht.
Es gibt sehr wenige Erfahrungsberichte und im ethnobotanischen Handel ist sie ebenfalls nur selten zu erhalten.

Mexikanischer Tulpenmohn (Hunnemannia fumariifolia)

Der Mexikanische Tulpenmohn ist dem Kalifornischen Mohn (Eschscholzia californica) sehr ähnlich – zum einen die gelben Blüten, zum anderen auch die Wirkstoffe.
Es wird vermutet, dass er auch ähnliche Inhaltsstoffe wie der Kalifornische Mohn hat, also bspw. Californidin und Allocryptopin! Gesichert ist dies jedoch nicht, es können sich auch noch andere Stoffe in ihr befinden, generell ist wenig über die psychoaktive Wirkung und den Konsum dieser Mohn-Art bekannt.

 

Bastard-Mohn (Papaver hybridum)

Der Bastard Mohn, der auch Krummborstiger Mohn genannt wird, ist eine sehr seltene Mohnart, die in einigen Gegenden in Deutschland bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht ist.
Über den menschlichen Konsum ist nichts bekannt, ebenso nicht darüber ob der Bastard-Mohn tatsächlich psychoaktiv ist. Sicher ist, dass der Milchsaft keine Opioide enthält und giftig ist.

 

Papaver arenarium

Sehr unbekannte Mohn-Art, die laut einer wissenschaftlichen Untersuchung Norcodein enthält.
Es ist unbekannt, ob noch weitere, eventuell toxische Stoffe enthalten sind, zum menschlichen Konsum ist nichts bekannt.

Es gibt noch einige weitere psychoaktive Mohn Arten die kaum bekannt sind, ich werde diesen Artikel mit der Zeit noch updaten!

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