Zaubersalbei / Wahrsagesalbei / Salvia divinorum – Mächtiges Psychedelikum, Halluzinogen, psychoaktiver Salbei

Zaubersalbei / Wahrsagesalbei / Salvia divinorum – Mächtiges Psychedelikum, Halluzinogen, psychoaktiver Salbei

Salvia divinorum Infos

Zaubersalbei (Salvia divinorum) ist eine psychoaktive Salbei Art, die eine der berühmtesten psychedelischen Pflanzen Aztekensalbei / Salvia divinorumist. Sie stammt aus Mexiko und wird dort rituell verwendet, ist jedoch auch seit einigen Jahrzehnten in unserem Kulturkreis bekannt.
Da der Azteken Salbei sehr berühmt wurde und vielfach in Youtube Videos konsumiert wird, wurde er in vielen Ländern illegalisiert, auch in Deutschland.

In diesem Artikel gehe ich auf verschiedene Fakten zum Thema Salvia divinorum ein und gebe auch Medien / Büchertipps zu dieser besonderen, intensiv psychoaktiven Pflanze.

Andere Namen: Wahrsage Salbei / Wahrsagesalbei, Zaubersalbei / Zauber Salbei, Azteken Salbei / Aztekensalbei, Göttersalbei / Götter Salbei, Salvia

Neulich wurden viele weitere (legale) Salvia Arten gefunden, die ebenso Salvinorin A und/oder Salvinorin B enthalten. Zuvor dachte man, nur Salvia divinorum würde diese Wirkstoffe enthalten, das ist also eine wirkliche Sensation im Bereich der psychoaktiven Pflanzen!

Es gibt auch andere psychoaktive Salbei Arten, die nicht verboten und meist deutlich weniger stark psychedelisch wirken. Sie haben teils sehr unterschiedliche Wirkarten!

 

Salvia divinorum kaufen

In Deutschland & einigen weiteren Ländern darf Salvia divinorum nicht besessen werden, hier unterliegt es dem BtMG. So wohl der Besitz, als auch der Anbau ist generell illegal.

In Österreich und den Niederlanden ist die Pflanze hingegen legal, Leser aus diesen Ländern können die Pflanze kaufen:

Die genannten Shops verschicken das Salvia divinorum ohnehin nicht nach Deutschland!

Ein sehr gutes Buch, das sich noch intensiver mit der Thematik auseinander setzt, ist bspw. „Salvia divinorum – Der Wahrsagesalbei“ von Jochen Gartz (hier kaufbar) oder das englische Buch „Salvia Divinorum: Doorway to Thought-Free Awareness“ von J.D. Arthur (hier kaufbar).

 

Salvia divinorum Wirkung

Klar ist: Salvia divinorum ist keine Spaßdroge und löst sehr oft einen eher unangenehmen, überfordernden Trip aus!

Generell kann man die Wirkung dieser stark wirksamen Pflanze als psychedelisch, dissoziativ, Trance-artig und halluzinogen beschreiben.
Es ist jedoch sehr schwer, genauere Angaben zu machen, man kann den Effekt von hoch dosiertem Salvia divinorum jemandem, der noch keine Erfahrungen damit hat, nur sehr schwer erklären.

Es handelt sich um eine extrem untypisch, seltsam wirkende psychoaktive Pflanze. Öfter hört man davon, dass sich die Konsumenten wie ein Gegenstand fühlen, der Bezug zur Realität wird komplett verloren, ein extrem seltsames Körpergefühl tritt ein. Oft wird die Zeitwahrnehmung extrem verändert und der Trip fühlt sich um ein Vielfaches länger an, als er eigentlich ist.
Nicht selten sind außerkörperliche Erfahrungen.
Salvia divinorum ist nicht mit klassischen Psychedelika, wie LSD, Zauberpilzen oder Meskalin (bspw. Peyote Kakteen) vergleichbar.

Natürlich kommt es sehr auf die Art der Einnahme, die Dosis und das Set & Setting an, wie der Rausch ausfällt.

Während die meisten Konsumenten, die Salvia Extrakte hochdosiert rauchen, den Rausch als sehr unangenehm und anstrengend empfinden und ihn daher nicht allzu oft wiederholen werden, fühlen sich Menschen, die während eines schamanischen Rituals (oder etwas Vergleichbarem) Salvia Blätter kauen, oft euphorisch und finden den Rausch angenehm und heilsam & spirituell.

In geringeren Dosierungen (bzw. wenn eine Anfangstoleranz besteht) kann die Wirkung auch schwindelerregend sein und an Alkohol erinnern oder auch kaum spürbar sein.

Salvia divinorum als Heilpflanze

In psychedelischen, halluzinogenen Dosierungen wird der Zaubersalbei, ähnlich wie Ayahuasca, Peyote Kakteen oder Psilocybin-haltige Pilze, gegen allerlei psychische und körperliche Beschwerden angewendet.
Dies ist nicht auf den Wirkstoff an sich, sondern auf das Ritual während des Konsums zurückzuführen.

Interessanterweise werden jedoch auch nicht psychoaktive Dosierungen von Schamanen verwendet, also wie es bei uns mit LSD, Psilocybin etc. passiert (Stichwort Microdosing).
Das niedrigdosierte Salvia wird jedoch nicht zur Leistungssteigerung genutzt, sondern bspw. bei Problemen beim Stuhlgang & Urinieren, bei Kopfschmerzen, Rheuma und als Stärkungsmittel für kranke, alte und sterbende Menschen.

 

Salvia divinorum Nebenwirkungen & Risiken

Da es sich um eine so stark psychedelische, halluzinogene Pflanze handelt, ist die Möglichkeit eines negativen Trips („Badtrip“) gegeben, man muss also sehr auf Set & Setting, sowie auf Dosis achten. Man sollte sich in einer sicheren Umgebung befinden (am besten das eigene Heim), in guter Stimmung sein und generell nicht in einer schwierigen Lebenssituation stecken.

Man sollte sich, gerade beim Rauchen höherer Dosierungen, hinsetzen oder hinlegen, im Stehen könnte man umfallen. Die Sitzhaltung soll gemütlich sein und die Möglichkeit, sich an einer Wand o.ä. anzuhauen möglichst reduziert werden.
Unangenehme / ungewohnte Tastempfindungen (wie etwas, das gegen das Bein drückt oder Rückenbelastung beim Sitzen) können sich sehr intensiv in den Trip einbinden und negative Auswirkungen haben.

Ein Tripsitter ist ebenfalls enorm wichtig, vor allem bei höheren Dosierungen.
In Youtube Videos kann man sehen, wie schief es gehen kann, wenn keine nüchterne Person auf den Berauschten aufpasst. Nicht selten haben die Konsumenten das Bedürfnis zu flüchten, sie könnten aus dem Fenster springen oder wegrennen wollen, während sie keinerlei Realitätsbezug haben.
Feuer-Quellen dürfen nicht in der Nähe des Konsumenten sein, da dieser sich unkontrolliert bewegen könnte (auch keine Zigaretten). Man könnte auch in einen Fluss oder eine Klippe runter fallen, wenn man die Pflanze draußen einnimmt!

Theoretisch könnten latente Psychosen hervor geholt werden, Menschen mit psychischen Krankheiten dürfen Salvia divinorum also nicht einnehmen.
Natürlich müssen auch Schwangere & Stillende die Einnahme unterlassen.
Es könnte allergische Reaktionen geben, weswegen man beim ersten Konsum auf jeden Fall mit einer sehr geringen Dosierung beginnen muss!

 

Salvia divinorum Einnahme / Zubereitung

Salvia divinorum kauen – traditionelle Methode

Die Schamanen in Mexiko verwenden diese Pflanze ganz anders, als es hierzulande üblich ist.
Sie rollen die Blätter zusammen und kauen auf ihnen herum, so wird der Wirkstoff sublingual eingenommen.
Das Blattmaterial wird dabei so lang wie möglich im Mund behalten, es werden nach und nach immer mehr Blätter in den Mund genommen, bis die gewünschte Wirkungsintensität erreicht ist.

Der Konsum erfolgt in einem Ritual, wie es in schamanischen Stämmen üblich ist.

 

Salvia divinorum rauchen – „westliche“ Methode

Meist werden die getrockneten Blätter in einer Pfeife oder einer Bong geraucht, seltener auch in einem Joint oft gemischt mit anderen Rauchkräutern.
Die Wirkung tritt so weitaus schneller ein und ist meist viel intensiver und auch von der Art der Wirkung anders.
Man wird viel schneller in eine andere Realität geschossen, als es bei sublingualem Konsum der Fall ist.

 

Salvia divinorum vaporisieren

Als Alternative zum Rauchen hat sich das Vaporisieren etabliert. Hier wird das Pflanzenmaterial nur so weit erhitzt, dass sich die Wirkstoffe im Dampf lösen, jedoch keine Verbrennungsprodukte entstehen.

Beim Zaubersalbei benötigt man jedoch eine sehr hohe Temperatur, die viele Vaporizer nicht erreichen können. Man benötigt also einen sehr guten, leistungsstarken Vaporizer mit frei einstellbarer Temperatur!

Die benötigte Temperatur beträgt etwa 230-240°C, wobei manche auch schon bei 200°C von Effekten berichten.

 

Salvia divinorum oral / Tee / Trank

Manchmal wird aus den Blättern des Wahrsagesalbeis auch ein Tee / Trank hergestellt, der extrem bitter / unangenehm schmeckt und getrunken wird.
Der orale Konsum von Salvia divinorum ist jedoch unwirksam! Salvinorin A muss sublingual aufgenommen werden, damit es seine Wirkung entfalten kann.
Wenn beim Trinken eines Salvia divinorum Tee dennoch eine Wirkung eintritt, liegt das daran, dass die Mundschleimhaut Teile der Inhaltsstoffe aufgenommen hat. Meist ist die Wirkung so jedoch nur sehr, sehr leicht oder gar nicht spürbar.

 

Salvia divinorum ExtraktZaubersalbei Salvia divinorum Extrakt

Sehr üblich ist es, dass Salvia divinorum Extrakte verkauft werden. Diese haben meist Bezeichnungen wie „50x Salvia divinorum Extrakt“ oder „100:1“. Diese Angaben sind jedoch meist nicht korrekt, laut einigen Analysen enthalten Salvia Extrakte sehr unterschiedliche Mengen an Wirkstoff, die nicht mit den genannten Zahlen überein stimmen.
Dementsprechend vorsichtig muss man mit Salvia divinorum Extrakten sein, je nach Marke und Charge kann das Produkt extrem potent oder eher schwächer sein. Man beginnt also mit einem sehr geringen Dosierung (10-20mg)!

Diese Extrakte sind meist in Form eines Harzes, das geraucht oder sublingual eingenommen werden kann. Fürs Rauchen mischt man es am besten mit anderen Rauchkräutern (wie etwa Salvia divinorum Blättern, Damiana oder Habichtskraut) oder benutzt eine Ölpfeife.

 

Salvia divinorum Tinktur

Man kann sich auch eine alkoholische Tinktur herstellen, eine sehr einfache Methode, ein eigenes Flüssigextrakt zu produzieren. Hierfür werden die Blätter (getrocknet oder frisch) in Schnaps oder reinen Alkohol gelegt, mehrere Wochen in einem verschlossenen Gefäß belassen und dann abfiltriert.

Diese Tinktur kann dann entweder sublingual konsumeirt werden (einfach die Flüssigkeit 15 Minuten im Mund lassen), oder sie wird zur Herstellung von verstärkten Blättern („Enhanced Salvia Leaves“) genutzt. Hierfür werden die Blätter in die Tinktur getunkt, dann werden sie getrocknet. Diese können dann geraucht werden und können enorm potent sein.

 

Salvia divinorum Rauchmischungen / Mischkonsum

Oft werden Aztekensalbei Blätter auch in Rauchmischungen eingesetzt, wodurch die Mischung extrem stark psychedelisch wirken kann.

Beispiele für Rezepte mit Salvia divinorum findet man bspw. in der Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen von Christian Rätsch:

Mazateken Blend: Gleichte Teile von Salvia divinorum + Buntblatt (Coleus blumei) – Coleus blumei wirkt auf einige Menschen ähnlich wie Salvia divinorum, auf andere Menschen wirkt es kaum oder gar nicht. Diese Kombination könnte interessante, intensiv halluzinogene / psychedelische Synergismen erzeugen.

Creative Euphoria: Gleiche Teile von Marihuana + Damiana (Turnera diffusa) + Fliegenpilz (Amanita muscaria) + Salvia divinorum + Yohimbe (Pausinystalia yohimba) – Sehr ausgefallene Rauchmischung, die extrem stark psychoaktive Effekte auslösen kann. Nur für erfahrene Psychonauten geeignet und man sollte mit extrem geringen Dosierungen beginnen!

Solche Mischungen werden auch zum Räuchern (bspw. auf Räucherkohle & in der Räucherschale) eingesetzt, für eine psychoaktive Räucherung!

 

Salvia divinorum Dosis / Dosierung

Wegen der Schwankungen des Wirkstoffgehalts sollte man zunächst mit einer geringen Menge beginnen. Es können keine genauen Dosisangaben gemacht werden.

Beim Kauen (sublingualer Konsum) werden etwa 5-7 mittelgroße Blätter für eine leichte Wirkung genommen, 7-10 für eine mittlere Wirkung und 9-26 für eine starke Wirkung.

Geraucht muss eine noch deutlich niedrigere Dosierung gewählt werden, etwa 1/2 bis 2 getrocknete Blätter, also um die 0,1-0,25g für eine leichte, 0,25-0,6g für eine mittlere und 0,5-0,8g für eine starke Wirkung.

Extrakte sind weitaus niedriger zu dosieren! Je nach Potenz genügen hier schon 20-50mg für eine leichte und 30-70mg für eine starke Wirkung.

 

Salvia divinorum Wirkzeit

Beim sublingualen Konsum tritt die Wirkung nach etwa 10 Minuten ein und hält um die 45 Minuten an, wobei sie auch deutlich länger wirken kann, wenn die Blätter über einen längeren Zeitraum gekaut werden.

Beim Rauchen tritt die Wirkung extrem schnell ein, also nach etwa 1-5 Minuten. Sie hält etwas kürzer an, ca. 15-30 Minuten.

 

Salvia divinorum Inhaltsstoffe / Wirkstoffe

Die wichitgsten enthaltenen Stoffe sind die Diterpene Salvinorin A und Salvinorin B, wobei Salvinorin A vermutlich hauptsächlich (oder vielleicht auch ausschließlich) für die Wirkung der Pflanze verantwortlich ist.
Salvinorin A ist bisher das potenteste natürlich vorkommende Halluzinogen, es ist bereits ab etwa 150µg wirksam, eine normale bis starke Dosis beträgt ca. 300-500µg, LSD ist also nochmal deutlich potenter.

Die Pflanze soll noch weitere, bislang nicht bestimmte Terpene enthalten. Außerdem Loliolid, jedoch kein ätherisches Öl (im Gegensatz zum Salvia officinalis).

Der Gehalt an Salvinorin A kann variieren, er beträgt etwa 0,89µg-3,7mg in einem Gramm getrockneten Pflanzenmaterial, es gibt jedoch auch noch höhere Testergebnisse von bis zu 5mg je Gramm getrocknete Blätter.

Bis vor kurzer Zeit dachte man, nur Salvia divinorum würde Salvinorin A & B enthalten.
Es gab jedoch eine Untersuchung, bei denen diese Stoffe in mehreren anderen Salvia Arten entdeckt wurde!

 

Salvia divinorum Geschichte

Vermutlich wird der Zaubersalbei schon seit vielen Jahrhunderten (oder Jahrtausenden) von den Azteken in Südamerika als Entheogen konsumiert, ähnlich wie die Zauberpilze (Psilocybe spp.).
In der westlichen Welt wurde der Wahrsagesalbei von Gordon Wasson in den 1960er Jahren entdeckt, der Wirkstoff Salvinorin A wurde erst in den 1980er Jahren identifiziert.

 

Salvia divinorum Rechtslage

Seit 2008 unterliegt die Pflanze & deren Inhaltsstoff Salvinorin A in Deutschland der Anlage 1 des Betäubungsmittelgesetz und wird gesetzlich daher als nicht verschreibungsfähiges, nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel eingestuft (eine sehr sinnfreie Einstufung).
Auch illegal ist es in der Schweiz, dort erst seit 2010.

In Österreich hingegen ist der Zaubersalbei noch nicht illegalisiert, ebenso in den Niederlanden, Liechtenstein & vielen weiteren Ländern.
In den allermeisten Staaten der USA ist das Psychoaktivum ebenso illegal.

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1 Gedanke zu “Zaubersalbei / Wahrsagesalbei / Salvia divinorum – Mächtiges Psychedelikum, Halluzinogen, psychoaktiver Salbei

  1. Beim Rauchen ist es außerdem wictig den Rauch solange wie möglich in der Lunge zu halten, und bring unbedingt umgehend eure Bong in Sicherheit 😉

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