10 einheimische essbare Wildkräuter die man überall findet – Heipflanzen & Essbare Kräuter!

10 einheimische essbare Wildkräuter die man überall findet – Heipflanzen & Essbare Kräuter!

In diesem Artikel möchten wir euch 10 einheimische Wildpflanzen (Essbare Kräuter & Heilpflanzen) vorstellen, die ihr überall in Deutschland (und wohl auch in Österreich und der Schweiz) finden könnt.
Jeder von euch wird diese Pflanzen vermutlich schon einmal gesehen haben, während nicht jeder weiß, dass es essbare Kräuter sind, die tolle gesundheitsförderliche Wirkungen haben!

Diese Pflanzen könnt ihr ganz einfach selbst sammeln, wenn es gefährliche Verwechslungsmöglichkeiten gibt, geben wir sie an!
Achtet darauf, Pflanzen nur an Orten zusammen, die nicht zu stark von Hunde-Urin & Abgasen belastet sind, also nicht direkt an Straßen/Fußwegen. Außerdem sollten die Kräuter gewaschen und entweder frisch verwendet oder an einem trockenen, nicht zu kalten & windigen Ort getrocknet & dann luftdicht an einem dunklen, kühlen Ort gelagert werden.
Es dürfen nur esssbare Kräuter / Heilpflanzen gesammelt werden, die man genau und sicher bestimmen kann! Wenn ihr euch unsicher seid, lasst besser die Finger davon.

Und das beste: Die allermeisten essbaren Pflanzen haben gleichzeitig heilende Wirkungen und wurden früher häufig als Heilkraut verwendet.
Für eine gesunde Ernährung und dadurch verbessertem Wohlbefinden ist das Essen von Kräutern und Gemüse unverzichtbar!

Bei jeder Pflanze wird eine Quelle zum Kauf der Samen oder des getrockneten Krauts genannt, solltet ihr diese nicht sehen deaktiviert euren Adblocker / Scriptblocker.

 

Liste: 10 einheimische essbare Kräuter & Heilpflanzen

1. Wiesen-Labkraut (Gallium mollugo / Gallium album)Wiesen-Labkraut (Gallium mollugo)

  • Erntezeit: April-September (Triebe/Blätter), Mai-September (Blüten)
  • Inhaltsstoffe: ätherische Öle (wie Cineol), Flavonoide, Cumarine, Gerbstoffe, Glykoside, Vitamine & Spurenelemente

Das Wiesen Labkraut, auch Weißes Labkraut genannt, ist die wohl am häufigsten vorkommende Labkraut-Art. Es gibt über 600 verschiedene Laubkraut Arten von denen man einige mit dem Wiesen-Labkraut verwechseln kann, sie sind jedoch alle nicht giftig & ebenso essbar, dies ist also kein großes Problem!

Wiesen-Labkraut hat wohl schon jeder gesehen, es hat die charakteristischen 4-12 blättrigen Blattquirlen, bestehend aus gegenständigen Laubblättern.

Es handelt sich hier um eine essbare Pflanze mit einigen gesundheitsförderlichen Wirkungen, wobei das Kletten Labkraut (Gallium aparine) und das Echte Labkraut (Gallium verum) stärkere heilende Effekte zu haben scheinen als das Wiesenlabkraut.
Wenn es um essbare Kräuter geht bevorzuge ich das Wiesen-Labkraut gegenüber dem Kletten-Labkraut klar, da die Kletten bei letzterem Verletzungen auf der Zunge verursachen können und es dadurch nicht so gut als Rohkost geeignet ist.

Die Blätter des Wiesen-Labkraut hingegen passen perfekt zu Salaten, Suppen, Spinat-Ersatz oder Pfannengemüse, oder auch einfach in Pestos, Smoothies, Kräuterlimonaden oder zum Snacken während dem Wandern.
Wiesen-Labkraut (Gallium molugo) BlüteDas Aroma ist im Frühling noch deutlich milder und wird im Sommer dann aromatischer.
Die süßlichen Labkrautblüten sind aromatisch im Tee, Limonaden oder als Dekoration bei Süßspeisen.

Die Heilwirkungen sind wie gesagt schwächer ausgeprägt. Die Pflanze wirkt harntreibend und hilft deswegen bei Blasenbeschwerden, außerdem äußerlich bei Hautproblemen.

Sonst kann man Labkraut noch mit dem Waldmeister verwechseln, welchen man jedoch recht einfach durch den intensiven Geruch unterscheiden kann.

2. Wiesensalbei (Salvia pratensis)Wiesensalbei (Salvia pratensis)

  • Erntezeit: Mai-September
  • Inhaltsstoffe: Tannine, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle (mit Cineol, Kampfer, Pinen, Salven, Thujon…)

Den Echten Salbei (Salvia officinalis) kennt jeder, der Wiesen-Salbei ist nicht ganz so bekannt. Man findet ihn häufig wild an Wegrändern und auf Wiesen, wie der Name schon sagt.
Er hat einen ähnlichen Geschmack wie der Echte Salbei, ist jedoch weniger intensiv (so wohl vom Aroma als auch von der Heilwirkung her). Dennoch kann er genau so wie der Salbei gebraucht werden!

Wiesen-Salbei Blätter & Triebe sind also perfekt als Gewürz, in Kräuterlimonade, Smoothies, Salaten (auch Obstsalat), Säften, im Tee, als Badezusatz oder zum nebenbei essen.
Die Blüten können als Dekoration und zum Färben (bspw. von Getränken) verwendet werden!

Die Heilwirkung ist antibakteriell, entzündungshemmend und verdauungsfördernd, in der Volksmedizin wird er bei Mund- & Halsentzündungen (auch zum Gurgeln), Fieber, Erkältung, Blähungen, Durchfall aber auch gegen Mentsruationsbeschwerden und äußerlich gegen Insektenstiche, Hauterkrankungen & Ekzeme eingesetzt.

Erkennbar ist er an den lilanen Lippenblütler typischen Blüten und dem deutlichen Salbei-Geruch beim Zerreiben der Blätter.
Eine Verwechslung ist nur mit dem Echten Salbei möglich, was unproblematisch ist.

Angeblich soll der Wiesensalbei in höheren Dosierungen sogar psychoaktiv sein, ähnlich wie Salvia nemorosa (der Steppen Salbei), wobei S. nemorosa deutlich potenter ist. Die Wirkung tritt jedoch, wenn überhaupt, nur ein, wenn größere Mengen sublingual (also lange im Mund behalten & zerkaut) oder geraucht aufgenommen werden. Beim Essen ist keine Wirkung spürbar.

Mehr Infos zu Salvia nemorosa findet ihr hier!

 

3. Knoblauchsrauke (Alliara petidata / Alliara officinalis)Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)

  • Erntezeit: März-Spätsommer (Blätter), April-Juni (Blüten), Samen ein paar Wochen nach Blüte
  • Inhaltsstoffe: ätherische Öle (wie Knoblauchöl), Senföl- & andere Glykoside, Saponine, Vitamin A & Vitamin C, Mineralstoffe

Die Knoblauchsrauke ist eine der am zahlreichsten anzutreffenden essbaren Pflanzen an Wegrändern.
Die Blätter haben einen feinen Knoblauchduft beim Zerreiben, die Samen einen scharfen, Senf-artigen Geschmack (ebenso wie die Fruchtschoten), die Blüten einen süßlichen Geschmack.

Wenn es um essbare Kräuter geht ist Knoblauchsrauke also ein absoluter Tipp.
Optisch ähnelt sie dem Gundermann, Nelkenwurz & Scharbockskraut, erkennbar ist die Pflanze einfach durch den Knoblauchduft der Blätter.

Das Kraut hat auch Heilwirkungen: Es ist antibakteriell, entzündungshemmend, schweißtreibend, anregend, auswurffördernd, antiseptisch, schleimlösend und wird in der Volksmedizin gegen Würmer, Husten, Bronchitis, Wunden, Rheuma und Gicht eingesetzt.
Verwendet werden können Blätter, Stiele, Blüten, Samen, Früchte und Wurzeln.

Knoblauchsrauke BlattZur Haltbarmachung als Heilkraut kann man die Blätter auspressen und eins zu eins mit Alkohol (Korn) mischen. Frisch können die Blätter super in einem Salat, Smoothie, zum Würzen in Speisen oder in Tee verwendet werden.
Die Samen können als Senf Ersatz zu Würzpaste zerquetscht werden, die Wurzeln können im Herbst oder Frühjahr als Gewürz geerntet werden, auch eine äußere Anwendung als Salbe, Waschung, Badezusatz oder Mundspülung ist möglich!

4. Spitzwegerich (Plantago lanceolata)Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

  • Erntezeit: Am besten Anfang April bis Ende August (Blätter), Ende August bis Oktober (Wurzeln)
  • Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Glykoside, Saponine, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Antibiotika, Lab-Enzym, Kieselsäure, Vitamin C

Der Spitzwegerich ist auf so gut wie jeder Wiese zu finden. Die unscheinbaren länglichen, lanzettlichen Blätter werden oft übersehen, die Blüten sind schon auffälliger.
Er hat einen bitteren Geschmack und wird gern in Salat, Smoothies, Suppe, Pfannengemüse etc. verwendet.
In der Nachkriegszeit und in der Weltwirtschaftskrise wurde Spitzwegerich häufig als Salat Ersatz gebraucht, da er in den warmen Monaten überall gratis verfügbar war.

Er ist antibakteriell, entzündungshemmend, schleimlösend, blutstillend, harntreibend und adstringierend.

Frisch gepflückt und zwischen den Fingern zerrieben kann er auf Wunden aufgetragen werden um die Wundheilung zu fördern und Ekzeme zu lindern. Man sollte ihn jedoch nicht auf offene Wunden geben, da sonst eine Infektionsgefahr besteht (durch die Bakterien auf den Blättern)!
Auch innerlich ist er eine gute Heilpflanze, er wird gegen Husten, Halsschmerzen und -entzündungen, Durchfall, Bronchitis, Leberschwächen, Verstopfung, Übergewicht & Blasenschwäche eingesetzt.

Eine Verwechslung ist normalerweise nur mit den anderen Wegerich-Arten (bspw. Breitwegerich) möglich, dies ist ungefährlich und die meisten anderen Wegeriche werden ähnlich verwendet wie der Spitzwegerich.
Sehr unachtsame Sammler könnten ihn mit den jungen Blättern des Fingerhuts verwechseln, was höchst lebensgefährlich ist!


 

5. Gewöhnlicher Giersch (Aegopodium podagraria)Giersch (Aegopodium podagraria)

  • Erntezeit: April-Juli
  • Inhaltsstoffe: Vitamin C, Carrotin, Minerallstoffe, ätherisches Öl, Flavonolglykoside, Cumarine, Isoquercitrin, Kaffeesäure, Chlorogensäure, Phenolcarbonsäure, Hyperosid & Polyine

Der Giersch ist eine oft als Unkraut verschriene Wildpflanze, die durch ihren säuerlichen, würzigen Geschmack eine herrliche Nahrungspflanze ist, aber auch Heilwirkungen hat und als Heilpflanze verwendet wird.

Man findet Giersch an Wegrändern & in Wäldern, er ist ein sehr häufiges Kraut.
Erkennbar durch den dreieckigen Stiel und die doppelt dreizählig oder zweifach gegliederten Blätter.

Giersch ist hervorragend in Salat, Suppen, Tee, jeglichen Gerichten als Gemüseeinlage oder zur Herstellung einer erfrischenden Kräuterlimonade geeignet.

Auch in der Volksmedizin wird er eingesetzt, bspw. gegen Blasenentzündung, Gicht, Rheuma, Verdauungsprobleme, Übergewicht oder Durchfall.
Er ist entzündungshemmend, harntreibend, entwässernd, verdauungsfördernd und angeblich beruhigend.

Nach der Blüte wird der Geschmack stärker und es kann zu einer leicht abführenden Wirkung kommen, die durch Entfernung der Blüten verringert wird.

Verwechseln kann man den Giersch mit dem Gefleckten Schierling oder dem Breitblättrigen Merk, die beide giftig sind!
Erkennen kann man die Pflanze durch den dreieckigen Stiel in Kombination mit dem Aussehen der Blätter.

 

6. Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)Schafgarbe (Achillea spp.) Pflanze

  • Erntezeit: Juni-September
  • Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavone, Saponine, Bitterstoffe, Antibiotika, Eukalyptol, Azulen, Salicylsäure, Sterine

Die Gemeine Wiesen-Schafgarbe ist eine sehr häufig anzutreffende Wildpflanze, die fast auf jeder Wiese wächst.
Erkennbar an den weißen doldenrispigen Blüten und den einzelnen Blättern mit Fiedern.
Eine Verwechslung kann mit anderen Schafgarbe-Arten (die wenn dann nur schwach giftig sind), dem Wiesen-Schaumkraut (ebenfalls esssbar & ungiftig) oder dem tödlich giftigem Gefleckten Schierling und Riesenbärklau erfolgen. Letztere können durch die Blätter unterschieden werden.

Die Schafgarbe ist eine der wichtigsten Heilpflanzen in unseren Breitengraden und wird in der Volksmedizin u.a. gegen Frauenleiden (Menstruationsbeschwerden bspw.), Appetitlosigkeit, Diabetes, Durchfall, Kopfschmerzen, Gicht, Kreislaufschwäche, Blähungen, Nierenprobleme, Rheuma, Verstopfung und gegen Wunden eingesetzt.
Sie wirkt tonisierend (stärkend), entzündungshemmend, krampflösend und appetitfördernd.

Schafgarbe Blüte (Achillea)Die jungen Triebe werden gerne in Salat gegeben, die älteren schmecken intensiver und können als Gewürz, in Suppen, Smoothies etc. verwendet werden.
Die Blüten können zu einem Sirup, im Smoothie oder Kräuterlimonaden verarbeitet werden.
Für die Heilwirkungen wird meist ein Schafgarben Tee gekocht, der frisch gepresste Saft ist noch wirksamer.

Die gesamte Pflanze (Stiele, Blätter, Blüten, Wurzeln) kann verwendet werden und enthält wirksame Stoffe!

 

7. Brennnessel (Urtica spp.)Brennnessel Pflanze (Utrica spp.)

  • Erntezeit: März-August (Blättter & Triebe), Frühherbst (Samen)
  • Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Flavonoide, Vitamine, Mineralien, Nesselgift, Histamin, Acetylcholin, Serotonin, Scopoletin, Sekretin, Kaffeoyläpfelsäure, Steroidhormone (Wurzeln)

Die Brennnessel kennt wohl jeder. Bei einer Berührung der Unterseite der Blätter kommt es oft zur schmerzhaften Brennung, durch die diese als Unkraut bezeichnete Pflanze ihren Namen bekam.
Doch sie ist auch eine klassische Heilpflanze und eine der ersten Pflanzen die einem Kundigen bei „einheimische essbare Kräuter“ in den Sinn kommt.

Die Brennnessel-Arten (bpsw. Große Brennnessel oder Kleine Brennnessel) wirkt entwässernd & harntreibend, blutreinigend & blustillend, appetitfördernd und erleichtert die Urinausscheidung.
Sie wird in der Volksmedizin gegen Gicht, Rheuma, Harnwegserkrankungen & Blasenproblemen, zur Entgiftung, Menstruationsbeschwerden, unterstützend bei Diabetes, Verstopfung und Blutchochdruk angewendet.

Brennnessel Blätter und Triebe können in Suppen, Salaten, als Gemüse in Gerichten, in Tees & Teemischungen, wie Spinat, oder in Brotaufstrichen zubereitet werden.
Die Samen sind sehr Eiweiß-reich und können ins Müsli oder in Bratlinge / andere Gerichten gegeben werden.

Die brennenden Haare der Nessel werden entweder durch kochen, zerhexeln oder walken (Blätter auslegen und mit Nudelholz durchpressen) entfernt. Nicht bearbeitete Brennnesselblätter können im Mund recht stark brennen!

Von dieser Heilpflanze können Blätter & Triebe, Samen und Wurzeln verwendet werden.
Eine Verwechslung kann im jungen Zustand mit der Taubnessel oder anderen Nessel-Arten vorkommen, die Unterscheidung fällt leicht: Die Brennnessel brennt bei Berührung der Blatthaare.
Andere Nessel Arten sind nicht giftig und werden oft (jedoch nicht alle) ähnlich verwendet.

8. Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis)

  • Erntezeit: April-Juni, auch März-September möglich
  • Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Glykoside, Senfölglykoside, Glucosinolate, Bitterstoffe, Vitamin C, Mineralien

Im April bis Mai werden Wiesen oft mit den weiß-lilanen Blüten des Wiesenschaumkrauts bedeckt, jedoch befindet sich die wunderschöne Pflanze leider im Rückgang, große Bestände des Wiesen-Schaumkrauts sind nicht mehr häufig zu finden.
Dementsprechend vorsichtig sollte man diese Heilpflanze auch sammeln, d.h. nicht zu viele an einem Ort!

Wie andere essbare Kräuter auch ist das Wiesen-Schaumkraut nicht nur ein Nahrungsmittel sondern hat ebenfalls Heilwirkungen.
Man darf jedoch keine zu hohen Mengen des Krauts einnehmen, da es sonst zu einer Magen-Darm-Reizung kommen kann!

Der Geschmack der Blätter und Blüten erinnert an Kresse, man kann diese Wildpflanze also sehr gut auf Butterbrote streuen / Brotaufstriche würzen, in Salaten, Smoothies, Kräuterölen, Gerichten als Gewürz oder Kräuterlimonaden verwenden.
Nach der Blüte bekommen die Blätter einen bitteren Geschmack.
Die Samen sind scharf und können als Senf-Ersatz zu einer Würzpaste gemörsert werden.

Als Heilpflanze wirkt es antibakteriell, schleimlösend, stoffwechselanregend, verdauungsfördernd, beruhigend und blutreinigend.

9. Gänseblümchen (Bellis perennis)Gänseblümchen (Bellis perennis)

  • Erntezeit: März-August
  • Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Flavonoide, Saponine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Inulin, Anthoxanthin, Fumarsäure, Mineralien, Vitamin A, C, E

Das Gänseblümchen ist eine der überall zu findenden Blumen, die jedes Kind kennt.
Gerade im Frühling werden die Wiesen von den meist weißen, manchmal lilanen Blüten bedeckt.
Und Gänseblümchen sind eine sehr gute Nahrungspflanze! Der frische, leicht nussige Geschmack machen die Blüten und auch die Blätter zu einer hervorragenden Salat Zutat.

Auch zum Dekorieren von Süßspeisen oder anderen Gerichten, zur Zugabe in Gemüse, Suppen oder in Smoothies sind Gänseblümchen geeignet.
Durch den Gehalt an Vitaminen, Mineralien, Bitterstoffen und anderen Pflanzen-typischen Inhaltsstoffen ist der Genuss dieser Blumen ein großer Beitrag zur eigenen Gesundheit!

Was weniger Menschen wissen ist, dass Gänseblümchen auch eine Heilpflanze ist.
Sie wirkt blutreinigend, blutstillend, krampflösend, schmerzstillend, harntreibend und wird so wohl äußerlich als auch innerlich angewendet.
Innerlich (als Tee, Pressssaft der frischen Blüten oder einfach in hohen Dosierungen gegessen) wird es in der Volksmedizin gegen Husten, Darmentzündung, Verstopfung, Erkältung, Appetitmangel, Frauenbeschwerden, Wassersucht und Nieren- & Blasensteine.
Äußerlich werden die Gänseblümchenblüten bspw. zwischen den Fingern zerdrückt und dann auf Insektenstiche oder Wunden gelegt, oder es werden Auszüge / Umschläge / Waschungen bei unreiner Haut, Hautausschlägen und -krankheiten, Ödemen angewendet.

Eine Verwechslung kann mit der Margerite oder Kamillen-Arten stattfinden, letztere können durch Größe oder Geruch recht leicht erkannt werden.
Giftig sind nur Hundskamille-Arten, die sehr viel größer & kräftiger als Gänseblümchen sind.

 

10. Vogelmiere (Stellaria media)Vogelmiere (Stellaria media)

  • Erntezeit: Ganzjährig
  • Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Saponine, Flavonoide, Cumarine, Oxalsäure, Mineralien, Vitamine

Auch Gewöhnliche Vogelmiere. Diese Pflanze bedeckt bereits im frühen Frühling unsere Wiesen und ist extrem anpassungsfähig – sie ist weltweit anzutreffen.
Sie zählt zu den essbaren Kräutern und ist hat ebenso Heilwirkungen!

In der Küche kann das Kraut (also Blätter, Stiele & Blüten) in Salaten, Suppen, Smoothies, Kräuterbutter, Kräuterquark, Brotaufstrichen etc. verwendet werden, es hat ein angenehmes Aroma.
Sie wirkt adstringierend, harntreibend, schleimlösend, kühlend und blutstillend. In der Volksmedizin wird Vogelmiere gegen Bronchitis, Lungenprobleme, Husten, Verdauungsprobleme, Nierenschwäche und Menstruationsbeschwerden.
Äußerlich wird es gegen Hautprobleme, Juckreiz, Gelenkentzündung, Wunden und Schuppenflechte eingesetzt.

Für die innere Anwendung wird üblicherweise ein Tee aus dem frischen oder getrockneten Kraut eingenommen, oder bspw. eine Tinktur.
Äußerlich wird der Pressaft oder ein Wasserauszug als Waschung / Umschlag verwendet.

Eine Verwechslung kann mit dem leicht giftigen Feldgauchheil stattfinden, dieser hat jedoch rote, violette Blüten und hat sitzende, am Grund verwachsene Blätter.

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1 Gedanke zu “10 einheimische essbare Wildkräuter die man überall findet – Heipflanzen & Essbare Kräuter!

  1. Guten Morgen,

    Vielen Dank für Ihre Mühe, diese Seite zu erstellen.
    Leider and die Pflanzen at den Fotos kaum zu erkennen.

    Herzliche Grüße
    Isabel Lehmann

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