Steppen-Salbei / Hain-Salbei (Salvia nemorosa) – Psychoaktiver Salbei mit opioid-ähnlicher Wirkung

Steppen-Salbei / Hain-Salbei (Salvia nemorosa) – Psychoaktiver Salbei mit opioid-ähnlicher Wirkung

Steppen-Salbei / Hain-Salbei (Salvia nemorosa) – Psychoaktiver Salbei

Der Steppen-Salbei, auch Hain-Salbei, (Salvia nemorosa) ist eine häufig in Salvia nemorosa / Steppen SalbeiGartenhandlungen anzutreffende Salbei / Salvia Art, die eine psychoaktive Wirkung erzeugt und nicht essbar ist.
Die berauschende Wirkung von Salvia nemorosa ist recht unbekannt und es gibt teils sehr gemischte Berichte über die Wirksamkeit.
Die Pflanze wird in der türkischen Volksmedizin als Heilpflanze verwendet.

Im Gegensatz zu Salvia Divinorum enthält Salvia nemorosa kein Salvinorin A und B und löst keine vergleichbar starken psychedelischen, dissoziativen Effekt aus. Die Wirkung ist deutlich anders ausgeprägt und wird oft mit der von Opioiden (wie Heroin, Tilidin, Tramadol, Kratom & Codein) verglichen, jedoch auch mit der von Cannabis.

Salvia nemorosa gilt als eine der stark wirksamsten psychoaktiven Salvia Arten, abgesehen von jenen, die Salvinorin A enthalten (wie Salvia Divinorum).

Doch nicht jede Sorte vom Salvia nemorosa scheint psychoaktiv zu sein – die Caradonna, Blauhügel (blue hills) und Superba Versionen sollen wirksam sein, die Mainacht (may night) Sorten hingegen wirken nur schwach!

Salvia pratensis scheint genau so wie Salvia nemorosa zu wirken, es enthält wohl die selben Inhaltsstoffe. S. nemorosa ist jedoch potenter, das heißt bereits eine geringere Dosierung ist effektiv.

Andere Namen: Blütensalbei, Ziersalbei

 

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Salvia nemorosa Inhaltsstoffe

Diese Salbei Art enthält Diterpene, Triterpene und Flavonoide.

Das ätherische Öl der Blüten enthält laut einer Analyse u.a. 37-44% Sabinen, 9-14% Germacren D, 8-12% Caryophyllen und 2,6-4,4% Caryophyllen Oxid.
Das der Blätter enthält 14-41% Sabinen, 14-38% Germacren D und 5-20% Caryophyllen Oxid.
Das des Stiels enthält viel Hexadecanoic Säure, außerdem Gemacren D und beta-Caryophyllen.

Außerdem enthält die Pflanze B-Cubeben, a-Humulen, B-Elemen, E-B-Farnesen, epi-Bicyclo Sesquiphellandren, Nemoron, Nemorosin, Salvineemorol, Horminon, 7-Acetylhorminon, die megastigman Glykoside Salvinosid A, B & C, Salvipison, Pachystazon, Ursolic, Oleanolic Säure, α-amyrin, Stigmast-7-en-3-on, Stigmast-4-en-3-on, Stigmast-7-enol, 24-Methylencycloartanol, β-sitosterol, Salvigenin, Eupatilin, Apigenin & Luteolin.

Auch die Wurzeln scheinen eine psychoaktive Wirkung zu erzeugen und enthalten sicherlich viele der genannten Stoffe.

Salvia nemorosa Wirkung

Die Wirkung dieses Salbeis wird als schmerzstillend, traumintensivierend, Opioid-ähnlich, Salvia nemorosa Blüte (Steppen-Salbei)leicht euphorisch, Cannabinoid-ähnlich, entspannend / beruhigend, angstlösend, aphrodisierend, seltener stimulierend, leicht psychedelisch und generell berauschend empfunden.
Die Euphorie wird meist als deutlich geringer als die von Opioiden oder Cannabis beschrieben.

Außerdem soll Salvia nemorosa die Wirkung von Opioiden und auch Cannabis verstärken.

Oft werden auch keine Effekte verspürt, dies kann daran liegen, dass nur bestimmte Sorten dieser Salvia Art tatsächlich psychoaktiv sind und dass andere Sorten die Wirkstoffe nicht enhalten.

 

Salvia nemorosa als Heilpflanze

In der türkischen Volksmedizin verwendet man diesen Salbei äußerlich (also als Einreibung, Salbe, Umschlag etc.), um Blutungen zu stoppen.
Hierfür kann auch einfach ein Blatt zwischen den Fingern / im Mund zerrieben / zerkaut und auf die Wunde gelegt werden.

Es ist zu vermuten, dass auch die schmerzstillende Wirkung in der Volksmedizin bereits länger bekannt ist und die Pflanze als natürliches Schmerzmittel verwendet wurde / wird.

Heutzutage wurde bekannt, dass Salvia nemorosa den Opioid Entzug und auch den (deutlich leichteren, weniger schlimmen) Cannabis Entzug lindern kann, zumindest bei einigen Leuten.

 

Salvia nemorosa Nebenwirkungen & Risiken

Salvia nemorosa ist eine recht unbekannte, wenig erforschte psychoaktive Pflanze. Es kann unvorhersehbare Nebenwirkungen geben, die bislang nicht bekannt sind.
Der Konsum zu Rauschzwecken ist also auf jeden Fall ein Risiko und es sollte sich wenn dann sehr langsam an die individuell passende Dosierung heran getastet werden.
Außerdem sollte nicht zu häufig und nicht zu viel eingenommen werden, es könnte toxische Effekte geben, die sich bei häufigem Konsum zeigen.

Die berauschende Wirkung kann auch unangenehm sein (bspw. dadurch, dass sie zu stark ist), Paranoia, Angstzustände und andere psychische Nebenwirkungen können eintreten.
Der Konsument wirkt bei entsprechend höherer Dosierung sehr berauscht (laut einer Quelle ist die Berauschung noch offensichtlicher sichtbar als nach Cannabis Konsum) und sollte auf keinen Fall Autofahren oder sich sonst wie in gefährliche Situationen begeben.
Er ist leichter ablenkbar & irritierbar.

Einige Konsumenten berichten von Atemproblemen / Kurzatmigkeit, während des Konsums oder auch nach öfterer Einnahme. Tritt anscheinend eher selten auf.

Natürlich kann es, wie bei allen anderen Pflanzen auch, allergische oder sensibele Reaktionen von einzelnen Menschen geben. Daher muss man mit einer geringen Dosis anfangen, wenn man sich trotz der Gefahren für den Konsum entscheidet.

 

Salvia nemorosa Ernte & Konsum

Salvia nemorosa trocknen scheint nicht gut für die Wirksamkeit zu sein, laut einiger Quellen ist die Wirkung bei getrocknetem Material gar nicht mehr vorhanden.
Es müssen also frische Pflanzenbestandteile verwendet werden!

Die jungen Blätter, die weiter oben Richtung Blüten wachsen, scheinen mehr Wirkstoffe zu enthalten als die unteren, großen Blätter.

Am effektivsten scheint der sublinguale Konsum der Salvia nemorosa Blüten oder Blätter zu sein, hierfür wird das Pflanzenmaterial gekaut & für 10-15 Minuten im Mund behalten.

Auch Salvia nemorosa rauchen funktioniert, bei einigen scheint das Rauchen jedoch uneffektiver zu sein als die sublinguale Aufnahme.
Hierzu gibt es jedoch sehr unterschiedliche Meinungen, einige Konsumenten finden die inhalative Aufnahme stärker & besser als die sublinguale!

Salvia nemorosa vaporisieren sollte recht gut funktionieren, wenn die richtige Temperatur gewählt wird und die Wirkstoffe verdampfen, jedoch nicht verbrennen.
Die Temperatur die hierfür benötigt wird ist bislang nicht bekannt, wir werden versuchen sie heraus zu finden und sie zu ergänzen und würden uns über Kommentare / Nachrichten diesbezüglich freuen!

Um diesen Salbei zu verdampfen benötigt man einen guten Vaporizer mit frei einstellbarer Temperatur, bei einigen ist die Temperatur nämlich schon voreingestellt und könnte zu hoch / niedrig sein.
Das Vaporisieren von Pflanzen ist natürlich weitaus gesünder als das Rauchen, da keine Verbrennungsprodukte entstehen.

Oraler Konsum scheint nicht oder nur wenig effektiv zu sein.

 

Salvia nemorosa Wirkdauer & Wirkungseintritt

Die Wirkung soll bei sublingualem Konsum dieser Salbei Art bereits nach 5-20 Minuten eintreten, beim Rauchen oder Verdampfen noch schneller.
Bei sublingualer Einnahme hält die Wirkung wohl 4-8 Stunden an, beim Rauchen kürzer (hier wird von 1-2 Stunden berichtet).

Diese Angaben sind mit Vorsicht zu genießen, da bislang so wenige Berichte über den Salvia nemorosa Konsum existieren!

 

Pharmakologie / Wirkmechanismus von Salvia nemorosa

Zunächst ist zu sagen, dass nicht genug Forschungen zum Thema Psychoaktivität von Salvia nemorosa existieren. Man ist sich nicht einmal sicher, welche Inhaltsstoffe genau für die Wirkung verantwortlich sind.

Ein enthaltener Stoff, das Apigenin, wirkt als Monoamin Transporter Aktivator und ist ein Ligand der zentralen GABA Rezeptoren.
Laut einer Untersuchung hemmt Apigenin die Bindung von Flunitrazepam an jenen GABA Rezeptoren.
Apigenin löst durch die GABA-erge Wirkung angstlösende und leicht sedative (schlaffördernde) Effekte aus.

Außerdem wurde eine Wirkung der Inhaltsstoffe der Pflanze auf den Cannabinoid-Rezeptor CB2 nachgewiesen, der jedoch (ganz im Gegensatz zu CB1) keine berauschenden Effekte auslöst.

Salvia nemorosa Rechtslage

S. nemorosa unterliegt in Deutschland keiner gesetzlichen Regelung und ist vollkommen legal, ebenso wie in den anderen Ländern der Welt.

Salvia nemorosa Mischkonsum

Salvia nemorosa & Cannabis kombinieren: Die Effeke dieser beiden psychoaktiven Pflanzen verstärken sich sehr gegenseitig, es kommt zu einer stärkeren psychedelischen oder (je nach Cannabis-Sorte) sedierenden / stoned & auch aphrodisierenden Wirkung. Angstzustände können leichter als beim Monokonsum auftreten, je nach Set, Setting & Person.
Kann eine sehr mächtige Kombination sein!

Salvia nemorosa & Opioide: Diese Salbei Art scheint die Opioid Wirkung zu intensivieren. Außerdem hilft S. nemorosa gegen den Opioid Entzug & beim Abdosieren.
Man sollte beide Substanzen nicht zu hoch dosieren, es könnte unbekannte gefährliche Wechselwirkungen geben!

Salvia nemorosa Rauchmischungen / Räuchermischungen

Auch wenn das Rauchen dieser Pflanze nicht immer als sehr effektiv angesehen wird (verglichen mit der sublingualen Aufnahme), eignet sie sich gut als Kraut in einer psychoaktiven Rauchmischung.
Auch eine Räuchermischung mit leicht berauschendem Effekt wäre mit S. nemorosa denkbar.
Natürlich kann eine Rauchmischung auch in einem Vaporizer verdampft werden, dies könnte effektiver sein als das S. nemorosa Rauchen!

Andere psychoaktive Pflanzen deren Wirkung zu der von Salvia nemorosa passt und die gut für eine Rauchmischung geeignet sind, wären beispielsweise Beifuß (Artemisia vulgaris), Cannabis / Marihuana, Kanna (Sceletium tortuosum), Afrikanisches Löwenohr (Leonotis leonurus), Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella) oder Dendrobium nobile (wenn ihr auf die jeweiligen Namen der Pflanzen klickt, kommt ihr zu ausführlichen Infoartikel zur psychoaktiven Wirkung!)

Da die genanntten Pflanzen alle eher einen kratzigen, dichten Rauch erzeugen wenn sie verbrannt werden, sollte für eine Rauchmischung noch eine sanftere Pflanze hinzugefügt werden, beispielsweiße Damiana (Turnera diffusa), Muskatellersalbei (Salvia sclarea) oder Echter Eibisch / Marshmallow (Althaea officinalis). Dies ist nicht nötig, wenn man die Mischung verdampft statt sie zu rauchen.

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