10 weitere pflanzliche Halluzinogene / Psychedelika – Psychedelische Pflanzen!

10 weitere pflanzliche Halluzinogene / Psychedelika – Psychedelische Pflanzen!

Pflanzliche Halluzinogene / Psychedelische Pflanzen

Nachdem wir bereits 10 pflanzliche Psychedelika (klick) vorstellten, hier nun die Fortsetzung zu dieser Auflistung psychedelischer Pflanzen.
Wir stellen euch hier pflanzliche Halluzinogene / Psychedelika / Entheogene, oder wie auch immer man sie nennen will, vor. Also psychoaktive Pflanzen, die einen „Trip“ erzeugen, dies ist eine tiefenpsychologische Erfahrung, die extrem spirituell, sehr verwirrend oder gar angsteinflößend sein kann.

Einige dieser magischen Pflanzen sind noch nicht sehr erforscht und dürfen nur von Experten unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen erforscht werden.

Auch wenn es sich hier um legale psychedelische Pflanzen handelt, sind sie keineswegs ungefährlich oder „Kinderspielzeuge“!
Nur Menschen, die absolut wissen auf was sie sich einlassen, wenn sie Psychedelika konsumieren, sollten sie einnehmen.
Stichworte Set und Setting – man muss zwingend noch weiter recherchieren, wenn man sich dazu entscheidet, eine der genannten Pflanzen einzunehmen!

Psychedelika können die Psyche öffnen und Gefühle verstärken, also auch negative Gefühle. Solche „Horrortrips“ genannte Erfahrungen können unangenehm sein, sind aber auch enorm lehrreich.

Weitere pflanzliche Halluzinogene / Psychedelika gibt es hier.

 

10 weitere pflanzliche Halluzinogene / Psychedelika

1. Chacruna (Psychotria viridis)Chacruna (Psychotria viridis)
Eine exotische traditionell verwendete Pflanze, die hohe Konzentrationen an N,N-DMT und weiteren Tryptaminen enthält.
Chacruna ist eine klassische Zutat für den magischen Ayahusca Trank, der in den schamanischen Stämmen ein heiliges Sakrileg ist.
Er besteht aus einem MAO-Hemmer (meist Banisteriopsis caapi) und DMT-haltigen Pflanzen bzw. einem DMT-haltigen Kraut.
Die getrockneten Psychotria viridis Blätter enthalten durchschnittlich etwa 0,3% DMT.

Der Besitz von DMT-haltigen Pflanzen zu Konsumzwecken ist illegal, man darf sie in Deutschland nur als Zierpflanze besitzen!

Eine Liste der DMT haltigen Pflanzen gibt es hier.

 

2. Chaliponga (Diplopterys cabrerana)Chaliponga (Diplopterys cabrerana)
Auch Banisteria rusbyana genannt. Eine weitere DMT-haltige Pflanze, die auch 5-MeO-DMT und Bufotenin enthält.
Die getrockneten Blätter sind sehr potent und enthalten, laut Dr. Christian Rätsch, etwa 0,17-1,75% psychoaktive Tryptamine. Es ist von einem Durchschnittsgehalt von 0,5% auszugehen.
Auch diese Pflanze wird für Ayahuasca Tränke genutzt. DMT ist das wohl mächtigste Psychedelikum, das der Menschheit bekannt ist!

Eine Liste mit DMT haltigen Pflanzen findet ihr hier!

 

3. Blauer Lotus (Nymphaea caerulea)Blauer Lotus (Nymphaea caerulea)
Es gibt viele verschiedene Lotus-Gewächse, von denen einige psychoaktiv sind.
Der Blaue Lotus ist vollkommen legal und stammt wohl aus Ägypten. Es wurden Zeichnungen vom Blauen Lotus neben dem Schlafmohn und der Alraune auf rituell genutzten Gefäßen gefunden, also scheint die Wirkung des Lotus auch schon vor Jahrhundert bekannt gewesen zu sein.
Das Wirkspektrum ist ziemlich groß, je nach Dosierung und Konsumform wirkt der Lotus beruhigend, euphorisierend, aphrodisierend oder eben auch leicht psychedelisch/halluzinogen.
Die psychedelischen Effekte treten vor allem bei hohen Dosen ein, hierfür eignet sich das Rauchen der normalen Lotus Blüten eher weniger. Man sollte potente Extrakte konsumieren oder einen starken Tee brühen, wenn man Blauen Lotus als Psychedelikum einsetzen will!

Im Gegensatz zu DMT-haltigen Pflanzen ist der Blaue Lotus ein sehr mildes Psychedelikum, manche werden die Psychedelik in dieser Pflanze überhaupt nicht erkennen. Die Wirkung hält sehr kurz an und man wird keinen sehr intensiven Trip erleben.

Mehr über Blauen Lotus gibt es hier!

 

4. Wermut (Artemisia absinthium)
Wermut hat auch in Europa lange Tradition und ist die Zutat im berüchtigten alkoholischen Getränk Absinth.
Wermut enthält Thujon und ist eine beliebte Heilpflanze, sie beruhigt, kann Tatendrang auslösen und hilft hervorragend gegen Rheuma.
Die psychedelische Wirkung dieser Pflanze ist nicht bestätigt, es gibt allerdings einige Berichte von Absinth-Konsumenten, die behaupten, die Pflanze hätte halluzinogene, empathogene Wirkungen. Manche verspüren jedoch auch keine halluzinogenen Effekte.
In Deutschland ist der Thujon Gehalt in Absinth gesetzlich geregelt, er darf eine gewisse Konzentration nicht überschreiten.
Möchte man einen tatsächlich wirksamen Absinth, sollte man ihn selbst aus Wermut und weiteren Kräutern herstellen!

Genaueres über die Herstellung von Absinth mit Wermut (inklusive genauen Rezepten!) findet ihr hier.

Eine Liste mit Thujon-haltigen Pflanzen findet ihr hier!

 

5. Yopo (Anadenanthera peregrina)Yopo (Anadenanthera peregrina) Samen
Auch Piptadenia peregrina gennant, ist eine sehr weit verbreitete psychedelische Pflanze.
Sie enthält mehrere Tryptamine, nämlich DMT, 5-MeO-DMT und Bufotenin (5-HO-DMT).
Traditionell ist der Konsum dieser Pflanze weit verbreitet, oft wird sich aus den Samen ein Schnupfpulver (Snuff) hergestellt, der Cohoba genannt wird.
Yopo Samen können auch oral konsumiert werden, eventuell mit einem MAO-Hemmer (Vorsicht, dies ist potentiell lebensgefährlich und darf nur von Menschen die sich damit auskennen angewandt werden).
Bereits 2-4 Samen wirken psychedelisch.

Die Wirkung ist sehr nebenwirkungsreich, es befinden sich wohl noch andere Stoffe in den Samen, als die genannten Tryptamine.
Andere DMT-Pflanzen sind also besser geeignet für den Konsum.

Eine Liste mit DMT haltigen Pflanzen findet ihr hier!

 

6. Kalmus (Acorus calamus) Kalmus (Acorus calamus)
Auch Sweet Flag oder Calamus genannt. Auch wenn es sich hier eher um eine Heil- als um eine Rauschpflanze handelt, kann Kalmus durchaus auch subtile psychedelische Effekte haben.
Diese drücken sich meist weniger durch optische, eher durch gedankliche Veränderungen aus. In Kombination mit Cannabis sollen diese Effekte noch besser zum Vorschein kommen, einige Konsumente empfehlen, die Pflanze über einen längeren Zeitraum regelmäßig einzunehmen um eine Wirkung spüren zu können.
Neben den leicht psychedelischen, hat Acorus calamus auch stimulierende und leicht aphrodisierende Effekte. Wegen diesen und wegen weiteren heilenden Aspekten wurde er in vielen Gegenden und Völkern traditionell verwendet.

Das enthaltene Asaron ist jedoch toxisch, wenn es zu häufig oder in zu hohen Dosierungen eingenommen wird.
Der Konsum ist sehr umstritten, viele raten strikt davon ab, da die Gefahr einer toxischen Wirkung zu hoch und die Wirkung zu gering ist.

Mehr über die Zubereitung, Wirkung, Nebenwirkungen usw. von Kalmus erfahrt ihr hier!


 

7. Iboga (Tabernanthe iboga)
Iboga ist eine Pflanze mit sehr mysteriöser Wirkung.
Die Wurzel enthält Ibogain und weitere ähnliche Stoffe, es handelt sich um psychoaktive Indolalkaloide. Die Wirkung ist in niedriger Dosierung stimulierend und aphrodisierend, erst in höheren Dosen zeigt sich das wahre Potential dieser Pflanze.
Visionen, psychedelisch verändertes Denken, „Wachträume“ und eine Art psychedelisches Delirium können auftreten.
Der Rausch von hochdosiertem Iboga wird teils als eher unangenehm beschrieben, erstrebenswert ist er, weil er gegen die verschiedensten Abhängigkeiten (wie Nikotin- Alkohol- oder Heroinsucht) helfen kann.
So kann er zum Beispiel schwere Alkohol und Opioid Abhängigkeiten schwächen. Bei manchen Menschen verschwindet der Drang nach ihrer Droge sogar komplett!
Desweiteren hat Iboga wohl auch positive Auswirkungen auf die Leber und könnte ein effektives Medikament gegen Hepatitis C sein.

Der Rausch ist jedoch äußerst unangenehm und geht meist mit starker Übelkeit & Erbrechen einher, auch die Hauptwirkung wird oft als sehr unangenehm empfunden. Es gibt auch ein paar wenige Todesfälle, man sollte Iboga also, wenn überhaupt, nur konsumieren, wenn man ein klares Ziel hat (bspw. eben zur Überwindung einer Sucht) und begleitet von einem erfahrenen Tripsitter / Schamanen (der sich auch mit Iboga auskennt).

 

8. Nachtjasmin (Cestrum nocturnum)
Dieses Hammerkraut, welches zu den Nachtschattengewächsen zählt, ist eine sehr unerforschte psychoaktive Pflanze.
Sie wurde in Christian Rätschs „Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen“ (heir kaufen) erwähnt, dort wird beschrieben, dass selbst das Inhalieren des Duftes psychoaktiv wirkt!
Der Verzehr oder das Rauchen von Blättern/Früchten löst Halluzinationen aus, ob diese ähnlich wie bei anderen Nachtschattengewächsen (also deliranter Natur) sind, ist unklar.
Nachtjasmin scheint jedenfalls kein Hyoscyamin, Atropin oder Scopolamin enthalten. Die genauen Inhaltsstoffe sind noch nicht erforscht, sie enthält aber Atropin-ähnliche Stoffe und Saponine.
Ein Experiment (außer das Riechen an der Pflanze) sollte nicht eingegangen werden, da Nachtschattengewächse sehr gefährlich bis hin zu tödlich sein können. Ich rate dringend von der oralen Einnahme der Nachtjasmin ab!

 

9. Buntnessel / Buntblatt (Coleus blumei)
Auch die psychoaktive Wirkung dieser Pflanze ist sehr umstritten.
In einer experimentellen Studie wirkte das Rauchen der getrockneten Blätter der Buntnessel bei einem Drittel der Probanten ähnlich wie Salvia Divinorum, also ordentlich psychedelisch, bei den anderen trat keine oder nur eine sehr leichte Wirkung ein.
Es scheint nur die mexikanische Buntnessel wirksam zu sein, nicht aber die im Supermarkt erhältlichen Hybriden!

 

10. Studentenblume / Mexikanischer Estragon (Tagetes lucida)Mexikanische Studentenblume (Tagetes lucida)
Die Studentenblume ist ein Korbblütler (Asteraceae) und stammt ursprünglich aus Mexiko.
Indianische Stämme verwenden Tagetes lucida als spirituelles Werkzeug, da es psychedelisch bzw. visionär wirkt.
Man kann die Blätter dieser Pflanze entweder rauchen oder als Tee trinken. Der Geschmack ist sehr angenehm und erinnert an Anis.
Bekannt ist vor allem, dass „CEVs“, also Closed eye visuals (Visionen bei geschlossenen Augen) auftreten. Diese erinnern laut Berichten an Meskalin, dem Wirkstoff im Peyote Kaktus. Die Wirkung ist jedoch weitaus weniger intensiv als die von Meskalin und anderen starken Psychedelika, es handelt sich hier um eine milde psychoaktive Pflanze mit wenigen Risiken & Nebenwirkungen.

Mehr über Tagetes lucida erfahrt ihr hier!

 

 

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