10 Traumkräuter – Luzid und visionär Träumen durch traditionelle Pflanzen

10 Traumkräuter – Luzid und visionär Träumen durch traditionelle Pflanzen

Was sind Traumkräuter?

Es gibt bereits eine Fortsetzung zu dieser Liste: 10 weitere Traumkräuter (klick)

Traumkräuter sind Pflanzen, die in vielen Naturvölkern als heiliges spirituelles Werkzeug angesehen werden.
Sie werden dazu verwendet, visionäre Träume zu erzeugen, die den Charakter eines Trips haben. Sie helfen auch dabei luzide Träume auszulösen und man erinnert sich leichter an das in der Nacht erlebte.
Während Traumkräuter früher als spirituelle Werkzeuge und göttliche Geschenke angesehen wurden, werden sie heute von vielen Menschen konsumiert, die ein Interesse an Klarträumen („luzides Träumen“) haben.
Meist werden „Kräutermischungen“ konsumiert, die aus verschiedenen Pflanzen mit teils unterschiedlichen Wirkungen bestehen.
So können zum Beispiel auch schlaffördernde Drogen wie Baldrian oder Hopfen mit eingenommen werden.

Die Einnahme erfolgt bei den meisten Pflanzen etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafen.

Mehr Traumkräuter gibt es hier.

 

10 traditionelle Traumkräuter

 

1. Afrikanische Traumwurzel (Sielene undulata, Silene capensis)
Ein sehr berühmtes aus Afrika stammendes Traumkraut. Um eine Wirkung zu erzielen wird bereits morgens nach dem Aufstehen auf leeren Magen etwa ein halber Teelöffel der Traumwurzel eingenommen.
Im Xhosa Stamm verwendet man diese Pflanze medizinisch, für prophetischen Träumen und um mit den Vorfahren in Kontakt zu treten.

Da die Wirkung wohl auf einem Saponin basiert (welches Schaum bildet), gibt es außerdem die Konsumform, ein Esslöffel der Wurzel in einem halben Liter Wasser zu lösen, dann wird das Wasser geschlagen, sodass es schäumt. Dieser Schaum wird dann aufgesogen.

 

2. Aztekisches Traumkraut (Atztekisches Traumgras; Calea ternifolia oder Aztekisches Traumgras / Traumkraut (Calea ternifolia / zacatechichi)Calea zacatechichi)
Auch diese Pflanze ist unter den Traumkräutern weit verbreitet, bereits der Name, „Traumkraut“, sagt dies aus.
Natürlich wächst es in Mexiko und Costa Rica. Traditionell wird das Traumkraut von den Chontal Indianern aus Mexiko verwendet. Sie erhoffen sich davon wahrsagerische und göttliche Visionen während ihrer Träume.
Die Indianer verwenden etwa 20-30g Pflanzenmaterial vor dem Schlafen, man sollte sich langsam an die richtige Dosierung heran tasten. Eine gute Startdosis ist etwa 10g.
Aus dem getrockneten Traumkraut stellt man sich entweder einen Tee her oder pulverisiert es schluckt es in Kapseln.

Mehr zu Aztekischem Traumgras hier!

 

3. Afrikanisches Traumkraut (Entada rheedii)
Die Wirkung des Afrikanischen Traumkrauts ist bereits seit einiger Zeit bekannt, auch sie wurde und wird traditionell gebraucht.
Es wird allerdings nicht das Kraut sondern die Samen der Entada rheedii konsumiert. Sie werden aufgeschnitten und anschließend wird das innere „Fruchtfleisch“ heraus gekratzt.
Dieses wird dann entweder geschluckt oder, zusammen mit anderen Kräutern, in einer Räuchermischung geraucht.
Die Einnahme erfolgt kurz vorm Schlafen gehen. Visionäre, luzide Träume sollen erzeugt, die Erinnerung an den Traum intensiviert werden.

 

4. Mexikanischer Estragon (Winterestragon, Tagetes lucida)Mexikanische Studentenblume (Tagetes lucida)
Diese Pflanze wurde bereits von den Azteken verwendet. Dort ist Yauhtli bekannt und wurde mit anderen Kräutern zu einem medizinischen Puder verarbeitet, welches dämpfend und beruhigend wirken sollte.
Auch der mexikanische Stamm der Huicholen konsumiert es, dort wird der Estragon mit Tabak gemischt und dann geraucht oder pur als Tee getrunken.
Die Wirkung soll beruhigend sein und außerdem visiönere, luzide Träume auslösen. Auch von CEVs (Visionen bei geschlossenen Augen) wird berichtet.
Neben der wohl psychoaktiven Wirkung schmeckt Tagetes lucida auch noch sehr gut und wird als Anis-Ersatz als Gewürz benutzt.

Mehr über Tagetes lucida erfahrt ihr hier!

 

5. Mukanya Kude / Gelbrinden-Akazie / Fieber-Akazie (Acacia xanthophloea; Vachellia xanthophloea)
Die Gelbrinden-Akazie ist in Afrika wachsender Baum, dessen Rinde traditionell als Traumdroge verwendet wird.
In vielen afrikanischen Stämmen braut man sich aus dieser Rinde einen Tee, manchmal werden auch noch andere Traumkräuter hinzugefügt.
Es ist nicht viel Gesichertes über die Wirkung der Fieber-Akazie bekannt, weshalb vorsichtig damit experimentiert werden muss.
Anscheinend ist es nötig, über mehrere Tage hinweg nachts einen Mukanya Kude Tee zu trinken.

 

6. Ubhubhubhu (Helinus integrifolius)
Eine weitere aus Südafrika stammende Pflanze. Auch sie wird traditionell für visionäre, klare Träume konsumiert.
Da sich beim Vermischen der Pflanze mit Wasser Schaum bildet, ist in einigen Stämmen eine besondere Konsummethode verbreitet:
Das Ubhubhubhu wird so lange mit Wasser vermischt, bis es schäumt. Dann wird so viel von dem Trank auf leeren Magen getrunken, bis sich der Magen füllt. Anschließend erbricht man sich.
Erbrechen wird nicht als etwas negatives, sondern als Reinigung angesehen und ist deswegen willkommen.

 

7. Uvuma-omhlope (Synaptolepis kirkii)
Die Wurzel dieses, ebenfalls aus Afrika stammenden, Busches ist recht potent und hat eine ähnliche Wirkung wie die Afrikanische Traumwurzel (Silene capensis).
Bereits 0,5g sollten in einem Tee getrunken genügen, um die Wahrscheinlichkeit auf luzide Träume zu erhöhen, Visionen zu erzeugen und die Erinnerung zu stärken.
Auch diese Pflanze wird traditionell von afrikanischen Stämmen verwendet. Besonders an der wirksamen Wurzel ist die Farbe, sie ist nämlich strahlend weiß.

 

8. Beifuß / Gewöhnlicher Beifuß / Gemeiner Beifuß (Artemisia vulgaris)Beifuß (Artemisia vulgaris) Pflanze
Diese aus Europa und Asien stammende Pflanze ist nicht gerade bekannt für seine Funktion als Traumkraut.
Sie wird als Gewürzpflanze und Heilkraut verwendet, enthält außerdem u.a. Thujon. Das ist der Stoff, der auch in Wermut, der Absinth-Pflanze, enthalten ist. Im Volksmund wird der Beifuß deswegen auch Wilder Wermut genannt.
Doch tatsächlich wurde diese Pflanzen traditionell schon vor hunderten Jahren auch als Traumkraut verwendet!
Bereits 1-3g geraucht sollen eine Wirkung entfalten, in einen Tee oder (alkoholischen) Trank sollte man etwa 3-5g pro Einnahme hinzufügen.

Einen Infoartikel zu Beifuß findet ihr hier!

 

9. Sarsaparilla (Hemidesmus indicus)
Auch diese Pflanze ist eher im Bereich der Heilkräuter als in dem der Traumkräuter bekannt. In der Ayurveda wird die Pflanze auch Sugandi genannt. Dort wird sie unter anderem gegen Fieber und Syphilis angewandt.
Aufgrund ihres guten, süßen Geschmacks ist sie perfekt für die Herstellung eines Tees geeignet.
Neben den medizinischen Anwendungen soll sie hochdosiert Träume intensivieren und die REM-Phase verlängern.
Konsumiert wird die Wurzel der Pflanze, oft ist diese bereits pulverisiert.

 

10. Giftlattich (Lactuca virosa)Giftlattich (Lactuca virosa)
Zu guter Letzt ein Geheimtipp, der nicht wirklich eines der klassischen Traumkräuter ist – Giftlattich oder Wilder Lattich.
Diese mit dem Kopfsalat verwandte Pflanze, die in Europa recht häufig wild wächst, hat eine dem Schlafmohn ähnliche Wirkung.
Sie ist beruhigend, entspannend, schmerzstillend leicht euphorisierend und mehr. Dadurch ergibt sich auch eine positive Wirkung auf den Schlaf und die Träume, weshalb Giftlattich der perfekte Zusatz für einen „Traum-Trank“ ist.
Es können entweder die getrockneten Blätter oder der Milchsaft getrunken werden. Den getrockneten Milchsaft kann man richtig behandelt sogar, ähnlich wie Opium, rauchen.
Von den Blättern benötigt man für eine ordentlich spürbare Wirkung etwa 15-35g, vom Milchsaft lediglich 0,5g.

 

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2 Gedanken zu “10 Traumkräuter – Luzid und visionär Träumen durch traditionelle Pflanzen

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