10 pflanzliche Antidepressiva – Natürliche Mittel gegen Depressionen

10 pflanzliche Antidepressiva – Stimmungserhellende Kräuter!

So wohl gegen Depressionen wie auch gegen depressive Phasen gibt es verschiedene wirksame pflanzliche Antidepressiva.
Meist ist es nötig, die antidepressiven Kräuter über mehrere Wochen hinweg täglich einzunehmen.

Es gibt bereits eine Fortsetzung zu dieser Liste, in der wir euch 10 weitere natürliche Antidepressiva vorstellen!

Die Kräuter verbessern, wenn sie wirken, die allgemeine Stimmung und Laune.
Viele Pflanzen geben einem zusätzlich Energie und Wachheit, die man für das erfolgreiche meistern seines Alltags gut gebrauchen kann.

Wichtig: Es ist dennoch immer ratsam, einen Arzt oder Psychologen aufzusuchen, wenn man anhaltende Depressionen oder einen Verdacht auf diese hat!
Manche dieser Pflanzen wirken berauschend, bei langzeitigen Depressionen sollten die Rauschpflanzen gemieden werden! Sie müssen niedrig dosiert werden, damit nur der antidepressive Effekt spürbar ist.
Depressionen sind lebensgefährliche, aber heilbare Krankheiten!

Mehr pflanzliche Antidepressiva findet ihr hier!

 

Liste: 10 Natürliche Antidepressiva

  • 1. Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Echtes Johanniskraut (auch Gewöhnliches Johanniskraut) ist das wohl verbreitetste pflanzliche Antidepressiva.
Es wirkt antidepressiv, beruhigend aber nicht sedierend und hilft gegen Angstzustände.
Wie oben erwähnt muss es täglich über mehrere Wochen hinweg konsumiert werden.
Es gibt sehr viele Johanniskraut Extrakt Präparate, die meist in Pillen oder Kapsel Form verkauft werden.
Alternativ kann man sich auch aus dem getrockneten Johanniskraut (eventuell zusätzlich mit anderen Kräutern) einen Tee brauen.

Johanniskraut darf nicht gemeinsam mit der Verhütungspille eingenommen werden!

 

  • 2. Kratom (Mitragyna speciosa)Kratom (Mitragyna speciosa)

Kratom unterscheidet sich in seiner Wirkweise sehr deutlich vom Johanniskraut.
Man muss (und sollte) es nicht täglich einnehmen um eine Wirkung zu verspüren, Kratom wirkt sofort!
Je nach Dosis und Sorte ist Kratom sedierend, euphorisch und / oder stimulierend.

Wichtig: Kratom ist nicht für dauerhafte Depressionen geeignet, es ist eher als stimmungsaufhellende Pflanze zu verstehen, die nicht bei klinischen Depressionen angewendet werden darf!!

Wichtig zu sagen ist außerdem, dass es sich hier um ein Opioid handelt und somit eine große Suchtgefahr besteht! Das Suchtpotential ist zwar nicht so hoch wie bei pharmazeutischen Opioiden (oder dem Schlafmohn), täglicher Konsum über Monate hinweg hat aber eine körperliche Abhängigkeit inklusive Entzug zur Folge!

Dennoch, bei schlechter Laune ist Kratom ein sehr wirksames Heilmittel.
Es wirkt stark antidepressiv und man kann seine Sorgen für die Dauer der Wirkung vergessen.
Um nicht in eine Abhängigkeit zu geraten sollte Kratom maximal einmal wöchentlich konsumiert werden!

Kratom auf keinen Fall bei lang andauernden Depressionen einnehmen, nur bei kurzzeitigen depressiven Zuständen ist eine Einnahme eventuell gerechtfertigt.
Nur eine geringe Dosierung einnehmen! 1-2g sollten für einen antidepressiven Effekt genügen.

Mehr zu Kratom erfahrt ihr hier.

 

  • 3. Ginseng (Panax ginseng) (auch Koreanischer Ginseng, Chinesischer Ginseng)

Ginseng ist eine aus Asien stammende Pflanze, die bereits seit Jahrhunderten unter anderem in der chinesischen und russischen Volksmedizin als Stärkungs- und Allheilmittel verwendet wird.
Und tatsächlich existieren einigen Studien die eine stärkende, schützende Wirkung des Ginsengs bestätigen!
Hauptsächlich sind verschiedene Saponine für diese Effekte verantwortlich.
Man verwendet meist die Ginsengwurzel oder Extrakte aus dieser, die oft auch in Kapseln abgefüllt werden.

Es gibt weißen und roten Ginseng, der Weiße enthält doppelt so viele Saponine wie der Rote.
Ginseng stärkt das Immunsystem und erhöht die geistige Leistungsfähigkeit, des Weiteren mindert er Grippe- und Erkältungssymptome.
Außerdem verbessert er die Stimmung und macht klar und wach, was bei Depressionen sehr wertvoll sein kann!

Ginseng muss über längeren Zeitraum (ein paar Tage bis Wochen) täglich eingenommen werden um eine optimale Wirkung zu entfalten.
Panax ginseng kann gut als unterstützendes Heilmittel bei einer bestehenden antidepressiven Behandlung angewendet werden, am besten mit dem Arzt absprechen.

Ginseng erwähnten wir auch in der Liste 10 weitere Traumkräuter (klick)!

 

  • 4. (Borstige) Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus, Hedera senticosa, Acanthopanax senticosus) (auch Sibirischer Ginseng)

Die Taigawurzel ist sehr ähnlich der Ginsengwurzel.
Auch sie wirkt tonisierend und verbessert bei regelmäßiger Einnahme die geistige Leistungsfähigkeit.
Und ebenfalls wie Ginseng verbessert Taiga das Immunsystem und wirkt antiviral.

Auch eine wachmachende, antidepressive und stimmungsverbessernde Wirkung kann vom Konsum der Taigawurzel verspürt werden.
Es gibt einige russischen Studien der 50er Jahre, die diese Effekte so wohl im Tier- wie im Menschversuch bestätigen!
Die günstige Variante des Ginsengs, ein gutes pflanzliches Antidepressiva!

 

 

  • 5. Kolanuss (Cola nitida / Cola acuminata und mehr)Kolanuss (Cola nitida / Cola acuminata)

Die Kolanuss wird stellvertretend für alle anderen koffeinhaltigen Pflanzen in diese Liste aufgenommen.
Auch wenn Koffein und Theobromin nicht das klassische Antidepressiva ist, hat es durchaus ein antidepressives, stimmungsverbesserndes Wirkspektrum!
Man wird wacher, kommt morgens viel besser in die Gänge und bekommt oft einen Motivationsschub.
Dies sind alles Effekte, die einem bei depressiven Phasen sehr recht kommen können.

Täglicher Konsum von Koffein ist hingegen destruktiv, da man sich dann ohne Koffein-Einnahme platt, antriebslos und müde fühlt.

Nicht aufgelistete Pflanzen, die ebenfalls Koffein und oft auch Theobromin, Theophyllin und ähnliche stimulierende Stoffe enthalten sind:
Guaraná (Paullinia cupana), Mate (Ilex paraguariensis), Kaffe (Coffea arabica usw.), Grüner / Schwarzer Tee (Camellia sinensis usw.)

Mehr zu Kolanuss erfahrt ihr hier!

 

  • 6. Kakao / Cacao (Theobroma cacao)

Die Kakao genannten Früchte des Kakaobaums sind die Rohstoffe für die hierzulande sehr beliebten Kakao-Getränke und auch für die Schokolade.
Im Kakao stecken verschiedene Wirkstoffe, vor allem aber Theobromin (1-2,5%) und Koffein (0,2%), ähnlich wie in der Kolanuss.
Das ist allerdings noch lang nicht alles!

Im Kakao befinden sich Anandamide, das sind zu indogenen (also im menschlichen Körper vorkommenden) Cannabinoiden ähnliche Stoffe!
Cannabinoide sind für stimmungsverbessernde, antidepressive Effekte bekannt.
Desweiteren ist im Kakao jede Menge Tryptophan, eine wichtige Vorstufe für die Serotonin Produktion.

Serotonin spielt im Körper eine extrem wichtige Rolle für verschiedene Vorgänge, unter anderem auch für das Glücksempfinden.
Chronisch Depressive haben meist einen zu niedrigen Serotoninspiegel.
Viel Tryptophan konsumieren bedeutet zwar nicht, dass der Körper viel Serotonin herstellt, hat man aber einen Tryptophan Mangel, kann dies zu einer Serotonin-Unterversorgung führen.

Der rohe Kakao schmeckt zwar nicht so süß wie Kaba oder Trinkschokolade, der gewohnte Kakao-Geschmack ist allerdings durchaus zu schmecken.
Er enthält kaum Zucker und ist sogar sehr gesund!
Man kann sich zum Beispiel einen Tee aus Kakao kochen, in dem man die klein geschnittenen Kakaostücke mit heißem Wasser überschüttet und zehn Minuten ziehen lässt.
Auch der herrliche Geschmack dieses wärmenden Tees (ich empfehle die Kombination mit Schwarzem Pfeffer, Roibos und / oder Bio Orangenschalen) kann einem schon ein besseres Gefühl geben.

 

  • 7. Kurkuma / Kurkume / Curcuma (Curcuma longa) (auch Kurkuma (Curcuma longa)Safranwurz, Gelber Ingwer, Gilb- und Gelbwurzel)

Kurkuma ist eine mit dem Ingwer verwandte Pflanze, die auch als Gewürzpflanze und Färbemittel verwendet wird.
Sie enthält unter anderem das für die Farbe der Kurkumawurzel verantwortliche Curcumin, welches, genau wie die anderen enthaltenen Farbstoffe, sehr viele unterschiedliche Heilwirkungen besitzt.

Unter anderem wirkt Kurkuma antikarzinogen (krebshemmend), antioxidativ und entzündungshemmend. Es scheint auch stärkend auf die Knochen zu wirken.
Und auch die antidepressiven Effekte sind sogar wissenschaftlich gesichert!
Zu der Studie geht es hier.

Es handelt sich hier um ein Tonikum, das heißt, Kurkuma muss ein bis drei mal täglich eingenommen werden. Die Effekte sind nach ein paar Wochen spürbar.

Mehr Informationen zu Kurkuma findet ihr hier!

 

  • 8. Melisse / Zitronenmelisse (Melissa officinalis)Melisse / Zitronenmelisse / Melissa officinalis

Die Melisse ist eine beruhigend, angstlösend wirkende Pflanze.
Sie wirkt dementsprechend sehr gut bei Angstzuständen und Schlafproblemen! Sehr wirksam ist eine Kombination von Melisse und weiteren ähnlich wirkenden Kräutern.
Als Beruhigungs- und Schlafmittel wird oft eine Kombination aus Melisse, Baldrian und Hopfen angewandt.

Möchte man eine angstlösende, antidepressive Wirkung erreichen, kombiniert man Melisse und Lavendel!
Konsumieren kann man die Zitronenmelisse in einem Tee, was sich sehr gut eignet, da sie sehr wohlschmeckend ist.
Alternativ gibt es auch jede Menge Fertigpräparate, die Melissenextrakt (und oft auch weitere Pflanzen) enthalten und meist in Form von Kapseln verkauft werden.

Um von der Melisse eine ordentliche Wirkung zu verspüren muss man auch sie über einen längeren Zeitraum von etwa zwei bis drei Wochen täglich einnehmen.
Am besten ist natürlich frische Melisse, da der Geschmack hier noch deutlich intensiver und leckerer zitronig ist.

Mehr über Melisse (Melissa officinalis) erfahrt ihr hier!

 

  • 9. Echter Lavendel (Lavandula angustifolia, Lavandula vera oder Lavendel BlütenLavandula officinalis) (auch Schmalblättriger Lavendel)

Wie oben schon erwähnt ist der Lavendel oft in Kombinationspräparaten gemeinsam mit Melisse, Hopfen oder Baldrian enthalten.
Auch diese Heilpflanze wirkt beruhigend, angstlösend und ist sehr positiv bei Depressionen!
Schon das Riechen an Lavendel kann eine leicht stimmungserhellende, angstlösende Wirkung erzeugen, besonders aber das Trinken eines Lavendel-Tees oder das Einnehmen von Lavendelöl / Lavendelextrakt hat wissenschaftlich belegt einige sehr angenehmen Effekte.

Auch den Lavendel muss man täglich über einen längeren Zeitraum einnehmen.

 

  • 10. Giftlattich (Lactuca virosa)Giftlattich (Lactuca virosa)

Auch wenn der Giftlattich eher als Schlafmittel / Beruhigungsmittel und Opium Ersatz bekannt ist, ist es auch ein potentiell sehr stark und akut antidepressiv wirkendes Mittel!
Da er ein wenig ähnlich wie Kratom (Mitragyna Speciosa) wirkt, welches oben schon erwähnt wurde, aber ein noch deutlich geringeres Abhängigkeitspotential hat, kann er als experimentelles Antidepressivum konsumiert werden.

Da Giftlattich beruhigend und schlaffördernd wirkt, sollte man es abends konsumieren.
Aus dem getrockneten Pflanzenmaterial kann man sich entweder einen Giftlattich Tee oder ein eigenes Giftlattich Extrakt herstellen!
Von den lebenden Pflanzen kann man, ähnlich wie bei Schlafmohn-Kapseln, den Milchsaft (Lactucarium) ernten, der extrem potent ist, und von dem 0,5-1g schon für eine starke Wirkung genügen.

Es handelt sich hier um eine potentiell leicht berauschende Pflanze! Wenn keine Rauschwirkung gewünscht ist, darf nur eine sehr geringe Dosierung eingenommen werden.
2-4g sollten in dem Fall für eine Tasse Tee genügen.

 

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