10 Pflanzliche Aufputschmittel – stimulierende Kaffee Alternativen

10 Pflanzliche Aufputschmittel – stimulierende Kaffee Alternativen

10 pflanzliche Aufputschmittel

Hier wollen wir euch zehn Pflanzen vorstellen, die als Upper / Wachmacher / Aufputschmittel wirken und damit bspw. als Kaffee-Ersatz verwendet werden können. Es handelt sich also um psychoaktive Pflanzen mit stimulierender Wirkung.

Wir veröffentlichten bereits eine Fortsetzung zu dieser Auflistung!

Zu den zweiten 10 natürlichen Aufputschmitteln geht es hier.

Pflanzliche Aufputschmittel (Upper, Stimulanzien) gibt es viele.
Uns allen bekannt ist sicher der Kaffee, ein aus der Kaffeepflanze hergestelltes stark koffeinhaltiges Getränk. Doch es existieren noch etliche weitere stimulierende Pflanzen, die teils noch gesundheitsförderlicher als Kaffee sind und keine Verfärbung der Zähne zu Folge haben können!

 

Liste: 10 pflanzliche Aufputschmittel!

 

1. Kolanuss (Cola nitida)Kolanuss (Cola nitida / Cola acuminata)

Kolanuss ist eine beliebte Kaffee-Alternative.
Es enthält mehr Koffein als Kaffee (bis zu 3,5%) und zusätzlich noch etwas Theobromin (~0,05%).
Die Wirkung wird generell als intensiver als die von Kaffee beschrieben und der Preis ist sehr erschwinglich.
Neben der zu erwartenden stimulierenden, wach machenden und aufputschenden Wirkung hat Kolanuss auch noch eine leicht aphrodisierende Komponente.

Mehr über Kolanuss erfahrt ihr hier.

 

2. Guarana (Guaraná / Paullinia cupana)Guarana / Guaraná (Paullinia cupana)

Auch Guarana ist ein Kaffee Ersatz, es enthält etwas mehr Koffein als Kolanuss (4-6%) und geringe Mengen Theobromin und Theophyllin.
Es ist etwas teurer als Kolanuss, hat aber eine ähnlich ordentliche Wirkung. Neben dem normalen Guarana Pulver (pulverisierte Samen) sind Extrakte und Guarana-haltige Getränke erhältlich.

Der Geschmack wird von einigen Menschen (inklusive dem Autoren) als angenehm empfunden, man kann beispielsweise Kaba-Pulver, Pflanzenmilch (ich empfehle die vom Alnatura) und Guaraná (und eventuell auch noch Maca, einer anderen stärkenden, wachmachenden Pflanze (hier klicken für mehr Infos)) mischen, um morgens einen schön stimulierenden, stärkenden Drink herzustellen.

Mehr über Guaraná erfahrt ihr hier!

 

3. Meerträubel (Ephedra spp.)

Es gibt viele verschiedene Ephedra Arten. Viele von ihnen enthalten Ephedrin oder Abkömmlinge dessen, wie zum Beispiel Pseudoephedrin, Norephedrin und Norpseudoephedrin.
Die potentesten Pflanzen sind unter anderem Ephedra sinica, Ephedra equisetina, Ephedra regeliana und Ephedra monosperma. Die Wirkung ist stark aufputschend und appetitzügelnd, deutlich stärker als es die von Koffein ist.
Ephedra Kraut ist in Deutschland apothekenpflichtig, kann aber ohne Verschreibung gekauft werden. Auch das Anbauen der Pflanze ist erlaubt, solange sie nicht zum Konsum bestimmt ist.

Früher wurden Ephedra Fertigpräparate als Appetitzügler verkauft, diese Verwendung ist in Deutschland jedoch verboten worden, jetzt dürfen weder reines Ephedrin noch Ephedra Extrakte mehr ohne ärztliche Verschreibung veräußert werden.
Die Suchtgefahr ist ähnlich hoch wie die von Koffein, vielleicht noch minimal höher.

 

4. Betelnuss (Areca catechu)Betelnuss (Areca catechu)

Betelnüsse werden seit Jahrtausenden traditionell in Asien und Australien konsumiert.
Meist werden sie in mit Löschkalk (der das Zahnfleisch angreift) bestrichene Betelpfeffer (Piper betle) Blätter gerollt. Diese Zubereitung nennt sich Betelbissen (sirih).
Betelnuss wirkt stimmungsaufhellend und stimulierend. Zusätzlich kommt es auch noch zu einer dämpfenden, dem Alkohol ähnlichen Wirkung.

Die Suchtgefahr ist, wenn Betelnüsse in Form von Betelbissen konsumiert werden, deutlich höher als die von Koffein (wenn auch gering als die von Kath (Catha edulis) oder Koka)

 

5. Guayusa (Ilex guayusa)Guayusa (Ilex guayusa)

Guayusa ist eine weitere Kaffe Alternative. Diese exotische Pflanze enthält 2,9-3,2% Koffein, also ähnlich viel wie Kolanuss. Zusätzlich enthält sie noch Theobromin und L-Theanin.
Hauptsächlich wächst sie in Ecuador und ist in Deutschland nicht sehr verbreitet. Es können einige Teesorten mit zusätzlichem Aroma gekauft werden, aus England beispielsweise kann man auch das pure Kraut beziehen.

Ein sehr positiver Effekt von Guayusa ist, dass in diesem Kraut viele Antixoidantien sind (mehr noch als Grüner Tee), es ist wohl die jenige Koffein-Pflanze, die die meisten dieser gesundheitsförderlichen, zellschützenden Stoffe enthält.
Guayusa ist also noch gesünder als Grüner Tee und weitaus gesünder als Kaffee, also eine wirklich würdige Alternative!

Mehr über die Wirkung, Dosierung, Zubereitung etc. von Guayusa findet ihr hier!

 

 

6. Yerba Mate (Mate-Strauch, Ilex paraguariensis)Yerba Mate / Maté

Mate ist eine immer beliebter werdende Pflanze, die meist für Tee Aufgüsse oder in Getränken (Club Maté) gebraucht wird.
Auch sie enthält Koffein, allerdings nur 0,7-1,7%. Dafür aber stolze 0,3-0,9% Theobromin und deutlich geringere Mengen Theophyllin. Desweiteren einige Mineralien und Flavonoide.
Maté Extrakte zeigten in einer wissenschaftlichen Studie MAO-hemmende Eigenschaften. Diese sollten nicht so stark sein, dass eine Diät eingehalten werden muss. Ein gewisser antidepressiver Effekt könnte aber aufgrund dessen vom Mate ausgehen.

 

7. Catuaba (Trichilia catigua, Anemopaegma arvense und/oder Erythroxylum catuaba)

Catuaba ist ein Tee der aus den oben genannten und noch weiteren Pflanzen bestehen kann.
Die verwendeten Kräuter sind mit dem Koka-Strauch, dem Liferanten von Kokain, verwandt. Sie enthalten zwar kein Kokain aber andere Tropan-Alkaloide wie Catuabine A-D und Cinchonain lb.
Die Wirkung von Catuaba ist aufputschend und euphorisierend.
Es können entweder Mischungen oder einzelne Pflanzen als Kraut, Tee, Tinktur oder Pulver gekauft werden.

Die Suchtgefahr von Catuaba könnte, je nach enthaltenen Pflanzen, etwas höher sein als die vom Koffein, jedoch weitaus geringer, als die vom Kokain / Koka.

 

8. Koka (Kokastrauch, Erythroxylum coca)

Den Kokastrauch assoziieren wahrscheinlich die meisten mit Kokain in weißer Pulver Form, das sich Politiker, Bänker und Manager vom Rolls Royce ziehen.
Doch die Blätter des Kokastrauchs werden traditionell gekaut und haben so eine deutlich mildere, dennoch sehr stimulierende und euphorisierende Wirkung. Das Abhängigkeitspotential ist im Gegensatz zur nasalen, inhalativen oder intravenösen Aufnahme deutlich geringer, es ist jedoch immer noch vorhanden und weitaus stärker, als das von Koffein oder Ephedrin. Koka enthält Kokain, Ecgonin und weitere Alkaloide.
Leider sind selbst die Samen für die Aufzucht als Zierpflanze in Deutschland verboten. In einigen Ländern der Welt können sie aber immer noch gekauft werden, in manchen Ländern ist sogar Koka als Tee erlaubt (bspw. in den Niederlanden, soweit ich weiß).

In den Ländern, in denen traditionell Koka gekaut wird, wird es meist mit Löschkalk gemischt, da so die Wirkstoffe besser aufgenommen werden. Die Wirkung kann auch beim Kauen durchaus intensiv sein!

 

9. Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Nicht bei jedem Menschen hat Rosenwurz eine Wirkung. Manche verspüren allerdings einen deutlich euphorischen, stimulierenden Effekt. Es kann entweder in einem Tee getrunken oder geraucht werden, vielleicht in einer Räuchermischung.
Man kann sich Rosenwurz auch in Kapseln und als Extrakt kaufen.
Um ordentliche Effekte vom Rosenwurz zu spüren, sollte man täglich über ein paar Wochen hinweg Rhodiola rosea Tee trinken (oder täglich welches rauchen).
Ähnlich wie Johanniskraut kann Rosenwurz eine Weile brauchen, um seine volle Wirkung zu entfalten!

Mehr über Rosenwurz erfahrt ihr hier!


 

10. Kratom (Mitragyna speciosa)Kratom (Mitragyna speciosa)

Kratom als Aufputschmittel verwenden? Ja, das ist durchaus möglich! Auch wenn es eine opioide Wirkung hat, sind bei richtiger Sorte und Dosierung stimulierende Effekte möglich. Man fühlt sich wach, konzentriert und euphorisch.
Vor allem White Strain Sorten wirken in diese Richtung, die Dosis sollte niedriger angesetzt werden als sonst. Bei Borneo White Vein sind 3g zum Beispiel eine gute Dosierung.

Die Suchtgefahr ist recht hoch und bei täglichem Konsum kommt es nach einigen Wochen zu einer körperlichen Abhängigkeit, die mit Entzugssymptomen einher geht, wenn die Einnahme unterbrochen wird.
Wird Kratom nur in geringen Dosierungen eingenommen, ist die Suchtgefahr etwas verringert, aber immer noch vorhanden.

Um den unangenehmen Geschmack von Kratom zu umgehen, kann man es in Leerkapseln der Größe 00 (hier könnt ihr sie kaufen) füllen.
Mehr über Kratom erfahrt ihr hier.

Mehr über Kratom im Mischkonsum findet ihr hier!

Was gegen die Übelkeit, die bei Kratom Konsum manchmal eintritt, hilft, findet ihr hier.

Kratom-Booster (Wirkverstärker) & Toleranz-Senker findet ihr hier.

 

Um Magischepflanzen.de zu unterstützen, würden wir uns freuen, wenn ihr diese Liste von pflanzlichen Aufputschmitteln kommentiert oder beim Social Network eurer Wahl teilt! 🙂

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