Giftlattich (Wilder Lattich, Stinklattich, Lactuca virosa) – Opium Ersatz?

Giftlattich (Wilder Lattich, Stinklattich, Lactuca virosa) – Opium Ersatz?

Giftlattich (Wilder Lattich, Stinklattich, Stinksalat, Lactuca virosa)

Giftlattich („Opium Lettuce„) ist eine einheimische, mit dem Salat verwandte, Giftlattich (Lactuca virosa)psychoaktive Pflanze. Er ist hin und wieder wild zu finden, Giftlattich kann aber auch bestellt oder selbst aufgezogen werden.
Die Pflanze wird häufig als Opium-Ersatz angepriesen, auch wenn sie keine Opioide enthält und doch recht deutlich anders als Opiate wirkt.
Dennoch – psychoaktiv wirksam ist er allemal!

Eine Anleitung, wie man sich selbst ein Giftlattich Extrakt herstellen kann, gibt es hier!

Der verwandte Stachel-Lattich (Lactuca serriola) ist ebenfalls psychoaktiv, über diese Art werden wir in Zukunft noch einen Artikel veröffenltichen und ihn dann hier verlinken.

Es handelt sich bei Lactuca virosa um ein vergleichsweise starkes pflanzliches Beruhigungs- und Schlafmittel, weshalb wir ihn auch in unserer Liste „10 weitere pflanzliche Beruhigungsmittel“ erwähnten – zu der es hier geht!

 

Wirkung von Lactuca virosa

Bekannt ist diese Pflanze als Beruhigungs- und Schlafmittel, eine Opium-ähnliche Entspannung kann eintreten. Die Intensität der Wirkung reicht leider nicht an Opium ran, bei entsprechend höherer Dosis kann aber durchaus auch ein sehr angenehmer Rauschzustand erreicht werden.
Auch eine geringe schmerzstillende Wirkung ist vorhanden.

Giftlattich als Heilpflanze

In der Volksmedizin wurde dieser Lattich vielfach verwendet. So zum Beispiel bei Asthma, Krämpfen, Schlaflosigkeit, Angstzuständen mit Herzklopfen, Keuchhusten, Rheuma und Gicht.

 

Giftlattich Nebenwirkungen & Risiken

Giftlattich sollte nicht (oder nur sehr vorsichitg) mit anderen zentraldämpfenden Substanzen (wie Alkohol, Benzodiazepinen und Opioiden) kombiniert werden, da sich die Wirkungen gegenseitig verstärkt und es auch zu stärkeren Nebenwirkungen (häufig Übelkeit oder Schwindel) kommen kann. In sehr hohen Dosierungen kann auch das Risiko einer lebensgefährlichen Atemdepression bestehen.

Beim Giftlattich Konsum zu psychoaktiven Zwecken (also als Schlafmittel), besteht ein geringes Abhängigkeitspotential. Dieses ist deutlich geringer als bei Opium, Alkohol oder Benzodiazepinen, jedoch schon vorhanden.
Man sollte diese Pflanze nicht über längeren Zeitraum täglich einnehmen.

Bei zu hoher Dosierung kann es zu Schwindel, Übelkeit etc. kommen, bei einer sehr starken Dosierung besteht tatsächlich Lebensgefahr!
Man sollte mit einer niedrigen Dosierung (1-3g als Tee) beginnen, um auszuschließen, dass man besonders empfindlich reagiert oder gar allergisch ist.

Inhaltsstoffe des Giftlattichs

Giftlattich (Lactuca virosa)Statt Opioide enthält der Giftlattich Sesquiterpen-Lactone. Welche Stoffe genau für die Wirkung verantwortlich sind ist allerdings nicht bekannt, das enthaltene Lactusid A ist aber bewiesen wirksam.

 

Giftlattich kaufen

Konsumform & Lactucarium

So wohl die Blätter, Stiele und Blüten, wie auch der Milchsaft können eingenommen Giftlattich Extraktwerden und enthalten wirksame Alkaloide.
Der Milchsaft wird auch Lactucarium genannt und wird ähnlich wie das Opium aus dem Schlafmohn gewonnen. Genau wie beim Schlafmohn auch ist der Milchsaft weitaus potenter als die Pflanze an sich.
Das Lactaucarium kann man einfach in ein Getränk mischen und trinken oder sonst wie schlucken.

Die frischen Blätter kann man kauen, das getrocknete Pflanzenmaterial wird meist entweder zu einem Tee oder einem Extrakt verarbeitet.
Hierfür gibt man 5-20g auf einen Liter Wasser und lässt das Gebräu auf niedriger Stufe köcheln.
Nach etwa 10-20 Minuten ist der Tee fertig, möchte man ein Extrakt herstellen, lässt man das ganze noch länger kochen, etwa 1-2 Stunden.
Am Ende soll das Wasser verdampft sein und ein bräunlich bis schwarzes, dickflüssiges Extrakt übrig bleiben.
Um die Löslichkeit zu verbessern kann man Zitronensaft hinzugeben.

Auch das Rauchen ist möglich, eine leichte Wirkung kann definitiv erzielt werden. Der Geschmack des Rauches ist nicht unangenehm und kaum kratzig.
Man gibt den Lattich entweder in eine Bong, eine Pfeife oder einen Joint.
Er harmoniert auch gut mit anderen rauchbaren sedativ wirkenden Kräutern, wie Indica Cannabis, Mulungu oder Helmkraut.

 

Dosierung des Giftlattichs50x Giftlattich (Lactuca virosa) Extrakt

Wie schon gesagt ist die orale Dosis etwa 5-20g. Für eine leichte beruhigende Wirkung reichen 5g schon aus.
Gewinnt man das Lactucarium kann man hiervon 0,1-0,5g einnehmen.

Außerdem gibt es Giftlattich Extrakte zu kaufen, die ebenfalls mit etwa 0,1-0,5g dosiert werden – je nach der Stärke der Extrakte.

 

Gewinnung des Lactucarium

Auch die Gewinnung ist ähnlich wie beim Opium aus dem Schlafmohn (Papaver somniferum). Die oberen Teile der Pflanze, wie Blüten oder Stiele werden durchgeschnitten, der heraus tretende Milchsaft wird in ein Gefäß aufgefangen.
Man kann bei jeder Pflanze mehrere Male Lactucarium ernten, in dem man die Schnitte immer tiefer ansetzt.
Um genug zu gewinnen benötigt man natürlich jede Menge Pflanzen.

Giftlattich Mischkonsum / Kombinieren

Man kann den Giftlattich sehr gut in Kräutermischungen gebrauchen, die man als pflanzliches Schlafmittel verwendet.
Gut kombinierbare Pflanzen sind beispielsweise Hopfen (Humulus lupus), Baldrian (Valeriana officinalis), Lavendel (Lavendula angustifolia), Mulungu (Erythrina mulungu) oder Goldmohn (Eschscholzia californica).

Der Mischkonsum mit stark zentraldämpfenden Substanzen ist sehr gefährlich, wie bei der Überschrift „Nebenwirkungen und Risiken“ bereits beschrieben.
Man sollte den Stinklattich auf keinen Fall mit Alkohol, Benzodiazepinen, Opioiden o.ä. kombinieren!

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