Muskatellersalbei (Salvia sclarea) – Heilpflanze, Gewürz & legale psychoaktive Pflanze?

Muskatellersalbei (Salvia sclarea) – Heilpflanze, Gewürz & legale psychoaktive Pflanze?

Muskatellersalbei / Salvia sclarea Infos

Der Muskatellersalbei (Salvia sclarea) ist eine Salbei / Salvia Art, die im Muskatellersalbei / Salvia sclareaMittelmeerraum bis nach Asien vorkommt. Er ist Heilkraut, Gewürz und wurde auch wegen seiner leichten psychoaktiven Wirkung bereits seit langer Zeit eingesetzt.
Heutzutage wird die Wirkung des Muskatellersalbei öfter mit der von Cannabis verglichen, wobei sie natürlich deutlich subtiler & anders ist!

Besonders häufig wird der Muskatellersalbei, wenn man sich auf die Psychoaktivität dieses Salbeis konzentriert, in Zusammenhang mit Alkohol genannt.
So wurde Salvia sclarea früher dem Bier beigesetzt (anstelle des ebenfalls leicht psychoaktiven Hopfens (Humulus lupulus), der heute bekannt ist), außerdem ist der Muskateller-Wein bekannt.

In diesem Artikel möchte ich auf die Heilwirkung,auf die Rauschwirkung und die sonstige Verwendung des Muskateller-Salbei eingehen!
Muskatellersalbei ist nicht der einzige psychoaktive Salbei:

Andere Namen: Muskat-Salbei (Muskatsalbei), Scharlauch, Scharlei, Römischer Salbei, Weißer Muskatellersalbei, Clary (engl.)

 

Muskatellersalbei kaufen

Es handelt sich hier um Affiliate Links, beim Kauf könnt ihr das Bestehen von MagischePflanzen.de sichern und zahlt keinen Cent mehr!

 

Muskatellersalbei Inhaltsstoffe & Wirkstoffe

Diese Heilpflanze ist reich an ätherischem Öl, welches u.a. Linalylacetat, Linalool, Thujen, Germacren-D, Bicyclogermacren, Neroliacetat, Nerolidol,Copaen und Sclareol enthält.

 

Muskatellersalbei Wirkung

Muskatellersalbei als Rauschpflanze

Es gibt Berichte darüber, dass so wohl die Blüten, Blätter, als auch das ätherische Öl des Muskatellersalbei eine psychoaktive Wirkung auslöst. Häufig wird das Salbei (oder auch das Öl – indem man es auf ein Rauchkraut träufelt) geraucht oder verdampft.

Die Wirkung wird von manchen Konsumenten als ein wenig Cannabis-ähnlich beschrieben, wenn sie auch deutlich subtiler und unterscheidbar ist.
Es kommt zu einer Verbesserung der Stimmung oder sogar leichter Euphorie, einem antidepressiven Effekt, Appetitsteigerung, Steigerung der sexuellen Lust (es ist ein leichtes Aphrodisiakum) und leichter Entspannung.

Laut einem Bericht wirkt der orale Konsum von ätherischem Muskatellersalbei Öl noch stärker als das verdampfen (bei einer Dosierung von 4 Tropfen, gemischt mit einem Getränk), hier muss jedoch sehr auf die Dosierung geachtet werden, da zu große Dosen ätherisches Öl schädlich sein können!
Der erwähnte Berichte hält die Wirkung von oral konsumiertem ätherischen Öl für deutlich anders als die von inhalativ eingenommenen, der Konsument vergleicht die Wirkung nach der oralen Einnahme sogar mit der von Kratom (Mitragyna speciosa).

Manchmal wird der durch den Muskatellersalbei induzierte Rausch mit dem von Damiana (Turnera diffusa) verglichen (v.a. aufgrund der ähnlichen Wirkintensität).

 

Muskatellersalbei als Heilpflanze

Muskatellersalbei ist adstringierend (zusammenziehend), antiseptisch, appetitfördernd, antibakteriell, krampflösend, leicht schmerzstillend, tonisierend, verdauungsfördernd und menstruationsfördernd. Auch leicht antidepressiv und aphrodisierend!
Er hat Wirkung auf den Östrogen-Haushalt und wird volksmedizinisch außerdem bei Bluthochdruck, Impotenz, Insektenstichen, Migräne und Husten eingesetzt.

Die erste bekannte Aufzeichnung von der Verwendung des Salvia sclarea als Heilkraut ist bereits von 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Von den Römern wurde er damals unter anderem gegen Kopfschmerzen eingesetzt.

Äußerlich (zu einer Salbe verarbeitet) wurde das Heilkraut früher bei Hautproblemen und Akne eingesetzt, außerdem der Tee als Mundspülung.

 

Muskatellersalbei Nebenwirkungen & Risiken

In höheren Dosierungen sollte diese Pflanze nicht während einer Schwangerschaft eingenommen werden, die sie auf den Uterus einwirken kann!
Gerade vom Konsum des ätherischen Öls muss Abstand gehalten werden!

Das ätherische Öl kann, wenn es geraucht oder geräuchert wird, schnell verbrennen & (bei Räuchern auf Kohle oder wenn viel Öl angezündet wird) eine Stichflamme erzeugen.
Die orale Einnahme des ätherischen Öls kann außerdem Vergiftungen und Verätzungen erzeugen, wenn es unverdünnt oder zu hoch dosiert eingenommen wird.
Das Öl kann Augen & die Schleimhäute verletzen!

Wie bei jeder Pflanze kann es allergische Reaktionen geben.
Wird Muskatellersalbei als psychoaktive Pflanze eingenommen, sollte kein Auto gefahren & keine schweren Maschinen bedient werden.

Bei einer normalen Verwendung in üblichen Dosierungen kommt es üblicherweise zu keinen Nebenwirkungen.
Es sollte jedoch nicht mit Chloral Hydrat, Barbituraten und Benzodiazepinen gemischt werden, da es die sedierende Wirkung verstärken & Nebenwirkungen auslösen kann.
Auch der Mischkonsum mit Alkohol birgt Gefahren & die Wirkung des Alkohols kann verstärkt werden.

 

Muskatellersalbei Verwendung / Einnahme / Zubereitung

Muskatellersalbei Rauchen

Das getrocknete Kraut (bzw. die getrockneten Blüten) können einfach in einer Pfeife, Bong oder einem Joint geraucht werden. Übliche Dosierungen findet ihr bei der Überschrift „Muskatellersalbei Dosis“ in diesem Artikel.
Das Mischen mit anderen rauchbaren psychoaktiven Kräutern ist sehr beliebt, hierfür ist Salvia sclarea sehr gut geeignet. Mehr hierzu weiter unten bei der Überschrift „Mischkonsum / Kombinationen“!

Der Muskatellersalbei Rauch ist recht angenehm zu inhalieren, deutlich angenehmer als beispielsweise Kleinem Habichtskraut (Hieracium pilosella) oder gar Mulungu, jedoch meines Empfindens nach weniger angenehm als Echter Eibisch / Marshmallow (Alchaea officinalis). Vergleichbar in etwa mit Damiana (Turnera diffusa), wobei der Rauch einen etwas weniger starken Eigengeschmack als der Damiana-Rauch hat.
Wenn man die Pflanze selbst erntet & trocknet hilft es immer, sie etwas feuchter zu lassen, wenn man sie rauchen möchte, das macht es angenehmer (jedoch aufpassen, dass es nicht schimmelt).

Muskatellersalbei verdampfen

Natürlich kann der Muskatellersalbei, wie die meisten anderen Kräuter auch, ebenfalls verdampft werden. Dies ist deutlich gesünder für die Lunge, da weitaus weniger Schadstoffe entstehen!

Die Temperatur, bei der man Salvia sclarea verdampft, ist etwa 125-150°C.
Hierfür benötigt man einen guten Vaporizer mit einstellbarer Temperatur.

Muskatellersalbei in Wein

Früher war der Muskatellersalbei (v.a. dessen Blüten) ein häufiger Wein-Zusatz, er wurde darin eingelegt. Dies könnte die alkoholische Wirkung etwas verändert haben,unter anderem wegen des Thujen-Gehalts. Starker Muskatellerwein könnte ähnlich wie ein Absinth mit Wermut wirken, jedoch nicht identisch.

Auch heutzutage noch werden Salvia sclarea Blüten zur Aromatisierung von Wermutwein verwendet.

Muskatellersalbei Öl

Das ätherische Öl des Salvia sclarea wird sehr häufig verwendet. Es findet Anwendung in Parfums, in der Aromatherapie / als Duftstoff, oder zur Aromatisierung von alkoholischen Getränken wie Wein, Absinth oder anderen Schnäpsen.

Aus einem Kilogramm Muskateller-Salbei Kraut können etwa 8g ätherisches Öl gewonnen werden.

Desweiteren hat das Öl natürlich auch Heilwirkungen und kann (stark verdünnt) auf die Haut aufgetragen werden (siehe Überschrift „Muskatellerslabei Wirkung“). Hierfür kann es mit anderen Ölen gemischt, oder in eine Salbe gemischt werden.
Muskatellersalbei Öl ist also ein guter Inhaltsstoff in selbstgemachten pflegenden Salben!

Das Muskatellersalbei Öl kann außerdem auch geraucht oder oral konsumiert werden – hier muss jedoch sehr auf die Dosis geachtet werden und darauf, ob es sich um absolut reines (am besten Bio) Öl handelt.
Oral eingenommen muss es verdünnt werden und man sollte mit nur einem Tropfen beginnen, es muss sehr darauf geachtet werden, dass nicht zu viel eingenommen wird.
Geraucht werden 1-2 Tropfen auf ein Rauchkraut (wie Damiana (Turnera diffusa), Tabak oder Muskatellersalbei Kraut) aufgetragen werden, welches dann in Pfeife, Bong oder Joint geraucht, oder auch in einem Vaporizer verdampft wird.

Muskatellersalbei essbar?

Salvia sclarea ist ungiftig, man kann die Blüten oder Blätter roh & gekocht essen.
Die Blüten ist bspw. eine schöne, leicht süßliche, essbare Dekoration, die sich zum Beispiel gut in Obstsalat, normalem Salat oder auch zur Verzierung von Kuchen / Smoothies eignet.
Die Blätter können in Salat, Smoothie, Spinat, Gemüsepfannen etc. verwendet werden.

Muskatellersalbei als Zierpflanze & Bienenweide

Wegen des schönen Aussehens wird diese Salbei Art manchmal als Zierpflanze verwendet, dies ist sehr gut für die Bienen, da die Nektardichte recht hoch ist.
Salvia sclarea im Garten anzupflanzen ist also gut für die Gesundheit, für die Küche und für die Bienen!

Muskatellersalbei Dosis / Dosierung

Als Heilpflanze wird in einem Tee üblicherweise 2-5g pro Einnahme verwendet, für manche Einsatzgebiete wird auch eine Tagesdosis von 20g in einem Liter Tee (über den Tag hinweg getrunken oder auch als Mundspülung) angegeben.

Zu psychoaktiven Zwecken werden etwa 5-20g als Einzeldosis als Tee getrunken, oder aber etwa 1-3g geraucht oder vaporisiert.
Vom ätherischen Öl wird als Rauschdosis 1-4 Tropfen stark verdünnt eingenommen, dies kann jedoch zu Nebenwirkungen führen & darf nur getan werden, wenn das Öl rein & am besten biologisch ist.

 

Muskatellersalbei Mischkonsum / Kombinationen

Muskatellersalbei + Alkohol: Die Wirkung des Alkohols wird vermutlich verstärkt und auch etwas verändert. Manche berichten von einer stärkeren euphorischen, manche auch von einer mystischeren Wirkung.
Aus diesem Grund wurde es wohl auch zum Bierbrauen & als Wein-Additiv verwendet.
Man sollte den Alkohol vorsichtig dosieren, da es zu einer Wirkverstärkung kommen kann!

Muskatellersalbei + Cannabis: Auf diese Kombination schwören einige Menschen, sie empfinden eine gegenseitige Wirkverstärkung & Ergänzung der Effekt dieser psychoaktiven Kräuter. Es kann zu ephorischen und auch stärker psychedelischen Wechselwirkungen kommen.
Außerdem kann das Salvia sclarea Kraut als Tabak-Ersatz in Joints mit Cannabis verwendet werden, oder Cannabis & Muskatellersalbei können Zutäten für Rauchmischungen sein.

Muskatellersalbei + Damiana (Turnera diffusa): Auch diese Kombination ist recht beliebt und perfekt als Rauchmischung (auch noch mit anderen Kräutern, bspw. der Salbei, Damiana & Cannabis).
Die Wirkungen von Salvia sclarea & Damiana harmonieren gut, beide wirken bewusstseinsverändernd, manchmal leicht euphorisch und aphrodisierend.
Hier herrscht Synergie!

Muskatellersalbei + Afrikanisches Löwenohr (Leonotis leonurus) / Marihuanilla etc.: Dies ist auch eine synergistische Kombination und kann als mildere, subtilere Cannabis Alternative geraucht / verdampft werden.

Um Magischepflanzen.de zu unterstützen, würden wir uns freuen, wenn ihr diesen Artikel über Salvia sclarea kommentiert oder mit euren Freunden / beim Social Network eurer Wahl teilt! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Solve : *
6 ⁄ 6 =