Mexikanischer Stachelmohn (Argemone mexicana) – Legale Schlafmohn Alternative?

Mexikanischer Stachelmohn (Argemone mexicana) – Legale Schlafmohn Alternative?

Mexikanischer Stachelmohn (Argemone mexicana) – Infos zur psychoaktiven Pflanze

Der Mexikanische Stachelmohn (Argemone mexicana) ist ein aus Amerika Argemone mexicanastammendes, inzwischen auch in einigen Teilen Europas verbreitetes Mohngewächs (Papaveraceae) mit psychoaktiven Inhaltsstoffen.

Er hat eine Schlafmohn / Opium ähnliche Wirkung, diese ist jedoch deutlich weniger intensiv und euphorisch, da Argemone mexicana keine Opiate enthält.
Deswegen ist er auch weltweit legal!
Diese Pflanze wird als pflanzliches Aphrodisiakum, mildes Schlafmittel und Malaria-Heilmittel verkauft.

Es gibt auch einige medizinische Anwendungen, die auch die Maya schon entdeckten.

 

Mexikanischer Stachelmohn Wirkung

Die psychoaktive Wirkung der Argemone mexicana wird als euphorisierend, aphrodisierend und sedierend beschrieben.
Der euphorische Effekt soll vor allem beim Rauchen der getrockneten Blätter und Blüten eintreten, möchte man die Pflanze als Sedativum konsumieren nimmt man am besten den getrockneten Milchsaft.

Der Effekt des mexikanischen Stachelmohns ist eher körperlich und weniger psychisch.
Man fühlt sich entspannt und kann im Normalfall gut einschlafen.
In höheren Dosierungen kann eine Art „nodding“ einsetzen, das ist ein Traum-artiger, angenehmer Zustand.

Die Intensität der Wirkung ist deutlich geringer als die vom Schlafmohn und auch deutlich anders ausgeprägt.
Argemone mexicana enthält keine Opioide und wirkt dem entsprechend auch nicht mal annähernd so, wie Opioide (die ja im Schlafmohn enthalten sind) es tun.
Man darf also nicht mit der Erwartung an den Konsum dieser Pflanze ran gehen, dass man jetzt eine legale Opium Alternative vor sich hat!

Die Samen sollen leicht halluzinogen sein.

 

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Argemone mexicana als Heilpflanze

Als Heilpflanze wird diese Stachelmohn-Art volksmedizinisch bei Asthma und bei Augen- und Nierenproblemen eingenommen.
Desweiteren ist eine heilende Wirkung bei Malaria in einigen wissenschaftlichen Studien belegt worden!

Auch die psychoaktiven Wirkungen, nämlich die Sedierung und der aphrodisische Effekt zählen zu den heilenden Wirkungen dieser Pflanze.
Sie kann gegen Schlafstörungen und zur Steigerung der Libido (bzw. als natürliches Potenzmittel) eingesetzt werden.

Konsum von Argemone mexicana

Wie schon gesagt können so wohl die getrockneten Blätter, wie auch der Milchsaft konsumiert werden.
Manchmal werden auch die pulverisierten Wurzeln angeboten, diese können einfach in Leerkapseln (hier kaufbar) geschluckt werden!

Die Blätter werden entweder als Tee gekocht oder geraucht.
Für die Herstellung eines Tees gibt man etwa 1g getrockneten Mexikanischen Stachelmohn auf eine Tasse kochendes Wasser und lässt das ganze etwa 10-15 Minuten ziehen.
Anschließend wird das Pflanzenmaterial filtriert und der Tee wird je nach Geschmack noch gesüßt.

Der getrocknete Milchsaft kann geschluckt, oder auch, ähnlich wie Opium oder Giftlattich Extrakt, geraucht werden.
Hierfür wird er entweder in eine Pfeife gegeben und vorsichtig erhitzt, oder auf eine Alufolie gelegt die von unten mit einer Flamme erhitzt wird.
Der Rauch wird anschließend mit einem Röhrchen inhaliert.

Eine alternative Konsumform ist das Herstellen eines Argemone mexicana Extrakts.
Hierfür wird eine größere Menge Stachelmohn (etwa 50g auf 200ml) mit Wasser in einen Topf gegeben und bei niedriger bis mittlerer Temperatur 1-2 Stunden lang gekocht.
Dann wird das Pflanzenmaterial heraus gesiebt und ausgepresst und die wässrige Lösung wird im Topf bei niedriger Temperatur weiter reduziert, bis ein schwarzes, dickflüssiges Extrakt gewonnen wird.
Dieses Extrakt kann dann geschluckt oder, wie der Milchsaft, geraucht werden!

Auch die Samen werden manchmal wegen der halluzinogenen Wirkung konsumiert, dies ist allerdings mit Gefahren verbunden, da die in den Samen enthaltenen Wirkstoffe toxisch sein sollen.
Vom Konsum der Argemone mexicana Samen ist deshalb nur abzuraten!

 

Inhaltsstoffe des Mexikanischen Stachelmohns

In den Stängeln, Blätter und Samen:

Insgesamt etwa 0,1% Alkaloidgehalt, darunter Berberin und Protopin.
Außerdem die Isochinolinalkaloide Canadanin, Queilantifolin, Queleritrin, Esculerin, Meta-hydroxy-estilopin, Allocryptatopin, Tetrahydropalmatin und Reticulin.

In der Wurzel zusätzlich Coptesin, bis zu 0,099% a-Allocryptopin, Chelerythrin & Dihydrochelerythrin.

In den Samen außerdem die toxischen Alkaloide Sanguinarin und Dihydrosanguinarin

In den Blättern und Kapseln befindet sich noch N-Methylpavin („Argemonin„).

 

Mexikanischer Stachelmohn Dosis / Dosierung

Über die genaue wirksame Dosierung dieser Pflanze ist sehr wenig bekannt.
Wird ein Tee gekocht oder sie sonst wie oral eingenommen, benötigt man etwa 0,5-2g der getrockneten Blätter oder des Wurzelpulvers pro Einnahme für eine sedierende, aphrodisierende Wirkung.

Die Dosierung bei gerauchter Argemone mexicana ist unbekannt, wird aber etwa 0,4-2g betragen, das gleiche gilt fürs Vaporisieren.

Extrakte sind deutlich niedriger zu dosieren, je nach Stärke.

 

Nebenwirkungen und Risiken des Mexikanischen Stachelmohns

Akute Nebenwirkungen bei Überdosierung sind unangenehme Sedierung und Verwirrtheitszustände.

Diese Pflanze steht außerdem im Verdacht, bei extemer Überdosierung zu einer lebensgefährlichen Atemdepression oder anderen lebensgefährlichen Symptomen führen zu können, auch wenn es hierfür keine direkten Beweise gibt.
Dementsprechend sollte vorsichtig dosiert werden!

Eine geringe Suchtgefahr ist vorhanden, diese ist nicht mal annähernd so hoch, wie die beim Schlafmohn / Opium (da Mexikanischer Stachelmohn eben keine Opioide enthält). Sie ist vergleichbar mit der von Giftlattich, Mulungu oder Baldrian.
Als tägliches Schlafmittel sollte man Argemone mexicana nicht verwenden, auch weil die Inhaltsstoffe potentiell giftig sein könnten.

Die Argemone mexicana Samen sind toxisch und sollten nicht eingenommen werden.

Natürlich kann es, wie bei allen anderen Pflanzen auch, zu einer allergischen Überreaktion kommt. Man muss daher mit einer geringen Dosierung beginnen.

 

Anbau / Kultivierung der Argemone mexicana

Diese Stachelmohn-Art ist eine sehr robuste Pflanze mit eher wenigen Ansprüchen.
Sie kann in tropischem, subtropischem und gemäßigtem Klima gedeihen.

Die Aussaat der Samen findet im Frühjahr in sandigem Boden statt, viel Sonne wird bevorzugt.
Alternativ können sie auch in Samenbeeten vorgezogen werden. Die Pflanze ist mehrjährig.

Eine sehr interessante psycohaktive Pflanze & Heilpflanze für den eigenen „Schamanengarten“.
Mehr Infos zum Anbau von Rauschpflanzen findet ihr in diesem hervorragenden Buch von Kevin Johann, „Der Schamanengarten“ – hier kaufbar.

 

 

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2 Gedanken zu “Mexikanischer Stachelmohn (Argemone mexicana) – Legale Schlafmohn Alternative?

  1. Hi, ich habe das Zeug als Tee getestet und habe leichte angenehme gechillte Effekte gespührt. Ich muß aber auch sagen das ich momentan ein opiod Problem habe und deshalb die Wirkung natürlich nicht von einem ausgeglichen Körperhaushalt beurteilen kann. Ich werde aber die Pflanze zusammen mit Giftlattich als Extrakt zu Bekämpfung meiner Sucht benutzen. Es ist zwar eine Suchtverlagerung, aber die pflanzlichen Wirkstoffe beinhalten zusätzlich gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe, die zur Genesung beitragen. Außerdem weiß ich aus Erfahrung, das der Entzug von oral eingenommen Naturdrogen, nur halb so schlimm ist. Man muß die Pflanzen finden, die sich zum Teil an die selben Rezeptoren wie das Opiod binden und somit den Entzug schrittweise erleichtern. Hat der Körper sich an das pflanzliche Extrakt gewöhnt, ist das schon die Halbe Miete, denn das Opiod wurde durch das Extrakt ersetzt. Nun kann man in kleinen Schritten das Extrakt absetzen. Natürlich fordert das einen starken Willen und kämpferische Disziplin. Es wird nicht direkt klappen, doch wenn nicht aufgibt und die kleine positive Veränderug anerkennt,, wird einem klar das man es so, nach einiger Zeit schaffen kann. Es gibt noch weitere Pflanzen die für den chemichen Opiod Entzug hilfreich sind.

    Kräuter

    Z.B. Helmkraut, Mulungu, Kanna, Goldmohn, Kratom.. Alles Pflanzen die mich nur halb so stark abhängig machen. Mann kann es mit Tee versuchen oder mit einem Extrakt das man raucht oder oral einnimmt. Mit Netz verschiedene Anleitugen dazu.

    Extrakt

    Z.B. Legt die ausgewählten pulverisierten kräuter einen Monat in 40 Prozentigen Vodka, mit einem Spitzer Zitrone und schüttelt täglich diese Medizin. Dann erwärmt das ganze kurz auf Zimmertemperatur, gibt Natron dazu wenn ihr es rauchen wollt. Danach wird der Sud durch einen Kaffeefilter von den Pulver getrennt. Die Flüssigkeit in eine kleinen Teflonbehälter und an der Heizung verdunsten lassen. Diese entstandene Droge ist ein wirksamer Verbündeter, mit gesunden Inhaltstoffen und einer abgeschwächten Form des Opiod, das gute Dienste leistet im Kampf gegen das mutierte chemische Gift . Im Kampg gegen diese Drogen, muß man hart bleiben um zu gewinnen. Erinnert euch an eure Kindheit und die Dinge die ihr damals gerene ohne Drogen gemacht habt. Dazu noch regelmäßig Ausdauersport in der Natur, hilft ebenfalls körpereigene Drogen auszuschütten. Nehmt den Kampf an, denn ihr könnt es packen.

    Euer Rapthiel

    Peace

    • Hallo,
      vielen Dank für dein Kommentar, freut mich immer sehr wenn Leser längere Texte und Tipps hinterlassen!

      Ich wünsche dir viel Erfolg dabei dein Opioid-Problem in den Griff zu bekommen. Ich veröffentlichte einen Artikel mit natürlichen Hilfsmitteln gegen den Opioid Entzug (hier), vielleicht ist da noch was was du nicht kanntest.
      Gerade Schwarzkümmelöl und Magnesiumcitrat können die Entzugssymptome deutlich angenehmer machen!

      Liebe Grüße

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