Ashwagandha (Withania somnifera, Schlafbeere) – Vielseitige Rausch- und Heilfplanze

Ashwagandha (Withania somnifera, Schlafbeere) – Vielseitige Rausch- und Heilfplanze

Ashwagandha / Schlafbeere (Withania somnifera) – Vielseitige Rausch- und Heilpflanze!

Die Ashwagandha (Withania somnifera), auch Schlafbeere oder Winterkirsche genannt, ist eine weit verbreitete, sehr vielseitige psychoaktive Pflanze der Gattung Withania.
Sie wird in die aryuvedischen Medizin angewandt und ist auch in der europäischen Volksmedizin gut bekannt.
Es handelt sich bei Ashwagandha wirklich um eine tolle Heilpflanze, die etliche positive Wirkungen auf den Menschen zu haben scheint – die psychoaktive Wirkung ist mild, jedoch angenehm.

Ashwagandha ist weltweit vollkommen legal und freiverkäuflich!

In diesem Artikel möchte ich etwas mehr auf die Wirkung der Schlafbeere eingehen, insbesondere auf den psychoaktiven Effekt!

Andere Ayurveda-Pflanzen, über die ich bereits einen Artikel veröffentlichte:

Wir erwähnten Ashwagandha auch in unserer Liste mit 10 pflanzlichen Antidepressiva, zu der es hier geht!

 

Inhaltsstoffe von Ashwagandha

Die Wurzel enthält die meisten Wirkstoffe.
Dazu gehören die Alkaloide Nikotin, Tropin, Anaferin, Anahygrin, Withasomnin und Cuscohygrin.

Besonders wirksam scheinen die enthaltenen Withanolide (auch Steroidlactone genannt) Withaferin A, Withasomniferanolid, Somniwithanolid und Somniferanolid zu sein.
Withanolide sind in der Wurzel zu etwa 2,8% enthalten.

Auch die Früchte, Blätter und Blüten enthalten Wirkstoffe, wenn auch nicht so viele wie die Wurzel!

 

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Wirkung von Ashwagandha (Withania somnifera)

Die Wirkung ist, wie oben bereits gesagt, sehr vielseitig.
Bei höheren Dosen wirkt Ashwagandha ausgezeichnet als Schlaf- und Beruhigungsmittel.
Insgesamt ist die Schlafbeere als narkotisch wirkende Pflanze zu bezeichnen.

Die Gliedmaßen werden schlapp und taub, man wird oft etwas faul und entspannt sich lieber zuhause oder legt sich hin, anstatt großartig Aktivitäten auszuführen, wohl gemerkt bei hohen Dosen.
Stress wird reduziert, man fühlt sich sorglos und denkt nicht an seine Probleme.
Der abendliche Konsum soll für eine traumlose Nacht sorgen.

Geringere Dosierungen wirken hingegen nicht sedierend, sondern können sogar, paradox dazu, etwas energetisierend / aufputschend und stärkend wirken! Daher wird Withania somnifera als Tonikum (Stärkungsmittel) genutzt, in der Ayurveda wird es sogar fast als Allheilmittel empfunden.

Die psychoaktive Wirkung ist nicht so stark, wie beispielsweise die von Schlafmohn, Cannabis oder Koka, es handelt sich bei Withania somnifera eher um eine mild wirksame psychoaktive Pflanze.
Gerade in höheren Dosierungen kann der sedierende, entspannende Effekt jedoch durchaus sehr deutlich spürbar und auch angenehm sein!

Bei regelmäßigem Konsum gibt es außerdem eine antidepressive und stresslindernde Wirkung, weshalb Ashwagandha als pflanzliches Antidepressivum bezeichnet wird. Das Leben vieler Leute wurde durch die Einnahme der Schlafbeere verbessert, manche sind jedoch auch enttäuscht und spüren kaum eine oder keine Wirkung.
Man sollte jedenfalls nicht mit zu hohen Erwartungen an die Sache rangehen und bei schweren Depressionen & Stresserkrankungen immer auch einen Psychologen aufsuchen!

In der Ayurveda gilt Ashwagandha als Allheilmittel, er wird gegen etliche Krankheiten verwendet. Viele dieser Einsatzgebiete sind (noch) nicht wissernschaftlich belegt.
In der chinesischen Medizin wird statt Withania somnifera Ginseng verwendet, welcher ebenfalls gegen Stress wirkt!

Der Appetit wird durch diese Pflanze angeregt, auch eine aphrodisierende (die sexuelle Lust steigernde) Wirkung ist zu vernehmen, es handelt sich hier also um ein klassisches pflanzliche Aphrodisiakum und natürliches Potenzmittel.

 

Ashwagandha Nebenwirkungen & Risiken

Es handelt sich hier um eine sehr nebenwirkungsarme psychoaktive Heilpflanze, die bei der Einnahme einer normalen Dosis normalerweise keine Nebenwirkungen erzeugt.
In hoher Dosierung könnte es zu Übelkeit o.ä. kommen, dies ist jedoch auch eher selten.

Extrem selten kann es natürlich eine allergische Überreaktion geben, weswegen man, wenn man die Schlafbeere zum ersten Mal konsumiert, mit einer geringen Dosis beginnen soll.

Da Withania somnifera das Immunsystem anregt, dürfen Menschen mit Autoimmun-Erkrankungen diese Pflanze nicht einnehmen. Auch Schwangere und Stillende sollten von der Einnahme absehen.

Der Mischkonsum mit GABA-ergen Substanzen (wie Alkohol, Benzodiazepinen, Mulungu, Phenibut & Opioiden) könnte zu unangenehmen Nebenwirkungen führen oder in hohen Dosierungen sogar die Gefahr einer tödlichen Überdosierung steigern.

 

Ashwagandha als Heilpflanze

Neben der beruhigenden, schlaffördernden Wirkung und der naheliegenden Verwendung als Schlafmittel und Anti-Stressmittel wird die Winterkirsche noch gegen folgende Krankheiten eingenommen:

Alte Menschen nehmen sie gegen Altergebrechen und Impotenz.
Ashwagandha senkt den Cholisterin- und Blutzuckerspiegel.
Das Stress-Hormon Cortisol wird gehemmt, es kommt auch zu einer anxiolytischen (angstlösenden Wirkung), auch der antidepressive Effekt zählt zu den Heilwirkungen.

Äußerlich (oder auch innerlich) wirkt sie entzündungshemmend, außerdem stärkt sie das Immunsystem und hilft, wenn sie als Tonikum regelmäßig eingenommen wird, Krankheiten vorzubeugen.

 

Ashwagandha Dosis / Dosierung

Wie hoch man Withania somnifera dosiert kommt drauf an, welche Wirkung man erzielen möchte.
Die mögliche Dosierungsspanne ist hoch, so wird traditionell 0,25-10g der getrockneten Wurzel als Einzeldosis eingenommen.

3-10g sind eine gute beruhigende, angstlösende und stresslindernde Dosierung.

Als Tonikum (diese Heilpflanze muss hier über mehrere Tage hinweg täglich eingenommen werden) dosiert man es niedriger, also 0,5-2g.

Es gibt Ashwagandha Extrakte, die deutlich niedriger zu dosieren sind.
Je nach Stärke reichen hier schon 50-200mg, oder einige Tropfen bei einer Tinktur.

Konsum von Ashwagandha

Aus dem oberirdischen Kraut (also den Blättern und Blüten) der Pflanze kann man sich einen Tee kochen.

Ebenso aus der Wurzel – man lässt sie hierfür für etwa 5-10 Minuten in heißem Wasser ziehen.
Hier geht etwas des Wirkstoffes verloren. Effektiver ist das Einfüllen in Leerkapseln – hierfür muss die Wurzel am besten zunächst mit einer Küchenmühle oder einem Grinder pulverisiert werden.

Traditionell verbreitet ist das Kochen der Wurzel in Milch mit Honig. Das Getränk ein paar Minuten zu behitzen genügen.
Der Geschmack ist hier recht angenehm!

Ashwagandha Extrakt wird meist in Kapseln angeboten.

Wenig bekannt ist über das Rauchen oder Räuchern der Schlafbeere – möglich ist es aber allemal.
Ein schamanischer Stamm benutzt Withania somnifera Wurzel als Räucherstoff gegen Zahnschmerzen!

Natürlich funktioniert auch das Vaporisieren, hier sind mir jedoch keine Angaben zur benötigten Temperatur bekannt. Vaporisieren ist natürlich weitaus gesünder für die Lunge, als Rauchen oder auch Räuchern.

Gute Vaporizer könnt ihr hier kaufen!

Möchte man die Pflanze als entzündungshemmende Salbe äußerlich anwenden, werden die Blätter, Wurzel (und selten auch die Früchte) mit etwas Wasser zu einer Paste zerstampft.
Genau so machen es auch sehr viele naturverbundene Stämme seit vielen Jahrhunderten.

In hohen Dosen als Schlafmittel, Aphrodisiakum o.ä. reicht eine einmalige Einnahme der Schlafbeere.
Geringere Dosierungen zur Anwendung als Heilpflanze oder Tonikum müssen über Tage oder Wochen hinweg täglich zwei mal eingenommen werden!

 

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5 Gedanken zu “Ashwagandha (Withania somnifera, Schlafbeere) – Vielseitige Rausch- und Heilfplanze

  1. Im suedl. Afrika (da bin ich zuhause) gilt die Pflanze als GIFTIG, die engl. Volksnamen Poisonous Gooseberry (giftige Stachelbeere) und Deadly Nightshade (toedlicher Nachtschatten) weisen darauf hin.

    Eine zusaetzliche Heil- oder wenigstens Besserungsmoeglichkeit (wird behauptet) ist die Einnahme von Tee/Tonikum/Kapseln bei Schilddruesenunterfunktion. Das wuerde mich interessieren.

    • Sehr interessant, weißt du ob es da Vergiftungsfälle gab oder wieso sonst?
      Wüsste nicht mal, dass eine hochdosierte Ashwagandha Gabe giftig sein könnte.

      Zur Schliddrüsenunterfunktion kann ich leider nichts sagen.

      Liebe Grüße!

    • Anka Eichhoff,
      Deadly Nightshade ist die volkstümliche Bezeichnung für Atropa belladonna und nicht für Ashwagandha (Withania somnifera), auch wenn Ashwagandha zu den Nachtschattengewächsen gehört.
      Die Pflanze ist als leicht giftig eingestuft, was aber nur für den Rohverzehr gilt.

    • Guten Tag,

      da habe ich wohl wirklich einen Fehler gemacht, das ist bei Dosisangaben immer besonders bitter. Sorry dafür, habe es verbessert!

      LG

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