Brahmi (Bacopa monnieri) – Ayurveda Heilpflanze, pflanzliches Antidepressivum & Opioid Booster

Brahmi (Bacopa monnieri) – Ayurveda Heilpflanze, pflanzliches Antidepressivum & Opioid Booster

Brahmi (Bacopa monnieri) Infos

Brahmi (Bacopa monnieri, auch Kleines Fettblatt) ist eine in tropsichen & subtropischen Brahmi (Bacopa monnieri)Gebieten verbreitete Heilpflanze, die in der Ayurveda (der indischen Volksmedizin) verwendet wird und nun auch immer mehr in Europa Fuß fässt.

Die Pflanze wird vielfältig angewendet, auch wenn wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit eher rar sind. Brahmi gilt als Anti-Aging-Pflanze, als Tonikum, natürliches Antidepressivum, Nootropikum, Beruhigungs- / Schlafmittel und senkt sogar die Opioid-Toxizität & scheint die Wirkung von Opioiden zu verstärken.

In diesem Artikel möchte ich einige Infos über diese interessante Heilfplanze zusammenfassen und auch auf die Verwendung von Brahmi mit Opioiden eingehen.
Weitere Ayurveda-Pflanzen, über die ich schon einen Infoartikel veröffentlichte:

Brahmi kaufen

 

Brahmi Wirkung

Bacopa monnieri in der Ayurveda

In der indischen Medizin wird Brahmi gegen Stress, Nervosität, Schlaflosigkeit, Hyperaktivität, Psychosen & Neurosen, Neuralgien, Demenz, Diabetes, Epilepsie, Asthma, Bronchitis, Herzerkrankungen, Hautkrankheiten, Regelschmerzen, zur Steigerung der Konzentration & des Gedächtnisses.

Heilpflanze Brahmi / Verwendung bei uns

Hierzulande wird Bacopa monnieri häufig gegen Stress und Depression und zur Gedächtnisverbesserung genutzt.
Die Gedächtnissteigerung wurde sogar in einer Studie mit alten Menschen nachgewiesen!

Recht sicher ist, dass Bacopa monnieri eine hormonstimulierende Wirkung hat, außerdem ist es antioxidativ (und damit neuroprotektiv / zellschützend & Vorbeugend gegen Krebs), fiebersenkend, entzündungshemmend, angstlösend, nootropisch (leistungssteigernd), blutdrucksenkend, cholinerg, fungizid (bei einigen Schimmelpilzen) und beruhigend.
Es wird gegen Wassereinlagerungen & Hautentzündungen eingesetzt.

Brahmi & Opioide

Ein besonderer Wirkaspekt ist, dass Bacopa monnieri wohl die Opioid-Toxizität senken, die Opioidwirkung verstärken und eventuell bei Opioid-Entzug helfen & die Opioid-Toleranz senken soll.

Vermutlich wirkt Bacopa monnieri auf die Opioid Rezeptoren, jedoch nicht so stark, dass man es als Opioid einstufen könnte.

Die Verringerung der Toxizität durch eingenommene Opioide wurde in einem Tierversuch an Ratten bestätigt (wir sind gegen Tierversuche!).
Dass Brahmi die Opioidwirkung verstärkt wird von einigen Konsumenten so empfunden. Über die Nutzung von Brahmi bei einem Opioidentzug gibt es bislang keine Erfahrungen, eine Wirksamkeit ist jedoch möglich!

Weitere Opioid Verstärker / Toleranzsenker (in diesem Fall am Beispiel Kratom) findet ihr hier!

 

Brahmi Nebenwirkungen & Risiken

In einem Tierversuch wurde festgestellt, dass die tägliche Einnahme von hohen Dosierungen über einen Monat hinweg zu einer Verschlechterung der Sperma-Qualität in männlichen Tieren sorgte.

Da es sich um hierzulande keine allzu verbreitete Pflanze handelt, könnte es unbekannten Risiken & Wechselwirkungen geben, weshalb Brahmi immer nur maximal 8 Wochen konsumiert werden sollte, daraufhin sollte eine Pause eingelegt werden.

Es gibt Wechselwirkungen mit verschiedenen Medikamenten, bspw. Beruhigungsmittel, Opioide, Cytochrom-P450-Enzyme, Schilddrüsen-, Glaukom- & Alzheimer-Medikamente, Kalziumblocker, Koffein und Phenytoin.

Die Einnahme extrem hoher Dosierungen Brahmi kann vermutlich zum Tode führen!

 

Brahmi Inhaltsstoffe

Brahmi ist reich an Flavonoiden, Saponinen (z.B. Bacosid A & B), Triterpenen und Phytosterinen und enthält auch Betulsäure.
Außerdem wurden in der Vergangenheit Alkaloide in der Bacopa monnieri nachgewiesen, u.a. Brahmin und Herpestin.

 

Brahmi Dosis / Dosierung

Das getrocknete Bacopi monnieri Kraut wird täglich mit etwa 3-5g dosiert, die getrocknete Wurzel mit 0,5-2g, das Extrakt (je nach Stärke) mit etwa 0,1-0,5g und der gepresste Frischsaft aus den Blättern mit 10-20ml.
In einem Tee werden üblicherweise 2-4 Teelöffel Kraut verwendet.

 

Brahmi Zubereitung / Einnahme

Damit Bacopa monnieri gut wirksam ist, sollte man es über einen längeren Zeitraum hinweg täglich einnehmen. Die übliche Therapiedauer ist etwa 3-8 Wochen, daraufhin sollte eine Pause von mindestens 2-4 Wochen eingehalten werden.

Häufig wird Bacopa monnieri getrocknet und pulverisiert verkauft, es liegt dann als grünes Pulver vor. Es sind so wohl Wurzeln als auch das Kraut in Umlauf, wobei die Wurzeln etwas potenter sind. Der Geschmack ist sehr intensiv bitter und erinnert an salzige Speisen (mich erinnert es an Tütchen-Tomatensuppe).
Aus diesem Grund werden viele nicht glücklich damit sein, das Brahmi einfach in ein Getränk zu rühren, da der Geschmack sehr intensiv durchkommt. Um den negativen Geschmack zu lindern, kann man Brahmi in Kaba (wir empfehlen Pflanzenmilch statt Tiermilch) rühren.
Möchte man den Geschmack komplett umgehen, füllt man das pulverisierte Brahmi am besten in Leerkapseln.

Aus den getrockneten Blättern kann auch ein Tee hergestellt werden, das Schlucken des Pulvers ist jedoch wirksamer, bei einem Tee muss man die Pflanze etwas höher dosieren, da Wirkstoffe verloren gehen.

In Ländern, in denen das Kleine Fettblatt wild wächst, wird außerdem ein Saft aus den Blättern gepresst, der dann getrunken wird. Dort werden auch die frischen Blätter in die Ernährung eingebaut.
Der Brahmi Saft wird in Indien gemeinsam mit Indischem Kalmus (Acorus calamus) & Galgant (Alpinia officinarum) mit Butter vermengt, Pirami Ney genannt und als Medizin gegen Nervosität, Krämpfe, Gedächtnisschwäche und sogar Delirium eingesetzt.

Außerdem gibt es auch Brahmi Extrakt zu kaufen, bspw. eine alkoholische Brahmi Tinktur. Von dieser werden dann einige Tropfen täglich in ein Glas Wasser o.ä. gerührt.

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