Ditabaum (Alstonia scholaris) – Tonikum, Aphrodisiakum und MAO-Hemmer

Ditabaum (Alstonia scholaris) – Tonikum, Aphrodisiakum und MAO-Hemmer

Ditabaum (Alstonia scholaris) – Tonikum, Aphrodisiakum und MAO-hemmend

Der Ditabaum (Alstonia scholaris) ist ein in Indien weit verbreiteter Baum, der für medizinische und psychoaktive Zwecke konsumiert wird.
Er ist zum einen für aphrodisierende, potenzsteigernde Effekte, zum anderen für enthaltene MAO-Hemmer und auch als Tonikum (Stärkungsmittel) bekannt.Ditabaum (Alstonia scholaris)

Wegen der potenzsteigernden Wirkung haben wir diese Heilpflanze bereits in unserem Artikel 10 pflanzliche Potenzmittel erwähnt! (klick)

So wohl die Rinde, wie auch die Samen können konsumiert werden.
Hierzulande wird Alstonia scholaris auch als Verdünnung in der (wissenschaftlich nicht gesicherten) Homöopathie angewendet!

Der Ditabaum gilt in Indien bei den Stammesvölkern als bösartig und wird dort gemieden. Früher wurde er zur Herstellung von Pergament verwendet.

Vorsicht: MAO-Hemmer sind sehr gefährlich und können normale Lebensmittel zu giften machen!

Andere Ayurveda-Pflanzen, über die ich bereits einen Artikel veröffentlichte:

 

Synonyme und andere Namen von Alstonia scholaris

  • Echites malabarica
  • Echites scholaris
  • Devil Tree
  • Weißquirlbaum
  • Chatian
  • Milky pine
  • Pala
  • Satvin

 

Ditabaum Samen kaufen

Anwendung und Zubereitung des Ditabaumes

In der Ayurveda wird die Rinde von Alstonia scholaris zusammen mit Reis gekocht, wenn es für medizinische Zwecke eingenommen wird.

Die aphrodisierende und MAO-hemmende Wirkung tritt erst beim Konsum der Ditabaum Samen ein, da nur in diesen die psychoaktiven Wirkstoffe enthalten sind.

Die traditionelle Zubereitung der Samen ist, dass die gewünschte Dosierung zerstoßen und über Nacht in Wasser eingelegt werden.
Dann werden die Samen abfiltriert und das Gebräu wird getrunken.
Auch die Blätter werden manchmal für medizinische Zwecke verwendet, so z.B. Als Tinktur / Salbe, die äußerlich auf Geschwüre aufgetragen wird.
Der Milchsaft enthält ebenso Wirkstoffe.

Experimentell kann Alstonia scholaris wegen den enthaltenen MAO-Hemmern als Ayahuasca Zutat gemeinsam mit DMT-haltigen Pflanzen (klick für eine umfangreiche Liste!) vermischt werden, um das DMT oral wirksam zu machen. Dies ist jedoch potentiell sehr gefährlich, vielleicht harmonieren die Ditabaum Wirkstoffe nicht gut mit DMT. Es könnte sogar lebensgefährliche Wechselwirkungen geben, man findet noch keine Erfahrungsberichte dazu.

 

Wirkung des Ditabaums

Die Samen wirken leicht MAO-hemmend, dementsprechend muss mit der Dosierung aufgepasst werden und eine Tyramin und Tyrosin arme Diät eingehalten werden.
Die aphrodisierende Wirkung ist deutlich spürbar und steigert so wohl die Libido und die sexuelle Lust, wie auch die Potenz und die männliche Leistungsfähigkeit, der Orgasmus wird verzögert und tritt später ein.

Es gibt sehr wenige Erfahrungsberichte zum Konsum des Ditabaums zu psychoaktiven Zwecken! In unserer Kultur ist es kaum bekannt, dass Ditabaum Samen berauschend, aphrodisierend und MAO-hemmend wirken. Es kann also auch zu unerwarteten Wirkungen kommen.

Die Rinde wird in der Ayurveda als Tonikum (Stärkungsmittel) eingenommen, unter anderem auch gegen Malaria, Fieber, Unterleibskrämpfen, Durchfall, Verdauungsproblemen, Lepra, Tumoren, Hautkrankheiten, Geschwüren, Asthma, Bronchitis und Altersgebrechlichkeit.
Diese medizinischen Wirkungen sind nicht alle nachgewiesen worden, eine heilende Wirkung bei Malaria z.B. wurde es aber schon.

 

Ditabaum Nebenwirkungen und Risiken

Die enthaltenen MAO-Hemmer können potentiell gefährlich / giftig werden, man sollte Ditabaum Samen nicht gemeinsam mit Tyramin oder Tyrosin haltigen Lebensmitteln, Koffein, Alkohol oder anderen Drogen konsumieren. Weiter unten findet ihr eine (nicht vollständige) Liste mit zu meidenden Lebensmitteln.

Es gibt den Verdacht, dass ein hochpotentes Extrakt toxisch auf die Zellen wirkt, dementsprechend darf man nicht zu hoch dosieren und sollte Alstonia scholaris nicht dauerhaft einnehmen.

Werden zu viele Ditabaum Samen eingenommen können Krämpfe und eventuell unangenehme Halluzinationen auftreten, in extremen Überdosierungen könnte es auch zum Tod kommen!

Es gibt recht wenige Berichte zum Konsum dieser Baumsamen, weswegen es auch unbekannte Nebenwirkungen geben kann. Vom Konsum ist daher abzuraten.
Allergische Überreaktionen könnten auftreten, deswegen muss mit einer sehr niedrigen Dosis begonnen werden.
Schwangere & Stillende dürfen die Samen nicht einnehmen.

Nimmt man MAO-Hemmer ein, können sonst absolut ungefährliche Lebensmittel zu potentiell tödlichem Gift werden!
Beim Konsum muss also eine strikte Diät eingehalten werden.
Diese muss mindestens 24h vor der Einnahme und 24h nach der Einnahme durchgehalten werden, zu den zu meidenden Nahrungsmitteln zählen (NICHT ausschließlich, weitere genaue Recherche ist dringend notwenig – ich gebe kein Gewähr):

  • Tee, Kaffee und andere koffeinhaltige Pflanzen und Getränke
  • Gereifter Käse
  • Hefeextrakt
  • Wein
  • Unpasteurisiertes Bier
  • Tofu, Tempeh, Soja
  • Sauerkraut
  • Schokolade & Kakao

Desweiteren darf man keine Drogen gemeinsam mit MAO-Hemmern einnehmen, wenn man sich nicht vorher genauestens über die Gefahren des Mischkonsums informiert hat.
Zu Drogen zählen auch Alkohol und Koffein!

 

Alstonia scholaris Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe der Ditabaum Rinde:

  • Ditamin
  • Echitamin
  • Echitenin

Inhaltsstoffe der Ditabaum Samen:

Die Indolalkaloide:

  • Ditamin
  • Echitamin
  • Echitenin
  • Alstovenin
  • Venenatin
  • Chlorogenin
  • Reserpin

und:

  • Cholorogensäure

 

Ditabaum Samen Dosis / Dosierung

Genaue Dosisangaben existieren nicht, die Wirkstoffe könnten in den Samen recht stark schwanken.
In der Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen wird eine Dosis von 2-3g angegeben, wobei man sich dann noch sehr langsam steigen kann (mindestens 1 1/2 Stunden nach Einnahme der Samen abwarten, wie stark die Wirkung ausfällt, bevor man nachlegt!).

Am besten, man beginnt mit maximal 0,1g (oder sogar noch weniger) um auszutesten, wie der Körper auf so geringe Mengen der enthaltenen Wirkstoffe reagiert.

Eine Überdosis kann höchst unangenehm (wie schon bei der Überschrift „Nebenwirkungen & Risiken“ beschrieben) und auch toxisch & gefährlich sein. Dementsprechend vorsichtig muss mit dieser Pflanze umgegangen werden!

 

Um Magischepflanzen.de zu unterstützen, würden wir uns freuen, wenn ihr diesen Artikel über den Ditabaum kommentiert oder beim Social Network eurer Wahl teilt! 🙂

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