Sassafras (Sassafras albidum) – Gewürz, Ecstasy ähnliche psychoaktive Pflanze & Heilpflanze (Infos)

Sassafras (Sassafras albidum) – Gewürz, Ecstasy ähnliche psychoaktive Pflanze & Heilpflanze (Infos)

Sassafras (bzw. der Sassafrasbaum / Fenchelholzbaum Sassafras albidum) ist ein in Nordamerika verbreiteter Baum, der als Aromastoff in der Küche verwendet und auch als psychoaktive Pflanze bereits seit vielen Jahrhunderten (oder gar Jahrtausenden) von Indianern gebraucht wird.

Sassafras (Sassafras albidum)
Quelle

Der psychoaktive Inhaltsstoff des Sassafras ist Safrol, ein Stoff der auch als Grundstoff für die MDMA Synthese genutzt werden kann, also dem Ecstasy Wirkstoff.
Und tatsächlich hat bereits Safrol eine Wirkung, die mit MDMA vergleichbar ist (wenn auch deutlich weniger intensiv und als weniger positiv empfunden). Auf die Rauschwirkung werde ich in diesem Artikel genauer eingehen!

Außerdem ist Sassafras ein intensiv riechender und schmeckender Aromastoff und auch eine Heilpflanze, die in der südamerikanischen Volksmedizin gebraucht wurde / wird.

Der Hauptwirkstoff Safrol kommt übrigens auch in der Muskatnuss (Myristica fragrans) vor, dem berühmten psychoaktiven Gewürz. Muskatnuss enthält jedoch noch andere Alkaloide, wirkt anders und ist noch gefährlicher als der Sassafras!

Andere Namen: Fieberbaum, Nelkenzimtbaum

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Sassafras Inhaltsstoffe

Der gesamte Baum enthält ätherisches Öl, welches zu 70% aus Safrol besteht.
Das ätherische Öl in der Wurzelrinde enthält sogar zu 80-90% Safrol.
Es ist etwa 1-9% ätherisches Öl in der Wurzelrinde enthalten!

Des Weiteren zählen zu den Inhaltsstoffen des Sassafrasbaums Kampfer, Asaron (wie in Kalmus / Acorus calamus), Lignan, Pinen, Eugenol, Estragol, Elemicin, Myristicin, Apiol, Harze und einige Alkaloide (bspw. Aporphin- und Benzylisochinolinderivate) und Tannine.

Sassafras Wirkung

Sassafras psychoaktive Wirkung

Das Safrol wirkt stimulierend (aufputschend), aphrodisierend (luststeigernd), empathogen (Empathie-steigernd), stimmungsaufhellend bis hin zu ephorisch, verändert die Wahrnehmung (bspw. die Musik- und Farbwahrnehmung). Trotz der Stimulation kann es auch zu einer entspannenden Wirkung kommen (vor allem bei geringeren Dosierungen), bei der man sich gerne hinlegt, jedoch normalerweise nicht schlafen kann.

Die Wirkung wird öfter mit der von MDMA (also XTC / Ecstasy) verglichen, wobei sie deutlich weniger intensiv und weniger angenehm ist.
Sie ist außerdem nebenwirkungsreicher und potentiell auch gefährlicher (wegen der Nierenreizung und der potentiellen Krebserzeugung / -begünstigung), weswegen Sassafras nicht vorbehaltlos als legaler, pflanzlicher Ecstasy Ersatz bezeichnet werden kann.

 

Sassafras Heilwirkungen

Die Verwendung als Heilpflanze ist offiziell nicht zugelassen und nur in der Volksmedizin verbreitet, wobei sie hierzulande auch dort keine verbreitete Heilpflanze ist.
Wegen der potentiellen Schädlichkeit des Safrols ist die Nutzung sehr riskant und kann zu mehr Schäden als Heilwirkungen führen!

Angeblich soll Sassafras bei der Regeneration nach einer überstandenen Krankheit helfen, außerdem ist sie schmerzstillend, verdauungsfördernd, antiseptisch, entzündungshemmend und schweißtreibend.
In der Volksmedizin wurde Sassafras gegen Menstruationsbeschwerden, Fieber, Insektenstiche & Läuse (äußerlich), Blähungen, Harnwegserkrankungen, Rheuma, Syphilis, Tripper und Arthritis angwendet.

Angeblich soll Sassafras die erste Heilpflanze sein, die von Amerika (nach der Entdeckung durch spanische Kolonialisten) nach Europa kam.

Sassafras Nebenwirkungen & Risiken

Schwangere dürfen Sassafras auf keinen Fall einnehmen! Früher wurde es für Abtreibungen genutzt, es kann also zu Fehlgeburten kommen.

In Tierversuchen wurde eine krebserzeugende Wirkung des enthaltenen Safrol festgestellt, welche jedoch natürlich nicht eins zu eins auf den Menschen übertragbar ist.
Dennoch sollte man vorsichtshalber davon ausgehen, dass zu häufiger oder zu hoch dosierter Konsum von Sassafras Krebs auslösen könnte.

Außerdem ist die Pflanze Nieren-reizend und kann zu Nierenschäden führen.
Menschen mit schwachen Nieren sollten generell vom Safrol Konsum absehen!

Akute Nebenwirkungen bei zu hohen Dosierungen sind Übelkeit, Erbrechen, Dehydrierung, Kreislaufprobleme bis hin zum Kollaps, erweiterte Pupillen, Schwindel und mehr. Die Körpertemperatur wird häufig gesteigert, weswegen man sich nicht überanstrengen und, wenn man tanzt, immer mal wieder Pausen machen sollte!
Wegen der Dehydrierung muss regelmäßig genug Wasser getrunken werden, darauf muss gesondert geachtet werden, da Hunger und Durst gemindert sein können.

Nach dem Konsum höherer Dosierungen (sodass eine psychoaktive Wirkung einsetzte) kann es zu einem Kater / negativen Nachwirkungen kommen.
Dies kann schlechte Laune, Antriebslosigkeit, Unruhe oder depressive Verstimmungen bedeuten.

 

Sassafras Zubereitung / VerwendungSassafrasbaum / Sassafras (Sassafras albidum)

Sassafras als psychoaktive Pflanze

Die Zweige wurden / werden von Indianern als Kauhölze verwendet, vermutlich nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch wegen der leicht psychoaktiven Wirkung.
Außerdem stellten Indianer einen Tee aus verschiedenen Teilen des Sassafrasbaums her, der für die Effekte getrunken wurde / wird.

Für die psychoaktive Wirkung wird entweder ätherisches Sassafras Öl eingenommen (welches jedoch mit Wasser verdünnt werden muss!), oder ein Tee aus den Teilen des Sassafrasbaumes hergestellt.
Am potentesten ist die Wurzel (bzw. die Wurzelrinde), es können jedoch auch Blätter, Rinde & Holzstücke als Tee gekocht werden.

Auch das Kauen der frischen Wurzel oder der Zweige ist verbreitet.

Sassafras rauchen

Seltener als Sassafras Tee wird über das Rauchen der Sassafras Wurzel, des Holzes, der Rinde oder der Blätter berichtet.
Es gibt dennoch einige Erfahrungsberichte, laut denen Menschen beim Inhalieren vom Sassafrasbaum eine recht intensive psychoaktive Wirkung verspürten.

Die getrockneten Pflanzenteile (am besten natürlich die Wurzeln, wobei auch schon von einer guten Wirkung beim Rauchen des Holzes berichtet wurde) werden zerkleinert und in einer Pfeife, einer Bong oder auch einem Joint geraucht.
Am besten mischt man die holzigen Pflanzenteile mit anderen Rauchkräutern, um das Abbrennverhalten zu verbessern. Man könnte hierfür natürlich auch getrocknete Sassafras Blätter verwenden, oder halt bspw. Echten Eibisch (Althaea officinalis), Damiana (Turnera diffusa), Afrikanisches Löwenohr (Leonotis leonurus), Blauer Lotus (Nymphaea caerulea) oder Muskatellersalbei (Salvia sclarea).
Nutzt für diese Rauchmischung andere psychoaktive Pflanzen, können interessante synergistische Effekte erzeugt werden.

Beim Rauchen treten die Effekte wohl nach etwa 5 Minuten ein, sollen jedoch innerhalb der ersten 20 Minuten nach dem Inhalieren verstärkt werden und 1-3 Stunden anhalten.

 

Sassafras als Heilpflanze

Heutzutage ist nur die äußerliche Anwendung noch als risikofrei angesehen.
Gegen Insektenstiche, Läuse etc. werden Wickel hergestellt, oder Sassafras wird als Badezusatz genutzt.

Für die innere Anwendung könnte ein gering dosierter Tee gekocht werden, was jedoch Nebenwirkungen haben kann! Auch das verdünnen des ätherischen Öls in Wasser ist möglich.

 

Sassafras in Lebensmitteln

Aus der Sassafras Wurzelrinde wurde früher Root Beer hergestellt, der charakteristische Geschmack dieses amerikanischen Getränks stammt von dieser Pflanze.
Wegen der potentiellen Schädlichkeit des Safrols wurde dies jedoch verboten, inzwischen ist im Root Beer kein bisschen Sassafras mehr enthalten.

Im US-Staat Lousiana wird von den dortigen französisch-stämmigen Menschen aus den Blättern des Sassafrasbaum das Filé Pulver hergestellt, welches als Gewürz und Bindemittel genutzt wird

 

Sassafras ätherisches Öl

Die Gewinnung des Safrol-haltigen Öls geschieht durch Wasserdampfdestillation.
Dieses Öl ist in der EU und der Schweiz nicht frei verkäuflich, da es dem Grundstoffüberwachunsgesetz untersteht, da es für illegale MDMA Synthese gebraucht werden kann.

Es ist Sassafras Öl in Umlauf, bei welchem das Safrol entfernt wurde.
Das mindert natürlich das Aroma enorm.

 

Sassafras als Aromastoff

Als Aromastoff wird das ätherische Sassafras Öl bspw. in Zahnpastas genutzt, außerdem ist es öfter mal in Parfums und anderen duftendern Kosmetika verarbeitet.
Wegen des Aromas und eventuell auch der psychoaktiven Wirkung wurde Sassafras früher als Tabakzusatz genutzt.

Sassafras Dosierung / Dosis

Für die medizinische (nicht zugelassen & riskante) Anwendung werden etwa 1-2,5g der Wurzel verwendet, oder aber 1-2 Tropfen ätherisches Sassafras Öl, die mehrmals täglich eingenommen werden.
Vom Holz (also nicht der Wurzel) werden etwa 2,5-5g für einen Tee genutzt.

Für eine psychoaktive Wirkung werden etwa 20-30g der Wurzel als Tee gekocht oder 100-200mg ätherisches Öl eingenommen.
Dies ist jedoch keineswegs ein sicherer Dosisbereich, es kann schnell zu Nierenreizung & Nebenwirkungen kommen!
Sollte keine Wirkung eintreten, darf die Dosis nur sehr vorsichtig und langsam gesteigert werden, man muss sich immer der Gefahren bewusst sein!

Sassafras Rechtslage

In der EU und der Schweiz dürfen Safrol-haltige Extrakte und das ätherische Sassafras-Öl nicht verkauft werden, bzw. nur mit Sondergenehmigung, da es als Grundstoff für die MDMA & MDA Synthese gilt.

Das Aromatisieren von Lebensmitteln, Tabak & co. ist seit 1981 in Deutschland verboten.

Die unverarbeitete Pflanze unterliegt nicht dem BtMG und ist daher legal, solange sie nicht zum Konsum bestimmt ist.
Dennoch werden Sassafras Pflanzenteile nur sehr selten verkauft, vermutlich, weil die Verkäufer Angst vor einer Strafverfolgung haben.

 

Sassafras Mischkonsum / Kombinationen

Mischkonsum ist generell sehr gefährlich und kann zu negativen Wechselwirkungen oder gar zum Tod führen.
Beim Kombinieren mit anderen Substanzen müssen so wohl Sassafras als auch die jeweils andere Substanz niedriger als im Monokonsum dosiert werden.

Sassafras + Alkohol: Kann Neurotoxizität zur Folge haben, außerdem kann die sedierende Alkoholwirkung die Sassafras Effekte unterdrücken / abschwächen.
Die Dehydrierung wird intensiviert, es muss daher besonders auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.
Auch die Nierenreizung könnte durch den Alkohol verstärkt werden!
Insgesamt eine sehr ungesunde Kombination, wenn, sollte maximal ein Bier getrunken werden.

Sassafras + MDMA (& andere serotonerge Upper / Empathogene wie 3-MMC, Methylon, MDA & 3-FPM): Diese Kombination ist potentiell lebensgefährlich! Es kann zu einem Serotonin-Syndrom kommen!
Auf keinen Fall Sassafras mit serotonergen Substanzen kombinieren!

Sassafras + Cannabis: Das Mischen dieser beiden psychoaktiven Pflanzen kann potentiell angenehm sein, kann jedoch auch zu Angstzuständen, Unruhe oder einem unangenehmen Rausch führen.
Diese Kombination sollte nur von Menschen eingegangen werden, die bereits einige Erfahrungen mit beiden Pflanzen haben.

Sassafras + Koffein (Kaffee, Schwarzer Tee, Guarana, Kolanuss, Guayusa etc.): Koffein kann die Sassafras Wirkung stimulierender und energetisierender machen, jedoch auch unruhiger und nervöser.
Die Dehydrierung wird intensiviert, die Chance auf Nebenwirkungen wie Angst oder Schlaflosigkeit steigt.

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Wenn ihr Erfahrungen mit dieser Pflanze habt, würde ich mich über ein Kommentar freuen!

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